Vorfreude auf das Pilgern

"Wenn du schnell gehen willst, geh allein. Doch  wenn du weit gehen willst, gehe mit Anderen".

 

Ich bin in der letzten Woche schon einmal Probegelaufen... Von Frieack rüber nach Neustatt /Dosse. Morgen habe ich mir vorgenommen die Etappe Nauen- Paulinenaue (eventuell bis Friesack) zu Laufen. Die neuen Schuhe und der Rucksack wollen eingetragen werden. Das Wetter lockt mich außerdem auch nach draußen. Überall zwitschern die Vögel und die Natur erwacht. Alles wächst und blüht.

 

Mal sehen, ob es mir morgen so  geht, wie 2013 beim Probepilgern ;) hier mal ein Auszug:

 

Alleine laufen ist gut und schön. Man kann das Tempo selbst gestimmen und braucht auf keinen weiter zu achten. 

Man merkt, das der Körper sich erinnert an das Pilgern. nach ca. 10 Km läuft es sie wieder fast wie von selbst, quasi auf Autopilot. Später nimmt man dann die typische Pilgerhaltung wieder an:

*Leicht nach vorn gebeugt, um den Rücken zu entlasten,

* mit Bedacht jeden Schritt setzten, da man auch schon die Hüftten spürt,

* locker in den Knien bleiben ( nicht das die sich auch noch bemerkbar machen...)

* und schön den Fuß abrollen um die beginnende kleine Blase nicht zusätzlichen Druck auszusetzen.

 

Spätestens jetzt vermisst man einen Pilgerpartner, der einen Aufbaut, Ablenkt und auf einen Aufpasst.

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Kommentare: 59
  • #1

    Meggy (Montag, 18 April 2016 20:07)

    Danke, das ging ja schnell...
    Auch meine Vorfreude auf die Himmelwallfahrtspilgerei steigert sich, je näher ich dem Termin des gemeisamen 'Unterwegs- Sein' mit euch komme.
    Wenn ich mit dem Auto an den Rapsfeldern vorbei fahre, die langsam aber sicher immer gelbblühender werden denke ich immer in dieser gewissen Vorfreude an unser Pilgern, wie ich mit euch an Rapsfeldern vorbei laufe ...und nicht fahre ... es sei denn meine Beine dürfen/müssen sich mit dem Rest des Körpers im Boni- Bus ausruhen.
    ... aber neues Pilgern, neues Glück...

  • #2

    Meggy (Montag, 18 April 2016 20:11)

    ...hey Constanze, wusstest du, daß Rucksack auf russisch.'ryukzak' heißt ?

  • #3

    Constanze (Montag, 18 April 2016 22:11)


    ...nein, ist lustig ....
    рюкзак

    hm,
    ausgesprochen also ähnlich wie Juucksack,
    naja, wenn wir durch zügiges Laufen erwärmt am Rücken werden, kann es auch schon mal "jucken" :-))

    Gut, dass wir erinnert werden an die Wallfahrt,
    für mich persönlich liegt sie noch in unendlicher Ferne .....

  • #4

    Constanze (Montag, 18 April 2016 22:43)

    .... und auf italienisch heißt unser Rucksack dann

    zaino

    gesprochen mit weichem z und weichem ai

    ... und promt kommt sie mir schon näher, unsere Fußwallfahrt .... :-))

  • #5

    Meggy (Dienstag, 19 April 2016 07:33)

    Der Renè macht heute einen Probelauf von Nauen nach Friesack...als ich das 1. Mal die Strecke von Nauen nach Friesack gelaufen bin, haben meine Füße angefangen sich aufzulösen...aber die Regeneration hat zum Glück wieder schnell eingesetzt...naja, und von Jahr zu Jahr verändert sich der Auflöseprozess stetig...meist zum Guten...und die Regeneration haut auch noch hin...
    Renè, alles Gute für deinen Weg heute...

  • #6

    René (Dienstag, 19 April 2016 17:10)

    Danke für deine guten Wünsche :) . Ich melde mich zurück. Ein paar Fotos von unterwegs gibt es auch bald... zum "anfüttern".

  • #7

    Constanze (Dienstag, 19 April 2016 17:16)

    René

    "durchlebt" heute also unsere längste 6. Etappe von Nauen nach Friesack mit 30 km.
    Ja, wir sind im Geiste bei ihm :-) und glauben zu wissen, dass er bei seiner guten Verfassung ohne aufgelöste Füße zurück kommt.

