Der Blog - Raum für Gedanken 2. Teil

Hier laden wir alle unsere Besucher ein, ihre Meinung für uns zu hinterlassen.

 

Aber: Der Umfang beginnt unsere Seite zu "belasten", so dass wir eine weitere Seite eröffnet haben, wo ihr nach Herzenslust bloggen könnt. Daher bitten wir alle unseren aktiven Blogger zu wechseln: auf die neue Seite  Raum für Gedanken.

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Kommentare: 862
  • #1

    Meggy (Samstag, 02 Januar 2016 15:15)

    Ich wünsche uns allen, die wir hier stöbern, lesen, zitieren, eigene Gedanken formulieren ... die wir unsere Spuren hier hinterlassen ... ein gesegnetes und gnadenreiches neues Jahr.
    Schön, daß der 2. Teil geöffnet wurde.

  • #2

    constanze (Samstag, 02 Januar 2016 16:22)

    Liebe Meggy,
    bei "Spuren hinterlassen" regt sich bei mir gleich ein Gedanke, nämlich dieser: Ohne Gott tapse ich nur im Dunkeln .......

    Danke für Deinen Eintrag, wie schön, dass Du hier weilst
    und nochmal ein herzliches Dankeschön für Deine Geschichte im 1.Blog über Deine Namenspatronin, ich glaube, es ist der Eintrag Nr. 1006,(falls jemand nachlesen möchte).

    Möge in uns allen die Barmherzigkeit Gestalt annehmen ....

  • #3

    controller (Samstag, 02 Januar 2016 16:43)


    ---> Korrektur:

    Der erwähnte Eintrag ist unter der Zahl 1001 gespeichert,
    es handelt sich hierbei um eine überlieferte Glaubenserfahrung der Mechthild von Hackeborn.

  • #4

    Konstantin (Samstag, 02 Januar 2016 21:29)

    Motivation

    Für jeden Augenblick eines jeden Tages des neuen Jahres,
    für den neuen Raum, für den Blog,
    für neuen, guten Austausch global

    habe ich im Trailer 3/4 zu "starwars 7, das Erwachen der Macht" folgende Losung gehört:

    HEUTE VERLIEREN WIR NICHT DIE HOFFNUNG,

    WIR SCHÖPFEN NEUE!

  • #5

    constanze (Samstag, 02 Januar 2016 21:40)

    hallo Konstantin,
    freue mich, "Dich" zu lesen, mir fällt zu der von Dir gewählten Film-Losung folgendes ergänzendes Bibelzitat ein:

    Wir sollen desto mehr achten auf das Wort, das wir hören, damit wir nicht am Ziel vorbeitreiben.
    Hebräer 2,1

  • #6

    Paul (Sonntag, 03 Januar 2016 20:12)

    Auszug aus einer Predigt beim Neujahrsgottesdienst in der Frauenkirche Dresden von: Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm

    Wir mögen durch unsichere und manchmal schwere Zeiten gehen.
    Aber wir sind nicht allein, sondern gehalten und getragen in diesen Zeiten.
    Nichts weniger verspricht die Jahreslosung aus dem Buch des Propheten Jesaja als dass wir genauso in das neue Jahr gehen dürfen.
    Wie dringend wir das brauchen!

    Denn unsere Welt ist nicht bei Trost am Anfang des Jahres 2016.

    Man kann schon verzweifeln, wenn man mit einem Gefühl der Ohnmacht vor sinnlosen Gewaltorgien steht, deren Brutalität jede Vorstellungskraft übersteigt.
    Und wenn man dann sieht, wie Menschen vor dieser Gewalt fliehen, ihr Leben riskieren, es vielleicht bis hierher nach Europa schaffen und dann hier auf eine Situation treffen, in der sich wegen der großen Zahlen Erschöpfung und Verzagtheit auszubreiten beginnt, in der manche die Ängste der Menschen missbrauchen und zu hetzen beginnen oder mit Worten oder sogar mit echtem Feuer Brände legen.

    „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“
    Der Gott, der so spricht sitzt nicht hoch oben auf seinem Thron . Sondern es ist der Gott, der die Verletzlichkeit der Menschen kennt, der ihre Ohnmacht kennt,
    der diese Ohnmacht am Kreuz selbst erfahren hat.

    Er zwingt nicht zur Liebe sondern strahlt sie aus und gießt sie durch seinen Geist in die Herzen der Menschen ein

    Einer, der Mensch geworden ist,
    geboren in einer Obdachlosenunterkunft, einer, der als Erwachsener umhergezogen ist und den Menschen vom Reich Gottes und seiner Liebe erzählt hat,
    diese Liebe selbst in einzigartiger Weise ausgestrahlt hat, Menschen Heilung hat erfahren lassen, am Ende der Gewalt der Menschen zum Opfer gefallen ist und gekreuzigt wurde.

    Und dann auferstanden ist und gezeigt hat, dass der Tod am Ende nicht das letzte Wort hat.

    Das ist der Gott, an den wir Christen glauben! Das ist der Gott, der sagt: „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“

    Stellen wir uns einmal einen Moment vor, wir würden das in unserem Land wirklich tun! Mit diesem Gott ins Jahr 2016 gehen!

    Wir würden mit nüchternem Blick auf die Probleme schauen, die mit der Integration vieler Menschen verbunden sind, die als Flüchtlinge hierher kommen, aber wir würden uns davon nicht einschüchtern lassen, sondern anpacken und die Empathie weiter ausstrahlen, die unser Land im letzten Jahr zu einem der berührendsten Orte der Welt gemacht hat.

    Wir würden mit einem wachen Blick auf die Menschen schauen die schon lange hier leben, aber auch soziale Not erfahren.
    Wir würden uns zu ihren Anwälten machen und damit sichtbar machen, dass Gerechtigkeit ein Volk erhöht.

    Wir würden überall im Land – und immer wieder – schöne Gottesdienste miteinander feiern,
    uns durch wunderbare Musik wie heute das Herz öffnen lassen,

    im Gebet alles, was uns beschwert und freut, vor Gott von der Seele reden.
    Wir würden uns von den biblischen Texten Orientierung geben lassen, in der Gemeinschaft mit Gott und miteinander Kraft schöpfen
    und am Ende mit dieser Kraft im Herzen und einem Segen im Rücken nach Hause wieder in den Alltag gehen.

    Wir würden einander vergeben lernen, weil wir wüssten, wie sehr wir selbst auf Vergebung angewiesen sind.
    Und wir würden endlich dankbar leben können, weil wir wissen, welches Geschenk jeder Tag aus Gottes Hand ist und wie kostbar er ist.

    Wir würden unser Leben in alledem auf Glaube, Hoffnung und Liebe gründen.
    Und wir würden das niemandem verheimlichen.
    Wir würden allen sagen und es mit unserer eigenen Existenz ausstrahlen, wie wunderbar es ist, aus dieser Kraft leben zu dürfen.

    Warum tun wir es nicht einfach!
    Lasst Eure Zweifel hinter Euch!
    Probiert es mit diesem Gott! Lasst ihn zu Eurem täglichen Begleiter werden!

    AMEN
    ---------------------------------

    Zu beiden Themen Hoffnung/ Worte finde ich diese Predigt sehr gelungen, sie ruft uns auf, endlich neu zu beginnen/ immer weiter zu machen und niemals zu verzweifeln,
    egal welche Probleme sich auch zeigen, denn Trost werden wir bei Christus finden, wenn wir den richtigen Weg/die Entscheidung für das Wahre/Gute wählen.

  • #7

    minc (Sonntag, 03 Januar 2016 20:56)

    Auch und
    genau an dieser Stelle möchte ich einfügen,
    wie Matthias Claudius, (bereits ausführlicher im 1.Blog unter der Zahl 963 erwähnt),
    seine damaligen Erfahrungen im Glauben mit der Welt verarbeitete.

    Matthias Claudius
    Er will wohl bleiben, was er ist

    Es geht mir ebenso, Andres, wenn ich in der Bibel von einem alten und neuen Bunde, von einer Konnexion und einem Verkehr zwischen dem höchsten Wesen und unserm Geschlecht lese; ich mache auch oft das Buch zu und falte die Hände: dass die Menschen vor Gott so hoch geachtet und wert sind!

    Es drückt einen das freilich nieder in den Staub; aber man kriegt zu gleicher Zeit Respekt vor sich selber und wittert Morgenluft -
    und man kann und kann den Mittler zwischen beiden nicht genug ansehen und lieben und möchte ihn für andere mit lieben, die es nicht besser wissen.

    Der Mensch kann die Wahrheit verkennen, verachten und aufhalten; aber wie umwegs oder verkehrt er es auch treibe, so irrt er sich nur, und
    mitten in solchem Treiben suchet und meinet er sie. Er kann ihr'r nicht entbehren; und es ist nicht möglich, wenn sie ihm erscheint, daß er sein Haupt nicht vor ihr beuge.

    Irren ist menschlich, Andres! Aber die Wahrheit ist unschuldig. Sie ist immer bereit und immer wert und wird auch wohl am Ende recht behalten.
    Aber es macht Dir graue Haare, schreibst Du, unsern Herrn Christus verkannt und verachtet zu sehen. -
    Du liebe, gerechte Seele, mag es doch; wer sie uni ihn trägt, der trägt mit Ehren graues Haar.

    Zwar seinetwegen brauchst Du Dir keine wachsen zu lassen. Er will wohl bleiben, was er ist.

    So viele ihrer die Wahrheit nicht erkennen und nutzen, die haben des freilich Schaden; aber was kann es ihr schaden, ob sie erkannt und genutzt wird oder nicht?
    Sie bedarf keines, und es ist die Größe und Herrlichkeit ihrer Natur, dass sie immer bereit ist, von Undank nicht ermüdet wird
    und wie die aufgehende Sonne mit den Wolken und Dünsten ringt, um sie zu reinigen und zu vergolden.

    Laß sie denn ringen, Andres; und brich Dir auch, um was Du nicht ändern kannst, das Herz nicht.

  • #8

    constanze (Sonntag, 03 Januar 2016 21:51)

    Nun, finde ich persönlich, muss ein Zitat her:

    Die Bibel ist der Treffpunkt zwischen Gott und Menschen. Sie soll unser Denken leiten, unser Herz erfüllen, unsere Schritte lenken, unsere Hände stärken, unsere Worte prägen.

    - Axel Kühner -
    * 12. November 1941 in Ahlden, ist ein deutscher Pfarrer, Evangelist und Sachbuchautor

  • #9

    Paul (Montag, 04 Januar 2016 21:03)


    Papst Franziskus erwähnte in seiner letzten Ansprache an die Kurie ein Gebet,
    ich würde es hier gern aktuell teilen:

    Gebet von Papst Klemens XI.
    Der am 23. Juli 1649 in Urbino geborene Adlige Giovanni Francesco Albani, aus der Partei der Zelanti,
    wurde in einem schwierigen Konklave am 23. November 1700 relativ jung zum Papst gewählt und nannte sich nach dem Tagesheiligen Klemens XI.
    Er war klassisch gebildet, Theologe und Jurist.
    Der streng religiöse Kardinal (seit 1690, ernannt von Vor-Vorgänger Alexander VIII.) nahm die Wahl erst nach mehrtägiger Bedenkzeit widerstrebend an.


    Ich glaube Herr, lass mich fester glauben.

    Ich hoffe Herr, lass mich zuversichtlicher hoffen.

    Ich liebe Herr, lass mich inniger lieben.

    Ich bereue meine Sünden, lass mich sie schmerzlicher bereuen.
    Ich bete Dich an als den Ursprung aller Dinge.
    Ich verlange nach Dir als meinem letzten Ziel.
    Ich preise Dich als meinen ewigen Wohltäter.
    Ich rufe Dich an als meinen gnädigen Beschirmer.

    Durch Deine Weisheit lenke mich.

    Durch Deine Gerechtigkeit zügle mich.

    Durch Deine Milde tröste mich.

    Durch Deine Allmacht beschütze mich.

    Ich opfere Dir auf meine Gedanken, dass sie gerichtet seien auf Dich, meine Worte, dass Sie reden von Dir, meine Werke, dass sie seien nach Deinem Willen,
    meine Beschwerden, dass ich sie trage um Deinetwillen.

    Ich will, was Du willst. Ich will, weil Du willst. Ich will, wie Du willst. Ich will, solange Du willst.

    Ich bitte Dich, o Herr, erleuchte meinen Verstand, entflamme meinen Willen, bewahre meinen Leib, heilige meine Seele.

    Gib mir Liebe zu Dir, o guter Gott, Strenge gegen mich, Seeleneifer für den Nächsten, Geringschätzung der Welt.

    Lass mich danach streben, den Vorgesetzten zu gehorchen, den Untergebenen zu helfen, für die Freunde zu sorgen, niemanden zu beneiden.

    Lass mich eingedenk bleiben, o Jesus, Deines Befehls und Deines Beispiels, dass ich die Feinde liebe, die Unbilden ertrage, den Verfolgten wohltue, für die Verleumder bete.

    Mache mich weise in meinen Entschließungen, standhaft in Gefahren, geduldig in Widerwärtigkeiten, demütig im Glück.

    Gib, dass ich im Gebete andächtig, im Genuß von Speisen und Trank mäßig, in den Standespflichten unermüdlich, in der Erfüllung meiner Vorsätze unerschütterlich sei.

    Gib, dass ich mich bemühe, im Innern Heiligkeit, im Äußern Bescheidenheit, im Umgang gutes Beispiel, im ganzen Leben Ordnung zu bewahren.

    Lass mich darüber wachen, meine Natur zu bezähmen, mit der Gnade mitzuwirken, die Gebote zu halten und das Heil zu wirken.
    Lass mich Heiligung erringen durch aufrichtiges Bekenntnis der Sünden, durch andächtigen Empfang des Leibes Christi, durch beständige Sammlung des Geistes,
    durch reine Absicht des Herzens.

    Lehre mich beherzigen, wie gering, was irdisch, wie erhaben, was himmlisch, wie kurz, was zeitlich. wie dauernd, was ewig ist.
    Gib, o Gott, dass ich auf den Tod mich vorbereite, Dein Gericht fürchte, der Hölle entgehe und den Himmel erlange durch Christus, unseren Herrn.

    Amen.

  • #10

    Meggy (Dienstag, 05 Januar 2016 18:57)

    ... dem ist nichts hinzuzufügen ...

  • #11

    constanze (Dienstag, 05 Januar 2016 20:26)


    Ja, :-) :-) :-)

    finde ich auch, liebe Megy, und .......
    unbedingt muss ich sogleich dieses, meiner Meinung nach, wunderbar hierzu passende Zitat einfügen:

    Wer meint, dass der Gottesdienst nur in der Kirche zu Hause ist, braucht eigentlich nicht in die Kirche zu gehen.

    John Henry Newman
    (1801 - 1890), englischer Theologe, anglikanischer Pfarrer, später katholischer Kardinal, bedeutender Publizist

  • #12

    constanze (Dienstag, 05 Januar 2016 21:14)

    Nach diesen Beiträgen
    fehlt nun genau ein Text wie dieser, um die Dinge etwas aufzulockern und die Perspektive zu ändern!
    Er erinnert ganz entfernt an Hauskreis und Tanzkurs, oder ?

    Wie schon im 1.Blog sollen ER und SEINE LIEBEN jetzt hier zu Wort kommen:

    FARIN URLAUB RACING TEAM
    Heute tanzen Lyrics



    Tolstoi, Tolstoi kann warten.
    Kafka hat alle Zeit der Welt.
    Literatur ist wichtig,

    doch wir leben nicht von Buchstaben allein.
    Gelegentlich darf das Niveau auch flacher sein.

    Es bringt doch nichts,
    sich ein Leben lang
    hinter Büchern zu verschanzen.

    Morgen kann ich locker wieder weiterlesen,
    aber heute muss ich erstmal tanzen!

    William Flaukner legt die Stirn in Falten.
    Bulgakow plant eine Teufelei.

    Das Leben müssen wir schon selbst gestalten.
    Aber gute Bücher helfen uns dabei.

    Morgen widmen wir uns wieder dem Schönen und Guten.
    Da geht's wieder ums Große und Ganze.

    Aber heute Abend sollen unsre Ohren Bluten.
    Heute Abend gehn wir tanzen.

    Schiller hat viel über Musik geschrieben,
    doch daran kann man seine Relevanz sehn.

    Und weil wir rhythmische Bewegung so wie Bücher lieben,
    gehn wir heute Abend wieder tanzen.

    Oh, lies!

  • #13

    minc (Mittwoch, 06 Januar 2016 21:21)

    Mein Thema jetzt bezieht sich auf einen Teil der Trinität,
    -- den Heiligen Geist --

    Beginnen möchte ich mit den Eindrücken von Matthias Claudius, (siehe Eintrag 7/Blog 2)

    Matthias Claudius
    Ohne ihn sind wir ja wieder uns selbst gelassen


    Mich dünkt, der Heilige Geist ist immer nötig, und wenn der fehlt, fehlt alles.
    In Summa, ich glaube einfältig mit der christlichen Kirche, dass ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesum Christum, meinen Herrn, glauben oder zu ihm kommen kann,

    dass der Heilige Geist zur Besserung jedes einzelnen Menschen unentbehrlich sei und dass es ohne ihn keine Besserung, kein Leben und keine Seligkeit gebe.

    Ohne ihn, Andres, sind wir ja wieder uns selbst gelassen. Und von da gingen wir aus, dass wir, uns selbst überlassen,
    nichts können, wir mögen sein Juden oder Heiden oder wer wir wollen; denn in Christo gilt nicht »Beschneidung noch Vorhaut«, nicht Bischofsmütze noch Doktorhut, nicht Zwingli noch Luther,

    sondern eine »neue Kreatur«, wie St. Paulus sagt.

    Die Wiedergeburt ist, wie Johannes am 3. zu sehen ist, ein Geheimnis, und die Meister in Israel kannten sie nicht alle, auch nicht einmal vom Hörensagen.

  • #14

    Paul (Mittwoch, 06 Januar 2016 21:42)

    Interessant finde ich hierbei, was -John Henry Newman- schreibt,
    dass er die Klarheit des Gewissens von Gott erbittet, um den Heiligen Geist spüren zu können.

    Wir benötigen demnach den Heiligen Geist zu unserer Besserung allgemein, jedoch ohne klares reines Gewissen wird es schwierig für uns.
    ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


    Ich brauche dich, Herr, als meinen Lehrer, tagtäglich brauche ich dich.

    Gib mir die Klarheit des Gewissens, die allein deinen Geist erspüren kann.

    Meine Ohren sind taub, ich kann deine Stimme nicht hören. Mein Blick ist getrübt, ich kann deine Zeichen nicht sehen.
    Du allein kannst mein Ohr schärfen und meinen Blick klären und mein Herz reinigen.

    Lehre mich, zu deinen Füßen sitzen und auf dein Wort hören.

    Amen.
    John Henry Newman
    ----------------------------------

  • #15

    Katharina (Mittwoch, 06 Januar 2016 21:53)

    Mehr vom Heiligen Geist
    gefunden auf: http://www.duentscheidest.com/artikel/hgeist.html

    Der Heilige Geist wohnt im Herzen der Menschen, die sich auf Jesus verlassen.

    Dadurch wird die Person vom Charakter Gottes geprägt.
    Der Heilige Geist bewirkt in den Menschen Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Integrität und Selbstbeherrschung,
    in einer Weise, wie wir selbst es nicht tun könnten (Galater 5,22-23).

    Gott fordert uns nicht auf lieb, nett und freundlich zu sein, sondern er motiviert uns dazu, uns auf ihn zu verlassen und danach zu handeln.
    Dann kommt der Rest von alleine.
    Die Bibel bezeichnet das mit „im Geist leben“ (Galater 5,25) und „mit dem Geist erfüllt sein“ (Epheser 5,18).
    Und der Heilige Geist befähigt Christen zu Aufgaben, damit andere im Glauben wachsen (Römer 12; 1. Korinther 12, Epheser 4).

    Der Heilige Geist handelt aber auch an Menschen, die mit Gott noch überhaupt nichts am Hut haben.
    Er spricht zu ihrem Herzen, zeigt Bereiche auf, wo sie gegen Gott leben und weckt in ihnen den Wunsch wieder mit Gott ins Reine zu kommen.
    Er stellt auch klar, dass ein Leben ohne Gott seine Konsequenzen hat (Johannes 16,8-11).

    Der Heilige Geist redet mit unserem Herzen und unseren Gedanken, bewegt uns dazu, von unserem eigenen Weg umzukehren und den Weg zum ewigen Leben zu wählen.

  • #16

    Mirinda (Mittwoch, 06 Januar 2016 23:07)

    Interessant und spannend präsentieren sich hier

    FARIN URLAUB RACING TEAM
    Immer dabei Lyrics

    Ich bin immer dabei,
    wenn du im Traum die Welt regierst.
    Von grenzenloser Allmacht fantasierst,
    bin ich dabei.

    Ich bin immer dabei,
    wenn wenig später dein Tag beginnt,
    und deine Träume nur noch Wolkenschatten sind
    und Spielerei.

    Du glaubst nicht, dass ich existiere,
    ich bin trotzdem immer hier.
    Getrennt und doch ein Teil von dir.

    Ich bin immer dabei,
    auch wenn du glaubst, dass dich niemand hört.
    Wenn du denkst du wärst völlig ungestört,
    bin ich dabei.

    Ich bin immer dabei,
    wenn du das erste Mal im Leben lügst,
    und deine eigenen Freunde schon betrügst,
    bin ich dabei.

    Ich weiß das klingt jetzt schizophren,
    du musst den Kopf ein bisschen drehn,
    dann kannst du mich im Spiegel seh'n.

    Ich bin immer dabei,
    wenn eine Frau sich in dir irrt.
    Und wenn die Lüge längst zur Gewohnheit wird,
    zur Heuchelei.

    Und auch wenn ich gesehen hab,
    wie tiefe Abgründe es gab.
    Ich schweige trotzdem wie ein Grab.

    Ich bin immer dabei,
    wenn du ihr Besserung versprichst.
    Und dann ihr Herz und dein Versprechen brichst,
    bin ich dabei.

    Ich bin dabei, wenn du's probierst,
    alles riskierst, alles verlierst,
    dein Leben restlos ruinierst.

    Ich bin immer dabei.
    Und auch wenn du mich
    noch jeden Tag verfluchst.
    Ich bin die Antwort,
    nach der du immer suchst.

    Ich wär gerne dabei,
    bei deinem letzten Atemzug,
    wenn du für immer die Augen schließt,
    dann bin ich endlich frei.
    ---------------------------------

    Ist es Gott, der stets bei uns ist,
    der uns den Heiligen Geist schickt, wenn unser Gewissen rein ist,
    oder ist es der Tod, der aus seiner Warte zuschaut, wie wir uns entwickeln, um dann zu agieren .........

  • #17

    minc (Donnerstag, 07 Januar 2016 06:12)

    Und auch William Booth sieht das sehr klar:

    Die Hauptgefahr im 20. Jahrhundert wird sein:

    eine Religion ohne den Heiligen Geist,

    Christentum ohne Christus,
    Vergebung ohne Buße,
    Heil ohne Erneuerung,
    Politik ohne Gott und

    ein Himmel ohne Hölle.

    William Booth, 1829 - 1912,war der Gründer und erste General der Heilsarmee

  • #18

    Moderator (Donnerstag, 07 Januar 2016 10:02)


    Moderator:

    Jesus hat den (Heiligen) Geist seines/unseres Vaters bei der Taufe durch Johannes erfahren,
    die Sternsinger sangen zu Ehren der drei Weisen aus dem Morgenland (Heilige drei Könige) und für alle Kinder in der Welt.

    Dann wollen wir nun den Heiligen Geist mal ganz entspannt wirken lassen :-)
    -------------------------------------------------------------------------------------------
    Inzwischen erreichten mich einige Gedanken,

    die ich wieder, (wie schon im ersten Blog versucht), als Bewusstseinsstrom einfließen lassen möchte.
    Diesen Stil erfand Leo Tolstoi, als er „Anna Karenina“ erdachte.
    Auch William Faulkner bediente sich dieser Art von Mitteilung.

    Es handelt sich hierbei um eine recht anspruchsvolle Erzählform, weil eine oder mehrere Personen ihre Gedanken „fließen“ lassen, es wird versucht, die Wahrnehmungen, Gedanken, Gefühle und Reflexionen einer Erzählfigur subjektiv so wiederzugeben, wie sie ins menschliche Bewusstsein fließen.

    In unserem 1. Blog war es die scheinbar ungeordnete Aneinanderreihung von Zitaten/Gebeten/Texten.
    Hier wurde versucht, vorwiegend mit Zitaten zu arbeiten, wobei Bewusstseinsinhalte und -impulse frei assoziiert ineinander greifen, so, wie sie gerade ins Bewusstsein fallen.
    Sie sind nicht notwendigerweise linear chronologisch geordnet.

    Das ist das Spannende daran, der Leser kann oder soll sogar selbst konstruieren, wie er auf seine eigene Art den Denkfluss interpretiert.

    Und es kann sich nahezu jeder selbst durch Beteiligung einbringen!

    Ich wünsche eine „gute Strömung“

  • #19

    Timon (Donnerstag, 07 Januar 2016 10:12)

    Mein innerer Monolog findet weiter mit gleich 4 Zitaten von William Faulkner statt:

    -- Intelligenz ist die Fähigkeit, seine Umgebung zu akzeptieren. --

    -- Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht. --

    -- Die Menschheit ist ein Buch, das immer wieder von neuem aufgelegt wird, ohne die Aussicht, jemals ein Bestseller zu werden. --

  • #20

    Katharina (Donnerstag, 07 Januar 2016 10:18)


    Gott lieben, das ist die allerschönste Weisheit!

    Sirach 1,14

  • #21

    minC (Donnerstag, 07 Januar 2016 10:22)

    Und Eines könnt Ihr mir wirklich glauben, ich erlebe es andauernd:

    Die Vorsehung wirkt ihre höchsten Ziele durch scheinbare Zufälle.

    John Henry Newman

  • #22

    constanze (Donnerstag, 07 Januar 2016 10:39)

    Mir erscheint ja dieser Newman enorm sympathisch, wenn er hier festhält:

    NICHTS ! wäre passiert,

    wenn wir so lange gewartet hätten, bis wir etwas SO GUT können,

    dass NIEMAND ! mehr Mängel finden würde. -- John Henry Newman --

  • #23

    Zeichenleser (Donnerstag, 07 Januar 2016 11:49)


    Das Gedächtnis ist die Schatzkammer und der Bewacher von allen Dingen.

    Marcus Tullius Cicero
    (106 - 43 v. Chr.), römischer Redner und Staatsmann

  • #24

    Zeichenleser (Donnerstag, 07 Januar 2016 11:58)


    Gedächtnis ist Phantasie mit Bewusstsein.

    Immanuel Kant
    (1724 - 1804), deutscher Philosoph

  • #25

    Kritiker (Donnerstag, 07 Januar 2016)

    Menschlich und dennoch änderbar:

    „Das habe ich getan“ sagt mein Gedächtnis. Das kann ich nicht getan haben — sagt mein Stolz und bleibt unerbittlich. Endlich — gibt das Gedächtnis nach.

    Friedrich Wilhelm Nietzsche
    (1844 - 1900), deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

    Quelle: Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse, 1886. Viertes Hauptstück. Sprüche und Zwischenspiele

  • #26

    Kritiker (Donnerstag, 07 Januar 2016 12:04)

    .... auch menschlich, auch veränderungswürdig ....

    Das Gedächtnis ist ein sonderbares Sieb: Es behält alles Gute von uns und alles Üble von den andern.

    Henri Stendhal
    (1783 - 1842), eigentlich Marie Henri Beyle, franz. Schriftsteller, Militär und Politiker; früher Vertreter des literarischen Realismus

  • #27

    Philosoph (Donnerstag, 07 Januar 2016 12:06)


    Als jemand Albert Einstein um seine Telefonnummer bat, griff dieser zum Telefonbuch, um sie herauszusuchen.
    Auf die erstaunte Frage, ob er denn tatsächlich seine eigene Telefonnummer nicht wisse, antwortete Einstein:

    „Ich belaste mein Gedächtnis nie mit Dingen, die ich irgendwo nachschlagen kann.“

    Unbekannt

  • #28

    wehmütiger (Donnerstag, 07 Januar 2016 12:09)


    Unannehmlichkeiten von rohen Menschen sollte man abschütteln wie Schneeflocken.
    Höchstens darf eine leise auf uns vergehen und ein Tropfen Wasser werden, – eine stille Träne.

    Unbekannt
    Quelle: Coutelle (Hg.), Pharus am Meere des Lebens, hg. von Carl Coutelle, 1833ff. (29. Aufl. 1921). Originaltext

  • #29

    minC (Donnerstag, 07 Januar 2016 12:11)


    O Jesu, A und O,

    Du machst die Deinen froh!
    Und wenn sie hier auch weinen,

    Sie tröstet Dein Erscheinen.

    Unbekannt
    Quelle: »Christliches Vergißmeinnicht auf dem Lebenswege«, 1916

  • #30

    Konstantin (Donnerstag, 07 Januar 2016 12:13)


    In jeder Entsagung liegt für uns manche Wohltat, manche Bewahrung eingehüllt.
    Ein blindes Auge kann sie freilich nicht sehen, aber ein demütiges Herz kann sie glauben.
    Man kommt nie zu kurz, wenn man die Wege geht, die Gott uns vorgezeichnet.

    Wohl dem, der sich viele Wege gefallen läßt! Besser noch, wem sie gefallen.

    Unbekannt
    Quelle: Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten, Universitätsbuchhandlung von Karl Winter 1856

  • #31

    Katharina (Donnerstag, 07 Januar 2016 12:17)


    Die rote Farbe fordert die grüne.

    Unbekannt

  • #32

    Moderator (Donnerstag, 07 Januar 2016 12:33)

    Ich möchte hier nun meinen persönlichen Tages-Knaller zünden:

    Der Anwender steht immer im Mittelpunkt –
    und da steht er jedem im Weg.

    Unbekannt
    Quelle: Entwicklerweisheit

  • #33

    Cynthia (Donnerstag, 07 Januar 2016 13:00)


    Schau mal bitte, liebe minc (Eintrag 21),
    was mir hier gerade in die Äuglein sprang:

    Ein Münchener Kunstsammler erhielt von einem Freund eine antike Vasenscherbe geschenkt.
    Sie passte zufällig haargenau zu jener Scherbe, die der Kunstsammler Jahrzehnte zuvor in Athen gekauft hatte.

    Und so waren das Mädchen und der Knabe auf der antiken Vase wieder so harmonisch vereint wie vor über 2000 Jahren im alten Hellas.
    -----------------------------------------

    -- Die Vorsehung wirkt ihre höchsten Ziele durch scheinbare Zufälle. --
    John Henry Newman

  • #34

    Katharina (Donnerstag, 07 Januar 2016 13:46)

    ..... und das hier halte ich durchaus für aus dem Leben gegriffen und teilenswert : (auch falls gerade niemand meinem "stream of consciousness" folgen kann)

    Das 11. Gebot - Du sollst nicht fremde Parkuhren füttern

    Sylvia Stayton aus Cincinnati ist eine gutmütige Frau, und das ist ihr zum Verhängnis geworden.

    Die 63jährige hat immer wieder abgelaufene Parkuhren gefüttert, um ihr völlig fremden Autobesitzern ein Knöllchen zu ersparen.
    Dafür wurde sie am Freitag vor Gericht gestellt wegen Behinderung der Behörden in ihrer Aufgabe, Autofahrer für zu langes Parken zur Kasse zur bitten.
    Nun drohen der zehnfachen Großmutter bis zu 90 Tage Gefängnis sowie eine Geldstrafe von 750 Dollar (gut 1200 Mark).

