Beschenkt zum Geschenk - Gemeinschaftswochenende 2017 im Kloster Nütschau

Am Festtag der "Heiligen Drei Könige"/Erscheinung des Herr machten wir uns mit zwei Kleinbussen wieder auf den Weg nach Nütschau ins Jugendhaus der Benediktinerabtei. Pünktlich zur Komplet erreichten wir unser Ziel und genossen im Anschluss an das Gebet noch einen gemütlichen Abend bei leckerer Kartoffel-Gemüsesuppe.

 

Geistige Kost gab es dann erst am nächsten und übernächsten Tag in insgesamt drei Einheiten. Sozusagen direkt im Anschluss an das Weihnachtsfest haben wir uns auf der diesjährigen Gemeinschaftsfahrt über "Geschenke" unterhalten. Angelehnt an das Thema der RKW im Sommer war jede unserer drei Gesprächsrunden mit einer kleinen Überschrift versehen.

 

Ich bin ein Geschenk – Ich werde beschenkt

 

Zuerst haben wir uns zu zweit darüber ausgetauscht, wie wir ganz allgemein mit Geschenken umgehen. Worauf kommt es dabei an? Von wem ist das Geschenk? Wie sieht die Beziehung zu demjenigen aus? Aus welchem Anlass habe ich ein Geschenk erhalten? Worum handelt es sich überhaupt bei dem Geschenk? Ist es ein Wunschgeschenk oder eine Überraschung? Entspricht es meinen Erwartungen? Dabei kamen interessante Unterschiede und Gemeinsamkeiten heraus. Bin ich dankbar für Geschenke? Nehme ich alle Geschenke an? Gebe ich Geschenke auch zurück? Wie schenke ich selbst?

 

Wir sind füreinander Geschenk

 

Die zweite Runde startete etwas ruhiger. Jeder Teilnehmer bekam eine Bibel, Zettel und Stift und sollte mal nachschlagen und herausfinden, was wir eigentlich von Gott geschenkt bekommen. Nach einer Weile trafen wir uns wieder und stellten fest, dass wir sehr reich beschenkt sind. Begonnen bei unserem Leben, schenkt uns Gott alles, was wir brauchen. Und wir bekommen auch Geschenke von ihm, die wir nicht für uns behalten sollen, sondern die uns anregen, damit zu agieren - z.B. unsere Talente. Die sollen wir einbringen und damit anderen Freude machen. Und diese Erkenntnis führt uns direkt zum dritten Punkt:

 

Beschenkt miteinander zum Geschenk – Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind

 

Ausgehend davon, dass wir alle reich beschenkt sind, soll diese Freude auch unseren Mitmenschen zuteil werden. Zwei Bibelstellen machten uns das noch einmal deutlich: Jes 43,1-7 und Mt 18,19f. Die alttestamentliche Stelle betont, dass jeder Mensch das Geschenk des Lebens von Gott erhalten hat. Jeder. Auch die Menschen, die sich im Laufe ihres Lebens von Gott abwenden/abgewendet haben, sind "zu meiner Ehre geschaffen" und Gott ist immer bei ihnen. Und genau aus diesem Bewusstsein heraus können wir als Beschenkte miteinander zum Geschenk werden, denn wie die Matthäusstelle aussagt "Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen." Gott hilft uns auch dabei! Denn diese Stelle unterstreicht die Macht, die eine Gemeinschaft haben kann, wenn sie sich und ihr Tun auf Gott ausrichtet, Ihn in die Mitte stellt.

 

Einen "Praxistest" im zielorientierten Wirken einer Gemeinschaft haben wir am Ende der zweiten Einheit gemacht. Wir bauten gemeinsam einen Turm aus 8 Holzklötzen, die durch "Strippenziehen" bewegt wurden. Jeder der 12 Teilnehmer bewegte jeweils zwei Strippenenden und konnte so zum Erfolg beitragen.

 

Zum Abschied gab es in diesem Jahr ein besonderes Highlight: Den Segen der Sternsinger. Zwar war das Haus bereits gesegnet, doch die drei Weisen beglückten uns noch mit ihrem Gesang und Segen, sodass wir beschenkt unsere Heimreise antreten konnten. Ein rundum gelungenes Gemeinschaftserlebnis.