    Vielleicht gibt es ein Foto,
    bin gespannt, was uns René von seinem Gang mitbringt.

  • #8

    René (Dienstag, 19 April 2016 17:25)

    Ich war gegen 15 Uhr pünktlich bei Mutti zum Kaffee. Es gab lecker Erdbeerkuchen. Bis auf ein brennen der Oberschenkelmuskulatur geht es mir gut. Etwas viel Sonne hab ich abbekommen. Ich scheine einen Sonnenbrand im Gesicht zu entwickeln.

  • #9

    Constanze (Dienstag, 19 April 2016 18:07)

    Herzlich Willkommen zurück bei uns :-))

    Ich freue mich mit Dir (alle anderen sicher auch), dass Du diese unsere längste Etappe mit "Sonnenröte" gemeistert hast
    und bis auf den "Oberschenkelmuskelbrand" keine Schwierigkeiten hattest.

    Das Wetter hat Dir heute als gute Begleitung zur Seite gestanden und Deine Foto´s lassen uns auf all die verschiedenen Wege freuen!

  • #10

    Pünktchen (Donnerstag, 21 April 2016 11:23)


    Pilgern

    Immer wieder höre ich, dass „Pilgern“ verändert.
    In der Tat kann mir das Pilgern zeigen, wie ich persönlich in der Regel mit Schwierigkeiten umzugehen pflege,
    im besten Falle mache ich spirituelle Erfahrungen und auch ohne sie kann ich viele Dinge erkennen, die mir nicht unbedingt bewusst sind.

    Dennoch bedarf es hierzu einiger Überlegungen meinerseits und meine Bereitschaft, „mich selbst“ zu überdenken.

    Ich benötige Tiefe, um mich darauf einzulassen, mich nicht von anderen scheinbar wichtigen weltlichen Befindlichkeiten ablenken zu lassen.
    Überlasse ich mich meinen Blasen und meinem (Welt)-Schmerz, meinem (weltlichen) Durst- und Hunger-Gefühl,
    meinen unangenehmen Gedanken oder bin ich dennoch bereit anzunehmen, aufzunehmen, zu geben, zu empfangen?

    Bin ich offen für Anleitung, für Inspiration und dankbar für die Gelegenheit, die sich mir bietet?

    Halte ich mich selbst bereit dafür, auch das Unangenehme, Schwierige, Unpassende, Falsche, Laute, Alberne, Schrille, Unvollkommene auszuhalten,
    zu meistern, zu verbessern, ins Gute zu verändern, mit jeder auch noch so großen Herausforderung heiter gepaart mit Optimismus und Gottvertrauen umzugehen?

    Es liegt wohl ganz an/in mir selbst, wohin mich mein Pilgern führen kann.
    Gottes Gnade möge uns alle nie verlassen.

  • #11

    Constanze (Donnerstag, 21 April 2016 11:42)

    Diese Worte von Hape Kerkeling

    erinnern mich nachträglich an mein eigenes Empfinden
    am Abend nach meinem allerersten Himmelwallfahrt-Pilgertag, ich glaube 2012:

    Totale gelassene Leere ist der Zustand, der ein Vakuum entstehen lässt, das Gott dann entspannt komplett ausfüllen kann.
    (Seite 241)

  • #12

    Miriam (Freitag, 22 April 2016 19:06)


    Franz von Sales, Zitate:

    Pilger

    "Spiridion, ein Bischof des christlichen Altertums, nahm zur Fastenzeit einen halbverhungerten Pilger auf.
    Er hatte gerade nur Pökelfleisch im Haus, ließ es kochen und setzte es dem Fremden vor. Dieser wollte trotz des Hungers nichts essen.

    Spiridion aß nun als erster davon, obwohl bei ihm keine Notlage gegeben war. Er tat es aus Liebe, um durch sein Beispiel die Bedenken des Pilgers zu zerstreuen.
    So sieht die liebevolle Freiheit eines Heiligen aus."

    (DASal 5,64)

  • #13

    Constanze (Freitag, 22 April 2016 19:32)

    So wird es uns auf unserer Fußwallfahrt hoffentlich ergehen :-))

    "Alles ist im Gehen. Gott aber ist im Kommen."

    Peter Hahne
    (* 9. November 1952 in Minden) ist ein deutscher Fernsehmoderator und Autor.