    (Quelle: aufgespießt, Recklinghäuser Zeitung, 8.2.97)
    [top]

  • #35

    Moderator (Donnerstag, 07 Januar 2016 21:45)

    Nun finde ich als Moderator den Zeitpunkt günstig, um Folgendes zu verkünden :

    I love you, England, USA

    Je t´aime, Frankreich

    ti amo, Italien

    wo´ ai ni, China

    Ik heb jou lief, Holland

    Seni seviyorum, Türkei

    s´agaoh, Griechenland

    ich liebe dich, Deutschlad, Österreich, Schweiz

    Szeretlek, Ungarn

    ja ljublju tebja, Rußland

    sa rang ham ni da, Korea

    jag älskar dig, Schweden

    Táim in gra le thú, Irland

    o-ai shite imasu, Japan

    ikh hob dikh lib, Yiddisch

    min rakastan sinua, Finnland

    je elsker deg, Norwegen

    aku cinta kamu, Indonesien

    Pan Rak Kun Krap, Thailand

    kocham cie, Polen

    Quelle: Ich liebe dich in den Sprachen der Welt
    und diese ganze Liebe zu allen Menschen verursacht höchstes Glück und Wohlbefinden .....

  • #36

    constanze (Donnerstag, 07 Januar 2016 22:23)


    Hallo ?

    Gibt es vielleicht Ablehnung, Wertschätzung oder Zuspruch, oder im posiivsten Sinne gar Anregungen ??
    Ich ...... habe Euch so lieb ......

  • #37

    Paul (Freitag, 08 Januar 2016 07:56)


    Seht, das ist mein Knecht, an ihm finde ich Gefallen

    Lesung aus dem Buch Jesaja

    5a So spricht Gott, der Herr:

    1 Seht, das ist mein Knecht, den ich stütze; das ist mein Erwählter, an ihm finde ich Gefallen. Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt, er bringt den Völkern das Recht.

    2 Er schreit nicht und lärmt nicht und lässt seine Stimme nicht auf der Straße erschallen.

    3 Das geknickte Rohr zerbricht er nicht, und den glimmenden Docht löscht er nicht aus; ja, er bringt wirklich das Recht.

    4 Er wird nicht müde und bricht nicht zusammen, bis er auf der Erde das Recht begründet hat. Auf sein Gesetz warten die Inseln.

    6 Ich, der Herr, habe dich aus Gerechtigkeit gerufen, ich fasse dich an der Hand.
    Ich habe dich geschaffen und dazu bestimmt, der Bund für mein Volk und das Licht für die Völker zu sein:

    7 blinde Augen zu öffnen, Gefangene aus dem Kerker zu holen und alle, die im Dunkel sitzen, aus ihrer Haft zu befreien.

  • #38

    Schott/Text (Freitag, 08 Januar 2016 08:07)


    Zwischen dem ersten Erscheinen Gottes,

    dem Erscheinen seiner Gnade in der Menschwerdung des Sohnes, und dem Offenbarwerden seiner Herrlichkeit verläuft die Zeit der Kirche und unser eigenes Leben.

    Gottes Gnade will uns erziehen. Und durch uns soll der Welt etwas von der Güte Gottes erfahrbar werden.

    - In Jesus Christus ist die Güte Gottes sichtbar geworden.

    Zugleich ist klar geworden, dass vor Gott kein Mensch gut ist.
    Jede Selbstgerechtigkeit ist Selbstbetrug. Davon befreit uns Gottes Wort und Gottes Tat.

  • #39

    R. Gutzwiller (Freitag, 08 Januar 2016 08:18)



    NEUE SCHÖPFUNG

    Wenn der Himmel sich öffnet,
    ist das nicht nur eine äußerliche Sache, sondern es ist vor allem etwas Innerlich-Religiöses.

    Von der göttlichen Natur strömt Fülle des Lichts in die menschliche Natur Jesu ...

    Der Geist wird sichtbar in Gestalt der schwebenden Taube, jener Geist, der über der Urflut schwebte und über dem Schoss der Jungfrau Maria,
    ist der fruchtbare Geist, der nun auf Jesus kommt,

    um mit schöpferischer Gewalt aus seinen menschlichen Worten und Taten eine neue Welt, ein neues Leben, eine Neuschöpfung zu machen:

    die Welt des Göttlichen mitten im Menschlichen.

  • #40

    Katharina (Freitag, 08 Januar 2016 10:43)

    Hallo mein liebster Wehmütiger, (Eintrag 28)
    aus Deiner Quelle gibt es noch mehr so gute Zitate für jeden Tag:

    Leute, welche bei allen Gelegenheiten einen herzlosen Witz ausspielen,
    sind erfahrungsgemäß ohne Würde und flachen Gemüths.

    Bogumil Goltz
    (1801 - 1870), westpreußischer Dichter, Essayist und Erzähler

    Quelle: Coutelle (Hg.), Pharus am Meere des Lebens, hg. von Carl Coutelle, 1833ff. (29. Aufl. 1921). Originaltext

  • #41

    wehmütiger (Freitag, 08 Januar 2016 10:48)

    Aber, meine liebste Katharina, es gibt auch herzliche Witze, die dann so wirken:

    Ein witzig Wort hat manche Spannung aufgelöst,
    die hart vor der Entladung stand.

    Wilhelm Vogel
    (19./20. Jh.), deutscher Aphoristiker

    Quelle: Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens. Xenien-Verlag, Leipzig 1913

  • #42

    Neunmalkluger (Freitag, 08 Januar 2016 11:06)

    Möchte mich mal kurz (nervig) einbringen:

    Wisst Ihr eigentlich, dass das Wort "aber" eigentlich nutzlos bzw. sogar negativ behaftet ist? An Stelle vom Wort "aber" könnten wir mal probieren, das Wort "und" zu verwenden, viel Freude damit.

    Und wenn wir gerade bei Worten sind, wenig konform mit der eigentlichen Aussage finde ich persönlich auch immer wieder die Verwendung des Wortes "dürfen" in Aussagen, wo es wirklich absolut klar ist, dass man "darf". Die Wirkung, die dann erzielt wird, ist alles (vieles) andere, nur nicht die, die möglicherweise erhofft wird.

    Beispiel:
    "Ihr dürft gern Geld mitbringen zum Einkauf"

    Also mir vergeht es da komplett, alles und wirklich alles, ich möchte dann weder einkaufen, noch Geld mitbringen. Kann mich vielleicht einer verstehen?

  • #43

    Moderator (Freitag, 08 Januar 2016 11:48)

    Ich kann mich nicht entscheiden, ich finde beide Sprüche passen (messerscharf), huch was für ein gefährliches Wort .....

    Ein funkelndes scharfes Schwert ist der Witz,
    Das zuckt und trifft wie ein jäher Blitz;
    Und wer es an der Seite spürt,
    Der wird, es zu schwingen, leicht verführt.
    Und nimmt man es einmal in die Hand,
    Da hält die Klugheit nicht Widerstand;
    Obgleich man weiß, daß man doch zum Schluß
    Die Schmerzensgelder bezahlen muß.

    Franz Ludwig Feodor Löwe
    (1816 - 1890), deutscher Regisseur, Schriftsteller und Lyriker

    Quelle: Coutelle (Hg.), Pharus am Meere des Lebens, hg. von Carl Coutelle, 1833ff. (29. Aufl. 1921)


    Witz ist Zweck an sich, wie die Tugend, die Liebe und die Kunst.

    Friedrich von Schlegel
    (1772 - 1829), deutscher Kulturphilosoph, Schriftsteller und Literaturwissenschaftler. Mit seinem Bruder August Wilhelm Schlegel gilt er als Mitbegründer der deutschen Romantik

    Quelle: Schlegel, F., Fragmentensammlungen. Kritische Fragmente, Erstdruck in: Lyceum der schönen Künste Berlin, 1. Bd., 2. Teil, 1797

  • #44

    1001 (Freitag, 08 Januar 2016 18:47)

    zu Constanze Nr. 36
    Reaktion? Besser nicht, was hier passiert ist mit Worten nicht zu beschreiben. Angebliche Filosofen und Moderatoren spüren Strömungen (denen steht das Wasser bis zum Hals), Dem stillen Beobachter kommt das Grausen...
    Waren das noch Zeiten als du noch allein sinnieren durftest (hier passt das Wort "dürfen" oder etwa nicht)?

  • #45

    constanze (Sonntag, 10 Januar 2016 22:13)

    Sehr verehrte Zahl 1001!

    Dein Eintrag ist besser als kein Eintrag, vielen Dank für Deinen Aufwand!
    Was genau ist denn so unbeschreiblich? Wenn nichts näher benannt wird, kann ich es nicht verändern ....

    Ich bin an einem steten Austausch interessiert und freue mich über Meinungen, Hinweise und über die Präsenz anderer "Mitschreiber" ,
    was genau erscheint Dir persönlich denn so sehr unangenehm?

    Vielleicht findest Du erneut Zeit, mir genau mitzuteilen, was genau Dich so sehr unangenehm berührt,
    vielen Dank im Voraus und einen gesegneten Abend

  • #46

    Neunmalkluger (Sonntag, 10 Januar 2016 22:39)

    Guten Abend zu 1001--- Nr.44

    ..... ich persönlich denke,
    würde sie (Constanze) allein sinnieren "wollen", würde sie wohl eher Tagebuch schreiben, oder? Die Nutzung eines Blog setzt wohl eher voraus, dass jemand an Austausch interessiert ist ....

    Das heißt natürlich für mich, dass aus meiner Sicht das Wort "dürfen" leider wieder nicht passt.

    Beispielsatz für die Verwendung des Wortes "dürfen":

    Ihr dürft in diesem Blog nur konstruktive Kritik üben!
    ---------------------------------------------------------------------------------------

    Warum ist das ein Beispielsatz für die konforme Verwendung des Wortes "dürfen"?

    Ich meine, im Eintrag 44 keine konstruktive Kritik erkennen zu können
    und um ganz klar auszudrücken, dass ich mir nur konstruktive Kritik erhoffe, soll das Wort "dürfen" ausdrücken, dass ich nur konstruktive Kritik erlaube.

    Ich grüße unbekannterweise die Person, die sich 1001 nennt!


  • #47

    Empathischer (Montag, 11 Januar 2016 07:00)

    Liebe 1001,

    Du sprichst mir so sehr aus dem Herzen, auch ich fühle als stiller Beobachter so oft diesen Schmerz und auch ich bin in Anbetracht der häufigen vermeintlichen Wirkungslosigkeit der konstruktiven Kritik sehr häufig lieber still oder verharre in Starre. Ich drücke Dich, 1001 und schau mal in Eintrag 4 von Konstantin:

    HEUTE VERLIEREN WIR NICHT DIE HOFFNUNG,

    WIR SCHÖPFEN NEUE!

  • #48

    Moderator (Montag, 11 Januar 2016 07:23)

    Gefunden und aktuell NEU aufgelegt:

    "Gott will keine Opfer, sondern Barmherzigkeit"

    Gedanken
    Eben habe ich einen schönen Gedanken gelesen, den ich gerne teilen möchte. Ich zitiere hier an dieser Stelle von der Internetseite des Benediktiner Kloster Beuron:


    „GOTT WILL KEINE ‚OPFER‘, keine korrekte Frömmigkeit, keinen intakten Kult, er will Barmherzigkeit.

    Der Evangelist lässt Jesus dieses kritische Prophetenwort zweimal (vgl. noch Mt 12,7 im Sabbatgespräch zu Mk 2,23-28) zitieren, verleiht ihm also besonderen Nachdruck.

    Er sagt damit: Die Frömmigkeit und das religiöse Handeln des Menschen darf nicht dazu führen, dass er sich von anderen Menschen abriegelt, dass er andere Menschen in die Sonderung und Einsamkeit treibt.
    Gott will Barmherzigkeit, Vergebung aller Schuld; dafür ist Jesus da, um dies in seinem Verhalten anzuzeigen.

    Von ihm kann man lernen, was Gottes (durch die Propheten gesprochenes) Wort heißt; er heißt somit auch zu Recht ‚Lehrer‘.

    Der Evangelist interpretiert diese Wahrheit noch, wenn er Jesu Einladung zitiert:

    ‚Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin mild und demütig von Herzen, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seele.
    Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht‘ (Mt 11,29f.)“ (Rudolf Pesch).

    René
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    Kommentare: 1
    #1
    Constanze
    (Montag, 23 Juli 2012 18:27)
    Ich lese gerade in einem Buch von Chuck Spezzano und weil ich denke, das diese Lektion zu diesem Thema passt, möchte auch ich hier aus diesem Buch zitieren:

    Segnen ist das Gegenmittel gegen Opfersein

    Wenn wir glauben, uns in einer Situation aufopfern zu müssen, tun wir das, weil wir uns umwert fühlen.

    Wir fühlen uns nicht gut genug, fühlen uns der Situation nicht gewachsen, und so gehen wir davon aus, uns selbst aufgeben und etwas für den anderen tun zu müssen.

    Segnen bedeutet das Gegenteil von Opfer, denn es sagt: Ich habe Kraft.
    Segnen sagt auch: Ich habe in dieser Situation etwas zu geben, und meine Bereitschaft zu geben wird die Lage verbessern. Ich brauche mich nicht zu opfern. Ich kann einem anderen eine Wohltat erweisen.
    Segnen, das ist dein Verlangen, daß die Dinge sich zum Guten wenden mögen, zugunsten eines Menschen und zugunsten der Situation.

  • #49

    Moderator (Montag, 11 Januar 2016 11:08)

    In seiner Rede vom 21.12.2015 an die Kurie erinnert unser Papst an ein Gebet von Oscar Arnulfo Romero:
    --------------------

    „Wir sind Handlanger, nicht Baumeister,

    Diener, nicht Messias.

    Wir sind Propheten einer Zukunft, die uns nicht gehört.“
    -------------------



    Oskar Arnulfo Romero selbst hatte kurz vor seinem Tod (ich weiß leider nicht genau wann) bei einem Besuch in Rom gesagt:
    „Sie werden mich töten, ich weiß nicht, ob die Rechte oder die Linke“.

    In Anbetracht dieser Worte
    finde ich seine letzte Predigt am 23. März 1980 in der Kathedrale von San Salvador besonders beeindruckend:

    „Ich möchte besonders an die Männer der Streitkräfte und konkret an die Basis der Nationalgarde, der Polizei und der Kasernen appellieren:
    Brüder! Ihr seid Teil unseres Volkes. Ihr tötet in den Campesinos eure eigenen Brüder und Schwestern!

    Aber über jedem Tötungsbefehl, den ein Mensch erteilen kann, steht das Gesetz Gottes, welches da lautet: Du sollst nicht töten!

    Kein Soldat ist gezwungen, einem Befehl zu gehorchen, der dem göttlichen Gesetz widerspricht.

    Niemand muss ein unmoralisches Gesetz erfüllen.

    Es ist an der Zeit, dass ihr eurem Gewissen folgt und nicht sündigen Befehlen!

    Die Kirche als Verteidigerin der Rechte Gottes, des göttlichen Gesetzes, der menschlichen Würde und der Person kann angesichts solcher Gräuel nicht schweigen.

    Wir wünschen, dass die Regierung ernstlich begreift, dass Reformen wertlos sind, wenn sie mit so viel Blut befleckt wurden!
    Im Namen Gottes und im Namen dieses leidenden Volkes, dessen Klageschreie Tag für Tag lauter zum Himmel steigen, bitte ich euch, flehe ich euch an, befehle ich euch:

    Beendet die Unterdrückung!“

    Am Tag darauf, am 24. März 1980 während der Zelebration einer Heiligen Messe wurde er in der Kirche von einem Menschen aus einem fahrenden Fahrzeug erschossen.

    Óscar Arnulfo Romero y Galdámez (* 15. August 1917 in Ciudad Barrios, El Salvador; † 24. März 1980 in San Salvador) war ein katholischer Erzbischof im zentralamerikanischen Staat El Salvador.
    Er trat für soziale Gerechtigkeit und politische Reformen in seinem Land ein und galt als einer der prominentesten Verfechter der Theologie der Befreiung.
    Damit stellte er sich in Opposition zur damaligen Militärdiktatur in El Salvador. quelle:wikipedia

    -----------------

    Besonders zum Thema Barmherzigkeit und auch zu allen aktuellen Gewalttaten/Kriegen, auch, wenn es nicht direkt um Tötung geht, finde ich diese Predigt überaus wegweisend:
    Die Entscheidung, was ich tue, treffe immer ich selbst und ich kann mich nicht mit Befehlen von Anderen heraus reden.

    Ich selbst allein trage für meine Entscheidungen die alleinige Verantwortung!

    Und nun kommt die ultimative Botschaft:
    Ich kann jederzeit umkehren, neu beginnen, -- egal wie schlecht meine Entscheidung auch war -- wenn ich einsehe, dass sie schlecht war

    und hier erklärt sich dann wieder der Begriff BARMHERZIGKEIT:

    Gott verzeiht uns wirklich alles und gibt uns durch Einsicht/Reue/benennen der schlechten Tat (Beichte) und folgender Umkehr die Möglichkeit neu zu beginnen
    in Liebe und Schuldfreiheit.

    Und dann sind wir selbst dran mit Barmherzigkeit!

    Wir können jeden Augenblick unseres Tages barmherzig sein, wir brauchen nur damit beginnen :-)

    AUF GEHT´S
    Lasst uns zusammen gehen :-)







  • #50

    zenseur (Montag, 11 Januar 2016 20:04)

    Betroffenheit im Vatikan,
    diese Meldung von Radio Vatikan finde ich sehr anrührend und passend:

    Nach dem Tod des britischen Musikers David Bowie herrscht offenbar auch im
    Vatikan Betroffenheit.

    Kurienkardinal Gianfranco Ravasi twitterte am
    Montag eines der bekanntesten Zitate des Künstlers:

    “Ground Control to
    Major Tom/Commencing countdown, engines on/Check ignition and may God's
    love be with you”
    (dt. Bodenkontrolle an Major Tom/Der Countdown startet,
    die Motoren laufen/Überprüfe die Zündung, und möge Gottes Liebe mit dir
    sein).

    Mit diesen Worten beginnt der Song „Space Oddity“ von 1969; der
    besungene Astronaut Major Tom gerät nach dem Start seines Raumschiffs in
    Schwierigkeiten.

    Am Montagmorgen hatte Bowies Management mitgeteilt, dass
    der Künstler am Vorabend im Kreis seiner Familie verstorben ist. Er war
    vor 18 Monaten an Krebs erkrankt.

    In der vergangenen Woche hatte er sein
    letztes Album „Blackstar“ veröffentlicht.

  • #51

    Hinweisender (Montag, 11 Januar 2016 22:34)


    Simon And Garfunkel
    Sound of Silence Übersetzung

    Sound of Silence deutsche Übersetzung

    Hallo Dunkelheit, mein alter Freund!
    Ich bin gekommen um wieder mit dir zu sprechen,

    weil eine Vision sanft schleichend
    ihre Saat hinterließ während ich schlief.

    Und die Vision, die mir ins Hirn implantiert wurde
    besteht fortwährend;
    In dem Klang der Stille.

    In ruhelosen Träumen ging ich alleine
    durch Nebenstraßen aus Kopfsteinpflaster,

    unter dem Schein einer Straßenlaterne.
    Ich wandte meinen Kragen gegen die Kälte und Feuchtigkeit,

    als meine Augen von einem Blitz eines Neonlichtes geblendet wurden,
    das die Nacht durchteilte
    und ich den Klang der Stille berührte.

    Und in dem bloßen Licht sah ich

    zehntausend Leute, vielleicht mehr
    Leute die reden ohne etwas zu sagen,
    Leute die hören ohne zuzuhören,
    Leute die Lieder schreiben, die man nicht singen kann

    und niemand wagt es,
    den Klang der Stille zu stören.

    Narren, sagte ich, Ihr wisst nicht,
    die Stille wächst wie Krebs.

    Hört meine Worte, damit ich euch lehren kann.
    Nehmt meine Arme, damit ich euch erreichen kann.

    Doch meine Worte fielen wie leise Regentropfen
    und hallten wieder
    in dem Brunnen der Stille.

    Und die Leute verbeugten sich und beteten
    zu dem Neon Gott, den sie geschaffen haben

    und das Zeichen schleuderte seine Warnung
    in den Worten die es formte,
    und das Zeichen sprach: Die Worte der Propheten
    stehen geschrieben an den U-Bahnwänden
    und in Treppenhäusern
    und werden geflüstert im Lärm der Stille.

  • #52

    angeblicher Moderator (Mittwoch, 13 Januar 2016 06:27)

    Pünktlich zurück aus dem All und leider auch aus der Space Oddity,
    weiß ich gar nicht so genau, wie ich darauf komme, dennoch ist mein Thema nun:

    FALSCHE Erwartungen

    Wie genau entstehen sie?
    Welche Menschen neigen hierzu?
    Warum entstehen falsche Erwartungen?

    Ich persönlich tendiere dazu, zunächst erst mal gar keine Erwartungen zu haben, sondern zu sagen, was ich möchte, wenn ich möchte, dass es jemand ausführt.
    Ob das richtig oder falsch ist, weiß ich nicht, mir selbst geht es damit jedoch gut.

    Und mehr noch,

    ich denke, dass es mir deutlich besser geht damit, klar meine Wünsche und Vorstellungen zu formulieren,
    als mich in Gedanken und Worten darüber aufzuregen, was mein Nächster wieder alles nicht getan hat, und das, obwohl ich es ihm nicht mal mitgeteilt habe.
    Möglicherweise noch nicht einmal nur vage angedeutet habe .....

    Schön wäre nun,
    es kämen noch andere "Betroffene" an dieser Stelle und vielleicht sogar hier an mehreren Stellen zu Einträgen.

  • #53

    oldjunior (Mittwoch, 13 Januar 2016 22:23)

    ich glaube es ist besser Du fährst wieder zurück ins All oder in die space oddity

  • #54

    angeblicher Moderator (Donnerstag, 14 Januar 2016 02:53)


    Ja, mein sehr verehrter oldjunior,
    vielleicht hast Du sogar völlig recht,

    und nun möchte ich vorher zu meinem Thema noch zwei Zitate einfügen:

    Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von den anderen. So wird dir Ärger erspart bleiben.
    meinte damals schon -- Konfuzius --,

    was sagte denn seinerzeit
    Gotthold Ephraim Lessing dazu?

    Beide schaden sich selbst: der, der zu viel verspricht und der, der zu viel erwartet.


  • #55

    Katharina (Donnerstag, 14 Januar 2016 02:58)

    ... ich bin auch noch wach und kann dazu nur eines anmerken:

    Suprema Lex

    Fürchte nie, zu überraschen.
    Das »harmonische Gesetz«
    ist ein Netz mit güldnen Maschen.
    Du sei wider jedes Netz.

    Denn allein das einzig Deine,
    Deines Wesens letzter Schluss,
    ist das unersetzlich Eine,
    was ich von dir fordern muss.

    Christian Morgenstern
    (1871 - 1914), deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer

  • #56

    angeblicher Moderator (Donnerstag, 14 Januar 2016 22:58)

    Gute Nacht mein lieber oldjunior,

    Ich war wieder in meiner space oddity und es war erneut wunderbar,

    da ich persönlich glaube, ich werde auch hier gebraucht, bin ich dennoch frei von Erwartungen
    und dankbar, sowie überaus beeindruckt von so vielen Zeichen

    herzlich berauscht durch all die vielen Zeichen

    in diesen guten Raum zurück gekehrt ......

    Ich wünsche allen Menschen eine wirklich gesegnete Nacht!

  • #57

    Reisender (Montag, 18 Januar 2016 22:20)

    Ihr Lieben hier!

    Im Gästebuch las ich einen Eintrag,

    es ging um ein Wort/um einen Text von Mahatma Gandhi:

    Frage:

    Die Religionen

    sind

    verschiedene Wege,

    die doch alle

    im gleichen Punkt münden,

    Was macht es,

    dass wir unterschiedliche

    Wege gehen,

    wenn wir doch

    dasselbe Ziel erreichen?

    mahatma gandhi

    Genau hierzu möchte ich mein Erlebnis vom aktuellen Sonntag, gestern mitteilen;
    Als katholischer Christ weilte ich im Kurzurlaub neben einer lutherisch/evangelischen Kirche und besucht dort den Gottesdienst.

    Für mich persönlich ein faszinierendes wunderschönes Ereignis, wenn man einen Gottesdienst ehrfürchtig auch so benennen darf.
    Der hiesige Organist vermochte die Orgel für mein Empfinden so individuell herzlichst eigen wunderbar zu spielen, dass ich schon allein wegen dem Orgelspiel jederzeit wieder kommen würde.

    Das Ganze setzte sich in Stehen bei Gebeten und Wandlung, sowie beim aktiven Kreuzzeichen und nicht zuletzt beim " Abendmahl" und der Kelchgabe fort, ich kontaktierte natürlich anschließend besprechend den hiesigen Pfarrer zu meinen Eindrücken,
    der mir dann mitteilte, dass er sich so halt die Messe des ja eigentlich katholischen Martin Luther auch vorstelle, mal abgesehen von den eigentlichen Änderungen, die Martin halt so erdachte aus seinen eigenen Erfahrungen.

    Ich kann aus meinem eigenen Empfinden nur mitteilen, dass ich nie deutlicher als hier im Gottesdienst in Goslar/Harz
    die unzertrennliche Einheit von evangelischer und katholischer Kirche wahrnehmen durfte. Der einheimische Pfarrer erzählte, dass er auch bei Papst Franziskus in Rom weilte und seine Papstworte gern nutzte.

    Mich persönlich erfreuen solche "wunderbaren" Eindrücke so sehr, dass ich damit relativ unbeschadet durch die Woche komme ....

  • #58

    constanze (Donnerstag, 21 Januar 2016 22:02)

    Beim Lesen meiner "aktuellen Literatur" sprachen mir gerade genau diese Worte,

    auch für diesen Blog

    von unserem Papst Franziskus aus dem Herzen:

    >> Falls jemand sich durch meine Worte beleidigt fühlt, versichere ich ihm,
    dass ich sie mit Liebe und in bester Absicht sage,

    weit entfernt von jedem persönlichen Interesse und politischer Ideologie.

    Mein Wort ist nicht das eines Feindes noch das eines Gegners. <<

    Das betont Franziskus in der Evangelii Gaudium.

  • #59

    constanze (Donnerstag, 21 Januar 2016 22:18)

    ...... und wenn wir gerade beim Thema sind,
    das Buch, in dem ich darüber las, heißt:

    >> Der Kämpfer im Vatikan<<
    Papst Franziskus und sein mutiger Weg von Andreas Englisch,

    ...... ist ein Weihnachtsgeschenk von 2015 .... falls es jemanden interessiert .....
    von meiner lieben Mama!

  • #60

    Meggy (Freitag, 22 Januar 2016 16:29)

    Lieber Reisender,
    als ich vor einigen Tagen deinen Eintrag las, kam ich nicht umhin, ein Gefühl des Unwohlseins in mir zu verspüren.
    Ich vernahm ein " sich aufbäumen " in mir, insbesondere, als ich von der, wie du schriebst `unzertrennlichen Einheit von evangelischer und katholischer Kirche` las.
    Ich denke, daß wir in vielen Punkten noch sehr weit von einer Einheit entfernt sind, eben insbesondere im Begehen der Eucharistie.
    Ich habe mich schon oft gefragt, wenn wir in den Fürbitten um die Einheit oder das Zusammenkommen der katholischen und evangelischen Kirche beten, wie diese Einheit konkret aussehen soll, da wir uns doch sehr in vielen "Dingen" unterscheiden.
    Vor einigen Jahren besuchte ich in Dänemark am Sonntag auch einen evangelischen Gottesdienst ... weil in der Nähe keine katholische Messe angeboten wurde. Ich fühlte mich sehr unwohl, weil mir sehr viel fehlte...besonders das Eigentliche oder der Eigentliche...hm, zu verstehen ?
    Im Jahr darauf surfte ich vor dem Dänemark-Urlaub im Internet, um zu schauen, ob sich nicht doch eine heilige Messe finden läßt. Ich wurde fündig, auch wenn wir etwas über eine Stunde Anfahrt hatten - und ich fühlte mich wie zu Hause.
    Ich hoffe, ich komme jetzt nicht als Querschläger rüber, der sich gegen die Ökumene ausspricht, aber wie schon erwähnt, ich sehe eine Einheit zwischen uns nicht als ganz so leicht.


  • #61

    Reisender (Samstag, 23 Januar 2016 23:17)

    Gesegneten Abend,
    liebe Meggy,

    ich kann Dich nur all zu gut verstehen.

    Meine ersten Besuche in evangelischen Gottesdiensten lösten auch in meinen Augen viele Fragezeichen aus und dennoch war ich dankbar,
    stets auch als Katholikin in ihrer Gemeinschaft herzlich willkommen zu sein und sehr oft hörte ich dort im Gespräch die Bemerkung: "Wir glauben alle an den einen Gott."

    Diese "unzertrennliche Einheit" nahm ich in dieser Form bisher auch nur in oben beschriebenem Ort/Gottesdienst so sehr wahr.
    Wie bereits im Eintrag 57 beschrieben, Martin Luther war Katholik, das bedeutet, dass er, bevor sich die Kirchen spalteten, sicher auch Kirche, ähnlich, wie wir sie kennen, lebte.

    Der evangelische Pfarrer dort vor Ort orientiert sich also an der "lutherischen" Art, Heilige Messe zu feiern, die nun mal ursprünglich katholisch ist.

    Ich denke,
    wir Menschen selbst sind es, die spalten, die trennen, die mit unserer Uneinsichtigkeit, Uneinigkeit und begrenzten Sicht
    Religionen beurteilen, verurteilen und versuchen, unsere eigene Sicht der Dinge über alles zu stellen.

    In uns allen sollten Werte
    wie Menschlichkeit, Barmherzigkeit, Nächstenliebe, Demut, Gottvertrauen und der bedingungslose Glaube an Gott Gestalt annehmen,
    dann befinden wir uns auf dem richtigen Wege.

    Und ganz sicher kommst Du für mich nicht wie ein Gegner der Ökumene daher,
    sondern eher wie ein Mensch, der sich innig nach der intuitiven Einheit aller Menschen im Glauben mit Eucharistie, Liturgie und wahrer Gottesliebe sehnt.

    In diesem Sinne danke ich Dir für Deinen Eintrag und Deine Offenheit,
    Dein Reisender!

  • #62

    Reisender (Samstag, 23 Januar 2016 23:50)

    ....für Meggy, schau mal bitte, was wikipedia hier weiß über
    Liturgie und Gottesdienst in Evangelisch-Lutherische Kirchenagende

    Im evangelisch-lutherischen Gottesdienst
    sind Predigt und Abendmahlsfeier von zentraler Bedeutung.

    Neben der Predigt und der Feier des Heiligen Abendmahls gehören die Heilige Taufe und die Heilige Beichte zu den Gnadenmitteln dieser Konfession.
    Innerhalb der lutherischen Kirchen ist es jedoch umstritten, ob die Beichte als Sakrament gewertet werden kann, wie in der römisch-katholischen Kirche und den orthodoxen Kirchen.

    Lutherische Kirchen spenden in der Regel die Kindertaufe, lehnen aber auch Taufen kurz vor der Konfirmation oder im Erwachsenenalter ausdrücklich nicht ab. Abendmahlsgottesdienste werden regelmäßig in der Form der Deutschen Messe gefeiert, die auf die Liturgiereform durch Martin Luther aus dem Jahr 1526 zurückgeht.

    Die Gegenwart Christi im Heiligen Abendmahl wird als Realpräsenz verstanden:
    Christi Leib und Blut werden unter Brot und Wein ausgeteilt und empfangen.

    Auch Kinder dürfen – zumindest innerhalb der VELKD und auch in der evangelischen Kirche A.B. in Österreich – am Abendmahl teilnehmen (Kinderabendmahl).
    In der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) dürfen Kinder bzw. Jugendliche dann am Heiligen Abendmahl teilnehmen,
    wenn sie vorher im lutherischen Abendmahlsverständnis unterwiesen wurden.
    Hier spricht die SELK von Frühkommunion.

    Konfirmation und Teilnahme am Heiligen Abendmahl (Frühkommunion) werden getrennt.