Motzen und Trotzen mit Jona - Gemeinschaftswochenende 2016 im Kloster Nütschau

Jeder von uns ist aufgerufen zur Barmherzigkeit! - Mit diesem Satz haben wir uns eine Überschrift für das gemeinschaftliche Wochenende im Kloster Nütschau gegeben - und für unseren Alltag über das Wochenende hinaus.

Mit drei Kleinbussen, darin 19 Menschen zwischen 17 und fast 70 Jahren mit guter Laune im Handgepäck, machten wir uns am 08. Januar auf den Weg gen Norden. Ein buntes Wochenende stand uns bevor. Wir kamen am Freitagabend so an, dass wir die Komplet, das Abendgebet, schon mitbeten konnten. Im Anschluss gab es noch eine ausgezeichnete Kürbissuppe zum Abendessen.

Als Gruppe fanden wir uns schnell zurecht - jeder Einzelne trug dazu bei, dass es ein gutes Miteinander werden konnte. Strukturiert waren unsere Tage durch die Gebetszeiten der Benediktinermönche, bei denen wir im Jugendhaus St. Benedikt zu Gast waren. Bereits zu 06:30 Uhr rief uns die Glocke zur Matutin. Zwischen den Gebetszeiten blieb uns Zeit, gemeinsam zu singen, zu essen, aber auch kleine Freizeiten gab es, die jeder nach seinem Befinden ausfüllen konnte. Im Mittelpunkt unserer thematischen Einheiten standen in diesem Jahr Jona und die Barmherzigkeit.

"Dann nahmen sie Jona und warfen ihn ins Meer und das Meer hörte auf zu toben. [...] Der Herr aber schickte einen großen Fisch, der Jona verschlang. Jona war drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches und er betete im Bauch des Fisches zum Herrn, seinem Gott: In meiner Not rief ich zum Herrn und er erhörte mich." (Jona 3,15.4,1ff.)

Jona selbst hatte mit der Barmherzigkeit so seine Schwierigkeiten. Gott handelt barmherzig an Jona und rettet ihn. Er gibt ihm eine zweite Chance. Nachdem er seinen Auftrag ausgeführt hat, bereuen die Bewohner von Ninive ihre Taten und kehren um, was Gott dazu veranlasst, die Stadt zu verschonen. Und was tut Jona?

"Das missfiel Jona ganz und gar und er wurde zornig. Er betete zum Herrn und sagte: Ach Herr, habe ich das nicht schon gesagt, als ich noch daheim war? Eben darum wollte ich ja nach Tarschisch fliehen; denn ich wusste, dass du ein gnädiger und barmherziger Gott bist, langmütig und reich an Huld und dass deine Drohungen dich reuen." (Jona 4,1f.)

Wir haben das auch mal ausprobiert. Die Geschichte von dem Propheten im Walfisch war vielen Teilnehmern noch aus der Kindheit bekannt und doch gab es Stellen in der Geschichte, die irritierten oder früher nie aufgefallen sind. Darüber kamen wir ins Gespräch, bevor jeder in einem kleinen Partnerspiel die Erfahrung machen durfte, wie es denn ist, wenn man jemanden von etwas überzeugen will, das er ggf. gar nicht tun möchte und an jedem Argument dafür etwas auszusetzen hat. Es stellt sich daraus nämlich die Frage, wie wir reagieren, wenn Gott mit einem Auftrag zu uns kommt. Laufen wir auch weg wie Jona? Oder sind wir "Immer, sofort mit Freuden" dabei?

Jeder von uns ist aufgerufen zur Barmherzigkeit! Jona ist alles andere als barmherzig, und macht Gott seine Barmherzigkeit, die er an 120 000 Menschen ausübt, zum Vorwurf, obwohl er selbst ebenfalls in deren Genuss kam. Gott lässt für Jona einen schattenspendenden Rizinusstrauch wachsen, doch ihn auch wieder eingehen.