  • #14

    Pilger (Samstag, 23 April 2016 17:43)


    Ich auch auf der tiefsten Stufen,
    ich will glauben, reden, rufen,
    ob ich schon noch Pilgrim bin:
    Jesus Christus herrscht als König,
    alles sei Ihm untertänig,
    ehret, liebet, lobet Ihn!

    Philipp Friedrich Hiller (1699 - 1769)

  • #15

    Meggy (Sonntag, 24 April 2016 07:16)

    Uuh, heute in einer Woche um diese Zeit ist in Treuenbrietzen leichtes Gewusel...Schlafsäcke zusammenrollen, knieend auf zusammen gerollten Isomatten hocken, bis ihnen die Luft ausgeht, um sie dann zusammen zugürten (überhaupt kein leichtes Unterfangen !)...sich dann ( noch) fast hüpfenderweise durch die Gegend bewegen - ach man ist ja noch so voller Esprit, die Gesichtszüge noch kein wenig gezeichnet, alles "geht" noch von ganz allein, selbst die Treppe könnte man nocheinmal und nocheinmal schwungvoll auf- und wieder absteigen...man grüßt sich noch mit einem fröhlichem "Hallo" und "Guten Morgen"...alles wirkt noch irgendwie soooo frisch...selbst die Kniebeuge in der Kirche wird noch mit einem im von Vorfreude auf diesen Tag im Gesicht zu erkennenden Lächeln begleitet...alles wirkt so frisch...ach ist das schön...wenn da das Wörtchen"noch" nicht wäre, daß diesen Text in unaufhörlicher Weise durchzieht, sich immerwieder einschleichen musste...tststs...
    Euch allen Pilgern einen gesegneten und schönen Sonntag, in Vorfreude euch bald begleiten zu dürfen, mit dabei zu sein und diesem Wörtchen "noch" versuchen einfach davon zu laufen... ;-) ...

  • #16

    Pilger (Sonntag, 24 April 2016 12:28)


    Nur das Jetzt existiert.
    Vergangenheit und Zukunft sind
    Illusionen unseres Denkens.

    Δ Unbekannt


  • #17

    Meggy (Sonntag, 24 April 2016 15:01)

    ...genau, Eintrag15 ist eine phantasiereiche Illusion mit liebevoll humorigem Versuch eigene Erfahrungen aus der Vergangenheit des Pilgerns ins Gegenwärtige zu holen, um mit einem kleinen Augenzwinkern in die Zukunft des nächsten gemeinsamen Pilgerwegs über Himmelfahrt zu schauen... ;-)

  • #18

    Constanze (Sonntag, 24 April 2016 16:57)


    Ich freue mich

    erneut auf "Himmel" in Herz und Kopf,
    auf IHN, der uns geleitet/begleitet/inspiriert/begnadet

    auf herzliches, segensreiches inniges Miteinander

    auf bekannte und neue Gesichter

    auf die Gelegenheit, uns von IHM erneuern zu lassen, uns neue Perspektiven zu eröffnen, die wir dankbar nutzen und annehmen können

    und lasst uns beten, dass wir unseren Nächsten bedingungslos lieben können

  • #19

    Pilger (Dienstag, 26 April 2016 14:05)


    DER PSALTER (Ps 122)

    Ein Segenswunsch für Jerusalem

    122,1 Von David,
    EIN WALLFAHRTSLIED

    Ich freute mich über die, die mir sagten:
    Lasset uns ziehen zum Hause des HERRN!
    ----------------------------------------------------------

    2 Nun stehen unsere Füße
    in deinen Toren, Jerusalem.

    3 Jerusalem ist gebaut als eine Stadt,
    in der man zusammenkommen soll,

    4 wohin die Stämme hinaufziehen,
    die Stämme des HERRN,
    wie es geboten ist dem Volke Israel,
    zu preisen den Namen des HERRN.

    5 Denn dort stehen die Throne zum Gericht,
    die Throne des Hauses David.

    6 Wünschet Jerusalem Glück!
    Es möge wohlgehen denen, die dich lieben!

    7 Es möge Friede sein in deinen Mauern
    und Glück in deinen Palästen!

    8 Um meiner Brüder und Freunde willen
    will ich dir Frieden wünschen.

    9 Um des Hauses des HERRN willen, unseres Gottes,
    will ich dein Bestes suchen.


  • #20

    Constanze (Donnerstag, 28 April 2016 16:31)

    ... aus einem "Jakobsweg-Tagebuch" :

    “Sie ist den ganzen Tag in Sandalen gewandert, weil ihre Wanderstiefel ihr weg getan haben. Nun tun ihr auch die Füße in Sandalen weh und sie läuft in Socken durch die Stadt.
    Ich sage nichts, denn es passt einfach zu ihr.”