  • #63

    naja (Sonntag, 24 Januar 2016 16:59)

    Luther hat die Reformation der katholischen ( = allgemeinen) Kirche vorangetrieben, daraus ist als ein Zweig die lutherische Kirche entstanden. Reformen tun weh, vor allem denen, die alles beim Alten lassen wollen. Aber es gibt eine große Vielfalt in der Einheit des Glaubens. Es gibt evangelische Gemeinden, die beten im Glaubensbekenntnis von der heiligen, allgemeinen, christlichen Kirche. Dieses "allgemein" entfällt in Berlin. Vorbehalte hüben wir drüben können wir aber nicht unter den Tisch kehren. Versuche mal als evangelischer Christ an der katholischen Eucharistie teilzunehmen - wenn das der Pabst erfährt, fliegst du raus. Insofern, wenn Luther ein Katholik war, dann ein Schlechter. Er hat es zu spüren bekommen. Hoffentlich hat der "Messe-feiernde" evangelische Pfarrer auch daran gedacht.

  • #64

    Moderator (Sonntag, 24 Januar 2016 20:41)

    Ja,

    genau so sind wir Menschen,

    wir möchten gern immer alles besprechen, bestimmen und beurteilen, Neues, was uns warum auch immer nicht in unseren eigenen "Kram" passt,
    biegen wir uns so hin, wie es uns gerade beliebt und wenn die Argumente ein bisschen wackelig erscheinen,

    fällt uns noch schnell ein, was denn das eine oder andere Oberhaupt ganz sicher dazu sagen würde.
    Oder was wir uns wünschen, dass der Kaiser sagt. Oder gesagt hat. Oder aber sagen würde. :-) :-)

    Wenn es dem katholischen Reisenden in dieser evangelischen Kirche gefallen hat, dann ist das doch nichts Schlechtes.
    Offensichtlich hat er das Große, Ganze gesehen, unser Aller Glauben und sich nicht an den wichtigen "Kleinigkeiten" dieser Welt gestoßen.

    Freuen wir uns mit dem Reisenden, dass er für sich einen wunderbaren Sonntagsgottesdienst gefunden und erlebt hat!

    Auch wenn es Menschen gibt, die finden, dass der evangelische Pfarrer da nicht an alles gedacht hat.

    Ich weiß nicht, was er im Rahmen seines Amtes darf oder nicht darf, jedoch finde ich gut, wenn er das lebt, was er versteht und glaubt.
    Amen

  • #65

    Lesende (Sonntag, 24 Januar 2016 21:32)

    Mir gehen zu den Worten, dass wir Vorbehalte nicht unter den Tisch kehren können,

    sogleich die Worte aus Eintrag 49 von Romero durch den Kopf:

    Wir sind Handlanger, nicht Baumeister,
    Diener, nicht Messias,
    Wir sind Propheten einer Zukunft, die uns nicht gehört .....

    Wir können Vorbehalte haben und brauchen sie nicht unter den Tisch zu kehren,
    doch können wir auch im Auge behalten, was die Vorbehalte dann bewirken und wozu sie letztendlich führen können.

  • #66

    Machthaber (Sonntag, 24 Januar 2016 22:24)

    Kein Abschied auf der Welt fällt schwerer als der Abschied von der Macht.

    Dieses Zitat von Charles Maurice Talleyrand
    steht buchstäblich vor meinen Augen,
    wenn ich hier die Einträge zur praktizierten Ökumene lese :-)

  • #67

    Zuhörer (Sonntag, 24 Januar 2016 22:31)


    und ich finde gerade das hier passend ..... :-)

    Wer als angenehmer Gesellschafter gelten will, muss sich über Dinge belehren lassen, die ihm längst geläufig sind.
    ....... auch von Talleyrand .........

  • #68

    P.S. (Montag, 25 Januar 2016 09:42)

    Besonders zum Eintrag Nr. 60 fällt mir ein Bibelspruch aus dem Lukasevangelium 6.41 ein:
    "Was siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, den Balken im eigenen Auge aber nimmst du nicht wahr."

  • #69

    Meggy (Montag, 25 Januar 2016 15:30)

    Oh ... Schade, P.S., daß du meinen Beitrag so siehst ... So meinte ich es eben nicht ... Es sollte eher ein Versuch sein, mein Denken, meine Bedenken auszudrücken.
    Schade, daß es bei dir solch ein Bibelzitat auslöste ...

  • #70

    Neunmalkluger (Montag, 25 Januar 2016 16:09)

    Liebe Meggy,

    welche Bedenken wogegen sind es denn,

    die dich diesbezüglich innerlich aufbäumen lassen?

    Ich weiß jetzt auch nicht so genau, wie wir die Hinarbeit auf die optimale Einheit gestalten können, nur Eines weiß ich sicher,

    dass sie in Herz und Kopf beginnen sollte (die Einheit),
    bevor sie in irgend welcher Form auch immer überhaupt umsetzbar werden kann.

    Wenn wir von Dingen nicht so angetan sind, ist es, glaube ich, an der Zeit, konstruktive Lösungsstrategien zu erdenken.
    Einfach nur zu sagen, das ist nicht gut oder davon sind wir weit entfernt, halte ich persönlich für wenig effektiv, wenn ich Veränderung diesbezüglich wünsche.
    Bitte nicht falsch verstehen, ich denke einfach nur mit Aussagen können wir nicht viel bewirken. Mehr jedoch mit Denkansätzen, die um die eine Frage kreisen:

    Was genau kann denn ich hier tun? Wie kann ich mich an dieser Stelle einbringen, mit meinen ganz eigenen Ressourcen die Dinge ändern,

    ich könnte mir vorstellen, dass P.S. genau das mit dem Bibelzitat ausdrücken wollte.

    Einen wirklich gesegneten Restmontag oder Montagsrest?
    wünsche ich Allen

  • #71

    spok (Montag, 25 Januar 2016 17:40)

    wer hat denn hier etwas gegen meggy? Nr. 68 hat den Spliltter im eigenen Auge gesehen, und schon passt wieder alles.

  • #72

    Leichtathletin (Montag, 25 Januar 2016 18:47)

    Genau, spok

    lasst uns auf unseren eigenen Balken herumklettern ! Und sie überwinden, dann haben wir genug zu tun :-)

  • #73

    Moderator (Mittwoch, 27 Januar 2016 13:49)

    Da es derzeit keine erneuten Einträge zum Thema ÖKUMENE gibt,

    möchte ich heute etwas (klitzekleiner Auszug) aus der Apokalypse des Johannes von Michael Brenner einfügen:

    Vielleicht liegt der Apokalypse

    eine Tradition zugrunde, die Gerichtsvisionen enthält.
    Es liegt in ihr ein bitterer Zug, erbarmungslos schreitet die Endzeitgeschichte voran wie ein Uhrwerk, doch wird sie überformt und durchbrochen von der Hoffnungsgeschichte.

    Es ist ein Schauspiel, geschrieben in verschiedenen Szenen, ein Drama in mehreren Akten, ein mythisches Gedicht, das beim Gottesdienst in der Urkirche verlesen werden sollte.

    Auf der „Weltenbühne“ stehen Gott und das „Lamm“, der auferstandene und erhöhte Christus auf der einen Seite,
    -----> auf der anderen Seite der „Drache“, dazwischen aber ----> die Menschen,die sich entscheiden müssen.

    -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Mir persönlich verdeutlichen diese Worte unsere Position hier in dieser Welt ganz dramatisch.
    Vereinfacht ausgesagt stehen sich jeden Augenblick unseres Lebens diese drei "Parteien" gegenüber.
    Die Entscheidung, ob wir Menschen die "helle Seite" oder eben die "dunkle Seite" wählen, liegt ganz allein bei uns und gestaltet sich häufig als ziemlich "knifflig"


    ..... wer mehr lesen möchte, hier habe ich es gefunden: http://www.johannes-apokalypse.de/vorwort.html

  • #74

    Mirinda (Mittwoch, 27 Januar 2016 22:31)

    Interessant auch, was Kathpedia hierzu veröffentlicht:

    Der Bibelwissenschaftler Reto Nay
    sagt in einem Interview:

    "In der Apokalypse geht es um die Kirchengeschichte. Sie zeigt, dass die Kirchengeschichte die Weltgeschichte ist,
    und dass sich an der Kirche die Dinge dieser Zeit entscheiden.

    Das ist die Apokalypse, ganz kurz gesagt.

    Sie zeigt uns, wie wir durch die individuellen Ereignisse des Alltags und vielleicht auch der Politik hineinblicken können
    in die Art und Weise, wie die Heilige Trinität hier auf Erden diese Dinge zur Vollendung bewegt."

  • #75

    ganz Müder (Donnerstag, 28 Januar 2016 22:13)

    Mir hilft da gerade nur das weiter:

    "Und wir wissen, dass für die, die Gott lieben und nach seinem Willen zu ihm gehören, alles zum Guten führt."

    – Römer 8, 28 NLB --

  • #76

    Katharina (Donnerstag, 28 Januar 2016 23:17)

    Das gefällt mir zum Thema Offenbarung:

    "Das Licht können wir nicht begreifen,
    und die Finsternis sollen wir nicht begreifen,

    da ist den Menschen die Offenbarung gegeben, und die Farben sind in die Welt gekommen,

    das ist: Blau und Rot und Gelb."
    ------------------------------------------

    - Philipp Otto Runge, an Johann Daniel Runge, - 7. November 1802

  • #77

    Konstantin (Samstag, 30 Januar 2016 21:27)

    Ich möchte zum Thema Offenbarung einige ausgewählte Worte von Benedikt dem XVI. zitieren, die mich persönlich ansprechen:

    Der Wunsch, Gott wirklich kennen zulernen, also das Angesicht Gottes zu sehen, wohnt jedem Menschen inne, auch den Atheisten.

    Und wir haben vielleicht unbewusst diesen Wunsch, einfach zu sehen, wer er ist, was er ist, wer er für uns ist.
    Dieser Wunsch wird jedoch verwirklicht, indem wir Christus nachfolgen.

    Wichtig ist, dass wir Christus nicht nur in dem Augenblick nachfolgen, in dem wir ihn brauchen, und wenn wir in unseren täglichen Beschäftigungen Raum finden,
    sondern mit unserem Leben als solchem.
    Unser ganzes Dasein muss auf die Begegnung mit Jesus Christus, auf die Liebe zu ihm ausgerichtet sein; und in ihr muss die Nächstenliebe einen zentralen Platz einnehmen:

    jene Liebe, die uns im Licht des Gekreuzigten das Angesicht Jesu im Armen, im Schwachen, im Leidenden erkennen lässt.

    Das ist nur dann möglich, wenn das wahre Gesicht Jesu uns im Hören auf sein Wort, im inneren Zwiegespräch, im Eintreten in dieses Wort vertraut geworden ist,
    so dass wir ihm wirklich begegnen, und natürlich im Geheimnis der Eucharistie.

    Im Evangelium des hl. Lukas ist der Abschnitt der beiden Emmausjünger bedeutsam, die Jesus erkannten, als er das Brot brach –
    aber vorbereitet durch den gemeinsamen Weg mit ihm, vorbereitet durch die an ihn gerichtete Einladung, bei ihnen zu bleiben,
    vorbereitet durch das Gespräch, das ihnen das Herz brennen ließ; so sehen sie am Ende Jesus.

    Auch für uns ist die Eucharistie die große Schule, in der wir lernen, das Angesicht Gottes zu sehen, in der wir in innige Beziehung zu ihm treten und gleichzeitig lernen,
    den Blick auf das Ende der Geschichte zu richten, wenn er uns mit dem Licht seines Angesichts sättigen wird.

    Auf Erden gehen wir auf diese Fülle zu, in der freudigen Erwartung, dass das Reich Gottes wirklich kommen möge. Danke.

    * * *

    Ganz herzlich grüße ich alle Brüder und Schwestern deutscher Sprache. Ich sagte schon: Wenn wir Gottes Antlitz sehen wollen, müssen wir Christus nachfolgen.
    Als Zeugen seiner Liebe wollen wir es tun. Der Heilige Geist schenke euch allen Frieden und wahre Freude.

    _______

    Quelle:https://poschenker.wordpress.com/2016/01/15/papst-benedikt-xvi-jesus-christus-mittler-und-fuelle-der-ganzen-offenbarung

  • #78

    Paul (Samstag, 30 Januar 2016 21:48)

    Philosophische Worte

    aus meiner Sicht zum Thema Nächstenliebe von Mark Aurel
    (* 26. April 121 in Rom; † 17. März 180 in Vindobona oder eventuell Sirmium),
    auch Marc Aurel oder Marcus Aurelius, war von 161 bis 180 römischer Kaiser und als Philosoph der letzte bedeutende Vertreter der jüngeren Stoa:

    „Die Menschen sind füreinander da. Also belehre oder dulde sie.“

    „Willst du dir ein Vergnügen machen,
    so betrachte die Vorzüge deiner Zeitgenossen,
    so die Tatkraft des einen,
    die Bescheidenheit des andern,
    die Freigebigkeit eines Dritten
    und so an einem Vierten wieder eine andere Tugend.

    Denn nichts erfreut so sehr wie die Muster der Tugenden, die aus den Handlungen unserer Zeitgenossen uns in reicher Fülle in die Augen fallen.
    Darum habe sie auch stets vor Augen.“

  • #79

    minC (Samstag, 30 Januar 2016 22:45)

    Was hat Gottes Offenbarung bei Franziskus bewirkt?

    Franziskus habe als Gruß durch Gottes Offenbarung gelernt:
    „Der Herr gebe Dir Frieden!“
    (3GefLeg26).

    Auch in seinen Briefen verwendet Franziskus häufig einen Friedensgruß, etwa an die Kostoden des Ordens oder an die Lenker der Völker.

    Auffällig ist zum einen, dass Franziskus für sich immer die Reihenfolge „Heil und Friede“ wählt.

    Im Lateinischen „salus et pax“.
    Für Franziskus ist das Heil von Gott her die Bedingung für Frieden, ähnlich wie Paulus seine Briefe beginnt mit „Gnade und Friede von Gott“.

    Heil ist ein sehr umfassender Begriff, der dem hebräischen Schalom sehr nahe kommt.
    Heil und Friede sind Geschenk Gottes und wirken sich dann auf der zwischenmenschlichen Ebene aus.
    Auch fällt zum anderen auf, dass Franziskus die Begriffe „pax“ und „bonum“ im biblischen Sinne zwar gerne (in seinen Briefen) verwendet, aber nie gemeinsam.

    An die Stelle des „bonum“ setzt er in Verbindung mit „pax“ stets „salus“ (Heil) oder „caritas“ (Liebe).

    „bonum“ schreibt er allein Gott zu.
    Er ist der „Gute“, dem alles Gute gebührt und der alles „Gute“ bewirkt.
    Der Mensch soll sich das Gute nicht selbst zuschreiben, sondern mit Lob und Dank Gott zurückerstatten (vgl. Ermahnungen 7, 8, 12 und 17).

    Daraus erklärt sich, warum Franziskus den Menschen nicht „bonum“ zusprechen will, weil es allein Gott gebührt.

  • #80

    Moderator (Sonntag, 31 Januar 2016 14:05)

    Und,
    was ich schon immer mal mit den Worten von Franz von Sales sagen wollte:

    DIE WAHRE LIEBE HAT KAUM EINE METHODE.

  • #81

    Constanze (Sonntag, 31 Januar 2016 21:11)


    Na, da habe ich doch direkt ein Zitat am Start:

    Wahre Liebe kann nicht auf menschlicher Ebene hervorgebracht werden; sie ist eine Gottesgabe.

    John Fullerton MacArthur , * 19. Juni 1939 in Los Angeles, ist ein US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor.
    Besondere Bekanntheit erlangte er durch sein Glaubenswerk Grace To You (deutsch: Gnade für dich)
    Ohne Liebe sind geistliche Gaben bedeutungslos.

  • #82

    Katharina (Sonntag, 31 Januar 2016 21:14)

    ......und schaut mal bitte,
    das hier von Mac Arthur ist doch auch wirklich gut, oder ......:

    Auf den Himmel zu blicken, ist die beste Art, mit den irdischen Schwierigkeiten fertig zu werden.

    John Fullerton MacArthur
    Quelle: Aus dem Buch: Lass mich zu dir kommen - Tägliche Andachten, CLV, 2012

  • #83

    Katharina (Sonntag, 31 Januar 2016 21:26)

    und zum eigentlichen Thema sagt Mac Arthur:

    Der Herr Jesus Christus brachte nicht nur die volle Offenbarung Gottes, Er selbst war sie.

    John Fullerton MacArthur
    Quelle: Aus dem Buch: Lass mich zu dir kommen - Tägliche Andachten, CLV, 2012

  • #84

    zenseur (Montag, 01 Februar 2016 01:26)

    Ich wollte ursprünglich über Zuversicht schreiben, da fiel mir dieses Zitat auf:

    „Leere Taschen haben noch nie jemanden aufgehalten.
    Nur leere Köpfe und leere Herzen können das.“

    – Norman Vincent Peale –* 31. Mai 1898 in Bowersville, Ohio, USA; † 24. Dezember 1993 in Pawling, New York) war ein US-amerikanischer Pfarrer, Autor und Freimaurer.
    -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Anmerkung
    (allgemein hier in diesem Blog gültig) des Eintrag Aussuchenden:

    Wer hier an dieser Stelle möglicherweise erneut den biografischen Hintergrund,
    die möglicherweise (von wem auch immer)
    gewählte eindeutige Schublade der hier genannten Autoren mit hinein bezieht,

    wird möglicherweise bemerken, dass es genau um diese Dinge hier in gar keiner Form geht.
    Hauptsächlich im Vordergrund stehen, von wem auch immer, die zitierten Worte, die auch ohne Übereinstimmung aller sonstigen Befindlichkeiten
    dennoch aus Sicht der Verwender eine entscheidende Aussage beinhalten können.

    Auch hier sei die Vielfalt des christlichen Glaubens, begründend auf Gottes durchaus immer wieder neue paradoxe Wege, stets wieder bestätigt ......

  • #85

    spok (Montag, 01 Februar 2016 20:30)

    nun, beim zenseur war es wohl etwas früh am Tage, um klare Gedanken (und Worte) zu finden

  • #86

    trüber zenseur (Montag, 01 Februar 2016 21:10)

    Guten Abend, lieber spok,

    schön, durch diesen meinen frühen Tages-Eintrag, etwas von Dir zu hören ....
    versuche ich dann mal öfter ... anders bekommt man ja hier keine "Meldungen"

    Was genau findest Du denn nicht so klar an meinen Gedanken und Worten? Wobei ich mir nicht so ganz sicher bin, ob Du auch wirklich meine Gedanken kennst ....

    Ich bin natürlich der Meinung, mich völlig verständlich in meiner mir eigenen Art ausgedrückt zu haben
    und ich verstehe auch ganz genau, was ich mit diesen Worten zum Ausdruck bringen möchte.

    Allerdings kann ich auch Deine Aussage sehr gut nach vollziehen,
    aus eigener schmerzhafter Erfahrung ist mir durchaus bewusst, dass mich Menschen mitunter nicht verstehen.

    Vielleicht formulierst Du die Dir unverständlichen Aspekte, so dass ich wenigstens noch einen Versuch starten kann, mich oder meine Gedanken zu erklären.

    In diesem Sinne
    gesegnete Nacht

  • #87

    stil - experte (Montag, 01 Februar 2016 21:55)

    Mensch zenseur,
    Du und ich,
    wir wissen,
    dass blümerante verwirrende und umständliche Sprache und viele andere Elemente, die ich jetzt nicht explizit benennen möchte,

    durchaus legitime Mittel im Kommunikationsbereich darstellen, um Reaktionen, Äußerungen oder überhaupt Wortmeldungen zu provozieren,

    warum weihst Du denn den spok nicht ein in Deine Methoden,
    oder ist auch das wieder irgend eine Methode?

    Ja gut, ich weiß,
    Dir ist es ziemlich unwichtig, was über Dich gedacht wird, weil Du sicher weißt, dass Du die Meinung der Anderen nur bedingt beeinflussen kannst.
    Dass sie eh denken und reden, wie es nach ihrer eigenen Perspektive Sinn macht.

  • #88

    Konstantin (Montag, 01 Februar 2016 21:58)

    Komm schon spok,

    ich finde, der möglicherweise folgende nachsätzliche Eintrag wartet nicht nur zahlenmäßig auf einen Kommentar von Dir,

    liebe Grüße

  • #89

    P.S. (Dienstag, 02 Februar 2016 09:51)

    "Die wirksamsten Drogen der Menschheit sind natürlich die Worte."
    Rudyard Kiplin

  • #90

    P.S. (Dienstag, 02 Februar 2016 11:52)

    Noch etwas zum heutigen Tag: Mariä Lichtmess

    Preislied des Simeon

    "Nun läßt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.
    Denn meine Augen haben das Heil gesehen, daß du vor allen Völkern bereitet hast,
    ein Licht, daß die Heiden erleuchtet und Herrlichkeit für dein Volk Israel."

  • #91

    Konstantin (Dienstag, 02 Februar 2016 12:36)

    ...... dankend ergänzend hierzu möchte ich mit den Texten aus dem Schott hinzufügen:

    KERZENWEIHE
    Seht, Christus, der Herr, kommt in Macht und Herrlichkeit,
    er wird die Augen seiner Diener erleuchten. Halleluja.

    TAGESGEBET
    Allmächtiger, ewiger Gott,
    dein eingeborener Sohn
    hat unsere menschliche Natur angenommen

    und wurde am heutigen Tag im Tempel dargestellt.

    Läutere unser Leben und Denken,
    damit wir mit reinem Herzen vor dein Antlitz treten.

    Darum bitten wir durch Jesus Christus.

  • #92

    sybock (Dienstag, 02 Februar 2016 13:14)

    ...... für mich passt gerade das hier hin:

    Blicke oft zu den Sternen empor – als wandelst du mit ihnen. Solche Gedanken reinigen die Seele von dem Schmutz des Erdenlebens.

    Marc Aurel
    (121 - 180), römischer Kaiser und Philosoph,
    hieß bei Geburt Marcus Annius Catilius Severus;
    später Marcus Annius Verus; nach Adoption durch Kaiser Hadrianus: Marcus Aelius Aurelius Verus
    und nach Adoption durch Kaiser Antoninus Pius und als Kaiser: Marcus Aurelius Antoninus Augustus


  • #93

    Constanze (Dienstag, 02 Februar 2016 13:27)

    Und ich möchte mich hiermit "einreihen":

    Unauslöschlich

    Wenn
    ich in
    Gedanken
    auf
    Sternenbahnen
    dahingleite

    Die
    Hand
    schützend
    vor
    meiner
    brennenden
    Kerze

    Dann
    scheint
    alles
    unauslöschlich

    Im
    ewigen Licht
    längst
    vergangener
    Sterne


    © Manfred Poisel
    (*1944), deutscher Werbetexter, »Sprach-Juan« und »Verbanova«

    Quelle: »und stürzen ins Paradies«

  • #94

    minC (Dienstag, 02 Februar 2016 13:30)

    ... da möchte ich auch mit machen:

    Wenn uns die Lichter ausgehen,
    gehen uns vielleicht die Sterne auf.


    © Walter Ludin
    (*1945), Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Buchautor, Mitglied des franziskanischen Ordens der Kapuziner

    Quelle: »Wo sind die Freundbilder?«, Verlag P. Rothenhäusler, 1994

  • #95

    Moderator (Dienstag, 02 Februar 2016 13:35)

    .....offensichtlich sind heute Sterne ein etwas längeres Thema:


    Die Sterne lenken das Schicksal der Menschen, Gott lenkt die Sterne.

    Tycho Brahe
    (1546 - 1601), dänischer Astronom,
    bedeutendster Astronom vor Erfindung des Fernrohrs; entdeckte und deutete 1572 eine Supernova in der Kassiopeia, den Tychonischen Stern;
    erbaute auf der ihm 1576 überlassenen Insel Hven (Ven) im Sund die Sternwarte »Uranienborg«;

    ging 1599 als Hofastronom Kaiser Rudolfs II. nach Prag, wo J. Kepler sein Gehilfe wurde.
    Brahes präzise Messungen von Planetenörtern, insbesondere seine Marsbeobachtungen, ermöglichten Keplers Arbeiten über die Planetenbahnen.

    © 2003 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus

  • #96

    Lesende (Dienstag, 02 Februar 2016 13:45)

    Und auch hier einige interessante Worte:
    ---------

    Gegen der Erde Leid gibt es keinen Trost, als den Sternenhimmel.

    ---------

    Jean Paul
    (1763 - 1825), eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, deutscher Dichter, Publizist und Pädagoge
    Quelle: Paul, Jean, Das Leben des Quintus Fixlein, 1796

    ---------

    Die Sterne lassen manchmal viele Zeichen an sich sehen, je nachdem, was die Menschen gerade tun und wie sie sich dabei verhalten.
    Aber sie offenbaren weder die Zukunft noch die Gedanken der Menschen,
    sondern nur das, was der Mensch bereits als seine Absicht kundgetan hat oder in Wort und Tat kundtut, weil dies die Atmosphäre aufnimmt.

    Hildegard von Bingen
    (1098 - 1179), deutsche Mystikerin, Äbtissin und Naturwissenschaftlerin, katholische Heilige

    Frau von Bingen hat da aus meiner Sicht ziemlich spannende Worte gewählt.

  • #97

    starwars (Dienstag, 02 Februar 2016 22:11)

    Zum späten Abend wird es heute etwas "derbe",
    Zenseur ist gezwungen, ganz viel Nebensächlichkeiten, also brachiale Fäkalienwörter auszublenden, um sich das Wahre Wichtige nicht entgehen zu lassen .......

    Das Ganze ist nicht von mir ! Aber ich finde die Grundaussage natürlich besonders heute Abend genial!

    MOTHERF...ER 666
    Komponist:Urlaub
    Text:Urlaub
    zu finden auf:

    Le Frisur
    1996


    Na ja, ich sch... auf ihre Maße, ich sch... auf ihr Gewicht
    Ich sch... auf ihre Nase und ich sch... auf ihr Gesicht
    Ist das Kinn zu weit hinten und die Zähne zu weit vorn?
    Hat sie viel zu große Füße oder viel zu kleine Ohrn?
    Ich sch... auf ihre Blödheit, ich bin ja selber dumm
    Und ihre schiefen Knie, die nehm ich ihr nicht krumm
    Ich sch... auf ihre Beine, ich sch... auf die Figur
    Für mich zählt nur das eine:

    Die Frisur, die Frisur

    Ich sch... auf ihren Buckel und auf den Mundgeruch
    Langweilige Frauen gibt es wirklich schon genug
    Ich sch... auf ihr Gemecker und ich sch... auf ihr Geschrei
    Ihre schlechte Laune ist mir völlig einerlei
    Ich sch.... auf ihr Ecstasy, ich .... auf ihr Crack
    Ich sch... auf ihre Drogen und das ganze Spritzbesteck
    Ich will nicht mit ihr ...... , da bin ich ziemlich stur
    Nur eins kann mich entzücken:

    Die Frisur…

    Ich sch... auf Claudia Schiffer, auf Lagerfeld und Joop
    Ich sch... auf schnelle Brüter und das Hubble-Teleskop
    Ich sch.... auf Spaghetti, ich sch.... auf Spagat
    Ich sch.... auf die Bullen und ich sch... auf diesen Staat
    Ich sch.... . auf die Chaos-Tage und auf das System
    Ich sch.... auf Tornados, ich sch.... auch auf Erdbeben
    Ich sch.... auf den Teufel und auf die Müllabfuhr
    Nur eins ist wirklich wichtig:

    Die Frisur!

  • #98

    tellmewhy (Dienstag, 02 Februar 2016 22:32)

    Auch ich möchte mir selbst heute Abend noch schnell ein paar wirklich wichtige Fragen stellen:
    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Warum bin ich grundsätzlich nicht an der lautstarken Bewertung von Äußerlichkeiten interessiert?

    Warum können mich zwar Haarfrisuren faszinieren, jedoch nicht entsetzen?

    Wieso liegt es mir so fern, Menschen ungefragt mitzuteilen, welche Frisur/welchen Haarschmuck sie in ihrem Privatleben tragen sollten und welche/welchen eher nicht?

    Warum finde ich es natürlich schön, wenn Menschen einfach nur sie selbst sind?

    Wie gehe ich eigentlich damit um, wenn Menschen nicht meinem persönlichen Geschmack entsprechen?

    Warum eigentlich sollten Menschen meinem persönlichen Geschmack entsprechen?

    Was eigentlich genau sind noch mal die wirklich wichtigen Dinge im Leben?

    -------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Ich könnte mir vorstellen, mir noch unzählige dieser Fragen zu stellen, jedoch laufen sie mir nicht weg, ganz im Gegenteil, sie nehmen an Deutlichkeit eher zu,
    und deshalb werde ich nun bald ganz zauberhaft wunderbar schlafen und träumen, wie es wohl weiter geht mit den richtigen Antworten .......

  • #99

    Paul (Dienstag, 02 Februar 2016 22:57)

    Das individuelle Glaubensbekenntnis von Dietrich Bonhoeffer
    finde ich genau hier hin passend:

    „Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will.

    Dafür braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.
    Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage soviel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen.
    Aber er gibt sie nicht im voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen.

    In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft überwunden sein. Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind,
    und dass es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.

    Ich glaube, dass Gott kein zeitloses Fatum ist, sondern dass er auf aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten wartet und antwortet.“

  • #100

    Constanze (Dienstag, 02 Februar 2016 23:04)


    Ich kann mich da nur sympathisierend anschließen mit folgendem Auszug aus wikipedia:

    Christ-Sein besteht im Beten und im Tun des Gerechten unter den Menschen, denn Menschwerdung und Kreuz begründen eine umfassende Liebe zur Welt.
    In einem Brief von Dietrich Bonhoeffer an Theodor Litt heißt es 1939:

    „Allein weil Gott ein armer, elender, unbekannter, erfolgloser Mensch wurde, und weil Gott sich von nun an allein in dieser Armut, im Kreuz, finden lassen will,
    darum kommen wir von dem Menschen und von der Welt nicht los, darum lieben wir die Brüder.“

  • #101

    Moderator (Dienstag, 02 Februar 2016 23:14)

    Gern zitiere ich dazu ergänzend diese Worte from wikipedia:

    Bereits in einem Brief vom 21. Juli 1944 hatte Bonhoeffer "Diesseitigkeit" dem Streben nach Heiligkeit entgegengesetzt:

    „Wenn man völlig darauf verzichtet hat, aus sich selbst etwas zu machen

    – sei es einen Heiligen oder einen bekehrten Sünder oder einen Kirchenmann (eine sogenannte priesterliche Gestalt), einen Gerechten oder einen Ungerechten,
    einen Kranken oder Gesunden

    – und dies nenne ich Diesseitigkeit, nämlich in der Fülle der Aufgaben, Fragen, Erfolge und Misserfolge, Erfahrungen und Ratlosigkeiten leben,

    – dann wirft man sich Gott ganz in die Arme, dann nimmt man nicht mehr die eigenen Leiden, sondern das Leiden Gottes in der Welt ernst,
    dann wacht man mit Christus in Gethsemane, und ich denke, das ist Glaube, das ist metanoia und so wird man ein Mensch, ein Christ.“

  • #102

    ältereDame (Mittwoch, 03 Februar 2016 18:06)

    Oh wie tröstlich,
    wir dürfen doch im Alter Kinder bleiben, das wissen gar nicht alle Menschen, dünkt mir .....

    "Das Studium und allgemein das Streben nach Wahrheit und Schönheit ist ein Gebiet, auf dem wir das ganze Leben lang Kinder bleiben dürfen."

    - Albert Einstein - , in "Albert Einstein-The Human Side" 1979, Princeton University Press, S. 151

  • #103

    Moderator (Mittwoch, 03 Februar 2016 18:11)



    "Schönheit ist empfundener Rhythmus.
    Rhythmus der Wellen, durch die uns alles Außen vermittelt wird. Oder auch: Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet.
    Je mehr jemand die Welt liebt, desto schöner wird er sie finden."

    - Christian Morgenstern - , Stufen

    ...und ich möchte mal heute hinzufügen, egal welches Wetter sie gerade trägt, (die Welt)
    oder auch, in welcher Klimazone wir uns befinden ....