"Gott aber fragte Jona: Ist es recht von dir, wegen des Rizinusstrauches zornig zu sein? Er antwortete: Ja, es ist recht, dass ich zornig bin und mir den Tod wünsche. Darauf sagte der Herr: Dir ist es leid um den Rizinusstrauch, für den du nicht gearbeitet und den du nicht großgezogen hast. Über Nacht war er da, über Nacht ist er eingegangen. Mir aber sollte es nicht leid sein um Ninive, die große Stadt, in der mehr als hundertzwanzigtausend Menschen leben?" (Jona 4,10f.)

Und wir? Sind wir ebenso wie Jona und motzen an allem herum? Oder kommen wir dem Aufruf zur Barmherzigkeit nach? Es kann ganz konkret gehen und die je 7 leiblichen und geistigen Werke der Barmherzigkeit sagen uns wie. Nachdem wir uns darüber ausgetauscht haben, welche Bedeutung diese Werke in unserem Alltag haben, sind wir schließlich alle mit einer Postkarte nach Hause gegangen, die wir für uns selbst als Erinnerungsstütze geschrieben haben. Wir haben für uns ein ganz konkretes Ziel, ein Werk der Barmherzigkeit zu tun, gesetzt. "Schritte wagen, im Vertrau'n auf einen guten Weg" heißt es in einem Lied. Worauf warten wir? Worauf warten Sie?

 

Was können wir konkret tun?

 

Ich höre zu

Ich bin da/bei dir

Ich nehme in den Arm

Ich nehme mir Zeit

Ich investiere/habe Zeit

Ich erzähle von Gott

Ich übe Geduld

Ich verzeihe

Ich denke an euch

Ich übe Gastfreundschaft

Ich überdenke mein Leben

Ich korrigiere mich

Ich verurteile nicht

Ich nehme Barmherzigkeit an

Ich schlucke herunter

Ich nehme an

Ich liebe (trotzdem)

Ich stelle mich vor dich

Ich teile

Ich halte aus


Wochenende in Nütschau - Januar 2015

Das Gelände

 

Vom 23.-25. Januar verbrachten wir winterlich-schöne Tage im Kloster Nütschau/Travenbrück. Neben einem alten Herrenhaus befindet sich ein Flachbau auf dem Gelände, in dem die Kapelle eingerichtet ist, wo wir die täglichen Gebetszeiten der Mönche miterleben konnten. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite steht ein Nebengebäude des Herrenhauses, in dem nun das Jugendhaus St. Benedikt eingerichtet ist. Dort waren wir untergebracht. Auch ein Bildungshaus, St. Ansgar, gehört noch zum Klostergelände.

Unsere Zeit vor Ort

 

Zwischen den Gebetszeiten haben wir eine schöne Zeit in Gemeinschaft verbracht. Angelehnt an das diesjährige RKW-Thema haben wir uns ausgetauscht über die Ich-bin-Worte Jesu aus dem Johannesevangelium und unsere Möglichkeiten, Kreise zu ziehen, unsere Kernbotschaft weiterzugeben.

 

In der großen Gemeinschaftsküche konnten wir unsere Kochkünste ausleben und von den zubereiteten Gerichten zehren - Kraft tanken für kleine Kickerturniere und Kartenspielabende. Kochzeiten wurden durch wunderschönes Klavierspiel begleitet, sodass der Kochlöffel noch besser durchs Risotto kreiste.

 

Ein Spaziergang durch die von Schneefall winterlich-angehauchte Natur durfte ebenfalls nicht fehlen. Sogar Schwäne liefen uns über den Weg und bereiteten nicht nur unseren Jugendlichen Freude.

 

Ein erlebnisreiches und besinnliches Wochenende liegt nun wieder hinter uns - aber fürs nächste Jahr ist bereits reserviert. Wenn Sie Lust haben, sind Sie herzlich eingeladen, dabei zu sein - vom 08.-10. Januar 2016!

 

 

Wochenende in Nütschau - Januar 2012

Tanzkurs 2016/2017 - Rückblick
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Mai 2017
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Juli 2017
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