  • #21

    Paul (Donnerstag, 28 April 2016 16:35)


    „Zu unserer Natur gehört die Bewegung, die vollkommene Ruhe ist der Tod.“

    (Blaise Pascal, französischer Mathematiker, Physiker und Religionsphilosoph, 1623 – 1662)

  • #22

    Constanze (Donnerstag, 28 April 2016 16:40)


    „[…] sind Ge­hen und Denken zwei durchaus gleiche Begriffe

    und wir können ohne weiteres sagen (und behaupten), dass der, wel­cher geht und also der, welcher beispielsweise vorzüglich geht,
    auch vorzüglich denkt, wie der, der denkt und also auch vorzüglich denkt, auch vorzüglich geht.

    Wenn wir ei­nen Gehenden genau beobachten, wissen wir auch, wie er denkt. Wenn wir einen Denkenden genau beobachten, wis­sen wir auch, wie er geht.“

    (Thomas Bernhard,
    österreichischer Schriftsteller, 1931 – 1989)

  • #23

    Meggy (Donnerstag, 28 April 2016 17:53)

    ...äh...
    ... ? ...
    ... ich komme gerade irgenwie nicht mit ...
    ...nimm mich mal bitte an die Hand, Constanze :-) ...

  • #24

    Constanze (Donnerstag, 28 April 2016)

    :-))

    .... ist nicht von mir, sorry, liebe Meggy,
    wie Thomas Bernhard das erklärt, weiß ich nicht,

    ich kann das nur für mich selbst interpretieren,
    scheinbar erklärt sich für Herrn Bernhard aus der Gangart die Denkart von Menschen.

    Herr Bernhard hat sich womöglich die unterschiedlichen Arten des Gehens (Gangbild, Rhythmus, Tempo u.ä.)
    bei verschiedenen Personen eingehend angeschaut und analysiert.

    Und er hat Menschen lange beim Denken beobachtet, ihre Mimik und Gestik hierbei.
    Dann hat er ihr Gangbild mit Mimik und Gestik beim Denkvorgang verglichen und scheinbar auch umgekehrt und offensichtlich für sich persönlich gemeint,
    ein sich wiederholendes Muster zu erkennen.

    Ich hoffe, ein wenig Licht ins Dunkel gebracht zu haben :-)

  • #25

    Besucherin (Freitag, 29 April 2016 08:45)

    ........ zu Eintrag 22 bis 24 :-)

    Das hier gilt wohl laut Francois Robichon de la Guérinière zumindest für Pferde:

    „Durch den Trab, der die natürlichste Gangart ist,
    macht man ein Pferd leicht in der Hand, ohne das Maul zu verderben, und seine Körperteile frei beweglich, ohne ihnen zu schaden."




  • #26

    Emotionaler (Freitag, 29 April 2016 08:52)


    O lerne Denken mit dem Herzen,
    und lerne Fühlen mit dem Geist.

    Theodor Fontane
    (1819 - 1898), dt. Schriftsteller, Journalist, Erzähler und Theaterkritiker

  • #27

    Pilger (Freitag, 29 April 2016 08:58)


    „Schmerz ist Schwäche, die den Körper verlässt.“

    (Spruch der US Navy Seals)

  • #28

    Constanze (Freitag, 29 April 2016 09:01)


    „Einige Leute sind kreativ mit Worten oder Musik oder mit Pinseln und Farbe. Ich versuche, etwas Schönes zu erschaffen, wenn ich laufe.“

    Steve Prefontaine
    * 25. Januar 1951 in Coos Bay, Oregon; † 30. Mai 1975 in Eugene, Oregon) war ein US-amerikanischer Leichtathlet.

  • #29

    Besucherin (Freitag, 29 April 2016 09:09)

    Für die Himmelwallfahrt-Pilger:

    „Ich habe das Gefühl, dass in dem Augenblick, in dem meine Beine anfangen sich zu bewegen, auch meine Gedanken beginnen zu fließen.“
    Henry David Thoreau
    amerikanischer Schriftsteller und Philosoph

    und

    „Wenn es wie aus Eimern schüttet und du dich durch den Regen quälst, kannst du eine Menge Befriedigung aus der Gewissheit ziehen, dass du da draußen bist und die anderen nicht.“
    Peter Snell
    (* 17. Dezember 1938 in Opunake, Neuseeland) ist ein ehemaliger neuseeländischer Leichtathlet.