  • #104

    Paul (Mittwoch, 03 Februar 2016 18:17)

    Ach Mensch,
    da finde ich doch gleich den hier sehr passend:

    "Darum nämlich, weil sie geliebt werden, sind die Sünder »schön«, nicht aber werden sie geliebt, weil sie »schön« sind."

    - Martin Luther -,
    Heidelberger Disputation, 1518

  • #105

    Philosoph (Mittwoch, 03 Februar 2016 18:20)

    Und diese Worte gehören irgendwie dazu:

    "Wie wollen wir denn nun sein:
    stark, schön und erfolgreich - oder edel, hilfreich und gut?"

    - Juli Zeh - ,
    "Alles auf dem Rasen:kein Roman", Schöffling, Frankfurt am Main 2006,

  • #106

    Sprücheklopfer (Donnerstag, 04 Februar 2016 21:13)

    Zur Vorsicht

    sei geraten mit der eigenen Interpretation von Versen aus der Bibel,
    insbesondere, wenn wir zur Wortlastigkeit neigen:

    Ich meine, hier sollten wir uns bei Unsicherheiten vielmehr einem Geistlichen anvertrauen und/oder nicht all zu voreilig einseitige Schlüsse ziehen,
    und wenn, dann niemals für Andere, sondern immer in erster Linie für uns selbst ....
    So einfach, wie es mitunter scheint, ist es eben gerade oft nicht. Bunt gewürfelt kann Vieles verwirren .....

    Und ebenso aus dem Konsens gerissen .....

    15 Nur unerfahrene Menschen glauben alles, was man ihnen erzählt! Die Klugen aber bedenken jeden ihrer Schritte.

    9 Ein Mensch kann seinen Weg planen, seine Schritte aber lenkt der Herr.

    1 Wir können unsere Gedanken sammeln, die rechte Antwort aber schenkt der Herr.

    4 Wer in Zungen redet, der erbaut sich selbst; wer aber prophetisch redet, der erbaut die Gemeinde.

  • #107

    spok (Donnerstag, 04 Februar 2016 21:29)

    Nr. 106 meint wohl :
    und ebenso aus dem KONTEXT gerissen"
    Da mag man ihm glatt zustimmen, nicht nur bezogen auf die Bibelverse sondern auf die schlauen Sprüche schlauer Mütter und Väter der Vorzeit. Es sei denn, man lebt in der space odditiy von Nr. 52.

  • #108

    sybock (Donnerstag, 04 Februar 2016 21:43)

    Interessant, mein lieber spok
    den ganzen Tag "schwirrte" ich hiermit herum:
    Und wusste nicht genau warum, nun aber:

    Farin Urlaub - Klasse Songtext
    Künstler
    Farin Urlaub
    Titel
    Klasse
    Typ
    Lyric

    Uh’
    Ich dachte, dass dir mein Auto gut gefällt.
    Ich dachte, du magst mein Haus und mein Boot und mein Pferd und natürlich mein Geld.
    Wozu häng ich zuhause die goldenen Schallplatten auf?
    Wozu hab ich mir hundert verschiedene teure Gitarren gekauft?

    Ich bin enttäuscht Baby.
    Es hat keinen Sinn mit uns Baby,
    denn du liebst mich nur,
    weil ich so klasse bin!

    Uh’

    Du sagst die Penthouse- Wohnung, die brauch ich nicht mehr.
    Wegen dir stehen sechstausendsechshundertsechzig Quadratmeter leer.
    Und sogar mein Flugzeug, wär’ dir völlig egal.
    Es tut mir ja leid dir das sagen zu müssen, du bist nicht normal!

    Geld macht nicht glücklich?
    Wo kommen wir dahin?
    Ich kann nicht glauben, wenn du sagst,
    dass du mich nur liebst, weil ich so.. klasse bin!

    Uh’

    Was ist dein Mehrwert Baby?
    Wo bleibt dein Gewinn?
    Du machst mich fertig,
    denn du liebst mich nur weil ich sohuohuohou, weil ich so klasse bin.

    Du sagst ich wär’ attraktiv und fürchterlich nett,
    humorvoll und höfflich und sensationell am Krankenbett
    Oh das ist doch nicht nötig (nötig), dass du so übertreibst,
    auch wenn du mich im Großen und Ganzen tatsächlich ganz treffend beschreibst.

    Und was ich will ist doch nicht viel, Baby.
    Ich will ne Frau mit etwas Stil, Baby.
    Ich brauche ein völlig bescheuertes Statussymbol:
    Von außen schön blond und von innen schön hohl.
    Und merk dir eins Mademoiselle zum guten Ton,
    gehört vor allen Dingen mal ein Saxophon.

    Ich bin ein König, bitte sei meine Königin.
    Lieb mein Depot, meine Zinsen,
    aber lieb mich nicht nur, weil ich sooo klasse bin.

    Uh\\\'

    KA EL ES ES E


  • #109

    wikipedia (Donnerstag, 04 Februar 2016 21:49)

    Der Konsens für Sprücheklopfer
    ------------------
    bedeutet die übereinstimmende Meinung von Personen zu einer bestimmten Frage ohne verdeckten oder offenen Widerspruch.



    Kontext für spok (Pl.: Kontexte; von lat. contexere, dt. ‚zusammenweben‘) bedeutet:
    -----------------------------------------------------------------------------------------------------

    Zusammenhang, Beziehung zwischen miteinander verbundenen Teilen
    Kontext (Sprachwissenschaft), alle Elemente einer Kommunikationssituation, die das Verständnis einer Äußerung bestimmen
    Kontext (IT-Umfeld), Information zum Charakterisieren der Situation einer Entität in Interaktion mit anderen Entitäten
    Kontext (Urkundenlehre), Teil einer (mittelalterlichen) Urkunde
    Kontext (Wochenzeitung), Sonntagsbeilage und Internetzeitung
    Kontext (Zeitschrift), psychologische Fachzeitschrift
    Kontext, situativer, hierunter werden in der Soziologie (Symbolischer Interaktionismus) und Psychologie äußeren Faktoren verstanden, die eine Kommunikation bzw. Interaktion beeinflussen können, etwa Anzahl der Teilnehmer, Lärm, Räumlichkeiten etc.

  • #110

    Begrenzte (Donnerstag, 04 Februar 2016 22:13)

    Na gut und was bedeutet denn eigentlich

    ENTITÄT ????

    ...hier schreibt Wiktionary Folgendes:

    Bedeutungen:
    [1] Ontologie: das Dasein eines Dinges, im Unterschied zu seinem Wesen
    [2] Linguistik: eine beliebige Größe, Einheit oder Eigenschaft
    [3] Politik: Umschreibung eines Teilstaats oder einer Bevölkerungsgruppe, teilweise in abwertender Absicht

    Herkunft:
    von dem mittellateinischen Substantiv entitas, tatis → la, dies von dem lateinischen Substantiv ēns, entis n → la „das Ding“

    Gegenwörter:
    Quiddität

  • #111

    Moderator (Samstag, 06 Februar 2016 03:52)


    In Kirche und Welt Farbe bekennen

    »Gott gab den Menschen den freien Willen auch
    auf die Gefahr hin, dass er sich verirrt, denn nur
    aus der Freiheit wird die Tugend geboren.«

    HENRI DOMINIQUE LACORDAIRE (1802–1861)

    gefunden auf der homepage des Dominikanerkloster Sankt Paulus, Moabit,
    bezüglich der Thematik von Interpretationen zu Bibel/Sprüchen/Glaube/allgemein

  • #112

    Paul (Samstag, 06 Februar 2016 03:56)

    gefällt mir:

    EUCHARISTISCHE ANBETUNG

    "Herr, du weißt alles. Du weißt auch, dass ich dich liebe." – Anbetung ist nichts anderes als eine Art Liebeserklärung an Gott, indem wir vor Ihm wie ein Kind werden.
    ER, der große Gott, kehrt das um, was wir Ihm in der Anbetung sagen. Er sagt dann zu uns: Du, Mensch, bist dort am größten, wo du niederkniest und anbetest.

    auch von der homepage Sankt Paulus/Moabit

  • #113

    Cynthia (Samstag, 06 Februar 2016 04:03)


    »Ein Dreifaches ist dem Menschen notwendig zum Heile:
    zu wissen, was er glauben, zu wissen, wonach er verlangen,
    und zu wissen, was er tun soll.«

    THOMAS VON AQUIN (1224–1274)

  • #114

    Moderator (Samstag, 06 Februar 2016 11:25)


    Gedanken zum Thema Hoffnung
    Seit einiger Zeit immer mal wieder ist die Hoffnung ein Thema in Gesprächsrunden, in Blogs oder auch im Fernsehen.

    Hierbei stelle ich wieder kehrend fest, dass ich kein Mensch der Hoffnung zu sein scheine.
    Oder, vielleicht sollte ich zunächst einmal differenzieren zwischen Hoffnung auf Weltliches und Hoffnung auf Gott.

    Die wahre Hoffnung, die wir Menschen brauchen ist natürlich Gott.
    Wer noch nicht die Gewissheit hat, dass Gott unserem Glauben gerecht ist, der braucht hierzu essentiell diese Hoffnung.

    Für mich ist Eines ganz klar: Gott ist existent und seine Präsenz allgegenwärtig. Er lenkt und leitet nach seinem Ermessen.
    Ich versuche stets, meine christlichen Pflichten zu erfüllen, denn das ist der wahre Sinn meines Lebens. Die Nachfolge Jesu anzustreben.
    Dass Gott Vater jeden Augenblick bei uns ist, ist meine Gewissheit, dass er alles fügt, vollendet, zusammen „puzzelt“, mein Glaube.

    Wozu also benötige ich weltliche Hoffnung? Ich weiß doch, dass jede Abfolge, jede Begebenheit nach Gottes allmächtigem Willen und großem Plan geschieht.
    Aus meiner Sicht brauche ich nicht auf Dinge hoffen, von denen ich weiß, dass sie geschehen.
    Ich erstelle nicht den großen Plan, ich muss nur versuchen, mein Leben im christlichen Glauben nach Gottes Regeln/Geboten zur Planerfüllung zu gestalten.

    Was geschieht, unterliegt in keiner Form meinen Wünschen, Vorstellungen oder Hoffnungen.
    Einzig SEIN Wille geschehe und ich darf darin SEIN Werkzeug sein und werden.
    Ich hoffe demnach auf nichts Weltliches, sondern weiß, dass alles, was geschieht, letztendlich von Gott kommt und demnach Sinn hat.
    -----------------------------------------------------

    ausgesuchter Auszug aus Dialoge, 136, Hauptst.:

    Ihre (der Seele) Hoffnung, die sie in eine endliche Sache setzt, ist vergeblich und vergänglich. Die Seele täuscht sich und erreicht nicht das Ziel, das sie ersehnt.
    Solange sie auf sich selber und auf die Welt hofft, hofft sie nicht auf mich, da ich die Welt, das heißt: das eitle Verlangen des Menschen hasse.

    Die Seele, die hingegen auf mich vertraut und mir von ganzem Herzen dient, verweigert notwendigerweise der Welt ihr Vertrauen und setzt es nicht in ihre eigene Schwachheit.
    Ihre Hoffnung ist mehr oder weniger vollkommen, je nach dem Grad ihrer Liebe zu mir und in demselben Maß verkostet sie meine Vorsehung.»
    (Dialoge, 136. Hauptst.).
    -------------------------------------------------

    Mein eigener Ansatz wird durch diese Worte Gottes an eine Heilige gestützt:

    Agnes von Langeac, die sehr betrübt darüber war, dass es ihr mit ihren Novizinnen nicht so gelang, wie sie es wollte, gab ER folgenden Rat:

    «Bemühe dich, bemühe dich, bemühe dich und ich werde alles ergänzen»

    (2. Teil der Werke, 10. Hauptst.).


    Und mehr benötige ich nicht für mein Dasein.
    Für mich ist diese Aussage so wegweisend, dass ich die Gewissheit verspüre, ich bin für mein eigenes Bemühen verantwortlich,
    jedoch brauche ich mich in der Tat nicht über die Dinge betrüben, die ich nicht beeinflussen kann.

    Mein Fazit:
    Ich lege liebevoll dankbar mein (geringes Erden-)Leben vollständig in Gottes Hand mit der Gewissheit, dass jederzeit sein Wille geschehe.
    Ich brauche durch Gott keine Hoffnung in die Welt, denn ER umgibt mich jederzeit, mit Allem, was ich aus seiner Sicht benötige, er mir sendet, mit all den vielen Zeichen
    und ich habe die klare reine Gewissheit, Gott ist die Liebe, die Wahrheit und das Leben.

  • #115

    Moderator (Samstag, 06 Februar 2016 12:45)


    Nachsätzlich

    möchte ich natürlich eindringlich betonen,
    dass all meine Gewissheit/mein Glaube/meine Zuversicht nur von Gottes Gnade kommen kann und kommt:

    - nämlich durch sämtliche Niederlagen, Abstürze und hieraus gottgewollte gewonnene Selbsterkenntnis/Demut/Zuversicht
    - durch (Er-)Kenntnis der eigenen Unvollkommenheit, die die Notwendigkeit von Gottes Liebe und Gegenwart dankbar erkennt
    - durch all die Menschen, mit deren Nähe Gott uns bewusst umgibt und deren Zutun/Handeln/Worte im eigenen Leben durch Gott Veränderung bewirken kann/soll/muss
    - durch all die "Zeichen", die wir bewusst oder auch unbewusst durch IHN setzen können/sein können und/oder sein wollen

    Und genau durch all diese Dinge kann/will ER uns die himmlische Hoffnung senden, die einzig wahre Hoffnung, die von IHM durch IHN kommt.
    ----------------------------------------------

    Für den lieben spok, Eintrag 84 bedenkend,
    ich würde mich freuen, wenn ich gern auch Deinem Anspruch in Bezug auf klare Worte dieses Mal genügen kann,
    gesegnete Grüße

  • #116

    controller (Samstag, 06 Februar 2016 12:51)

    Der Moderator bezieht sich auf den Eintrag 85 von spok
    erstellt als direkten Kommentar zum Eintrag 84 von zenseur!

  • #117

    Mirinda (Samstag, 06 Februar 2016 20:48)


    Zuversicht

    Ich benötige stets Zuversicht.

    Gewinnen kann ich sie oft durch liebe Menschen in meinem näheren Umfeld, manchmal auch durch mir unbekannte Menschen, die dennoch Worte oder Gesten praktizieren,
    woraus ich wiederum Zuspruch erfahre.
    Manchmal verabreden sich nahe Freunde mit mir, um ins Kino zu gehen. Der Film kann mir mitunter viele sehr aktuelle Fragen beantworten, das ist der Grund, warum ich oft spontan vielen Einladungen/Anregungen zusage, weil ich aus Erfahrung weiß, wie hilfreich ungeplante Aktivitäten im richtigen Leben Zeichen setzen können.

    Ich favorisiere in der Tat jede machbare aktuelle Aktivität, die sich ergibt, einfach, weil meine großartige Erfahrung besagt,
    dass ich mich selbst um viele Antworten beraube, falls ich die plötzlich anfallenden Angebote nicht nutze.

  • #118

    Moderator (Samstag, 06 Februar 2016 21:43)


    .... eigentlich warte ich ein wenig auf einen Eintrag von spok oder von P.S. oder von allen anderen Menschen, die vielleicht hier lesen,
    ob sie mich verstehen oder ob ich andere "Töne anschlagen" sollte ...

    Schließlich hilft es niemandem, wenn ich unverständlich agiere ..... mir natürlich auch kein Stück weit .... :-)

  • #119

    Moderator (Samstag, 06 Februar 2016 21:46)

    I´m so sorry Mirinda,

    ich vergaß,
    Dir zu danken, dass Du so offen warst und Zeit hattest, Deine Gedanken hier liebenswerter Weise auf zu schreiben,
    lieben Dank

    Dein Moderator

  • #120

    Kreuzträger (Sonntag, 07 Februar 2016 02:33)

    Das Kreuz, Zeichen der Hoffnung

    "Wenn wir heute betend auf das Kreuz schauen, sehen wir darin meist ausschließlich einen Verweis auf die Passion des Herrn auf Golgotha.

    Aber der Ursprung der Kreuzesfrömmigkeit ist ein anderer:
    Die Christen beteten nach Osten gewendet zum Zeichen ihrer Hoffnung darauf, dass Christus, die wahre Sonne aufgehen werde über der Geschichte,
    zum Zeichen also an die Wiederkunft Christi.

    So ist für die frühe Christenheit das Kreuz vor allem Zeichen der Hoffnung, nicht so sehr Hinwendung zum Vergangenen, als Hinwendung zum kommenden Herrn."

    Benedikt XVI, em.

  • #121

    Konstantin (Sonntag, 07 Februar 2016 14:01)


    Rührendes Erlebnis

    Heute in der Heiligen Messe
    predigte der Pfarrer über Bibelworte und, dass sie ihn oft die ganze Woche begleiten können, wenn er ihnen körperlich "Einlass" verschafft.

    Dann führte er aktiv vor, wovon er sprach:

    Er versetzte sich schauspielerisch in die Rolle des greisen Simeon, der traurig gestikulierend und lange Zeit nachdenklich kein Zeichen erkennt.
    Sehr gut vermag er die tiefe Traurigkeit, Nachdenklichkeit und eine gewisse Hoffnungslosigkeit bis hin zur Resignation durch Mimik und Gestik zu präsentieren.
    Rastlos, den Kopf gesenkt, schreitet er fried-und freudlos durch den Raum. In seinem Gesicht vermag man die Gedanken zu lesen: Herr, wo bist Du? Ich sehne mich nach Dir!

    Aber dann, als ihm Jesus gebracht wird, da überzieht sein Gesicht ein wunderschönes erhellendes Lächeln, seine Gesichtszüge entspannen sich zu so inniger Freude und Frieden,
    er beginnt laut zu singen und erhebt die Arme voller Freude zum Himmel und tanzend singt er immer wieder so etwas wie:

    Laut preist meine Seele den Herrn, laut preist meine Seele den Herrn ........

    Und all jene, die emotional veranlagt sind, fühlen die wahrhafte Tiefe seiner Vorführung und sind innigst zu Tränen gerührt,
    besonders über den wahrhaften Jubel, den jauchzend freudvollen Gesang und die Vollendung des ganzen Körpers, wie er dort tanzend singend die Arme gen Himmel wiegt
    und nicht mehr aufhören will zu jubeln..... Am liebsten möchte man sich direkt zu ihm gesellen und mit einstimmen in den Lobgesang!

    Ich bin tief dankbar, dass Gott uns immer wieder mit solchen Menschen umgibt,
    die er so tief inspiriert, mit seinem Geist erfüllt, dass sie uns auf diesem Wege soviel von SEINER Liebe schenken!

  • #122

    SpokanModerator (Montag, 08 Februar 2016)

    Es ehrt mich sehr, dass Sie nach meiner Meinung fragen. Aber wie schon Controller richtig schrieb, Ihnen galt die Kritik nicht. Die anderen werden sich ohnehin nicht trauen, denn jeder kennt Ihren Klarnamen. Nein, im Gegenteil: selten liest man von einer so tiefen Gottesbeziehung im Havelland wie in Eintrag Nummer 114, 115. Gott segne Sie!

  • #123

    Moderator (Dienstag, 09 Februar 2016 07:11)

    Zunächst vielen Dank, lieber Spok,
    für den Eintrag. Ich freue mich immer wieder, wenn ich mich verständlich auszudrücken vermag.

    Aus welchem Grund trauen sich die Anderen ohnehin nicht und welche Rolle spielt hierbei mein Klarname,
    ich danke für den Segen,

    Ihr nach Antworten suchender Moderator

  • #124

    Reisender (Dienstag, 09 Februar 2016 22:27)


    Gesegneten Abend an Spok:

    ............" so tiefe Gottesbeziehung im Havelland" .........

    Meine Frage lautet nun in der Tat:
    Gibt es denn anders wo tiefe Gottesbeziehungen, wenn ja ist sie, die Gottesbeziehung lokal begrenzbar, gibt es sie überhaupt noch .... irgendwo ...?

    Ich traf heute Menschen aus Ostbayern und,
    weil ich zur Zeit mit ihnen an einem Ort weile, nahm ich an, sie würden morgen aus Anlass des Aschermittwoch mit mir eine Heilige Messe besuchen :-)
    .... nein, da hatte ich mich geirrt .......

    Oder liege ich falsch? Ist morgen wirklich Aschermittwoch?
    ....................................................... :-((

  • #125

    P.S. (Mittwoch, 10 Februar 2016 20:02)

    Aschermittwoch

    Da gibt es eine ev. Gemeinde in Milow, in der einige Zeit vor Aschermittwoch Buchsbaumzweige getrocknet werden.
    Aus deren gewonnener Asche werden die Christen zum Zeichen der Umkehr und Buße im Abendmahlsgottesdienst vom Priester bekreuzigt.
    Das ist für mich ein Zeichen von gelebter Ökumene.

  • #126

    Reisender (Mittwoch, 10 Februar 2016 21:59)

    Ja, das gefällt mir, :-)
    vielleicht sollte ich zum nächsten Aschermittwoch nach Milow reisen :-)

  • #127

    Sprücheklopfer (Mittwoch, 10 Februar 2016 22:30)

    ..... gefällt mir auch:

    „Man muss sein wie eine Lampe,
    abgeschirmt gegen äußere Störungen, den Wind, Insekten,

    und gleichzeitig rein, durchsichtig und mit heißer Flamme brennend“.

    Leo Tolstoi

  • #128

    Reisender (Mittwoch, 10 Februar 2016 22:40)

    Es gibt sie, die gelebte Ökumene, wir sehen sie nur nicht immer gleich und überall:

    "Das Aschenkreuz steht für die Vergänglichkeit des Menschen und auch des Karneval", erklärt ein evangelischer Pfarrer,

    der die symbolische Handlung in Absprache mit der liturgischen Beratungsstelle der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) anbietet.
    Mit dem Aschermittwoch endet der Karneval und beginnt die 40-tägige Fastenzeit.

    Traditionell zeichnen Pfarrer an diesem Tag den Gläubigen ein Aschenkreuz auf die Stirn, und sprechen dazu die Worte
    "Gedenke Mensch, dass du Staub bist, und zum Staub zurückkehrst."
    (1. Mose 3,19)

    Asche zu Asche
    Aschermittwoch mit Aschenkreuz

    | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
    http://www.derwesten.de/staedte/essen/asche-zu-asche-aschermittwoch-mit-aschenkreuz-id1614045.html#plx607874864

  • #129

    P.S. (Donnerstag, 11 Februar 2016 09:58)

    Leo Tolstoi

    Ein kluger Spruch, jedoch schwer umzusetzen.

    Dennoch, es zählt jeden Tag mit gutem Vorsatz und Gottes Gnade neu anzufangen.
    Dabei soll uns auch die Fastenzeit immer wieder auf das Ursprüngliche, Wichtige besinnen.
    In diesem Sinne einen gnadenreichen Tag!

  • #130

    1001 (Donnerstag, 11 Februar 2016 17:15)

    Ist ja richtig spannend bei euch hier.
    Wer keinen Karneval gefeiert hat, muss danach auch nicht fasten. Passionszeit klingt da irgendwie besser - die brauchen wir wirklich alle.

  • #131

    Konstantin (Donnerstag, 11 Februar 2016 20:11)

    Sehr verehrte Zahl 1001,

    ich würde hierzu gern mal wieder mit dem, was wikipedia so bietet, (auch zu meiner eigenen Auffrischung) dienen:

    Passion in der Kirche

    In allen Kirchen wird während der Passionszeit an das Leiden Christi in besonderer Weise gedacht.
    Dazu gehört unter anderem die Praxis des Fastens und Betens.
    In Lesungen aus der Bibel, auch in der besinnlichen Lectio divina, nähert man sich der Passion Christi.

    Aber auch vielfältige Formen der Meditation und Kontemplation helfen, das Passionsgeschehen zu verinnerlichen. Die Passion wird nachempfunden durch Riten und Gebräuche.
    Es geht der Kirche um die lebendige Vergegenwärtigung des Geschickes Jesu,
    also darum, dass das einstige Leiden Jesu genauso gut auch in der Gegenwart hätte stattfinden können.

    Gemeinsam ist allen Kirchen, dass die Passionszeit mit dem Karsamstag endet und dann ins Osterfest mündet.
    Der Name Passion ist seit dem 9. Jahrhundert in der westlichen Kirche als Bezeichnung der vorösterlichen Fastenzeit üblich.

    Die katholische Kirche pflegt den Brauch der Vergegenwärtigung der Passion Jesu in der Kreuzwegandacht, die sowohl in der Fastenzeit als auch im Kirchenjahr,
    vor allem freitags allein oder in Gemeinschaft gebetet werden kann. Die Leidensgeschichten von Märtyrern und Heiligen werden als Passio bezeichnet.

  • #132

    Sprücheklopfer (Donnerstag, 11 Februar 2016 20:19)

    Leo Tolstoi:

    „Man muss sein wie eine Lampe,
    abgeschirmt gegen äußere Störungen, den Wind, Insekten,

    und gleichzeitig rein, durchsichtig und mit heißer Flamme brennend“.
    --------------------------------------------------------------------------------------------

    Gesegneten Abend hiermit erneut an P.S.,

    in der Tat finde ich Aussagen von Tolstoi immer wieder besonders faszinierend, möglicherweise genau aus dem Grund, den Du benennst :-)

  • #133

    Katharina (Donnerstag, 11 Februar 2016 20:46)

    Ich möchte auch noch schnell etwas wunderschönes Einfaches mitteilen:

    Wir fuhren heute Abend im Dunkeln mit dem PKW und mir fiel der Mond in meinen Blick.
    Er erschien wunderschön klar. Das Bild, dass er bot, hätte ein Werbemotiv für die Schönheit des Mondes sein können.

    Zu meinen Begleitern sagte ich, schaut mal, wie schön der Mond heute scheint :-)......,
    und als sie zu ihm hoch sahen, erblickten beide eine Sternschnuppe,

    so einfach können die kleinen ganz zauberhaften Augenblicke im Leben sein .....
    In diesem Sinne
    wünsche ich Allen ganz herzlich eine gesegnete behütete Nachtruhe :-)

  • #134

    Constanze (Donnerstag, 11 Februar 2016 21:18)


    Wir alle sind ja jeder gottgewollt sehr einzigartig:-)
    und mich hat heute
    ein mich besonders ansprechendes Wort erreicht, :-) :-)

    Die Waffenrüstung Gottes

    10 Noch ein Wort zum Schluss: Werdet stark durch den Herrn und durch die mächtige Kraft seiner Stärke!
    11 Legt die komplette Waffenrüstung Gottes an, damit ihr allen hinterhältigen Angriffen des Teufels widerstehen könnt.
    12 Denn wir kämpfen nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut, sondern gegen die bösen Mächte und Gewalten der unsichtbaren Welt, gegen jene Mächte der Finsternis, die diese Welt beherrschen, und gegen die bösen Geister in der Himmelswelt.

    13 Bedient euch der ganzen Waffenrüstung Gottes. Wenn es dann so weit ist, werdet ihr dem Bösen widerstehen können und noch aufrecht stehen, wenn ihr den Kampf gewonnen habt.

    14 Sorgt dafür, dass ihr fest steht, indem ihr euch mit dem Gürtel der Wahrheit und dem Panzer der Gerechtigkeit Gottes umgebt.
    15 Eure Füße sollen für die gute Botschaft eintreten, die den Frieden mit Gott verkündet.
    16 Setzt den Glauben als einen Schutzschild ein, um die feurigen Pfeile des Satans abzuwehren.
    17 Setzt den Helm eurer Rettung auf3 und nehmt das Wort Gottes, euer Schwert, das der Geist euch gibt.
    18 Betet immer und in jeder Situation mit der Kraft des Heiligen Geistes. Bleibt wachsam und betet auch beständig für alle, die zu Christus gehören.

    heute erhalten von: gekreuzSiegt.de

    mit dem Hinweis:

    "Die richtige Ausrüstung ist der Schlüssel zum geistlichen Sieg."

    John Fullerton MacArthur

    Das finde ich persönlich sehr hilfreich :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-)

  • #135

    Sprücheklopfer (Donnerstag, 11 Februar 2016 21:30)

    an den lieben P.S.
    schau mal bitte, wie findest Du denn dieses Zitat :

    Hast du keine Kraft in dir zu brennen und Licht auszustrahlen, so verstelle es wenigstens nicht.

    Leo (Lew) Nikolajewitsch Graf Tolstoi

  • #136

    Konstantin (Donnerstag, 11 Februar 2016 21:33)

    Ich mag natürlich auch den hier:

    Das Leben besteht in der Annäherung an Gott.

    Leo (Lew) Nikolajewitsch Graf Tolstoi

  • #137

    Moderator (Donnerstag, 11 Februar 2016 21:36)

    ... und auch das soll von Tolstoi kommen ...

    Das Einzige, was die Ehe heiligen kann, ist Liebe und die einzig echte Ehe ist die, die von Liebe geheiligt ist.

  • #138

    neuVerstehender (Donnerstag, 11 Februar 2016 21:40)


    den finde ich aber auch noch sehr interessant:

    Lieben können
    --------------------- heißt alles können.


    ----------------------------------------------------------
    Leo (Lew) Nikolajewitsch Graf Tolstoi

    ach so verhält sich das .....

  • #139

    P.S. (Freitag, 12 Februar 2016 09:29)

    auch Tolstoi:

    "Wo Liebe ist, da ist auch Gott"

  • #140

    minc (Freitag, 12 Februar 2016 18:22)

    Oh,
    P.S. ahnt und/oder weiß nun wohl,
    woran Sprücheklopfer sich erfreut.

    Das Verständnis für den anderen …

    Das Verständnis für den anderen endet dort,
    wo der eigene Schmerz unerträglich wird …

    (Hans Kruppa)

  • #141

    Timon (Freitag, 12 Februar 2016 18:47)

    Ich finde Tolstoi auch Klasse!


    Heute Nacht rief ich mir mein dreifaches Rezept gegen Kummer und Kränkung ins Gedächtnis:

    1. Daran denken, wie unwichtig alles nach zehn, zwanzig Jahren sein wird, wie es ja auch unwichtig geworden ist, was einen vor zehn, zwanzig Jahren gequält hat.

    2. Sich erinnern. was man selbst getan hat und was nicht besser war als das, was einen heute betrübt.

    3. An hundertmal Schlimmeres denken, das auch hätte kommen können.
    Das Beste und Unwiderleglichste aber ist, wenn man sich sagt: Nicht mein, sondern dein Wille geschehe!

    Leo (Lew) Nikolajewitsch Graf Tolstoi
    (1828 - 1910), russischer Erzähler und Romanautor

  • #142

    Katharina (Freitag, 12 Februar 2016 21:32)

    Heute las ich davon,

    dass wir Christen oft "falsch rüber kommen". Auf Näheres darüber möchte ich nicht an dieser Stelle eingehen, jedoch fand ich eine andere Aussage dazu sehr interessant:

    Wir sollen in der Gemeinde von unseren Schwächen und Fehlern erzählen, um nicht nur als "Gut-Menschen" da zu stehen, denen alles gelingt. Tut es ja nicht.
    Und genau hier möchte ich gern anknüpfen:

    Ja,
    lasst uns ruhig untereinander in unseren Gemeinden von unseren Fehlern und Schwächen reden und ..........
    lasst uns dann hierbei ruhig nur bei unseren eigenen "Vorkommnissen" bleiben.

  • #143

    Sprücheklopfer (Samstag, 13 Februar 2016 22:19)

    Na, da schließe ich mich mal mit einem Zitat an:

    Wenn ein Schwarz-Weiß-Denker Farbe bekennen muss,
    sieht er normalerweise rot.

    © Ernst Ferstl
    (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker
    Quelle: Ferstl, einfach kompliziert einfach, 1995

  • #144

    Herzlicher (Samstag, 13 Februar 2016 22:24)

    Und ich mag den Spruch von ihm:

    Menschen, die einem am Herzen liegen, erkennt man daran, dass sie einem nicht aus dem Kopf gehen.

    © Ernst Ferstl

  • #145

    Mirinda (Samstag, 13 Februar 2016 22:29)

    Schwäche??

    Der Mensch kennt seine Schwäche sowenig wie der Ochse seine Stärke.

    Sprichwort

  • #146

    Philosoph (Samstag, 13 Februar 2016 22:31)


    Immer gleich zu reagieren ist das Kennzeichen der Schwäche.
    Jenes innere Crescendo der Empfindungen ist die Eigenheit energischer Naturen.

    Friedrich Schlegel

  • #147

    minc (Samstag, 13 Februar 2016 22:33)


    Nicht durch die Schuld der Sterne, lieber Brutus,
    durch eigne Schuld nur sind wir Schwächlinge.

    William Shakespeare

  • #148

    Paul (Samstag, 13 Februar 2016 22:36)

    Ja, finde ich auch .......

    Wenn wir keine Fehler machen, heißt das, dass wir nicht genug neue Dinge ausprobieren.

    Phil Knight, amerik. Unternehmer, Gründer u. Chef Nike (Sportartikel)

  • #149

    Getragene (Samstag, 13 Februar 2016 22:42)

    Oh ja, er trifft mich auf den Punkt:

    Lerne Geduld haben mit fremden Fehlern; denn siehe, du hast auch viel an dir, was andere tragen müssen.

    Thomas von Kempen (1379 od. 80 - 1471), dt. Mystiker

  • #150

    skyline (Montag, 15 Februar 2016 01:58)


    Wer den Himmel schon einmal erlebt hat,
    wünscht sich immer wieder Sternschnuppen.

    © Elvira von Ostheim
    (*1942), schweiz. Handelskauffrau im Ruhestand

  • #151

    P.S. (Montag, 15 Februar 2016 09:30)

    "Gott gebe mir die Gelassenheit,
    Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann;
    den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann;
    und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."

    Reinhold Niebuhr (1892-1971)

  • #152

    P.S. (Montag, 15 Februar 2016 10:01)


    ...und danke an den "Herzlichen" für diesen wahren, schönen Spruch von Ernst Ferstl.

  • #153

    Livius Herz (Montag, 15 Februar 2016 17:11)

    Noch etwas für P.S., :-)

    vielleicht kann dieses Gedicht,
    auch vom Herrn E. Ferstl etwas anknüpfen an Dein Gelassenheitsgebet vom Herrn R. Niebuhr

    LEBEN HEIßT LERNEN

    Leben heißt lernen,
    dass wir uns Zeit nehmen müssen,
    wenn wir welche haben wollen;
    dass wir verantwortlich sind
    für Gedachtes und Nichtgedachtes,
    Gesagtes und Nichtgesagtes,
    Getanes und Nichtgetanes;
    dass der Sinn des Lebens
    darin liegt, immer die Liebe
    und das Leben im Sinn zu haben.

    Leben heißt lernen,
    dass es nicht darauf ankommt,
    ob wir uns etwas schenken,
    sondern darauf, ob wir imstande sind,
    uns gegenseitig etwas zu geben;
    dass das Wesen des Lebens
    die Veränderung ist;
    dass wir Liebe säen müssen,
    wenn wir Liebe ernten wollen.

    Leben heißt lernen,
    die Kunst der Gelassenheit auszuüben:
    das Weglassen, das Zulassen,
    das Loslassen;
    dass die schwierigste Aufgabe
    unseres Leben darin besteht,
    nie aufzugeben;
    dass unser Mensch-Sein untrennbar
    mit dem Mensch-Werden verbunden ist.

  • #154

    Konstantin (Montag, 15 Februar 2016 17:27)

    Ich habe auch noch einen Spruch von Ernst Ferstl von seiner Seite Gedanken.at ausgesucht:

    Worüber wir reden, das sagt viel.
    Woran wir denken, das sagt alles.

  • #155

    sybock (Montag, 15 Februar 2016 17:41)

    Schau mal bitte, der ist für Dich, liebster Moderator :-) :

    Zitat des Tages

    „Schreiben ist eine köstliche Sache; nicht mehr länger man selbst zu sein, sich aber in einem Universum zu bewegen, das man selbst erschaffen hat.“
    — Gustave Flaubert ---

    Zitate und Aphorismen - http://gutezitate.com

  • #156

    spock (Montag, 15 Februar 2016 17:47)

    Und das ist mein Beitrag zum Ganzen:

    Liebe erblüht im Staunen einer Seele die nichts erwartet und sie stirbt an der Enttäuschung des Ichs, das alles fordert.

    Gustave Flaubert
    (1821 - 1880), französischer Erzähler und Novellist

  • #157

    Constanze (Montag, 15 Februar 2016 18:01)

    Anregung, erhalten von der Fazenda Gut Neuhof

    OT Markee
    Neuhof 2
    14641 Nauen
    Tel.: 03321-451200
    Fax: 03321-451202
    gut-neuhof@fazenda.de
    www.fazenda.de

    Papst Franziskus schlägt 15 einfache Akte der Nächstenliebe vor als konkreten Ausdruck der Liebe Gottes:

    1. LACHE. DENN EIN CHRIST IST IMMER FRÖHLICH !

    2. SAGE DANKE (AUCH WENN ES NICHT NOTWENDIG IST)

    3. ERINNERE DIE ANDEREN DARAN, WIE SEHR DU SIE LIEBST.

    4. GRÜßE DIE MENSCHEN MIT FREUDE, DENEN DU TÄGLICH BEGEGNEST.

    5. HÖRE DIR DIE GESCHICHTE DEINES NÄCHSTEN AN, OHNE VORURTEILE, MIT LIEBE.

    6. ANHALTEN, UM ZU HELFEN. SEI AUFMERKSAM, WER DICH BRAUCHT.

    7. MACHEN, DASS DER ANDERE EINE BESSERE LAUNE HAT.

    8. DIE FÄHIGKEITEN UND ERFOLGE ANDERER FEIERN.

    9. ETWAS AUSWÄHLEN, DAS DU NICHT BENÜTZT, UND SCHENKE ES DEM, DER ES BRAUCHT.

    10. HELFEN, WENN ES NOTWENDIG IST, DAMIT EIN ANDERER SICH AUSRUHEN KANN.

    11. LIEBEVOLL VERBESSERE UND NICHT AUS FURCHT SCHWEIGEN.

    12. LIEBEVOLLE KLEINIGKEITEN DENEN ZEIGEN, DIE DIR NAHE SIND

    13. PUTZEN, WAS ICH IM HAUS BENÜTZE.

    14. ANDEREN DABEI HELFEN, HINDERNISSE ZU ÜBERWINDEN.

    15. RUFE DEINE ELTERN AN.

    Schaffst Du es, in dieser Fastenzeit zu fasten?

    • FASTE MIT VERLETZENDEN WORTEN UND GIB GÜTIGE WORTE WEITER!

    • FASTE MIT UNZUFRIEDENHEITEN UND WERDE VOLLER DANKBARKEIT!

    • FASTE MIT DEM WÜTENDWERDEN UND FÜLLE DICH AN MIT SANFTMUT UND GEDULD!

    • FASTE MIT PESSSIMISMUS UND FÜLLE DICH MIT HOFFNUNG UND OPTIMISMUS

    • FASTE MIT SORGEN UND FÜLLE DICH MIT GOTTVERTRAUEN

    • FASTE MIT JAMMERN UND FÜLLE DICH MIT DEN EINFACHEN DINGEN DES LEBENS

    • FASTE MIT DEM STRESS UND FÜLLE DICH MIT GEBET

    • FASTE MIT DER TRAURIGKEIT UND BITTERKEIT. FÜLLE DICH STATTDESSEN MIT HERZENSFREUDE.

    • FASTE MIT DEM EGOISMUS UND FÜLLE DICH STATTDESSEN MIT MITLEID FÜR DIE ANDEREN.

    • FASTE MIT MANGEL AN VERGEBUNG UND FÜLLE DICH STATTDESSEN MIT EINSTELLUNGEN ZUR VERSÖHNUNG.

    • FASTE MIT WORTEN UND FÜLLE DICH MIT STILLE UND HÖREN AUF GOTT.

    Wenn wir all dieses Fasten versuchen, wird das Alltägliche voll von:
    FRIEDEN, VERTRAUEN, FREUDE UND LEBEN

    Ein herzliches inniges Dankeschön an Susan!

  • #158

    Unverbesserlicher (Montag, 15 Februar 2016 19:56)

    Der Spruch ist mir gerade in mein Äuglein geraten, ich kann ihn nicht wegknipsen:

    *Ernst Ferstl*

    Öffentliches Schimpfen über andere
    ist gut getarntes Eigenlob.

    (aus: »Heutzutage« - Gedanken zum Leben)

  • #159

    Neunmalkluger (Montag, 15 Februar 2016 20:27)

    Ist ja ganz schön,

    sein Zitat,
    also das von sybok an Moderator Nr. 155

    dennoch möchte ich bisschen rum nerven,
    ich denke, mit heutigem Wissen
    hätte er, würde er heute schreiben, nicht geschrieben:

    „Schreiben ist eine köstliche Sache; nicht mehr länger man selbst zu sein, sich -aber- in einem Universum zu bewegen, das man selbst erschaffen hat.“
    — Gustave Flaubert ---

    sondern, er hätte anstelle von "aber" ganz sicher "und" verwendet:

    „Schreiben ist eine köstliche Sache; nicht mehr länger man selbst zu sein, und sich in einem Universum zu bewegen, das man selbst erschaffen hat.“
    — Gustave Flaubert ---

    ...tut mir leid,
    ich möchte es Euch dennoch nervenderweise :-) gern mitteilen

  • #160

    Trotzkopf (Dienstag, 16 Februar 2016 20:07)

    Mir gefiel heute besonders dieser Inhalt:

    FARIN URLAUB RACING TEAM
    Trotzdem Lyrics



    Es ist nie vorbei,
    es geht nie zu Ende,
    es hört niemals auf.
    Jede gute Tat, jede Heuchelei,
    es ist nie vorbei.

    Es geht immer weiter,
    also bleib entspannt.
    Setz dich auf die Couch,
    lehn dich an die Wand.

    Und ich sag dir,
    sei mal nicht so ein Erbsenzähler.
    Es ist klar, jeder macht mal Fehler,
    zwischen Bergen gibt es immer Täler.

    Und da ist sicher noch ein paralleler Lebensweg,
    ich weiß das klingt jetzt schräg,
    es wär ein Privileg,
    ihn zu finden und dann weiter drauf zu gehn.

    Es ist nie vorbei,
    mach dir keine Sorgen,
    du bekommst die Chance.

    Mach es wieder gut,
    mach dich endlich frei,
    es ist nie vorbei.

    Es gibt stets ein Morgen,

    also gib nie auf.
    Weil auch dein Tag kommt,
    freu dich schon darauf,
    denn es ist so.

    Irgendwann wirst auch du gewinnen,
    und dann kannst du von vorn beginnen
    kannst fantastische Pläne spinnen,
    doch am Ende gibt es kein Entrinnen.

    Du wirst dastehen,
    mitten im Geschehen,
    als wär es ein Versehen,
    denn das Leben ist ein Werden und Vergehen.

    Und trotzdem!
    Und trotzdem!
    Und trotzdem!

  • #161

    pigmy hippo (Dienstag, 16 Februar 2016 23:23)

    Herzliches Lachen tut immer gut:

    Die Feder

    Ein Federchen flog über Land;
    Ein Nilpferd schlummerte im Sand.

    Die Feder sprach: 'Ich will es wecken.'
    Sie liebte, andere zu wecken.

    Aufs Nilpferd setzte sich die Feder
    Und streichelte sein dickes Leder.

    Das Nilpferd öffnete den Rachen
    Und musste ungeheuer lachen.

    Joachim Ringelnatz

  • #162

    Mirinda (Dienstag, 16 Februar 2016 23:28)

    Gesegnete gute Nacht
    hiermit :


    Meine Augen sind taub
    Meine Sinne schwer
    Ich gebe alles
    Doch kann nicht mehr
    Hebe den Geist
    Doch er bleibt liegen
    Kein Widerstand
    Wird die Ruhe siegen?
    Alles zerfließt
    Nichts wie es war
    Ich gebe auf
    Schlafen ist wunderbar

    © Raphael Matern
    (*1996), Schriftsteller, wissenschaftlicher Fachautor

  • #163

    Konstantin (Mittwoch, 17 Februar 2016 17:39)

    Mich hat heute freundlicherweise dieses Lied erreicht :-) Normal ist Anders - In goldenen Lettern (unplugged)
    und diesen Auszug daraus möchte ich unbedingt richtigerweise hier teilen : -)


    "Hör nicht auf das Denken der Schöpfung,
    sondern auf den Schöpfer selbst!"

    Vielleicht möchte der Eine oder Andere auf youtube mal ganz rein hören,
    mir gefallen Text und Musik :-)

  • #164

    Moderator (Donnerstag, 18 Februar 2016 07:50)

    Vor einiger Zeit wurde ich gefragt, wie ich es schaffe, mich nicht zu ärgern.
    Ich hatte keine direkt für diesen Fragestellenden passende aussagekräftige Antwort am selben Tag.

    Heute, als ich diese Worte von Charles Maurice las, kam mir die Frage wieder in den Sinn und ich halte dieses Zitat heute für eine gute Antwort an mich,
    die ich so jedoch an jenem Tag nicht gegeben hätte.

    Diplomaten ärgern sich nie - sie machen sich Notizen.

    Charles Maurice de Talleyrand

  • #165

    Moderator (Donnerstag, 18 Februar 2016 22:20)

    Was bedeutet das nun konkret für uns alle?

    Ihr Lieben :-),
    seid nicht einfach nur handlungsunfähig, still, entsetzt, enttäuscht, traurig oder gar empört,

    wenn ich
    oder wir
    oder die "Welt"
    Eure Erwartungen (die wir zum Teil nicht kennen können) demnach nicht gleich erfüllen!

    Nein,
    teilt Euch sogleich (erneut und gern auch immer wieder:-) bis zur adäquaten Beantwortung/Erläuterung
    bei den Betreffenden (in angemessener Weise:-) mit,

    schreibt mir,
    uns,
    der "Welt",
    was Euch hindert, stört, aufhält, Euch nicht das tun lassen kann, was Ihr gern möchtet ....., Euch am Wohlbefinden fehlt .....

    In diesem Sinne
    gesegneten Abend,
    ......Glaube, Hoffnung und LIEBE

    und ich persönlich
    freue mich über jeden Einzelnen, der hier liest und auch nicht liest :-)

  • #166

    Antonia (Freitag, 19 Februar 2016 08:16)

    Ich möchte als Gegenstück zur o.g. Handlungsunfähigkeit

    etwas über die einfallsreiche Praxis des Heiligen Antonius von Padua schreiben:

    Die wahrhafte Gegenwart von Jesus Christus während der Eucharistie wurde von einem Mann angezweifelt.
    Welche Maßnahme wurde ergriffen?
    Voraus schicken zu diesem Inhalt möchte ich, dass Antonius, wie damals auch schon Franz von Assisi eine "besondere Verbindung" zum Umgang mit Tieren nachgesagt wurde.

    Ein Esel bekam 3 Tage kein Futter, am dritten Tag setzte man ihm endlich etwas vor,
    gleichzeitig erschien Antonius mit einer geweihten Hostie in der Hand.
    Der hungrige Esel stürzte sich jedoch nicht sofort auf sein Futter,
    sondern soll er direkt vor Antonius mit der Hostie niedergefallen sein. Was dann ja wiederum vermuten lassen könnte, dass zumindest der Esel die Gegenwart Christi fühlte.

    Solche und andere praktisch umgesetzte Ideen sollen zur Zeit des Heiligen Antonius oft zur Glaubensfindung und zur Aktivierung des Glaubens bei den Menschen geführt haben.

  • #167

    Lästige (Freitag, 19 Februar 2016 09:11)

    Mein lieber Moderator,

    ich orientiere mich an dem Wort "nicht einfach nur still sein" in Deinem Aufruf
    und deshalb bin ich nicht laut, jedoch schreibe ich mal, was mich so bewegt :-)

    Wir haben dieses Jahr das der Barmherzigkeit genannt, und ein Punkt, der auch an allen Pforten präsent ist, lautet:

    --- Lästige ertragen ---

    Für mich persönlich gestaltet sich bereits der Begriff "Lästige" als problematisch. Wer oder welche Menschen werden denn von wem lästig genannt oder empfunden?
    Wobei erscheinen sie lästig, welche Eigenschaften an ihnen lassen sie lästig wirken ? ... usw......

    Aus meiner Sicht gibt es keine lästigen Menschen.

    Es gibt in jedem Fall Menschen, die sich in Situationen befinden, in denen sie unseren besonderen Zuspruch benötigen,
    möglicherweise auch einen Mehraufwand an Hilfeleistungen. Das kann mitunter anstrengend sein, sehr anstrengend und besonders zeitaufwendig werden.

    Und wenn wir den Weg Jesu Christus verfolgen möchten, sind wir angehalten, noch ein Stück weiter zu gehen,
    dieses Zitat verdeutlicht es meiner Meinung:


    In der Gemeinde Jesu

    geht es nicht um Sympathie und Antipathie,
    sondern um das ehrerbietige, liebende Ja zueinander.
    Wir bejahen den anderen nicht um seines Soseins,
    sondern um seines Daseins willen."


    Corrie ten Boom

  • #168

    Ira (Freitag, 19 Februar 2016 09:21)

    .... auch an Moderator:

    Das hier finde ich ganz gut als Erklärung zum "Empört sein"

    Entrüstung ist ein erregter Zustand der Seele, der meist dann eintritt, wenn man erwischt wird.

    Wilhelm Busch
    (1832 - 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller
    Quelle: Busch, Eduards Traum, 1891
    :-)

  • #169

    minc (Freitag, 19 Februar 2016 09:29)


    und wie findest Du den, liebe Ira,

    Befreiung beginnt mit Empörung.

    © Else Pannek
    (1932 - 2010), deutsche Lyrikerin

  • #170

    Neunmalkluger (Freitag, 19 Februar 2016 09:37)

    Naja,

    als Gefühle
    sind ja Entrüstung und Empörung auch nur miteinander verwandt (sinnverwandt), nicht unbedingt gleichbedeutend,

    wobei Beides bis hin zum Aufstand, zur Meuterei führen kann.

  • #171

    Fluvius (Freitag, 19 Februar 2016 09:49)

    welche Strömung trägt mich denn gerade ?

    ...... besonders interessant in der Fastenzeit dieses Parallelgedicht:

    Inventur

    Dies ist meine Schirmmütze,
    dies sind meine Puma Schuhe,
    hier ist mein Axe Deo
    in der Adidas Tasche.

    Auf dem Fußboden:
    Das Papier meines Burgers.
    Sieht viel cooler aus,

    Als im Mülleimer daneben.

    Dies ist mein teures Handy,
    ich trag`s immer bei mir.
    Ich zeig`s jedem,
    der es nicht sehen will.

    Am Handgelenk baumelt
    Die goldne Uhr.
    Immer gut sichtbar,

    damit jeder sie sieht.

    Lege sie nachts neben mein Bett
    mit der Schalke Bettwäsche.
    Liege auf Wasser
    und schaue in den Himmel.

    Meinen Kugelschreiber
    hasse ich am meisten.
    Erinnert mich an Arbeit,
    ans frühe Aufstehen nach langer Nacht.

    Dies ist mein Haus,
    dies ist mein Auto,
    dies ist mein Boot.
    Dies sind meine Schulden.

    Dort ist der Computer,
    den ich so begehre.
    Wen interessieren die Schulden?
    Jetzt ist er mein.

    Thomas Bläsius (GK 13, 2004)

  • #172

    Fluvius (Freitag, 19 Februar 2016 09:55)


    und nun zum Vergleich
    das Original

    Inventur
    - Günter Eich - * 1. Februar 1907 in Lebus; † 20. Dezember 1972 in Salzburg

    Inhalt

    Heimkehrer aus Kriegsgefangenschaft 1946
    Das Gedicht beginnt mit den Versen:

    „Dies ist meine Mütze,
    dies ist mein Mantel,
    hier mein Rasierzeug
    im Beutel aus Leinen.“

    Im weiteren Verlauf zählt das lyrische Ich weitere Gegenstände seiner Habe auf: eine Konservenbüchse, die als Teller wie Becher dient, und in die es mit einem „kostbaren“ Nagel seinen Namen geritzt hat. Im Brotbeutel befinden sich Socken

    „und einiges, was ich
    niemand verrate,“

    und was in der Nacht als Kopfkissen verwendet wird. Der am meisten geliebte Besitz ist eine Bleistiftmine.

    „Tags schreibt sie mir Verse,
    die nachts ich erdacht.“

    Zum Abschluss werden weitere Gegenstände des Inventars aufgezählt: Notizbuch, Zeltbahn,

    „dies ist mein Handtuch,
    dies ist mein Zwirn.“

  • #173

    culparatio (Freitag, 19 Februar 2016 10:31)

    Das gesamte dichterische Schaffen von Günter Eich wurde in ein Leitmotiv formuliert und das wiederum scheint mir zum Aufruf des Moderatoren zu passen:

    Leitmotiv:
    -------------
    „Alles, was geschieht, geht dich an!“

  • #174

    tellmewhy (Freitag, 19 Februar 2016 15:44)

    Zeit für Fragen:

    Wie gehe ich persönlich damit um, wenn ich mit meiner Art mich zu kleiden (u.ä.) nicht den Geschmack von meinen Freunden/anderen Menschen treffe?

    Versuche ich mich ihrem Geschmack anzunähern, so gut es für mich geht?

    Kann ich für alle meine Freunde/alle Menschen versuchen, mich ihrem persönlichem Geschmack anzunähern?








  • #175

    Mirinda (Freitag, 19 Februar 2016 17:29)


    Liebe Antonia,

    mich bewog das Lesen Deiner Geschichte über den Heiligen Antonius (Eintrag 166) mehr über ihn zu erfahren.

    Ich stöberte ein wenig (länger) in der Suchmaschine von benefind und fand eine, wie ich finde, ansprechende Predigt,
    aus der ich zunächst mal diesen Auszug ausgewählt habe:-)

    Er (Heiliger Antonius von Padua) kann uns auch in unserer heutigen Zeit etwas sagen:
    Er kann uns ein Vorbild für unseren Glauben sein - in der Theorie und in der Praxis.
    Keiner und keine kann sagen, sie oder er wisse alles und lebe ganz so, wie sie oder er es als Christ oder Christin soll.

    Wir alle müssen immer wieder bereit sein, zu lernen. Nur wer nichts mehr lernen will, ist tot, und wäre er noch so fromm!
    Der hl. Antonius macht uns also offen für neue Fragen, neue Probleme und neue Antworten.

    So können wir vom hl. Antonius lernen, was es heißt ein Christ zu werden und zu sein.
    Denn wir sind nicht vollkommen, sind es nicht im Tun und nicht im Denken, nicht im Wissen und nicht im Handeln, nein, wir sind stets Anfänger, und bisweilen sogar blutige Anfänger!

    Diese Predigt ist bereits aus dem Jahr 1988 und es handelt sich um eine Festpredigt zum Antoniusfest von Klaus Müller.

    -----------------------------------------------------------------
    Wir Christen sind auch nur Menschen wie wir alle (Menschen jeder Herkunft und Glaubensrichtung) und können auch nur versuchen, besser zu werden
    und wir versuchen uns mit Gottes Hilfe an unseren Vorbildern, den Heiligen und natürlich an Jesus Christus zu orientieren.

  • #176

    Navigator (Freitag, 19 Februar 2016 23:41)

    Und was genau bedeutet Orientierung?

    Orientierung bedeutet, sich den Blick auf das Ziel/das Wesentliche zu bewahren, gern auch zu festigen durch verschiedene individuelle legitime Hilfsmittel, Bibel, Gemeinschaft......
    den Blick nicht ablenken zu lassen durch Nebensächlichkeiten/Unwichtigkeiten, sprich Prioritäten setzen :-)
    und seinen/ihren Kurs darauf nicht und unter keinen Umständen zu verlassen :-)

  • #177

    1001 (Samstag, 20 Februar 2016 18:03)

    Herzerfrischend, was MODERATOR unter Nummer 165 schreibt, beinah hört man den Apostel Paulus live aus der Apostelgeschichte. Amen.

  • #178

    P.S. (Samstag, 20 Februar 2016 20:41)

    "Orientierung"

    Was gibt es denn für Meinungen zu den erst kürzlich veröffentlichten Briefen des Papst Johannes Paul II?
    Ist es das, was im Volksmund als "Katholiken sind falsch" bezeichnet wird,... man predigt Wasser und trinkt Wein?

  • #179

    Moderator (Samstag, 20 Februar 2016 22:37)

    Guten Abend P.S.

    Haben wir wieder endlich ein neues Schriftstück, einen neuen Aufhänger, wie auch immer wir es nennen möchten ....

    auf das wir uns konzentrieren können, um mal wieder "feste vom Leder zu ziehen"?

    Um von uns selbst ablenken zu können?
    Um unsere eigenen ach so unglaublichen Fähigkeiten ins rechte Licht zu rücken :-)

    Ganz ehrlich,

    ich persönlich habe echt genug mit mir selbst zu tun,
    mit dem was ich so "verzapfe", mit dem "Unglaublichen", welches ich selbst zum Teil verfasse :-)

    Ach :-( wir Menschen sind so langweilig, immer dasselbe Prinzip, jeder meint, mit seiner Perspektive richtig zu liegen,
    nach seinem individuellen Befinden, seinem eigenen biografisch erworbenen Wertedenken, gern auch gepaart mit Halbwahrheiten usw.

    Ich verordne mir nun täglich mehrmals Selbstreflexion und wenn ich darüber nachdenke, wie ich tagsüber so agiert habe,
    vergeht mir die Bewertung, Meinungsforschung, Analyse und Kritik an all den anderen Menschen, besonders an denen, die wahrhaft große Leistungen erbringen.

    Ich wüsste nicht, woher ich die ganze Selbstherrlichkeit schöpfen soll,
    ich bin ein NICHTS ohne Gott und wenn ER nicht gewillt ist, mir irgendeine Tugend zukommen zu lassen,
    bin ich nichts als ein sündiger erbärmlicher Mensch, der stetig nur ein Ziel hat: sich zu bemühen,
    und ich glaube, dass Gott diese Bemühungen, wenn und wann er möchte, nach eigenem Ermessen ergänzt .....

    Sei mir nicht böse, lieber P.S.,
    die kürzlich veröffentlichten Briefe von Papst Johannes Paul II habe ich noch nicht gelesen und ich trinke auch lieber Wein als Wasser,

    Dein herzerfrischender Moderator,
    der sich so schnell er kann, mit den Briefen befassen wird :-)






  • #180

    Moderator (Samstag, 20 Februar 2016 22:53)

    Lieber P.S.,

    bezogen auf Deinen Eintrag habe ich das gefunden:

    Montag, 15. Februar 2016
    Johannes Pauls innige Freundin
    Papst schrieb Briefe an verheiratete Frau

    Mehr als 300 Briefe bezeugen ein inniges Verhältnis zwischen Papst Johannes Paul II. und einer polnischen Philosophin.
    Zeitzeugen legen sogar eine Verliebtheit zwischen dem Kirchenoberhaupt und der verheirateten Frau nahe - zum Missfallen des Vatikans.

    das ist ein gutes Thema, zu dem ich mehr beitragen kann, als die Welt lesen möchte :-)

  • #181

    Konstantin (Samstag, 20 Februar 2016 23:37)

    Jesus
    --------

    Ich persönlich finde, meine gewählte Überschrift sagt konkret aus, worum es geht.
    Was hat denn Jesus Christus praktiziert?

    Worum geht es denn in unserem katholischen Glauben?

    Jesus selbst hat die wahre Liebe gelebt,

    nämlich jene Liebe, die frei von Begierden, frei von Erwartungen, frei von Verpflichtungen

    stets uneigennützige Liebe,

    bereit zur willentlichen Entscheidung aus der Wertschätzung heraus ist, die jedem gebührt.

    Hiermit müssten aus meiner Sicht bereits jegliche Unklarheiten beseitigt sein.
    Hierin liegt die Basis zur Nächstenliebe.

    Warum darf denn Papst Johannes Paul II. keine innige Beziehung zu dieser Person pflegen?

    Was bedeutet denn wirklich "innig" in diesem Fall?

    Zur Verdeutlichung möchte ich an dieser Stelle wikipedia befragen:

    Agape bedeutet nicht jene Art der Liebe, die im deutschen Sprachgebrauch üblicherweise mit dem Begriff Liebe verbunden wird,
    sondern vielmehr eine spirituelle und metaphysische Verbindung zwischen Menschen.

    Bei Agape handelt es sich nicht um (exklusive) partnerschaftliche Liebe, sondern um eine (inklusive) gemeinschaftliche Liebe.

    Diese Liebe kann auch die brüderliche Zurechtweisung beinhalten, zu der die Gläubigen nach römisch-katholischem Verständnis verpflichtet sind.

    Für den emeritierten Papst Benedikt XVI. ist Agape auch eine Bezeichnung für das Sakrament der Heiligen Eucharistie.
    Benedikt XVI. beschäftigt sich in seiner ersten Enzyklika Deus caritas est eingehend mit dem Thema einer selbstlosen Liebe.

    Dem Papst Johannes Paul II. war aus meiner Sicht das Geschlecht dieser Person völlig unwichtig. Er sah in ihr einen Menschen.
    Für Jesus gibt es keine Männer und Frauen, zumindest nicht im Bezug auf Agape.



    Möglicherweise hat der Papst in dieser Frau eine Seelenverwandte gefunden,
    möglicherweise waren sie im Denken eins,
    wir wissen es nicht, hierzu hätten wir beide Personen befragen müssen.

  • #182

    amore motus (Sonntag, 21 Februar 2016 00:02)

    Ich kann sehr gut verstehen,

    dass die Welt nicht weiß, worum es bei dem Begriff "von Gott inspirierte uneigennützige Liebe" geht.
    Wir als Christen sind jedoch wohl schon in der Pflicht, mitzuteilen, was wir glauben und leben.

    Wir Christen können praktisch durchaus ohne weltliche Verpflichtungen und nur durch uneigennützige Liebe legitime innige menschliche gottgeprägte Beziehungen führen,
    ohne "Verliebt" zu sein, ohne weltliche Begierden.

    Aus meiner Sicht sind diese Beziehungen mitunter tiefer und inniger als jede weltliche Verbindung. Einfach weil hier Gott wirkt und als Maßstab und Orientierung dient :-)

  • #183

    dilectio (Sonntag, 21 Februar 2016 00:18)

    was ich jedoch bemerken möchte ist,

    dass sowohl die wahre Liebe Jesu damals, als auch die wahre Liebe heute z.B. von Johannes Paul II. zu dieser Philosophin,
    scheinbar in dieser Welt stets erneut zu Ärgernissen führt, führen kann ....
    Daran ist wohl zu arbeiten in unserem Welt-Dasein:

    - verheiratete Männer und Frauen können/dürfen auch mit anderen verheirateten Männer/Frauen eine innige herzliche (Agape-) Beziehung pflegen,
    die Ehe wird hierdurch nicht berührt, christliches Wertedenken bezieht sich auf seelische Gemeinsamkeiten in Gemeinsamkeit mit Ehepartner

  • #184

    Moderator (Sonntag, 21 Februar 2016 00:26)

    Moderator an P.S.,
    möchte nicht aufdringlich erscheinen, jedoch: bestehen noch offene Fragen zur Orientierung?
    ...gehe nun doch noch ins Bettchen...

  • #185

    Revolutionär (Sonntag, 21 Februar 2016 15:46)

    Mir geht heute das nicht aus meinem Köpfchen und lässt mich schon auch lächeln:

    ZU HEISS SONGTEXT
    Farin Urlaub Racing Team

    Ich muss total behämmert sein,
    ich glaub' ich hab mich gerade bewegt.
    Als ich meinen Luxuskörper in der Hängematte hatte,
    und ich habe wieder lange überlegt.

    Ich habe ein neues Manifest verfasst,
    und hab ihm etwas mehr Protest verpasst.
    Jetzt muss es nur noch in die Druckerei,
    aber die haben heute hitzefrei.