    Und Ihr könnt mit Meggy und Minc im Regen tanzen!

  • #30

    Leichtathletin (Freitag, 29 April 2016 09:18)

    Jetzt noch mal schnell die kurz zitierte Zusammenfassung von einigen Menschen,
    warum, wozu ..... z. B. laufen gut sein könnte:


    „Vor allem wegen der Seele ist es nötig, den Körper zu üben, und gerade das ist es, was unsere Klugschwätzer nicht einsehen wollen.“
    (Jean-Jacques Rousseau)

    „Wer sich stets zu viel geschont hat, der kränkelt zuletzt an seiner vielen Schonung.“
    (Friedrich Nietzsche)

    „Die Läufer sind heute das herumlaufende schlechte Gewissen der Nichtläufer.“
    (Herbert Steffny)

    Und dieses Zitat dann wahrscheinlich speziell für die Pilger, denke ich:

    „Wer die Welt bewegen will, sollte erst sich selbst bewegen.“
    (Sokrates)

  • #31

    Constanze (Freitag, 29 April 2016 10:53)


    Liebe Meggy,

    ich komme nun zurück auf unser gemeinsames Thema Denken und Gehen. (Zitat Eintrag 22)

    Ich befand mich einst in einer Gruppe Menschen,
    in der jemand das Wort führte. Die Worte empfand ich für mich als gemütsarm, nicht freundlich und bedenkenlos.
    Nicht der Inhalt selbst war ursprünglich leer und kalt, nein die Redeart, der Klang der Stimme unbeteiligt, die Vortragsweise erschien mir persönlich unberührt.
    Somit verlor für mich selbst leider der Inhalt komplett an Bedeutung.

    Der Vortragende schien aus meiner Sicht aus irgendwelchen Gründen keinen tiefen Bezug zum Inhalt aufgebaut zu haben.
    Er schien einzig mit etwas anderem beschäftigt, was im Gegensatz zur inhaltlichen Aussage stand. Somit hatte sein Denken mit seiner Art zu reden/sprechen zu tun.
    Ich habe nicht nachgefragt, deshalb weiß ich nicht, woran es lag.

    In meiner „Erfahrung“ hier geht es nun nicht um Denken und Gehen sondern um Denken, Herzenshaltung und Reden,
    doch denke ich, dass die Erfahrungen des Zitierenden (Thomas Bernhard) in Bezug auf seine Themen genau so entstanden sind.

    Ich wünsche Dir und allen Lesenden/Schreibenden/Zitierten:-)
    gesegnete Tage

  • #32

    Meggy (Freitag, 29 April 2016 13:40)

    Liebe Constanze,

    danke, daß du versucht hast, dieses "Gang-Denk"-Zitat auseinander zu klabüstern (hört sich wie ein medizinisches Präparat zum Verbessern der Denkleistung an)...auch wenn ich mir jetzt den Eintrag 22 nochmals durchlese, finde ich ihn sehr anstrengend...sicher ist es so, daß man an der Körperhaltung oft den Gemütszustand erkennen kann oder sich eben der Gemütszustand in der Haltung oder Bewegung widerspiegelt...hm, vielleicht meint der Herr Berhard das ja auch, aber trotzdem gefällt mir irgendetwas an der 22 nicht...oder ich denke viel zu kompliziert...vielleicht :-) können wir ja nächste Woche beim gemeinsamen Pilgern darüber und über so andere Themen sinnieren...falls es sich ergibt...und es dran ist...
    Hab selbst auch eine gesegnete und gute Zeit...

  • #33

    Constanze (Freitag, 29 April 2016 15:08)

    In jedem Fall gibt es Zitate,
    die einem einfach nicht gefallen und das wiederum ist durchaus legitim und hat seinen Grund.

    Du könntest ja blitzschnell eines hinzaubern, ähm .... raussuchen, was dir so richtig gut gefällt :-))

    Mir gefallen natürlich auch nicht alle Zitate und ich verstehe auch manche nicht oder möchte sie auch gar nicht verstehen, (oh)

  • #34

    Meggy (Sonntag, 01 Mai 2016 12:49)

    ...sie sind unterwegs...die Vorfreude auf heute hat sich hoffentlich in Freude gewandelt...meine Vorfreude bleibt noch, bis ich, so Gott will, ab Donnerstag mitgehen darf...Gott segne euch, begleite euren Weg heute, sei es im Gespräch mit dem anderen, im Gebet, im Gesang in der Stille und schenke euch heute ein gutes Ankommen...