    Es ist zu heiß,
    es ist zu heiß,
    es ist zu heiß für den Straßenkampf,
    zu heiß, weil die Straße dampft.

    Wir hatten aufgerufen zum vereinten Kampf gegen den Klassenfeind,
    wir konnten ja nicht ahnen das ausgerechnet diese Woche
    dermaßen heftig die Sonne scheint.

    Die Massen stehen bereit.
    Sie haben sich erhoben,
    um den Aufstand zu proben,
    und das ist durchaus zu loben.

    Aber Fahnen schwenken, schießen, sterben und Parolen rufen,
    auf den Stufen vor dem Reichstag,
    das ist jetzt mal verschoben.

    Ich lieg' seit Tagen hier im eigenem Saft,
    und komme nicht mehr hoch aus eigener Kraft.
    Also bleib ich noch ein bisschen hier im Garten,
    und die Revolution muss warten.

    Es ist zu heiß,
    es ist zu heiß.
    Zu heiß um was zu zerstören,
    ich glaub ich werd ein bisschen Tillmann hören.
    Hab grad gar keine Meinung zu dem ganzen Scheiß,
    es ist zu,
    es ist zu,
    es ist zu,
    es ist viel zu heiß!

  • #186

    Cynthia (Sonntag, 21 Februar 2016 21:33)

    In Eintrag 89 wurde ein treffendes Zitat von Rudyard Kiplin erwähnt,
    mir gefällt gerade dieses Gedicht vom selben Schreiber:-)

    Wenn …

    Wenn Du beharrst, da alle um dich zagen
    Und legen ihren Kleinmut dir zur Last,
    Vertrau'n zu dir bewahrst, da and're dir's versagen,

    Doch auch Verständnis für ihr Zweifeln hast;
    Wenn du zu warten weißt und bleibst gelassen,

    Betrogen, fern dich hältst von dem Betrug,
    Wenn du, gehaßt, dich hütest mitzuhassen
    Und doch zu gut nicht scheinst noch sprichst zu klug,

    Wenn träumend du nicht sinkst im Traumes-Sumpfe
    Und denkend Denken nicht zum Ziel dir machst,

    Wenn du begegnend Unglück und Triumphe
    Die zwei Betrüger gleicherweis' verlachst;

    Wenn du die Wahrheit, die du sprachst, kannst hören
    Von Buben frech zum Narrenfang verdreht,

    Kannst zuschau'n, wie sie, was du schufst, zerstören,
    Dich beugst und baust, bis es von neuem steht.

    Wenn du vermagst, was du nur hast, zu raffen,
    Und legst auf eine Karte alles hin,
    Verlierst - und fängst von vorne an zu schaffen
    Und wirst dabei die Miene nicht verzieh'n;

    Wenn du das Herz, die Nerven und die Sehnen,
    Zum Dienst zwingst, da sie letzte Kraft verläßt,
    Dastehst mit hart zusamm'gebiß'nen Zähnen,
    Wenn nichts, als nur der Wille sagt: Steh fest! Steh fest!

    Wenn du dem Volke reinen Wein kannst schenken,
    Mit Königen in schlichtem Umgang steh'n,
    Wenn weder Feind dich kann noch Freund dich kränken,

    Wenn alle nah, doch nicht zu nah dir geh'n;

    Wenn jede Stund' erfüllst mit ihrem Werte,
    Daß keine je vergeblich dir zerrann:
    Dein ist mit allem, was sie trägt, die Erde
    Und - noch mehr als das - du bist ein Mann!
    Du bist ein Mann, mein Sohn!

    (Joseph) Rudyard Kipling

  • #187

    Neunmalkluger (Sonntag, 21 Februar 2016 21:38)

    Und der hier könnte auch direkt von mir sein:

    Ich hatte sechs ergebene Diener.
    Sie lehrten mich alles, was ich wissen musste:
    Ihre Namen waren: wo und was und wann und warum und wie und wer.

    (Joseph) Rudyard Kipling
    (1865 - 1936), englischer Erzähler, Nobelpreis für Literatur 1907

  • #188

    minc (Sonntag, 21 Februar 2016 21:54)

    Wie bereits in Blog 1 und 2 einige Male zitiert,
    möchte ich heute Abend erneut auszugsweise die Briefe von Matthias Claudius sprechen lassen:


    Matthias Claudius
    Welche Geschichten mir die herrlichsten dünken

    Du fragst, welche Geschichten mir die herrlichsten dünken?
    Alle, Andres, alle! ... ein jedes Wort, das aus seinem Munde gegangen ist, eine jede Bewegung seiner Hand ... seine Schuhriemen sind mir heilig.
    Und wer kann sich was wollen dünken lassen?

    Wenn er sagt: »Friede sei mit euch«,
    so haben wir unser ganzes Leben zu tun und werden es wohl im Himmel erst verstehen lernen, was das einzige Wort Friede in seinem Munde heißt.

    Andres, Du kannst denken, dass alles, was ihn angeht und was er gesagt und getan hat, viel Sinn und Bedeutung habe;
    und dass wir zu klein sind, über die Herrlichkeit der Geschichten zu richten.

    Indes machen sie doch, wie sie da stehen, auf unser Herz verschiedenen Eindruck;
    und da, muss ich sagen, freuen mich die am meisten, wo er vom ewigen Leben spricht und von einem Tröster, den er senden will;
    wo er den Blinden die Augen auftut; wo er die Seinen liebt bis ans Ende und mit ihnen das Abendmahl hält, und wo er Tod und Teufel meistert.

    Denk einmal, Andres,
    wenn der Teufel, der so mächtig ist, und der nur Freude daran hat, zu quälen und alles um sich her elend zu machen, wenn der freie Hand und niemand über sich hätte;
    was würde aus der Welt und uns armen Menschen werden!

    Muss es einen denn nicht freuen, wenn man sieht, dass er einen Übermann hat,
    und dass gerade der sein Übermann ist, der da half und gesund und selig machte alle, die zu ihm kamen, und des Barmherzigkeit kein Ende hat?

    Und der Tod?
    Er ist doch schrecklich, Andres, und der Wurm am Zaum krümmt sich vor ihm, denn er nimmt uns alles.
    Wenn Du nun siehst, dass unser Herr Christus zu Nain einen Toten erweckt, den sie zu Grabe trugen,

    und zu Bethanien einen, der schon vier Tage im Grabe gelegen war usw.,
    wenn Du ihn nun von Hütten des Friedens sprechen hörest, wo wir unseren Anselm wiedersehen sollen,
    und wo die guten und frommen Menschen aller Zeiten und Völker sollen versammelt werden;
    wenn Du ihn nun sagen hörst, dass, wer an ihn glaubt, nicht sterben soll, ob er gleich stürbe; - freut Dich das nicht, Andres?

    Und wünscht Du nicht von Herzen, an ihn zu glauben? Aber »der Glaube ist nicht jedermanns Ding«, und er steht nicht so zu Gebot, Andres.
    Die Apostel selbst, die um ihn waren, und die gesehen und gehört hatten, »sprachen zu dem Herrn: stärke uns den Glauben«.

    Ich sehe an dem kananäischen Weiblein und anderen Exempeln, dass man wenig wissen kann und großen Glauben haben;
    und an der Pharisäern usw., dass man viel wissen kann und doch nicht glauben.
    Christus sagte zu den Pharisäern: »Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmet«,
    und Paulus spricht von »Menschen von zerrütteten Sinnen, untüchtig zum Glauben« usw.

    Daher sehe ich die Geschichten, wo vom Glauben die Rede ist, fleißig an und merke auf den Sinn solcher Leute,
    um daraus zu lernen: nicht was ich noch wissen muss, um glauben zu können,
    sondern was ich noch vergessen, mir aus dem Sinn schlagen und von mir abtun muss, damit der Glaube recht an mir haften könne.

  • #189

    Zweifler (Sonntag, 21 Februar 2016 23:07)


    Vertraue nur dir selbst, wenn andere an dir zweifeln,
    aber nimm ihnen ihre Zweifel nicht übel.

    (Joseph) Rudyard Kipling

  • #190

    minc (Sonntag, 21 Februar 2016 23:13)

    Tut mir leid, jedoch Eines habe ich noch für uns alle:

    Matthias Claudius
    Es ward ihnen gesagt, der Schlüssel sei zum Aufschließen und die Zeit sei kurz

    Es war einmal ein Edler, des Freunde und Angehörige durch ihren Leichtsinn um ihre Freiheit gekommen und in fremdem Lande in eine harte Gefangenschaft geraten waren.
    Er konnte sie in solcher Not nicht wissen und beschloss, sie zu befreien.

    Das Gefängnis war fest verwahrt und von inwendig verschlossen, und niemand hatte den Schlüssel.
    Als der Edle sich ihn nach vieler Zeit und Mühe zu verschaffen gewusst hatte, band er dem Kerkermeister Hände und Füße
    und reichte den Gefangenen den Schlüssel durchs Gitter, dass sie aufschlössen und mit ihm heimkehrten.

    Die aber setzten sich hin, den Schlüssel zu besehen und darüber zu ratschlagen Es ward ihnen gesagt, der Schlüssel sei zum Aufschließen, und die Zeit sei kurz.
    Sie aber blieben dabei, zu besehen und zu ratschlagen; und einige fingen an, an dem Schlüssel zu meistern und daran ab- und zuzutun.

    Und als er so nun nicht mehr passen wollte, waren sie verlegen und wussten nicht, wie sie ihm tun sollten.
    Die andern aber hatten's ihren Spott und sagten, der Schlüssel sei kein Schlüssel, und man brauche auch keinen.

  • #191

    Analytiker (Montag, 22 Februar 2016 22:48)


    Sehr verehrte Lesende, liebe Schreibenden,

    falls Ihnen/Euch die Themenauswahl

    in keiner Form ansprechend/ kommentierbar/ un/interessant erscheint,
    stellt/stellen Sie doch bitte ein neues Thema Deiner/Ihrer jeweils aktuellen Gefühlswelt zur "Beschreibung" ein.

    Hier in diesem Blog ist es wirklich durchaus möglich,
    frei von Vorgaben (je nach individueller Strömung)
    jederzeit auch individuelle Themen neu aufzurufen, wie auch ältere Inhalte neu zu kommentieren.

    Wir alle hier sind flexibel genug,
    auf und in mehreren Themenbereichen mehrfach aktiv zugleich zu recherchieren. :-) Mit entsprechender Rückmeldung ....... worum es gehen darf/soll/muss .....

    Ihr/Euer
    flexibles Moderatoren - und Analyse/Recherchen-, sowie Öffentlichkeits - Arbeit-Team :-) :-) :-)

  • #192

    Katharina (Dienstag, 23 Februar 2016 18:20)

    ..... gefällt mir, guter Satz aus der Bibel:

    2. Samuel 13, 20 – "Nun, meine Schwester, schweig still; es ist dein Bruder, nimm dir die Sache nicht so zu Herzen."

  • #193

    Timon (Dienstag, 23 Februar 2016 22:10)

    Ja, finde ich auch gut,
    vor allem die unendlichen Möglichkeiten der freien Interpretation:

    Nimm Dich selbst nicht so wichtig, Du bist nicht der Mittelpunkt der Welt. Dein Bruder (Nächster) hat genau so ernst zu nehmende Gefühle, wie die, die Dich berühren.

  • #194

    monckey (Dienstag, 23 Februar 2016 22:45)

    ...... das habe ich gerade "aufgeschnappt", oder so ähnlich:

    Wenn mich mein Weg ans Meer führt,
    wird mich mein Herz zu Dir zurück führen.

  • #195

    Katharina (Dienstag, 23 Februar 2016 23:25)

    "mein Herz" von monckey:

    Am Sonntag Abend besuchten wir eine liebe Freundin, um ihr bei ihrer "Technik" zu helfen.

    Im Eingangsbereich wurde ich mit neu von ihr erworbenen Stoffschuhen im Ballerina-Stil empfangen.
    Sie hatten Punkte und jeweils eine kleine weiße Schleife und ich sollte sie anziehen, damit meine Füße nicht erkalten.
    Eine für mich große herzliche Geste, sie ahnte, dass ich diese Ballerinen mögen würde und hatte sie extra für mich heraus gesucht.

    Dann wurde ich zu einem Sessel geführt, auf dem eine Massageauflage darauf wartete, von mir angewendet zu werden
    und auch an einen Hocker zur Hochlagerung der Beine gedacht wurde.

    Ich bekam gedämpftes Licht in grün angeschaltet,
    aus dem Lautsprecher des Musikabspielgerätes tönte sanft "himmlische" Musik und ich bin froh, dass mein Herz mich immer wieder zu dieser Freundin zurück führt.

    Angesichts der vielen Gedanken, die sie sich offensichtlich um mein Wohlbefinden gemacht hatte und den Aufwand dazu, den sie betrieben hatte,
    kann ich nur wieder so dankbar sein, dass Gott uns immer wieder neu mit solchen Menschen umgibt, die uns durch IHN seine Liebe zeigen.

    Der Wohlfühlabend war hiermit nicht beendet, er bot noch Einiges mehr an individueller Bereicherung, wobei ich eigentlich dachte, wir kamen, um Ihr helfen.
    Doch fühlte ich mich am Ende reich beschenkt durch ihre Zuwendung und war trotz aller Müdigkeit froh, nicht auf die eigene bequeme Couch gegangen zu sein,
    sondern, dass wir uns aufgerafft hatten, meine Freundin zu besuchen
    und tat sie doch mir so sehr gut an diesem Abend,

    kleine Gesten mit großer Wirkung.

  • #196

    Moderator (Mittwoch, 24 Februar 2016 08:53)

    Zu den Themen Papst Johannes Paul, Herz, Liebe, Brüder und Schwestern
    möchte ich gern diesen kurzen Auszug aus dieser Fastenpredigt aufzeigen:

    Loslassen - Fastenpredigt zum 3. Fastensonntag 2015
    Geschrieben von: Prof. Dr. Matthias Remenyi, Diakon


    Liebe ist Loslassen, sich selbst und andere.

    In der ignatianisch geprägten Spiritualität der Jesuiten gibt es eine geistliche Übung, die um die Haltung der Indifferenz kreist.

    Dabei geht es darum, innerlich einen Schritt zurückzutreten von dem Bild, das wir von uns und unserer Zukunft haben, um frei zu werden für das, was Gott mit uns vorhat.
    Es geht darum, eine innere Gleichmut einzuüben; eine Gelassenheit sich selbst gegenüber, die das genaue Gegenteil von teilnahmsloser Gleichgültigkeit ist.

    Sich selber loslassen, das heißt in diesem Sinne, indifferent zu werden gegenüber dem eigenen Selbstbild,
    sich verabschieden von dem Konzept, das wir uns von uns selber machen – und immer wieder aufs Neue zu fragen, was denn Gott für ein Bild von uns haben könnte,
    was denn eigentlich der Plan Gottes mit uns und unserem Leben sein könnte – und dann weiter zu überlegen, wie wir dem am besten entsprechen könnten.

    Das ist ein großes Wagnis, weil wir damit anerkennen, dass wir nicht die alleinigen Herren unserer Identität sind.
    Aber es schenkt auch eine große Freiheit:

    Wer gelernt hat sich selber loszulassen, der ist frei, sich auf anderes und auf andere einzulassen, der ist frei, wirklich in Beziehung zu treten zu anderen Menschen.
    -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Und hier sehe ich persönlich erneut die Parallelität
    nicht zuletzt zum Papst, der nur so diese wirklich im christlichen Sinne innige Beziehung zu dieser Philosophin pflegen konnte.

    Denn von einem Papst/Bischof/Pfarrer u.Ä. ist anzunehmen, dass er sich und die Welt losgelassen hat, dass er versucht, sich in Gottes Pläne einzureihen.
    Priorität haben nicht länger weltliche Gedanken, Worte und Werke,
    Jesu Nachfolge verinnerlicht sich mehr und mehr und die Spuren, die bleiben und neu gesetzt werden, sind für die Welt unter Umständen kaum nachvollziehbar.

    Mit diesen Themen kann sich nur durch Vertiefung in ihre Inhalte auseinander gesetzt werden.

    Schon Franz von Assisi war immer nur bestrebt, sich selbst zu ändern und das hat er auch seinen Brüdern empfohlen.

    Und ganz klar war er es auch, der darauf hinwies, dass die Römische Kirche zu achten sei.
    Sie ist die Trägerin der Überlieferung und die Spenderin der Sakramente und somit der Garant für Einheit.

    Daran ändern auch sündige Christen/Pfarrer nichts. Die Kraft, der Glaube, die Wahrheit, die Gnade und die Liebe kommen von Gott
    und nicht von einem mehr oder wenigen sündigem Menschen.

    Auch die tiefe Freundschaft/Verbundenheit zwischen Franz und Klara wurde stets unterschiedlich interpretiert und hierbei gestattet sich mir der Eindruck,
    dass sich die Interpretationsart schon auch nach den persönlichen Denkinhalten des Wertenden gestaltet.

    Wenn ich selbst zölibatär lebe, umgebe ich mich sicher kaum/nicht mit Inhalten/Gedanken an den Paarungsakt
    und ebenso wenig kommt mir in den Sinn, dass jemand anderes primär dieses tun würde, wenn er zölibatär lebt.



  • #197

    Moderator (Mittwoch, 24 Februar 2016 09:03)


    und auch das "Ende" dieser Fastenpredigt möchte ich uns nicht vorenthalten:

    Der Schriftsteller Max Frisch hat diesen Gedanken in seinen Tagebüchern ebenfalls in Verbindung gebracht mit dem biblischen Bilderverbot aus unserer heutigen ersten Lesung:
    Du sollst dir kein Bildnis machen.

    Wir machen, so sagt Max Frisch, uns immer ein Bild von unserem Nächsten, pressen ihn hinein in das Korsett unserer Vorstellungen von ihm.
    Wir halten ihn fest, weil wir an dem Bild klammern, das wir von ihm haben. Wir gleichen nicht unser Bild an den Menschen an, sondern den Menschen an unser Bild von ihm.
    Und wir brauchen das, weil unser eigenes Selbstbild daran hängt.

    Nur wenn wir lieben, so Frisch, geben wir unser Gegenüber frei und lassen es sein, wie es ist.
    Nur wenn wir lieben, halten wir diese unfassbare Schwebe des Lebendigen aus, ertragen wir das Offene, Fließende, Nichtfertige.

    Die Liebe, so schreibt Max Frisch, befreit aus jeglichem Bildnis.
    Wer liebt, lässt los, lässt frei – und lässt zu, dass der geliebte Mensch sich anders entwickelt, als man es erwartet oder vielleicht sogar für gut befindet.

    Und umgekehrt:
    Sobald wir an dem Bild, das wir uns einmal vom Anderen gemacht haben, festhalten, kündigen wir ihm die Bereitschaft, auf weitere Verwandlungen einzugehen.
    Wir verweigern ihm den Anspruch alles Lebendigen, das unfassbar bleibt.
    Man macht sich, so Max Frisch, ein Bildnis. Das ist das Lieblose, der Verrat.

    Liebe ist Loslassen, sich selbst und andere.

    Mein Impuls an diesem dritten Fastensonntag:
    Üben Sie doch einmal das Bilder-Fasten ein, das Loslassen all der Bilder, die Sie von sich, von Ihrem Gott und von den Menschen in Ihrer Umgebung gemacht haben.
    Ich bin überzeugt, dieses Fasten wird ein Weg zu mehr Freiheit sein.

    Ex 20,1-17; 1 Kor 1,22-25; Joh 2,13-25

  • #198

    Philosoph (Mittwoch, 24 Februar 2016 12:23)

    "Wir machen, so sagt Max Frisch, uns immer ein Bild von unserem Nächsten, pressen ihn hinein in das Korsett unserer Vorstellungen von ihm."

    ........ "dass sich die Interpretationsart schon auch nach den persönlichen Denkinhalten des Wertenden gestaltet"

    Demnach ist das dann gewählte "Korsett" primär wohl auch unser ganz eigenes Korsett in dem wir selbst eingeengt sind.

    Und um nun erneut auf Papst Johannes Paul und seine Briefe an die polnische Philosophin hinzuweisen,
    wäre nicht eine neue Haltung der Öffentlichkeitsarbeit in Vatikan und Kirche und natürlich in der Welt zu überdenken?

    Vielleicht ist Transparenz der optimale Weg, nicht die Zurückhaltung von Informationen, sondern die authentische Berichterstattung.
    Spannung entsteht möglicherweise genau dort, wo nicht genau nachgefragt oder genau geantwortet wird.

    Vielleicht sollten wir lernen offen und ehrlich persönlich Stellung zu beziehen,
    auch wenn uns das nicht viel Freunde, möglicherweise wenig Sympathien und viel Nackenschläge beschert. :-)

    Und auch, wenn es furchtbar weh tun kann,
    wir alle sind nur Menschen, Brüder und Schwestern und, wenn Du mir weh tust, tust Du auch dir selbst weh. Auch, wenn Du es nicht gleich spürst.

  • #199

    drahty (Mittwoch, 24 Februar 2016 13:07)

    dieses war der erste streich ...

  • #200

    drahty (Mittwoch, 24 Februar 2016 13:14)

    ... und der zweite folgt sogleich. Immer wieder schön, der Blogger-Gemeinde zu einem runden Jubiläum gratulieren zu dürfen. Heute also schon der 200ste Eintrag, zuletzt wieder mit schwer verdaulicher Kost des Filosofen. Constanze und ich staunen weiter, wie sich das entwickelt hat, ein selbst ernannter Analytiker gedenkt den blog strukturieren zu können und selbst der Moderator läuft zur Höchstform auf, er fastet zurzeit, nur nicht beim Schreiben :-)

  • #201

    ModeratoranAdministrator (Mittwoch, 24 Februar 2016 13:37)

    Mein sehr verehrter Admini. :-),

    wir benötigen nun einen Suchlauf.

    Einen, indem ich nach Eintrag Nr. sowieso suchen kann,
    wenn sich Einträge auf vorhergehende Einträge beziehen, das Datenvolumen ist mitunter nicht so ganz schnell abscrollbar .....

    Könntest Du das bitte freundlicherweise mir zu Liebe umsetzen?

    Falls nicht, fühle dich nicht bedrückt, werde ich mich einfach in mehr Geduld üben, andere tun das ja auch.....

  • #202

    Filosof (Mittwoch, 24 Februar 2016 13:40)

    Hey drathy,

    kannst gleich Stellung beziehen:-)

    wieso findest Du meine "Kost schwer verdaulich" ?

  • #203

    s. e. Analytiker (Mittwoch, 24 Februar 2016 13:46)

    Es ist mir schon auch ein Anliegen, die Wünsche Vieler zu berücksichtigen,
    letztendlich soll "die Sache" nicht an fehlenden Strukturen scheitern, oder :-)

  • #204

    drähtchen (Mittwoch, 24 Februar 2016 13:55)

    Mir persönlich gefällt, was Filosof schrieb,
    ist doch wahr, wenn ich Menschen verletze:-((, kann mir selbst das nicht wirklich gut tun.

  • #205

    controllerandrahty (Mittwoch, 24 Februar 2016 14:01)

    Also nach meinen Kenntnissen

    und denen des online Duden wird Philosoph wohl weiterhin mit Ph und ph geführt
    oder hast Du, drahty, da neuere Erkenntnisse am Start?

    Bin dankbar für neue Erkenntnisse :-)

  • #206

    drahtyancontroller (Mittwoch, 24 Februar 2016 18:36)

    ja, habe ich , lies mal wer den Eintrag Nr. 202 geschrieben hat :::---))))

  • #207

    controller (Mittwoch, 24 Februar 2016 22:41)

    Ja, er mag Dich und möchte sich dir annähern,
    rein rechtschreiblich gesehen jedoch möchte ich nur am Rande auf 205 zaghaft deuten :-) (-:Verantwortungsgefühle:-)

  • #208

    Constanze (Mittwoch, 24 Februar 2016 22:47)

    Und ich staune wirklich sehr gern mit drahty
    und heute Abend sogar hocherfreut über all die Entwicklung/Weiterführung in unserer liebenswerten Gemeinschaft :-)

  • #209

    RV - Leser (Donnerstag, 25 Februar 2016 08:26)


    "Der Stil Gottes ist nicht der Stil der Menschen!"

    Diesen einzelnen Satz
    habe ich mir einfach mal aus der Frühmesse von Papst Franziskus am 05.Februar 2016 ausgesucht.

    Das hört sich für mich nach jeder Menge Arbeit an. Sozusagen nach noch mehr Arbeit. Wir sind ja, wie ich finde, schon alle ungemein fleißig.
    Vielleicht hilft es, wenn wir es nicht als Arbeit, sondern als Selbstfindung betrachten. Mehr noch, in "Neudeutsch" gesprochen als Wellness für unsere Seelen.
    Und wirklich wichtig für Gott sind ja einzig unsere Seelen, ihr realer Ist-Zustand.

    Und, wenn es auch nicht immer so gut klappt, kein Grund zur Verzweiflung:
    Hier sagt unser Papst im Zusammenhang mit der Erkenntnis von Petrus, dass er versagt habe, diese Worte:

    „In Wahrheit verlangt gerade sein Sündersein, dass der Herr in seiner Nähe bleibt, in derselben Weise, wie ein Arzt niemanden verlassen kann, der krank ist.“

    Und wenn ER dann also bei uns bleibt, uns begleitet, führt und lenkt, dann können wir doch dankbar gern alles tun, wozu Er uns fähig sein lässt.

  • #210

    Philosoph (Donnerstag, 25 Februar 2016 08:40)


    Zum Thema Arbeit/Wellness/Seele:

    Schaffen begrenzt das Gesichtsfeld, betrachten erweitert es.

    Oscar Wilde, Denken mit Oscar Wilde

  • #211

    Kritiker (Donnerstag, 25 Februar 2016 09:36)

    Ich habe auch aus einer Predigt (weiß leider nicht mehr, von wem oder wann) passenderweise diesen einen Satz für wichtig empfunden:
    ------------------------------------------------------------------

    Unsere Seelen sind kostbarer als die ganze Welt.
    ------------------------------------------------------------------

    Eigentlich hieß er zur Verdeutlichung für jeden Einzelnen:
    Meine Seele ist kostbarer als die ganze Welt.

    Und es ging ursprünglich um die nicht unerhebliche Verantwortung unserer Geistlichen, dass das genau ihr Job sei, jede ihnen anvertraute Seele zu retten.
    Dass sie stets mit einem Bein in der Hölle stünden, nähmen sie ihre große Verantwortlichkeit nicht mit aller Sorgfältigkeit wahr.

    Sind dann nicht auch die, die uns ständig ermahnen, erinnern (nerv nerv), auf dem wahren echten Weg?
    Tut der "Wohlfühlpfarrer" mit seiner kurzen "Wohlfühlpredigt" uns einen Gefallen?

    Oder übernimmt der wahre Verantwortung, der die Dinge beim Namen nennt, um uns wach zu rütteln, aufzuwecken aus unserer ganzen Weltlichkeit :-)
    und vor Allem, wofür macht er sich dann so unbeliebt, etwa für seinen persönlichen Vorteil?

    Mir persönlich gefallen im Übrigen bei gewissen Dingen gemeinschaftliche Formulierungen deutlich besser,
    ich bete immer:

    Herr sprich nur ein Wort,
    so werden unsere Seelen gesund!

    Amen

  • #212

    Kritiker (Donnerstag, 25 Februar 2016 09:45)

    :-) Nachsätzlich möchte ich hierzu doch noch bemerken (-:

    ......... denn wenn nur meine eigene Seele gesund wird,
    hilft das auch mir nicht wirklich weiter .......

    ::::::----)))))))

  • #213

    cupferdrahtl (Donnerstag, 25 Februar 2016 13:02)

    Also lautet ein Beschluss,
    Dass der Mensch was lernen muss.
    :-)
    Nicht allein das Abc
    Bringt den Menschen in die Höh’;
    Nicht allein in Schreiben, Lesen
    Übt sich ein vernünftig Wesen;
    Nicht allein in Rechnungssachen
    :-)
    Soll der Mensch sich Mühe machen,
    Sondern auch der Weisheit Lehren
    Muss man mit Vergnügen hören.
    :-)

  • #214

    Moritz (Donnerstag, 25 Februar 2016 13:17)

    Die Selbstkritik hat viel für sich

    Die Selbstkritik hat viel für sich.
    Gesetzt den Fall, ich tadle mich:

    So hab ich erstens den Gewinn,
    Dass ich so hübsch bescheiden bin;

    Zum zweiten denken sich die Leut,
    Der Mann ist lauter Redlichkeit;

    Auch schnapp ich drittens diesen Bissen
    Vorweg den andern Kritiküssen;

    Und viertens hoff ich außerdem
    Auf Widerspruch, der mir genehm.

    So kommt es denn zuletzt heraus,
    Dass ich ein ganz famoses Haus.

    Wilhelm Busch
    Aus der Sammlung Kritik des Herzens
    für den Kritiker

  • #215

    Katharina (Donnerstag, 25 Februar 2016 13:20)


    Frage wie ein Kind mit frommer Seele

    Frage wie ein Kind mit frommer Seele,
    Dass die rechte Antwort dir nicht fehle;

    Sturm und Stille, Früh- und Abendrot,
    Stern' und Blumen, Menschenlust und Not —

    Was du siehst und hörst und mitempfindest,
    Was du unterscheidest und verbindest,

    Alles ist bereit, von irren Gleisen
    Auf die Bahn der Wahrheit dich zu weisen.

    Überall durch diese Welt voll Mängel
    Sendet Wahrheit ihre guten Engel,
    Um der Menschen Herzen zu umfrieden;

    Dir auch ist der deinige beschieden,
    Ernst und mild auf deinem Gang durchs Leben
    Dir das sicherste Geleit zu geben,

    Wenn er naht — weis' ihn nicht zurück,
    Denn nur er bringt dir ein dauernd‘ Glück!

    Friedrich Julius Hammer

    (Gedichtband Schau um Dich und schau in Dich, 01. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst)

  • #216

    cupferdrahtl (Donnerstag, 25 Februar 2016 13:34)

    Dieses Gedicht passt sehr gut zu all den Strömungen, die hier so fließen sollen und warnt gleichzeitig davor, was ohne Strömung geschehen kann ......

    Der Strom sonst reich an vollen Wogen,
    Floss träge dahin, um auszuruh’n;

    Da kam der strenge Frost gezogen
    Und schlägt ihn leicht in Fesseln nun.

    Wie mancher, der durch träge Schwäche
    So glatt, doch kalt und herzlos ward,
    Wie mancher gleicht der toten Fläche,
    Die warnend dir entgegenstarrt.
    Erstarren kann nur, was verflacht ist,

    Die Well’ als Welle friert nicht ein;
    Wer sich zu rühren stets bedacht ist,
    Wird nimmer kalt und fühllos sein.

    Friedrich Julius Hammer
    (1810 - 1862),
    deutscher Novellist, Komödienschriftsteller und Redakteur

  • #217

    Meggy (Donnerstag, 25 Februar 2016 16:12)

    Zum Beitrag 211

  • #218

    Meggy (Donnerstag, 25 Februar 2016 16:23)

    Wobei mich die Worte " ... so wird meine Seele gesund ..." deutlich tiefer ansprechen ... weil dies ein sehr inniger, persönlicher, wenn nicht, sogar intimer Moment ist, Jesus Christus, sich klein für uns, für mich , gemacht, in der Hostie darbietet ... und ich Ihn mit all meinen persönlichen Sorgen, Ängsten, Nöten und Freuden empfangen darf ...

  • #219

    Meggy (Donnerstag, 25 Februar 2016 16:51)

    Lieber Kritiker, es tat gut, deine Zeilen unter dem Beitrag 211 zu lesen ... Man liest und hört nicht oft von Befürwortern der Priester, die uns aus der Wohlfühlecke heraus holen wollen, sondern eher von den ewigen Meckerern, die zum Teil mit bösen Mitteln gegen diese Geistlichen ankämpfen ... nebenbei gesagt, muss ich gerade ungläubig meinen Kopf schütteln, weil ich diesen Beitrag eben schon einmal schrieb, er aber nur wenige Sekunden zu sehen war und dann nur noch in stark verkürzter Form (siehe 217) zu lesen ist ... also versuche ich mich nocheinmal zu erinnern, was ich eben geschrieben habe ...
    ...Auch ich ertappe mich des öfteren dabei, mich doch lieber in der Wohlfühlecke aufzuhalten, aber lebe ich dann nicht am Eigentlichen, ... an Ihm... , vorbei ?
    Ich denke, dass die Luft für unsere Geistlichen, die, wie der Kritiker es umschrieb, uns ständig ermahnen, nerven , an unserer Patina kratzen, vielleicht sogar noch das Wort Hölle in den Mund nehmen ... immer dünner wird, wo doch selbst in der Kirche, zwischen den Priestern, den (deutschen ) Bischöfen ... Uneinigkeit herrscht, selbst der Papst in meinen Augen zu wenig klare Linien zieht und Worte findet ... Ich bete immer wieder für unsere Priester, Bischöfe, Diakone ... unseren Papst, dass sie in Seinem heiligen Geist, in Seiner Wahrheit, das Evangelium verkünden ...
    ... WER hat denn wirklich ein Interesse daran, daß es zu Unruhen, zu bösen Gedanken, zu Spaltungen unter uns ... innerhalb der Kirche kommt ... ? ....

  • #220

    Kritiker (Donnerstag, 25 Februar 2016 20:24)

    Meine liebe Meggy,
    ich danke Dir, dass Du mir antwortest,

    natürlich hast Du recht,
    es dient dem Herzenswunsch eines Jeden Einzelnen und insofern
    ist es eher eine ganz persönliche Angelegenheit,

    vielleicht nenne ich es einen Spleen von mir.

    Schau mal bitte, was ich so von mir gebe, ist ohnehin nur mein ganz individueller Standpunkt und der sei jedem Menschen in annehmbarer Form :-) gestattet.
    Niemandem möchte ich etwas vorschreiben,
    dieser Blog lässt mich hier hin und wieder in Ruhe "meinen Senf dazu geben".

    Und vielleicht signalisiert dieser mein Spleen nur meine ausgeprägte phantastische Vorstellungskraft von den Dingen.
    Wie es wohl sein würde, wenn meine Seele gesund wäre und sie inmitten vieler kranker Seelen existent wäre.

    (-:Vielleicht bin ich nicht nur Kritiker, sondern auch ein Phantasie-Philosoph:-)

  • #221

    Kritiker (Donnerstag, 25 Februar 2016 20:36)

    Liebe Meggy,

    Thema 212 zu 218
    - Herr sprich nur ein Wort, -
    - so werden unsere Seelen gesund! -

    ist nun mit 220 beantwortet :-)

    Für unsere zweite Thematik, die "WohlfühlPriester" werden wir etwas länger benötigen.
    Du sprichst aus meiner Sicht zuviele Punkte gleichzeitig an, die ich so nicht vermischen würde.

    Ich versuche mal, in folgenden Einträgen die Dinge zu zerpflücken, bitte habe etwas Geduld mit mir :-)

  • #222

    Meggy (Donnerstag, 25 Februar 2016 21:02)

    ... oh, ja, habe Geduld und bin gespannt :-) ...

  • #223

    Kritiker (Donnerstag, 25 Februar 2016 21:07)

    Zum Eintrag 219 von Meggy:

    Ich würde zunächst gern mit dem Ende Deiner Zeilen beginnen:

    "... WER hat denn wirklich ein Interesse daran, daß es zu Unruhen, zu bösen Gedanken, zu Spaltungen unter uns ... innerhalb der Kirche kommt ... ? ...."

    Diese Frage hast Du Dir sicher auch schon selbst beantwortet,
    wenn wir bei unserem kirchlichen Glauben bleiben möchten, sind dies natürlich genau die Interessen des Gegenspielers, er hat viele Namen, Teufel, gefallener Engel,
    ich möchte sie nicht alle aufzählen,

    jedoch wurde hier irgendwo im Blog, als es um Offenbarung ging, von einer Weltenbühne gesprochen, schau mal bitte,
    ich habe es gefunden, Eintrag 72 oder 73 von Moderator:


    Auf der „Weltenbühne“ stehen Gott und das „Lamm“, der auferstandene und erhöhte Christus auf der einen Seite,
    -----> auf der anderen Seite der „Drache“, dazwischen aber ----> die Menschen,die sich entscheiden müssen.

    -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Mir persönlich verdeutlichen diese Worte unsere Position hier in dieser Welt ganz dramatisch.
    Vereinfacht ausgesagt stehen sich jeden Augenblick unseres Lebens diese drei "Parteien" gegenüber.
    Die Entscheidung, ob wir Menschen die "helle Seite" oder eben die "dunkle Seite" wählen, liegt ganz allein bei uns und gestaltet sich häufig als ziemlich "knifflig"
    ---------------

    Ich finde gut, was hier beschrieben wird. Jeder Mensch ist in seiner eigenen Verantwortung.
    Ich selbst für mich und Du für Dich, wir entscheiden, was und wie wir es tun. Das ist unser Part auf unserer Bühne.

    Was die anderen entscheiden, Kirche Papst, Pfarrer, Vatikan, Welt, ist deren Verantwortung.

    Und wirklich hilfreich sind doch die Worte von Matthias Claudius:

    "......wenn der Teufel, der so mächtig ist, und der nur Freude daran hat, zu quälen und alles um sich her elend zu machen, wenn der freie Hand und niemand über sich hätte;
    was würde aus der Welt und uns armen Menschen werden!

    Muss es einen denn nicht freuen, wenn man sieht, dass er einen Übermann hat,
    und dass gerade der sein Übermann ist, der da half und gesund und selig machte alle, die zu ihm kamen, und des Barmherzigkeit kein Ende hat?"

    Also liebe Meggy,
    sei unbesorgt, wir können uns um unser eigenes Seelenheil sehr wohl kümmern,
    können dankbar sein, wenn wir Geistliche um uns haben, die ihren Job so tun, wie sie glauben, ihn gut zu tun
    und wenn wir dann noch für alle Menschen beten, ich denke, dann wird Gott seines dazu tun.

  • #224

    Meggy (Donnerstag, 25 Februar 2016 21:10)

    ... und, lieber Kritiker, mein Andersdenken über "... so wird meine Seele gesund ..." sollte bitte in keinster Weise widerum an Dir Kritik sein ... bitte gib weiterhin in Ruhe deinen Senf dazu ... ich beobachte und lese in Stille weiter in diesem Blog, manchmal überfliege ich auch ...

  • #225

    Meggy (Donnerstag, 25 Februar 2016 21:13)



    ... ja ...

  • #226

    Kritiker (Donnerstag, 25 Februar 2016 21:49)

    Weiterführung zum Eintrag 219 von Meggy:

    " ....wo doch selbst in der Kirche, zwischen den Priestern, den (deutschen ) Bischöfen ... Uneinigkeit herrscht,
    selbst der Papst in meinen Augen zu wenig klare Linien zieht und Worte findet ..."

    Und hier wiederum möchte ich gar nicht bewerten.
    Ich weiß nicht, wie Du Dir Einigkeit vorstellst. Eine völlige Übereinstimmung in allen Punkten wirst Du, werden wir nicht finden in keinem Bereich auf der Welt.

    Es gibt sie, die Gebote von Gott und es gibt uns Menschen.
    Jeder von uns einzigartig von Gott geschaffen.
    Aus diesem Grund gibt es nicht klassisch den einen pauschalen Weg, der zum Ziel führt.

    Unser Papst, unsere Pfarrer, wir Menschen können uns nur bemühen,
    dass wir dabei nicht unbedingt gleich den richtigen Weg finden, liegt in unserer Natur.

    Ich weiß nicht so genau, welcher unserer Päpste, ich glaube Benedikt, hat mal sinngemäß gesagt:

    Bitte vergebt mir meine Fehler, ich bin auch nur ein Mensch!

    Und für die Meckerer ist es doch ein gutes Argument, fest zu halten, warum ein Geistlicher nerven kann.
    Nämlich weil genau das sein Job ist, uns an unsere Nachfolge Jesu zu erinnern, wovon wir so furchtbar weit entfernt scheinen.

    Und wenn die Meckerer mit "bösen Mitteln" kämpfen, brauchen sie, auch wenn es noch so schwer fällt,
    unsere innigen Gebete und vor Allem auch unsere aufrichtige Vergebung.

  • #227

    Kritiker (Donnerstag, 25 Februar 2016 21:54)

    ...... und ganz unter uns, Meggy, :-)

    ich liebe konstruktive Kritik,
    weil ich dann erklären kann, warum ich etwas tue, sage und denke und es zu Austausch kommt und ich gegebenenfalls Neues dazu lerne:-)

  • #228

    Meggy (Donnerstag, 25 Februar 2016 22:17)

    ... danke lieber Kritiker ... das tat nocheinmal gut ...
    ... hm, vielleicht, eine meiner Schwächen... , dass ich zu "hui" reagiere, ein für mir mich logisches Denken und Reden, aber für das Gegenüber vielleicht etwas zu wirr ...
    ...nun muss ich mich langsam verabschieden ...
    ... und uns allen eine gesegnete Nachtruhe ... :-) ...

  • #229

    Kritiker (Donnerstag, 25 Februar 2016 23:18)

    Also, meine liebe Meggy,
    wenn es gut tat,
    freue ich mich wirklich sehr :-)

    sei nicht so sehr kritisch mit Dir, Du möchtest schon das Wahre tun und finden und das allein zählt auch :-)

    ich bin ebenso wenig perfekt und genau durch unsere Schwächen bleibt Gott bei uns, weil wir fähig sind, zu erkennen, wie sehr wir ihn doch brauchen :-) :-) :-)

  • #230

    Mirinda (Donnerstag, 25 Februar 2016)

    und liebe Meggy, schau mal, passt genau zu Deinem Eintrag, oder?:

    Charles Aznavour©
    Eine gute Schwäche ist besser als eine schlechte Stärke.


    Charles Aznavour

  • #231

    Moritz (Donnerstag, 25 Februar 2016 23:32)

    Ich würde Dir gern so entgegenkommen:-)

    Nicht genug dem Schwachen aufzuhelfen, auch stützen muss man ihn.

    William Shakespeare
    (1564 - 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter
    Quelle: Shakespeare, Timon von Athen (Timon of Athens), entstanden um 1606, erste Druckfassung 1623, u. a. übersetzt von August Wilhelm v. Schlegel
    ---------

    ...... was freilich nicht heißt, dass ich Dich für schwach halte, nein, dass ich Dir gern eine Stütze wäre ...... :-)

  • #232

    Meggy (Freitag, 26 Februar 2016 04:02)

    ...~Gott segne all euren Schlaf, schenke euch ein gutes Erwachen und Er sei euch Stütze für einen euch erfüllenden+ guten Tag~...
    ~danke für all die lieben Worte~
    ... :-) ...

  • #233

    Asmus (Freitag, 26 Februar 2016 06:41)

    Schaut mal liebe Schreibenden,

    nicht nur wir lieben die Nacht:-)
    auch Meggy schickt schon sehr frühe Segens-u. Dankworte in den Freitag,

    dann kann es wahrhaft nur ein guter Frei - tag werden,
    vergelte es Dir Gott, liebe Meggy

  • #234

    cupferdrahtl (Freitag, 26 Februar 2016 07:36)

    Mich interessiert erneut die Kategorie "Wohlfühlpriester"

    Wenn ich in Kathpedia lese,

    "Die eigentliche Aufgabe des Priesters besteht darin, zwischen Gott und den Menschen zu vermitteln."

    meine ich, das Wort Wohlfühlen in einem durchaus auch anderen Licht betrachten zu müssen.

    Die Situation, in der sich jemand wohlfühlt, wird durch das Empfinden jeder Person anders definiert.
    Ich drücke es mal krass aus, es gibt Menschen, die lieben Wellness-Oasen, Saunalandschaften und "all inclusive" Urlaube
    und es gibt sicher auch Menschen, die fühlen sich so richtig wohl in Kirchen, am Tabernakel, in Gemeinschaft mit anderen, mit Bibelworten.

    Was nicht heißen soll, dass die Kirchen-Liebhaber keine Wellness-Oasen mögen dürfen:-)

    Der Priester soll nun zwischen all den verschiedenen Charakteren den richtigen Vermittlungsweg finden.
    Genau das stelle ich mir überaus schwierig vor. Er soll unsere Seelen auf den richtigen Weg führen,
    das kann bedeuten, dass er uns ständig an Dinge erinnern muss,
    auf die wir nicht so richtig Lust haben, die einen gefühlten Mehrarbeitsaufwand für uns darstellen.

    Erschwerend hinzu kommt noch, dass jeder Einzelne ganz eigene Vorstellungen von Kirche und Leben im Glauben entwickelt hat,
    und, was Meggy hier bereits beschrieben hat, die eigene Vorstellung auch vor Priester, Papst keinen Halt macht.

    Wenn der Priester, wie hier im Blog beschrieben, gelesen hat, dass er mit einem Bein in der Hölle steht, falls er seiner hohen Verantwortung, seine Schäfchen auf den Weg zu bringen,
    nicht entspricht, wird er vielleicht vielleicht höchstes Augenmerk auf die Ermahnung legen.

    Wobei wir natürlich alle ebenso mit einem Bein in der Hölle stehen, lassen wir uns nicht auf den richtigen Weg bringen.

    Was möchte ich denn eigentlich mit all diesen Worten zum Ausdruck bringen?

    Der sicherste Weg, zu Gott zu finden ist immer noch, selbst aktiv zu werden.
    Nicht meckern, das ist aus meiner Sicht Zeitverschwendung - ran an die Substanz!

    Selbst Bibel lesen, selbst Papstworte nachlesen, Inhalte der Kleriker lesen, Predigten studieren,sich selbst ein Bild machen, dann kann einem so leicht niemand mehr etwas vormachen --

    ----> so Gott will :-)

  • #235

    Pünktchen (Freitag, 26 Februar 2016 08:08)

    KURZFASSUNG

    Statt ärgern - für denjenigen beten - sieht man gleich viel schöner aus :-)
    statt meckern - wenn möglich selbst aktiv werden - für denjenigen beten - kann sehr effektiv sein und ist unter Umständen nicht so laut :-)

  • #236

    Überflieger (Freitag, 26 Februar 2016 10:31)

    zu 224 an Meggy:

    Finde ich gut, dass Du schreibst: manchmal überfliege ich auch ..

    Diese (-:Wortflut:-) kann doch kein Mensch mehr überblicken,
    besser ist, jeder sucht sich raus, was er interessant findet.

  • #237

    P.S. (Freitag, 26 Februar 2016 11:04)

    Zwei Zitate möchte ich von einem klugen Mann aus Indien dazu beitragen:

    Mahatma Gandhi

    "Was ist Glaube wert, wenn er nicht in die Tat umgesetzt wird."

    "Ohne Zweifel wäre ich ein Christ,
    wenn die Christen es vierundzwanzig Stunden täglich wären."

  • #238

    Pünktchen (Freitag, 26 Februar 2016 12:35)

    Beim ersten Zitat gehe ich gern mit,
    beim zweiten, lieber geachteter Mahatma nicht mehr:

    Was haben denn andere Menschen mit Deinem eigenen Glauben zu tun?
    Entweder Du selbst glaubst etwas und lebst danach oder Du tust es eben nicht,

    Mein Vorbild ist Jesus Christus
    und nicht, was andere Christen tun oder lassen.

    Und hier möchte ich wirklich gern aus Eintrag 196 wiederholen:

    Und ganz klar war er (-:Franz von Assisi:-) es auch, der darauf hinwies, dass die Römische Kirche zu achten sei.
    Sie ist die Trägerin der Überlieferung und die Spenderin der Sakramente und somit der Garant für Einheit.

    Daran ändern auch sündige Christen/Pfarrer nichts. Die Kraft, der Glaube, die Wahrheit, die Gnade und die Liebe kommen von Gott
    und nicht von einem mehr oder wenigen sündigem Menschen.

  • #239

    Zweifler (Freitag, 26 Februar 2016 12:45)

    Lieber P.S.,
    ist das zweite Zitat wirklich von Gandhi? :-)

    Wenn ja, macht nichts, habe ich auch noch ein Gutes:

    Ich strebe nicht danach, an meinen bisherigen Erklärungen zu einer bestimmten Frage unbedingt festzuhalten, sondern ich will an der Wahrheit festhalten,
    wie sie sich mir in einem bestimmten Augenblick darstellt.

    Mahatma Gandhi (1869-1948), ind. Rechtsanwalt, Führer d. ind. Befreiungsbewegung

  • #240

    Asmus (Freitag, 26 Februar 2016 12:48)

    und wenn wir gerade beim Thema sind, muss dieses hier auch noch unbedingt hin oder her :-)

    Ich will nicht nur an euern Verstand appellieren. Ich will eure Herzen gewinnen.

    Mahatma Gandhi

  • #241

    Cynthia (Freitag, 26 Februar 2016 12:54)

    und das steht, lieber P.S.,
    glaube ich sogar in der Bibel:

    Glaube ohne Werke ist toter Glaube!

  • #242

    Meggy (Freitag, 26 Februar 2016 14:16)

    Hm, ich wage mich mal ganz vorsichtig vor ... es geht um das leicht umstrittene 2. Zitat vom lieben Herrn Gandhi unter 237.
    Ich interpretiere sein Zitat so, dass wir Christen vielleicht oft zu lau sind ... Zu wenig zeigen und leben, dass wir Christen sind, uns vielleicht auch zu oft verstecken ?
    Ich habe in einem Pfarrbrief dieses Zitat von Mahatma Gandhi unter einer Abbildung entdeckt,, die eine heilige Messe zeigt, die wiederum mit einer recht übersichtlichen Zahl an Gläubigen besucht ist, die sich gerade zum Friedensgruß die Hände reichen, wobei sie sich dabei bald die Arme ausrenken, um den Nächsten zu erreichen ... und zwischen Abbildung und Zitat steht: "Nicht nur sonntags."
    Also ein wenig kann ich Mahatma Gandhi verstehen ...
    ... ;-) ...

  • #243

    Pünktchen (Freitag, 26 Februar 2016 14:48)

    Ja natürlich, Meggy,
    ich doch auch :-)

    nur für mich persönlich stellt sich hier zunächst mal die eine Frage:
    Schaffe ich selbst denn 24 h lang non stop ein Christ zu sein? Kann ich selbst der Nachfolge Jesus Christus entsprechen?

    Und hier möchte ich mal ganz selbstkritisch behaupten: Nö!

    Und deshalb möchte ich nicht, dass jemand seinen Glauben von meinem Verhalten abhängig macht, sondern nur vom Herrn Jesus Christus selbst :-)

  • #244

    cupferdrahtl (Freitag, 26 Februar 2016 15:14)

    Ich finde diesen Vergleich an dieser Stelle sehr passend:

    „Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige.“

    Lucius A. Seneca


  • #245

    Philosoph (Freitag, 26 Februar 2016 21:30)

    Mahatma Gandhi

    ist mit Sicherheit ein überaus faszinierender Mensch. Ich mag ihn wirklich sehr gern und wünsche, Gott sei mit ihm.

    Dennoch hat er scheinbar auch andere Gründe abgewogen, als das Verhalten von Christen, um nicht Christ zu werden, wenn man wikipedia glaubt:

    -- Gandhi beschäftigte sich in London viel mit religiöser Literatur.
    In Indien hatte er gegenüber dem Christentum, auch aufgrund des Auftretens christlicher Missionare, Vorbehalte entwickelt.
    Nun setzte er sich mit dieser Religion inhaltlich auseinander.

    Das Alte Testament stieß ihn zunächst ab; angesprochen fühlte er sich hingegen von der Bergpredigt.
    Er erklärte: „Ich werde den Hindus sagen, dass ihr Leben unvollständig ist, wenn sie nicht ehrerbietig die Lehren Jesu studieren.“
    Schwierigkeiten hatte er aber damit, Jesus Christus als einzigen Sohn Gottes anzuerkennen. --

  • #246

    Antonia (Freitag, 26 Februar 2016 21:44)

    ..... und wirklich interessant finde ich persönlich noch diese Worte von ihm:

    „Wahrheit schließt die Anwendung von Gewalt aus, da der Mensch nicht fähig ist, die absolute Wahrheit zu erkennen,
    und deshalb auch nicht berechtigt ist zu bestrafen.“
    Auch hierin gibt er seinem ihm zugesprochenen Namen "grosse Seele" Sinn...... Mahatma .... Gandhi

    Diese Worte erinnern mich an unseren Papst Franziskus, der die Todesstrafe negiert.

  • #247

    Johannes (Samstag, 27 Februar 2016 20:20)

    Unser Papst Franziskus und "klare Linien"

    Ich persönlich bin der Meinung, dass unser Papst Franziskus bisher schon mehr klare Linien gezogen hat,
    als uns mitunter deutlich bewusst wird, vielleicht passen sie auch gelegentlich nicht in unsere eigene Vorstellung oder Interessen.

    Ich finde es hierbei hilfreich, sich über seine Biografie zu informieren und darüber, was täglich um ihn herum geschieht.
    Es ist leicht, die Leistung des Anderen herab zu setzen und es wird immer gelingen, ist es die eigentliche Intention.

    Was genau passiert denn gerade im Vatikan? Wie mag die Kurie, wie das nähere Umfeld zu Franziskus stehen, wie geht es ihm eigentlich dabei?

    Wenn irgend ein Mensch Demut gelernt hat, dann ist da gerade auch unser Papst nicht unberührt geblieben.

    Ja, er zeigt sich sehr barmherzig,
    vielleicht, weil er bereits jedes Elend gesehen hat.
    jedoch werden, wie üblich, seine Worte und Inhalte zum Teil nach Belieben interpretiert/übersetzt.

    Schlussfolgerungen, die nicht von ihm selbst formuliert sind, Eigeninterpretationen u.s.w. prägen die Medien.
    Und ganz sicher ist er nicht unfehlbar, weil er ein Mensch ist und hier mit seinen individuellen Prägungen nach einem optimalen Weg sucht.

    Dennoch geht er keinen leichten Weg und knüpft sicher in gottgewollter Ergänzung an die Papstfolge an, die Stück für Stück unsere Kirche auf weite Sicht positiv verändert.
    Bei aller Kritik sollte auch unser Gottvertrauen nicht verblassen. --- "Wir sind Handlanger- nicht Bauherren" ---

    Im Alltag höre ich oft: "Ach dafür bin ich schon zu alt." und "In meinem Alter brauche ich nicht mehr soviel leisten"
    Vergessen wir mitunter, wie betagt unser Papst Franziskus ist und wissen wir eigentlich, wie sein Tagesablauf genau aussieht?

  • #248

    Paul (Samstag, 27 Februar 2016 22:41)





    Gott setzt fehlerhafte Menschen ein,
    weil wir Menschen nicht vollkommen sind, sein können.
    Niemand ist perfekt. Für unser Versagen sandte er Jesus Christus.

    Er wird eingreifen, um uns zu retten.

  • #249

    schäfchen (Sonntag, 28 Februar 2016 19:07)

    Mein Beitrag zum Sonntag:

    Lamm

    "Nichts besänftigt den rasenden Elefanten so leicht wie der Anblick eines Lammes, und nichts bricht so leicht die Wucht eines Geschosses wie weiche Wolle.

    Auf eine Zurechtweisung, die der Leidenschaft entspringt, mag sie auch von der Vernunft begleitet sein, achtet man weniger als auf eine, die nur von der Vernunft erteilt wird."
    (DASal 1,130)

    "Man muss dem Bösen widerstehen und die Fehler jener, die uns anvertraut sind, nachdrücklich, mutig, aber behutsam und friedvoll zu unterdrücken suchen.
    Nichts besänftigt den Elefanten so sehr wie ein Lamm, und nichts dämpft die Gewalt der Kanone so sehr wie Wolle."
    (DASal 5,374)

    Franz von Sales

  • #250

    Johannes (Sonntag, 28 Februar 2016 19:15)

    Auch aus dieser Quelle
    Deutsche Ausgabe der Werke des heiligen Franz von Sales (DASal):-)

    die Worte von Franz von Sales zu unseren Gedanken zu Priestern/Wohlfühlpfarrer:

    "Es ist eine Tatsache, dass die guten Pfarrer nicht weniger notwendig sind als die guten Bischöfe.

    Die Bischöfe arbeiten vergebens, wenn sie nicht sorgsam darauf bedacht sind,
    ihre Pfarrkirchen mit frommen Pfarrern von vorbildlichem Lebenswandel und ausreichender Gelehrsamkeit zu besetzen.
    Sie sind ja die unmittelbaren Hirten, die den Schafen vorangehen (Joh 10,4), sie den Weg zum Himmel lehren und ihnen das Beispiel geben sollen, dem sie folgen müssen.

    Die Erfahrung hat mich gelehrt, dass sich das Volk leicht zu Übungen der Frömmigkeit bereit fand,
    wenn es Geistliche hatte, die es durch das Wort Gottes und ihr gutes Beispiel anspornen, das Laster zu fliehen und die Tugend zu ergreifen.

    Umgekehrt wandte sich das gewöhnliche Volk sehr leicht von der Übung der christlichen Tugend ab,
    wenn seine Priester unwissend waren,
    von geringer Sorge für das Heil der Seelen und von schlechtem Lebenswandel."

    (DASal 12,108f)

    ?!?

  • #251

    Moderator (Sonntag, 28 Februar 2016 19:19)

    Mal wieder was Kurzes und Schönes, oder ?

    Liebe so wie du es kannst, so wie du bist.
    Franz von Sales

  • #252

    P.S. (Sonntag, 28 Februar 2016 20:55)

    "Ein einziges gutes Werk wiegt allen leeren Wortkram auf."

    Franz von Sales

  • #253

    Pünktchen (Sonntag, 28 Februar 2016 21:03)


    "Du tust immer genug, wenn Gott mit dir arbeitet."
    FRANZ VON SALES

  • #254

    Meggy (Montag, 29 Februar 2016 10:24)

    Da passt, denke ich das Wort von der Fazenda "Gut Neuhof" für heute ganz gut ...

    "Werkzeug der Liebe Gottes sein"

  • #255

    Moderator (Montag, 29 Februar 2016 21:24)

    AGAPE

    Sehr interessant hierzu sind meiner Meinung die sehr persönlichenden Ausführungen von Henri Nouwen, der 1996 völlig überraschend starb.
    Hier Auszüge aus seinem Tagebucheintrag vom 24. Juli 1974, nachdem er für sieben Monate im Kloster weilte:

    Dieses Kloster strahlt deutlich eine echte Atmosphäre der Liebe aus.
    Man kann wirklich sagen: die Mönche lieben einander.

    Ich wage sogar zu behaupten, dass sie auch mich echte Liebe spüren lassen.
    Sie lassen mich nicht nur Liebe erfahren, sondern sie helfen mir auch, die Liebe besser zu verstehen.

    Wenn die Leute nett und freundlich zu mir sind, fühle ich mich glücklich, weil ich denke, dass ich ihnen besonders sympathisch bin
    und sie mich in einer bevorzugten Weise gern haben.

    Diese mehr oder weniger unbewusste Einstellung hat mich hier in Schwierigkeiten gebracht,
    denn der Mönch, der nett und gut zu mir ist, zeigt sich genauso nett und gut zu jedermann sonst.
    So fällt es mir schwer zu glauben, er liebe mich wegen irgendwelchen besonderen Vorzügen, die ich habe und die andere nicht haben.

    Ich bin offensichtlich nicht mehr oder weniger anziehend als andere.
    Diese Erfahrung war im Anfang schmerzlich, Ich neigte zunächst zu der Reaktion:
    „Wenn er also zu jedem anderen genauso freundlich ist wie zu mir, ist seine Freundlichkeit nicht echt. Sie ist eben nur gespielt und sein Lächeln ist eine künstliche Maske.
    Er ist freundlich, weil man von ihm erwartet, dass er freundlich ist. Er folgt einfach nur der Regel.
    Seine Liebe ist bloß ein Produkt des Gehorsams. Sie ist nicht natürlich, nicht spontan, nicht echt.
    Unterhalb seiner freundlichen Oberfläche ist er wahrscheinlich an mir als Individuum überhaupt nicht interessiert.“

    Aber diese Grübeleien waren eben genau das: Grübeleien.
    Ich wusste, dass ich mich selbst anschwindelte und dass es da etwas sehr Wichtiges gab, das mir fehlte.
    Ich wusste es ganz einfach deshalb, weil die Geschichte, die ich mir selbst erzählte, nicht stimmte.

    Die Mönche, die mir Liebe schenken, schenken diese Liebe durchaus nicht einem abstrakten Wesen,
    sondern mir als einem wirklichen Individuum, mit seinen ganz eigenen Stärken und Schwächen, seinen Sitten und Gewohnheiten,
    seinen angenehmen und unangenehmen Seiten.

    Die Liebe, die sie mir erweisen, ist sehr aufmerksam und wach und bezieht sich auf mein reales Ich.
    Wenn ich eine Frage stelle, hören sie mit Aufmerksamkeit zu und versuchen mir zu helfen;
    und wenn ich Hilfe brauche, eine Auskunft oder Anteilnehmen, so versuchen sie, so gut sie können, mit zu geben, was ich brauche.

    So ist ihre Liebe zu mir zwar nicht exklusiv und ausnahmsweise groß oder einmalig,
    aber doch bestimmt nicht allgemein, abstrakt und unpersönlich oder bloß ein Gehorsamsakt der Regel gegenüber.

    Es ist wichtig für mich, mir klar zumachen, wie begrenzt, unvollkommen und schwach meine Auffassung der Liebe gewesen ist.
    Nicht meine theoretische Auffassung, sondern meine Auffassung, wie sie in meinen gefühlsmäßigen Antworten auf konkrete Situationen zutage tritt.

    Meine Auffassung der Liebe erweist sich als exklusiv: „Du liebst mich nur dann wirklich, wenn du andere weniger liebst“;

    als fordernd: „Wenn du mich wirklich liebst, wünsche ich, dass du mir besondere Aufmerksamkeit schenkst“;

    als Sucht nach Manipulation: „Wenn du mich liebst, wirst du besondere Dinge für mich tun.“

    Diese Auffassung der Liebe führt leicht zu Eitelkeit: „Du musst etwas ganz Besonderes in mir sehen“;

    zu Eifersucht: „Warum interessierst du dich plötzlich für jemand anderen und nicht für mich?“

    und zu Zorn: „Ich werde dir zu verstehen geben, dass du mich vernachlässigt und im Stich gelassen hast.“

    Aber die Liebe ist „geduldig und freundlich, sie ist niemals eifersüchtig; die Liebe ist niemals prahlerisch oder aufgebläht; sie ist niemals roh oder selbstsüchtig,
    sie zeigt sich nicht verletzt, und sie trägt nicht nach“
    (1.Korinther 13,4 und 5).

    Denn wenn wirklich die Liebe zu Gott mein vordringlichstes Anliegen ist, kann auch eine tiefe Liebe zu meinem Nächsten wachsen.

    (aus Henri J.M. Nouwen, Ich hörte auf die Stille, Herder-Verlag, 18. Auflage als Neuaus-gabe 2001)


  • #256

    Pünktchen (Montag, 29 Februar 2016 22:20)

    Bezugnehmend zum Eintrag 247
    ------------
    "Im Alltag höre ich oft: "Ach dafür bin ich schon zu alt." und "In meinem Alter brauche ich nicht mehr soviel leisten"
    Vergessen wir mitunter, wie betagt unser Papst Franziskus ist und wissen wir eigentlich, wie sein Tagesablauf genau aussieht?"
    -------------

    möchte ich ein wenig über "das Alter" oder ganz allgemein über "alt" sinnieren:

    Ich denke, mir fällt es relativ leicht, weil mich die Zahlen, die da so bei jedem Geburtstag "anwachsen", wenig interessieren.
    Möglicherweise, weil ich bereits sehr junge Menschen als "alt" wahrnahm
    und sicher, weil ich Menschen erleben durfte, die hochbetagt Lebendigkeit, Kreativität, Empathie und Lebenslust "versprühten".