  • #35

    Constanze (Montag, 09 Mai 2016 09:30)

    Hallo Meggy,

    ich möchte Dir unbedingt Eines mitteilen!
    Stell Dir vor: ich sitze hier gerade völlig entschleunigt zurück vom Pilgern vor meinem PC

    und habe unentwegt das angenehme Gefühl, noch immer den Sonnenhut zu tragen
    und ihn auch gar nicht absetzen zu wollen/müssen :-) :-) :-)

    LG

  • #36

    Meggy (Montag, 09 Mai 2016 12:49)

    Hihi, lustig...

    Du, und ich würde jetzt gern wieder mit euch laufen...also versuchen, es besser zu machen... :-)

  • #37

    Constanze (Montag, 09 Mai 2016 13:37)


    Für diesen Eintrag, liebe Meggy,
    meine ich,
    schwirren dir sehr viele schwesterliche und brüderliche Küsschen vom Himmel entgegen
    und werden wohl in Kürze bei Dir eintreffen ...... :-)) :-)) :-))

  • #38

    Pilger (Dienstag, 10 Mai 2016 10:45)


    Weggefährten

    Gott, du hast uns einander anvertraut.

    Du hast uns zu Weggefährten gemacht;
    nun können wir das Glück und den Kummer,
    die Freude und das Leid gemeinsam erleben.
    Wir danken dir dafür, dass wir die Welt
    miteinander entdecken dürfen.

    Lass uns,
    wenn die irdische Reise zu Ende geht,
    an dein Ziel kommen,
    lass uns nicht ohne den andern
    zu dir kommen. Gerhard Kiefel

  • #39

    Birne (Dienstag, 10 Mai 2016 15:05)

    Erinnerung

    Wir sind nur Gast auf Erden und wandern ohne Ruh
    mit mancherlei Beschwerden der ewigen Heimat zu.

    Und sind wir einmal müde,
    dann stell ein Licht uns aus, oh Gott in deiner Güte;

    dann finden wir nach Haus.

    Text: Georg Thurmair 1935

  • #40

    birne helene (Mittwoch, 11 Mai 2016 17:14)

    ein wunderschöner Text

  • #41

    Constanze (Mittwoch, 11 Mai 2016 19:50)

    Abendgebet

    Du bist bei mir

    Wenn ich beschwingt
    neue Schritte wage,
    bist du bei mir.

    Wenn ich bedrückt
    meine Lasten ertrage,
    bist du bei mir.

    Wenn ich erfüllt
    von Lebensfreude singe,
    bist du bei mir.

    Wenn ich verzweifelt
    nach dem Sinn frage,
    bist du bei mir.

    Wenn ich dankbar
    auf deine Fügungen schaue,
    bist du bei mir.

    Wenn ich heute Abend
    den Tag beschließe,
    bist du bei mir, mein Gott.

    Paul Weismantel

  • #42

    Maryam (Mittwoch, 11 Mai 2016 21:55)


    DENN IHR SOLLT IN FREUDEN AUSZIEHEN
    und im Frieden geleitet werden.

    Berge und Hügel sollen vor euch her frohlocken mit Jauchzen
    und alle Bäume auf dem Felde in die Hände klatschen.

    Jesaja 55,12

  • #43

    Meggy (Sonntag, 15 Mai 2016 14:24)

    Nach dem Pilgern ist vor dem Pilgern
    ...habe heute noch nachträglich ein kleines Starterset für "vernünftige" Schuhe geschenkt bekommen...
    DANKE :-) ... ich hoffe, ich mach' was Gutes draus und es 'geht' etwas Vernünftiges daraus hervor...
    Liebe Grüße und vor allem frohe und gesegnete Pfingsten...

  • #44

    Constanze (Sonntag, 15 Mai 2016 16:16)

    Sehr zutreffend, liebe Meggy,

    ... "nach dem Pilgern ist vor dem Pilgern" ...

    ich bekam heute nämlich Wanderschuhe geschenkt,
    die ich natürlich jetzt auch gerade an meinen Füßen trage, zusammen mit dem "gefühlten" Sonnenhut
    und mit Beiden schaue ich mir Pilgerwege an :-)

  • #45

    Hella (Mittwoch, 08 Juni 2016 21:55)


    „Die nur ganz langsam gehen,
    aber immer den rechten Weg verfolgen, können viel weiter kommen als die, welche laufen und auf Abwege geraten.“

    (René Descartes, französischer Philosoph und Wissenschaftler, 1596 – 1650)

  • #46

    Katharina (Donnerstag, 09 Juni 2016 05:31)


    „Der Camino bietet eine echte, fast vergessene Möglichkeit, sich zu stellen. Jeder Mensch sucht nach Halt. Dabei liegt der einzige Halt im Loslassen.

    Dieser Weg ist hart und wundervoll. Er ist eine Herausforderung und eine Einladung. Er macht dich kaputt und leer. Restlos.
    Und er baut dich wieder auf. Gründlich. Er nimmt dir alle Kraft und gibt sie dir dreifach zurück.
    Du musst ihn alleine gehen, sonst gibt er seine Geheimnisse nicht preis.
    Ich muss vor allem an die denken, die diesen Weg nicht gehen können, und ihnen sei versichert: Dieser Weg ist nur eine von unendlichen Möglichkeiten.

    Der Camino ist nicht einer, sondern tausend Wege, aber jedem stellt er nur eine Frage: Wer bist du?“

    (Hape Kerkeling, deutscher Komiker und Autor, *1964)

  • #47

    Constanze (Donnerstag, 09 Juni 2016 22:05)


    Beim Lesen dieser Worte von Hape Kerkeling

    möchte ich mich direkt auf den "Weg machen" :-)) :-)) :-))

  • #48

    lästermaul (Donnerstag, 16 Juni 2016 21:52)

    Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben, Constanze. Aber nächstes Jahr vielleicht wieder :-))))))

  • #49

    nerviger Nachhaker (Freitag, 17 Juni 2016 20:02)


    Ist Constanze zu spät gekommen?
    Wenn ja wann und warum ?

  • #50

    Info r matiker (Freitag, 17 Juni 2016 20:53)


    Zum Thema Jakobsweg
    könnte man auch hier was lesen:

    http://www.einfachbewusst.de/2016/06/packliste-jakobsweg

  • #51

    Constanze (Samstag, 16 Juli 2016 17:17)


    Der eigentliche Sinn
    der Pilgerschaft ist,

    sein Herz zu öffnen,

    und nicht - in Santiago
    anzukommen.

    Spirituelle Pilger-
    Apotheke,
    sinnwaerts.ch

  • #52

    Hertha (Donnerstag, 21 Juli 2016 19:12)



    Wallfahrerwünsche

    Darf ich Dir lieber Gott anlässlich dieser Wallfahrt
    meine vielen Wünsche vorbringen, samt dem Versprechen,
    in Zukunft mein Bestes zu tun?
    Dar ich dir auch sagen, was ich gerne von dieser Wallfahrt mit nachhause nehmen würde?

    Lieber Gott:

    Ich hätte gerne einen neuen Kopf.
    Mit diesem hier wollte ich schon so oft durch die Wand;
    ich habe ihn in schweren Zeiten unschön hängen lassen
    und zwischendurch habe ich ihn auch einige Male verloren.

    Schenk mir dann auch bitte neue Augen.
    Zurzeit verliere ich so viele Dinge aus dem Auge.
    Ich sehe oft alles schwarz-weiß. Gerne sähe ich alles wieder in Farbe.

    Vielleicht hast du für mich auch noch eine neue Nase:
    Meine habe ich vor so vielem gerümpft;
    ich stecke sie auch überall hinein, wo es nicht sein müsste.

    Eine andere Zunge käme mir auch ganz gut zustatten!
    Die ich jetzt habe, ist bereits ein wenig scharf geworden,
    sie redet zuviel und kritisiert auch gern.
    Zwischendurch spreche ich auch schnell mal zweideutig.

    Selbst neue Ohren könnte ich brauchen.
    Ich stecke über beide in Arbeit und Sorgen.
    Das eine Ohr klingt vom Tratsch um mich herum;
    das andere ist fast taub; es hört wenig Gutes und Fröhliches.
    Ich möchte gerne wieder ruhig schlafen können.

    Und dann meine Zähne, lieber Gott.
    Ich mußte sie zu oft zusammenbeißen.
    Ich habe sie auch des Öfteren gezeigt.
    Manchmal stehen zu viele Haare darauf und manchmal zu wenige.

    Und dann zum Schluss, lieber Gott, mein Mund!
    In letzter Zeit habe ich so einen großen Mund.
    Ich nehme ihn schnell zu voll.
    Er hat das Singen und Pfeifen verlernt und er schweigt,
    wenn er sprechen sollte.
    Gib mir einen etwas kleineren, der wieder herzlich lachen kann.

    Und dann, ja, wenn ich noch um eine ganz kleine Zugabe bitten darf,
    sorg dann bitte auch noch für neue Ellenbogen.
    Ich habe so fest damit gearbeitet und gestoßen.
    Ich habe beinahe keine mehr.

    Ich danke dir sehr, lieber Gott!
    In Vorfreude erwarte ich von dir beschenkt zu werden.

    Nach G. de Vooght

  • #53

    Johannes (Freitag, 29 Juli 2016 09:56)


    „Nach Jerusalem wandert man,
    um Jesus zu finden,

    nach Rom geht man zum Papst,

    doch auf dem Pfad nach Santiago de Compostela
    sucht man sich selbst.“

    spanisches Sprichwort

  • #54

    Konstantin (Freitag, 31 März 2017 06:34)

    Pilgerwünsche
    für dich
    deine Wege
    gelassen gehen
    loslassen
    was dich fesselt
    immer wieder

    für mich
    dich gehen lassen
    und mich
    fragen
    was mich hält
    immernoch

    für uns
    die Richtung finden
    die Sterne entdecken
    die der Pilgerweg
    unseres Lebens
    bereit hält
    immer neu

    Ulrike Wilhelm

  • #55

    Meggy (Montag, 01 Mai 2017 07:46)

    Gestern haben Marie und ich uns auf den Weg zur Fazenda gemacht, um dort die heilige Messe um 17:00 Uhr zu besuchen ... und haben den Weg genommen, den wir an Himmelfahrt vorhaben zu pilgern.

    Wir fuhren mit dem Fahrrad :-)

    ... was bei dem frischen, oft gefühlt stürmischen Wind, kein leichtes Unterfangen war.

    Insbesondere Marie erkannte Wege und Gegenden wieder, obwohl doch ihre letzte Himmelwallfahrtspilgerei schon 2, 3 Jahre zurück liegt.

    Es war eine anstrengend fröhliche Fahrt, belohnt mit herzerfrischenden Begegnungen auf der Fazenda und dem Besuch der heiligen Messe.

    Die Rückfahrt, ein anderer Weg als hin, begann mit einem kilometerlangen Kampf gegen den Wind und endete in einer kilometerlangen Abkürzung mit weniger Wind.
    Zum Fotos machen und rumgeikeln blieb dennoch Zeit und so kamen wir zwischen halb 8 und 8 am Abend so ziemlich am Ende unserer Kräfte wieder zu Hause an.

    Ich freue mich sehr auf die Himmelwallfahrt und hoffe, dieses Jahr weniger mit dem gelben Bus mitzufahren, als im letzten Jahr.
    Mit frohen Grüßen in sich steigernder Vorfreude, Meggy :-)

  • #56

    minC (Freitag, 19 Mai 2017 22:31)


    Wer nicht zuweilen zuviel empfindet, der empfindet immer zu wenig.

    Jean Paul

  • #57

    Constanze (Freitag, 19 Mai 2017 22:43)


    "So wie er in seinem Herzen denkt, so ist er."
    Salomo

    Salomo weiß, wovon er spricht ...

    Der Mensch gibt sich in der Tat, im Wort so, wie er ist, so sehr es auch verbergen möchte.
    Inkongruenz ist sichtbar.

    Mögen wir unsere Handlungen und Worte nicht verschleiern,
    sondern offen legen, unsere fadenscheinigen Ausreden beiseite legen,
    und ehrlich und herzlich argumentieren.

    Möge Gott mit uns sein und uns vor Scheinheiligkeit bewahren.
    Möge er uns mit Weisheit auf unserer Pilgerreise begleiten und uns erkennen lassen, woran wir kranken.

  • #58

    Pilger (Samstag, 20 Mai 2017 09:14)

    Eine gute Zeit
    fällt nicht vom Himmel.
    Wir schaffen sie selbst:
    Sie liegt bereit in unserem Herzen.

    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

  • #59

    Sprungfeder (Samstag, 20 Mai 2017 13:28)

    Wem das Herz hüpft,
    dem ist kein Weg zu weit.

    Volksweisheit / Volksgut

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