    Papst Franziskus begang am 17.12.2015 seinen 79. Geburtstag. Er befindet sich nicht in "Rente".
    Sein Alltag ist strukturiert in Gebet, Gottesdienste, Termine, Predigten und Ansprachen entstehen, Reisen mit hoher Verantwortung werden geplant und ausgeführt u.s.w.
    Ich meine, mal einen Zeitplan gelesen zu haben und weiß noch, wie erstaunt ich war, als ich mir die Abläufe verinnerlichte.
    Ein echter Ganztags-Job, deutlich mehr als 8 Stunden, will man es in normalen Arbeitsstunden messen.

    Und hier trennt sich die Spreu vom Weizen:
    Es ist nämlich gar kein Job, keine "Arbeit" im herkömmlichen Sinne. Das, was der Papst erledigt, möchte er tun! Es ist seine Berufung.
    Gern würde er noch mehr schaffen, jedoch hat auch sein Tag 24 h und er muss Prioritäten setzen.

    Er möchte in seiner Freizeit, die Zeit des Lebens, in der wir Menschen bereits in "Rente gehen" seine Berufung leben. Das hat er mit der Annahme der Papstwahl signalisiert.
    Hat denn vor Gott unser Alter eine Bedeutung?

    Ich denke nein, Gott wird uns solange er möchte Kraft, Gesundheit, Vitalität und Schaffensfreude schenken,
    wir brauchen ihm nicht mit der Ausrede kommen: Früher, als ich noch jung war ......

    Und wenn wir uns alt fühlen, dann trage halt einer des anderen Last,
    und wir dürfen ganz sicher bis ins hohe Alter beten:

    Ich bin klein
    mein Herz ist rein,
    soll niemand drin wohnen, als Jesus allein.

    Denn klein vor Gott bleiben wir bis zum Lebensende und sicher darüber hinaus :-)

  • #257

    Paul (Montag, 29 Februar 2016 22:37)

    Was kann uns die Bibel dazu mitteilen?

    -- Höre, mein Sohn, und nimm an meine Rede, so werden deine Jahre viel werden. ---

    Bibel :-)

  • #258

    Konstantin (Montag, 29 Februar 2016 22:40)

    auch aus der Bibel:

    -Einen Älteren fahre nicht an, sondern ermahne ihn wie einen Vater,
    die jüngeren Männer wie Brüder, die älteren Frauen wie Mütter, die jüngeren wie Schwestern, mit allem Anstand.-

    und noch mal in die andere Richtung:

    -Verachte einen Menschen nicht, weil er alt ist; denn wir werden ja wohl auch alt werden.-

    Bibel

  • #259

    Asmus (Montag, 29 Februar 2016 22:46)

    Interessant finde ich dieses:

    Eifer und Zorn verkürzen das Leben, und Sorge macht alt vor der Zeit.

    Apokryphen/Sirach

  • #260

    Katharina (Montag, 29 Februar 2016 22:54)

    Ich las hierzu Folgendes:

    Das Alter ist keine Krankheit und kein Problem, es ist eine Lebensphase und will gemeistert werden, wie jeder Abschnitt/Augenblick unseres Lebens.
    Gott wird uns, wie immer tragen, wo ist das Problem?

    Und wer hat gesagt, dass es leicht werden wird?
    Auch so ein Spruch, zutreffend für jeden Augenblick .......

  • #261

    Cynthia (Montag, 29 Februar 2016 23:25)

    In Eintrag 167 habe ich diese Worte gelesen:


    --- Lästige ertragen ---

    Für mich persönlich gestaltet sich bereits der Begriff "Lästige" als problematisch. Wer oder welche Menschen werden denn von wem lästig genannt oder empfunden?
    Wobei erscheinen sie lästig, welche Eigenschaften an ihnen lassen sie lästig wirken ? ... usw......

    Aus meiner Sicht gibt es keine lästigen Menschen.

    Find ich auch, erst recht nach diesen Worten von Helder Camara:

    Dieses verschwollene Gesicht,
    schmutzig,
    schweißbedeckt,
    gezeichnet von Stürzen oder Schlägen –

    ist es das Gesicht eines Trinkers, eines Bettlers,

    oder stehen wir gar auf dem Kalvarienberg
    und blicken dem Gottessohn ins heilige Antlitz?

    (aus: Helder Camara, Mach aus mir einen Regenbogen, Zürich 1981, 47)

    Wer will denn so genau sagen,
    was er da wahr nimmt,
    oder wer
    Derjenige tatsächlich ist, wenn er jemanden sieht, der verschmutzt und hilfebedürftig, vielleicht verwahrlost wirkend am Boden liegt ........ huch und wenn er noch nach Alkohol riecht ...

    Zeigt sich nicht Jesus uns sehr gern selbst gerade in diesen "verachtenswerten Gestalten" ? Erkennen wir ihn dann ?
    Oder auch in "Alten", die oft nicht mehr willentlich wahrgenommen werden, weil sie durch ihre Gebrechlichkeit bettlägrig hilflos sprachlos wirken?

  • #262

    ältereDame (Montag, 29 Februar 2016 23:29)

    Ach der Helder, der ist gut:

    Alter Wein

    Jetzt,
    da das Alter kommt,
    muss ich vom Wein lernen,
    mit den Jahren besser zu werden
    und vor allem der schrecklichen Gefahr zu entgehen,
    mit dem Alter
    zu Essig zu werden.

    (aus: Helder Camara, Der Traum von einer anderen Welt, München 1987, S. 84)

  • #263

    Maria (Dienstag, 01 März 2016 22:13)

    Gerade habe ich das gelesen und ich finde diese Worte richtig gut:

    "Rede nur gut über andere. Und wenn du dir nicht sicher bist, sage lieber gar nichts."

    weiterlesen auf:http://www.vernuenftig-leben.de/konflikte-vermeiden:-)

  • #264

    Paul (Dienstag, 01 März 2016 22:16)

    Hierzu möchte ich das beitragen:

    Jeder sieht am andern nur das, was er an sich selbst sieht,
    und wenn man nicht viel an sich zu sehen hat, schätzt man auch die andern nur verächtlich.

    © Paul Gueleva
    (*1955), russ. Philosoph, Literat, Übersetzer

  • #265

    Asmus (Dienstag, 01 März 2016 22:27)

    Ja,
    ich kann das hier bestätigen:


    „Jeder sieht nur seine Plage, glaubt, dass er am schwersten trage,
    und ist sehr erstaunt, hört er eines andern Klage; der ist, heißt's dann, schlecht gelaunt.“

    ―Hermann Lingg---

    Zitate und Aphorismen - http://gutezitate.com

  • #266

    Constanze (Dienstag, 01 März 2016 22:30)

    Gibt es denn hierzu Meinungen? :


    „In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht.“

    ―Kurt Tucholsky---

    Zitate und Aphorismen - http://gutezitate.com

  • #267

    Moderator (Dienstag, 01 März 2016 22:33)

    Meine Antwort drauf:

    "Du sprichst ein großes Wort gelassen aus."

    - Iphigenie auf Tauris -

  • #268

    Moderator (Dienstag, 01 März 2016 22:34)

    ...... und bitte das noch:

    "Zwischen uns sei Wahrheit."

    - Iphigenie auf Tauris -

  • #269

    Antonia (Dienstag, 01 März 2016 22:37)

    Resignierend stelle ich derzeit fest:

    "Aber die Sonne duldet kein Weißes, // Überall regt sich Bildung und Streben, // Alles will sie mit Farben beleben; //
    Doch an Blumen fehlts im Revier, //
    Sie nimmt geputzte Menschen dafür."

    - Faust I, Vers 911 ff. / Faust - Osterspaziergang

  • #270

    Timon (Dienstag, 01 März 2016 22:42)

    Interessant,
    was ich hier im Blog gerade lese, inspiriert mich zu Gedanken, die ich in diesen Zitaten ausdrücken möchte:

    Wenn ich die Geschichte in Worten erzählen könnte, brauchte ich keine Kamera herumzuschleppen.
    Lewis W. Hine

    Wer sehen kann, kann auch fotografieren. Sehen lernen kann allerdings lange dauern.
    Leica-Werbung

    Sehen lernen entwickelt das Bewusstsein.
    Robert Häusser

  • #271

    Pünktchen (Dienstag, 01 März 2016 22:45)

    meine Ergänzungen dazu:

    Deine Fotografien sind für jeden, der wirklich hinsieht, Aufzeichnungen deines Lebens.
    Paul Strand

    Nur mit Mühe kann man die Kamera zum Lügen zwingen. Im Grunde ist sie ein ehrliches Medium.
    Edward Weston

    Fotografieren heißt Bedeutung schenken.
    Yousuf Karsh

    Fotografie ist die Kunst, mehr zu zeigen, als man sieht.
    © Linda Adda, (*1973), Schweizer PR-Fachfrau und Fotografin Calisto

  • #272

    Co-Moderatorin (Mittwoch, 02 März 2016 17:10)

    Oh, gestern waren wohl die Fotografen und nach Erklärungen suchenden Resignierten unterwegs :-) :-) :-)

    Bestimmt haben die heute alles in Herzlichkeit und Liebe :-) :-) geklärt, sind nun glücklich dankbar und beten noch mehr, so dass nun Raum für neue alte Themen bleibt:

    Ich wünsche mir heute (-:oder bald:-) Einträge zu diesen "Monumenten":

    1.) Wie kann ich eigentlich tiefe Dankbarkeit zum Ausdruck bringen?
    Z.B. wenn ich das Gefühl habe, da sind Menschen, die tun einfach alles, was in ihrer Macht steht, um mein Wohlbefinden zu optimieren .....

    2.) Wie gehe ich mit unangemessenen Vorwürfen, Halbwahrheiten oder gar Verleumdung um?

    3.) Welche Bedeutung haben Worte, können Worte haben, müssen sie bedeutend sein?


    Ich denke, hiermit haben wir vorerst genug zu denken und aufzuschreiben, oder :-)
    Fühlt Euch alle geherzt und gedrückt und möge Gottes Segen vor Allem bei Euch sein!



  • #273

    Pünktchen (Mittwoch, 02 März 2016 23:49)

    Gute Nacht
    liebe Co-Moderatorin,

    zu 3.) "Welche Bedeutung haben Worte, können Worte haben, müssen sie bedeutend sein?"

    ich habe vor einiger Zeit mit einem Menschen telefoniert, dem ich unrecht tat.
    Ich wollte mich gern mit ihm darüber austauschen und ihm Frieden für uns beide anbieten, also bat ich um eine Gesprächsmöglichkeit.

    Im Nachgang stellte ich fest,
    dass ich den genauen sprachlichen Inhalt der Worte dieses Menschen nicht mehr wieder geben konnte.

    Was ich jedoch bewusst auch im Nachgang noch fühlte, war die uneingeschränkte Wahrnehmung seiner Stimme,der Klangfarbe,
    und so konnte ich genau nach empfinden, was er fühlte, als er sprach.

    Die gesprochenen Worte waren nicht identisch mit der Klangfarbe seiner Stimme, deshalb hatte ich sie ausgeblendet.
    Was er mir eigentlich mitteilen wollte, konnte ich auch ohne die Berücksichtigung seiner Ausdrucksweisen hören.

    die Botschaft seiner Stimme war eine nicht kongruente zu seinen gewählten Worten.
    Ich konnte sehr wohl heraus hören, was er nicht artikulierte, nämlich seine Traurigkeit, seine Verletztheit und sein eigentliches Sehnen,

    was mir ungemein half, ihn wirklich zu verstehen und nicht aufzugeben.
    Ich werde ihn zu einem späteren Zeitpunkt erneut bitten, mir zu verzeihen.

    Möglicherweise gibt es Situationen, in denen Menschen Worte sagen, die nicht authentisch sind.
    Dann kann man diese Worte direkt auch aus seinem Gedächtnis streichen, sie sind bedeutungslos. Und dann tun sie auch nicht weh. :-)

  • #274

    Asmus (Donnerstag, 03 März 2016 00:20)

    Das interessante ist, ich hatte erst heute ganz frisch ein ähnliches Empfinden:-)

    Meine Mitstreiterin und ich hatten bereits am Vortag eine Debatte,
    ich hatte noch andere Verpflichtungen, so dass ich in der Kürze der Zeit versuchte, die Situation meiner Abwesenheit zu optimieren u.a. mit der Möglichkeit meiner Rufbereitschaft
    und Weitergabe aller notwendigen Informationen, die ich dann doch selbst, soweit wie möglich noch organisierte.

    Als ich dachte, ich hätte alles geregelt, auf gezielte Nachfrage jedes Einzelnen war keine Tätigkeit mehr offen, soweit mir momentan erfüllbar,
    kam ich anderen Verpflichtungen nach.

    Die angebotene Rufbereitschaft erschien möglicherweise zu abstrakt und wurde nicht genutzt.
    Heute im klärenden Gespräch hörte ich zunächst genau zu, argumentierte adäquat und konnte dennoch für mich nicht genau nach vollziehen, woran was lag.
    Die Aussagen blieben nicht eindeutig.

    Ich schwenkte dann komplett um auf Zuhören und bewusste Wahrnehmung.
    Endlich begriff ich alles. Sie brauchten meine Anwesenheit zur eigenen Sicherheit. Egal, wie sie es artikulierten, ich sah sie an und verstand.

    Worte können mitunter Hülsen sein. Verpackung ohne wahren Inhalt. Menschen, die auf Worte achten, können hier arg irritiert werden.

  • #275

    P.S. (Donnerstag, 03 März 2016 09:41)

    Manchmal sind nicht authentische Worte eine Sehnsucht und ein Hilferuf!

  • #276

    ErdeanP.S. (Donnerstag, 03 März 2016 17:21)

    Jaha :-)
    und der Herr Hebbel spricht so über Sehnsucht:


    Jede Sehnsucht fühlt, dass sie Befriedigung verdient, am meisten die Sehnsucht nach Gott.

    Daraus entspringt unmittelbar die Überzeugung, dass, wenn der Sehnende nicht Magnet sein kann,
    das Ersehnte Magnet sein muss, dass, wenn jener sich nicht zu erheben vermag, dieses sich zu ihm herablassen muss.

    Dies ist das festeste Fundament der Offenbarung.



    Christian Friedrich Hebbel
    (1813 - 1863), deutscher Dramatiker und Lyriker

  • #277

    Timon (Donnerstag, 03 März 2016 17:27)

    Sehnsucht ist ein dankbares Thema:

    Einander verbundene Seelen sehnen sich nicht nur nach Umarmung, sondern auch danach, so zu sein wie die andere….

    Sir Thomas Browne
    (1605 - 1682), englischer Philosoph und praktischer Arzt

  • #278

    Cynthia (Donnerstag, 03 März 2016 17:48)

    Sterne, die uns in die Unendlichkeit entführen, sind die Blinklichter unserer Sehnsucht.

    Unbekannt

  • #279

    Paul (Donnerstag, 03 März 2016 18:06)

    Ich mag den hier:

    Seit du
    nicht mehr
    da bist
    vermisse ich
    auch
    mich

    © Hans-Christoph Neuert
    (1958 - 2011), deutscher Aphoristiker und Lyriker
    Quelle: Neuert, Zauberwelten, 2000

  • #280

    Timon (Donnerstag, 03 März 2016 18:10)

    zu Eintrag 275 gefunden:

    Was zunächst wie eine Forderung aussieht, ist manchmal nur ein Hilferuf.

    Benno Blues

  • #281

    Pünktchen (Donnerstag, 03 März 2016 18:16)

    Teilen möchte ich ein gerade gelesenes Gedicht:

    Ich mag besondere Menschen.
    Ich mag Menschen,
    die der Frage näher sind als der Antwort
    und die sich deshalb nie für besonders klug halten.

    Ich mag Menschen,
    die Begegnung zulassen,
    Menschen,
    die mich berühren,
    ohne mich anzufassen

    und ich mag Menschen,
    die sich von mir auf eben diese Weise berühren lassen.

    Ich mag Menschen,
    die präsent sind auf ihre ganz eigene Weise,
    durch ihre Gedanken,
    ihr Wohlwollen, ihre Sehnsucht oder Wehmut.

    Ich mag Menschen,
    die präsent sind und einstehen für ihre Werte,
    ihre Ziele und Überzeugungen,
    aber anderen ihre eigenen Ansichten zugestehen.

    Ich mag Menschen,
    die sich nicht gleich bedroht fühlen von mir,
    nur weil ich anderer Meinung bin.

    Ich mag Menschen,
    die sich Zeit nehmen und die lächeln,
    wenn sie die Schönheit des Augenblicks begreifen.
    Ich mag Menschen wie dich.

    Benno Blues

  • #282

    Pünktchen (Donnerstag, 03 März 2016 18:26)

    Und noch eins,
    ach Mensch

    Seit ich dem Tod einst gegenüber stand,
    ihm meine blasse Hand entgegen streckte,
    seit ich in seine dunklen ruhigen Augen sah,
    verlor die Furcht ich vor dem grauen Ende.

    Wie fühlt ich hingezogen mich,
    mocht fallen sanft in ew'ge Kissen,
    der Mühsal ein Ende bereitet wissen,
    nichts mehr wollen und nichts mehr müssen.

    Ich verlor die Furcht vor dem Tod,
    entsagte dem uralten Erbe.
    Und doch blieb sie da in neuem Gewand,
    für Verlust und Trennung sie fortan stand.

    Ich verlor die Furcht nicht
    vor Ablehnung und Schmerz.
    Es wurd nicht erwachsen,
    das kindliche Herz.

    Wozu diese Furcht?
    Was kann schon geschehen?
    Will ich wirklich halten,
    was lieber mag gehen?

    Will lösen die kindlichen Fesseln
    des Nehmens und Gebens,
    mich fallen lassen
    in die Weisheit des Lebens.

    Es gibt keine Trennung von dem,
    was sich einmal gefunden.
    Auf besondere Art bleibt doch alles
    mit allem verbunden.

    Benno Blues

  • #283

    sybok (Donnerstag, 03 März 2016 20:29)

    ...auch gut:

    Der eine bedarf der Hilfe des anderen.

    Sallust

  • #284

    cupferdrahtl (Donnerstag, 03 März 2016 20:35)

    Hallo lieber Asmus,
    als ich das gerade las, erinnerte ich mich an Deinen Eintrag 274 :-)

    Es ist ein merkwürdiges Schauspiel, ansehen zu müssen, wie die Menschen im geheimen nachgrübeln,
    auf welche Weise sie sich gegenseitig schaden können und sich doch gegen alle Neigung und Absicht einander helfen müssen.

    Luc de Clapiers Vauvenargues
    französischer Philosoph und Schriftsteller (1715 - 1747)

  • #285

    agradecido (Donnerstag, 03 März 2016 20:41)

    "Es ist leicht die Leistung des anderen herab zu setzten"

    Luc de Clapiers Vauvenargues beschreibt das so:
    Es ist leicht, ein Werk zu kritisieren. Aber es ist schwer, es zu würdigen.

  • #286

    P.S. (Donnerstag, 03 März 2016 20:47)

    ... und wieder einmal Ermst Ferstl:

    "Wir brauchen viele Jahre bis wir verstehen,
    wie kostbar Augenblicke sein koennen."

  • #287

    FeliCitas (Donnerstag, 03 März 2016 20:57)

    Danke, liebe P.S.,
    das befürworte ich :-), es tut gut :-)

    und wenn wir diese Erkenntnis dann besitzen, können wir uns die kostbaren Augenblicke gesichert speichern und bei Bedarf jederzeit abrufen,
    so dass wir auch in weniger guten Momenten immer wieder in Gedanken glücklich sein können :-)

    .....und innig lächeln.....

  • #288

    drahty (Donnerstag, 03 März 2016 20:59)

    Der Asmus schildert in Nr. 274 lediglich die Situation, in der er seiner Leitungsverantwortung nicht so ganz nachgekommen ist. Kommt vor, sollte nur nicht zu oft geschehen.

  • #289

    controller (Donnerstag, 03 März 2016 21:05)

    Mein lieber drahty,
    kannst Du an zwei Orten gleichzeitig körperlich präsent sein?

    Und Rufbereitschaft heißt doch, dass er bei Bedarf ansprechbar sein wollte, oder?

    Woher weißt Du, dass der Asmus leitet? Hat er nicht aufgeschrieben :-) nur dass er Verantwortung übernommen hat oder habe ich nicht genau gelesen ...

  • #290

    Asmus (Donnerstag, 03 März 2016 21:37)

    Gesegneten Abend, drahty,

    ich habe nun dazu gelernt.

    Das Problem war in diesem Fall die wirklich komplette Überforderung der Mitstreiter :-)

    "Papi" war weg. :-)

    Ich habe dieses Problem nicht wirklich erkannt, ausgesprochen wurde es nicht, eher gegenteilig signalisiert und ganz ehrlich,
    mein Fehler war die fehlende Vorstellungskraft zu dieser Erkenntnis.

    Nun weiß ich, woran anzusetzen ist.

    Wird wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen, daran zu arbeiten, doch der Anfang ist gemacht :-)

    Danke für Dein interessantes Feedback :-)

  • #291

    cupferdrahtl (Donnerstag, 03 März 2016 22:05)

    Na,
    ich weiß nicht, lieber Asmus,
    aus meiner Sicht hast du, wie Du bereits schriebst, alles Mögliche geregelt. Scheinbar war es hier nicht ausreichend. Und wird es nie sein und werden ??

    Wenn man Menschen Dinge abnimmt, die sie selbst tun könnten, ist es für deren Entwicklung nicht immer förderlich, besonders, wenn das ein dauerhafter Zustand wird.

    Bin gespannt, wie Du das lösen willst. Scheinst ja optimistisch zu sein.
    Ich wäre es wohl eher nicht, nur "stecke" ich auch nicht in "Deiner Materie"

    Gottes Segen für Deinen Weg wirst Du brauchen :-)

  • #292

    Asmus (Freitag, 04 März 2016 18:37)

    und für controller noch: Eintrag 289

    Was ich versuche ist, :-)

    :-)anzuleiten, was sich anleiten lässt:-)


    „Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn anleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten als den Andersdenkenden.“

    Friedrich Nietzsche (Werk: Morgenröte, Aph. 297)

  • #293

    Pünktchen (Freitag, 04 März 2016 20:05)

    Nochmal Benno Blues .... :-)

    Alles, was in deinem Leben Bedeutung hat und jemals haben wird,
    hat diese von dir selbst bekommen.

    Benno Blues

  • #294

    Mirinda (Freitag, 04 März 2016 21:07)


    Schau mal bitte, lieber Asmus,
    Dein Eintrag 290

    "Das Problem war in diesem Fall die wirklich komplette Überforderung der Mitstreiter :-)"

    - zeigt sich in einem anderen Licht, liest man wieder mal von Herrn Blues:
    Nicht die Arbeit, die Schule oder deine Familie überfordern dich. Du selbst bist es, der dich überfordert.

    Benno Blues

  • #295

    kiwi (Freitag, 04 März 2016 21:24)

    ...auch für Asmus zu Nr. 290


    Wer andern gar zu wenig traut,
    hat Angst an allen Ecken.

    Wer gar zu viel auf andre baut,

    erwacht mit Schrecken.
    Es trennt sie nur ein leichter Zaun,
    die beiden Sorgengründer.
    Zu wenig und zu viel Vertraun
    sind Nachbarskinder.

    Wilhelm Busch

  • #296

    Johannes (Freitag, 04 März 2016 21:29)

    (-:scheinbar ein doch ganz gern genutztes Kommunikationselement:-)

    Anerkennende Worte sind eine beliebte Einleitung für anschließenden Tadel.

    Ludwig Wittgenstein

  • #297

    starwars (Freitag, 04 März 2016 22:46)

    Wir haben nun schon längere Zeit keinen Songtext VON IHM UND SEINEN LIEBEN eingebaut,
    nun und jetzt
    ist genau der Moment für diese Auflockerung, so nenne ich es mal :-)

    I.F.D.G. SONGTEXT

    Das Leben kann so schön sein, wenn das Wetter danach ist,
    weil man in der Sonne seine Sorgen schnell vergisst.

    Man sitzt auf einer Parkbank, fühlt sich fast wie ein Tourist,
    das Leben kann so schön sein, wenn das Wetter danach ist.

    Das Leben kann so schön sein, komm, ich zeig dir, wie es geht,
    mach ne kleine Pause, komm absichtlich zu spät.
    Du wirst überrascht sein, dass die Welt sich weiterdreht,
    das Leben kann so schön sein, wenn man nur weiß, wie es geht.

    Das Leben kann so schön sein, wenn man sich nicht stressen lässt,
    einfach nur zu lächeln ist ein herrlicher Protest.
    Man muss sich nicht entscheiden zwischen Cholera und Pest,
    das Leben kann so schön sein, wenn man sich nicht stresst.

    Wir können nicht auf die Party geh´n, denn ich hab nichts an zuzieh´n,
    dann bleibst du halt zuhause und ich geh alleine hin.
    Ich find das gut, ich find das gut.

    Das Leben kann so schön sein, wenn man in der Nase bohrt,
    das ist vielleicht nieveaulos, doch besser als wie gar kein Sport.
    Nimmer mehr als ein, zwei Finger - das ist dann schon Weltrekord,
    das Leben kann so schön sein, und zwar jetzt sofort.

    Einer sagt: In der Nase bohr´n ist noch kein In-Sich-Gehen,
    wenn ich wissen will, was Spaß macht, frag ich ganz bestimmt nicht den.
    Ich find das gut, ich find das gut.

    Das Leben kann so schön sein, wenn man ab und zu mal tanzt,
    stell dich in die Mitte und zeig uns, was du kannst.
    Ich bin ja ein Meister der getanzten Eleganz,
    das Leben kann so schön sein mit etwas Ignoranz.

    Ey Chef: Das sieht voll Kacke aus, wie du dich hier bewegst,

    du weißt, dass du aus der Band fliegst, wenn du dich mit mir anlegst?
    Du tanzt voll gut, echt gut.

    Ich find das gut.

    Das Leben kann so schön sein, wenn man sich nicht stressen lässt,
    einfach nur zu lächeln ist ein herrlicher Protest.

    Man muss sich nicht enscheiden zwischen Cholera und Pest,
    das Leben kann so schön sein, wenn man sich nicht stresst.

  • #298

    Maria (Samstag, 05 März 2016 08:29)

    Kennt Ihr die "Geschichte" mit Martha und Maria,
    gerade habe ich hierzu diesen Satz gelesen und finde ihn wahrhaft global zutreffend:

    "Meine liebe Martha, du sorgst dich um so viele Kleinigkeiten!"
    Lukas 10, 41

  • #299

    starwars (Samstag, 05 März 2016 09:12)

    NACHTRAG:

    Ich habe leider nicht erwähnt, von wem der Text stammt in Eintrag 297!

    I´m so sorry!

    Der stammt natürlich von Farin Urlaub Racing Team,
    ich war so frei, eine minimale :-) Wortveränderung vorzunehmen, nämlich an Stelle von "Papst" habe ich "Einer" gesetzt :-)

    Bin ein "Liker"
    von Texten, Musik und Fotografie besonders von Farin Urlaub :-)

  • #300

    drahty (Samstag, 05 März 2016 16:19)

    Ihr wißt schon - Drahty gratuliert wieder zum Jubiläum, diesmal dem 300sten. Geht ja gut voran, aber das Vollballern mit Zitaten kann einen manchmal nerven. Und neuerdings schon mit starwars , dem Pabstfälscher.

  • #301

    tellmewhy (Samstag, 05 März 2016 23:05)

    Hierzu fällt mir direkt ein,
    ich habe heute mal wieder ein altes Lied gehört und diese Zeilen hieraus wage ich nun zu zitieren, obwohl ich den drahty nicht so gern nerven möchte :-((-:

    You and me together fighting for our love .....

    Für mich eine gute Ansage für uns Menschen zusammen für das Gute, für unsere Liebe zu Gott zu kämpfen mit Barmherzigkeit, Güte und Nächstenliebe!

  • #302

    Co-Moderatorin (Samstag, 05 März 2016 23:53)

    Gute Nacht, mein liebster drahty :-)

    meine erste Idee auf Deinen Eintrag Nr. 300 war, die wirklichen Zitate zahlenmäßig zu erfassen.
    Dann wiederum stellte ich mir die Frage, was genau möchte denn Drahty nun eigentlich genau mit seinem Eintrag 300 bewirken,

    - weniger Zitate
    - mehr eigene Formulierungen
    - Gedichte?
    - Predigten?
    - ausgewogene Einträge jeder Klassifizierung?
    - spezielle Themen

    Wir möchten gern auch Drahty´s Wünschen entsprechen
    und garantiert nicht nur unseren eigenen Vorstellungen, das hilft niemandem weiter :-)

  • #303

    Paul (Sonntag, 06 März 2016 16:22)

    Mich beschäftigt heute die Mathematik, mit der ich mich doch eher selten befasse und mich immer freue, wenn andere rechnen können:

    Zukunft:-) etwas, das meistens schon da ist, bevor wir damit rechnen.
    Unbekannt

    ...und mein Trost als ungeübter Rechner:

    Albert Einstein werden diese Worte zu geschrieben:
    Mach' dir keine Sorgen wegen deiner Schwierigkeiten mit der Mathematik. Ich kann dir versichern, dass meine noch größer sind.

    Albert Einstein

  • #304

    FeliCitas (Dienstag, 08 März 2016 03:07)

    ... hat nicht ausschließlich mit Mathematik zu tun, dennoch interessant:

    Newton, Pascal, Bossuet, Racine, Fénelon,
    das heißt die erlauchtesten Männer der Erde in dem philosophischsten aller Jahrhunderte und in der Vollkraft ihres Geistes und Lebens haben an Jesus Christus geglaubt.

    Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues
    (1715 - 1747), französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller

  • #305

    Maria (Mittwoch, 09 März 2016 17:21)

    Na dann wird nun erst mal Fénelon zitierend genutzt::

    Es gibt keine wahre Sanftmut ohne Demut.
    Während wir in uns selbst vernarrt sind, sind wir anderen gegenüber leicht verärgert.

    Lasst uns davon überzeugt sein, dass wir nichts verdient haben, und dann wird uns nichts stören.
    Lasst uns oft an unsere Schwächen denken, damit wir anderen gegenüber nachsichtig werden.

    Fénélon
    (1651 - 1715), eigentlich Francois de Salinac de La Mothe-Fénelin, französischer Erzbischof und Schriftsteller

  • #306

    Paul (Mittwoch, 09 März 2016 17:28)

    Interessant :

    Was ich dir anbieten kann, ist nur mein Ich.
    Doch was ich mein Ich nenne, gehört dir nicht weniger als alles Andere.

    Zitate /Gedichte n° 3980 : Fénélon , (1651- 1715), Französischer Philosoph , Christentum / Katholizismus
    Source : Lettres...., I, 4, 1, in Œuvres philosophiques, Paris, Charpentier, 1863, P.195 (Übersetzt aus dem Französischen :V.0)

  • #307

    Antonia (Mittwoch, 09 März 2016 17:36)

    Daran bin ich gut gewöhnt :-)))

    Das Unbegreifliche ist Gottes Kleid.

    Jean Baptiste Racine
    (1639 - 1699), französischer Dramatiker

  • #308

    P.S: (Donnerstag, 10 März 2016 19:19)

    habt ihr denn schon einen Urlaubsplatz?

  • #309

    Livius Herz (Donnerstag, 10 März 2016 19:19)

    Genau, Antonia, die Kleider sind unbeschreiblich, nicht in Worten ausdrückbar und somit gilt:

    Wie Tote nicht von selbst auferstehen, so können Menschen auch ihre Bekehrung nicht selbst zustande bringen.

    Charles Haddon Spurgeon
    Quelle: Männer und Frauen des Neuen Testaments, CLV, 2010, Seite 269

  • #310

    cupferdrahtl (Donnerstag, 10 März 2016 19:26)

    Hallo P.S.,

    gefällt mir, Deine Frage, an Urlaub denke ich sehr gern.

    Wobei ich überall Urlaub machen kann und mache:-)
    Somit habe ich ganz viele Urlaubsplätze:-) :-)

  • #311

    Paul (Donnerstag, 10 März 2016 19:29)

    Schaut mal, ich habe gerade das gelesen:

    Nie ist ein Mensch der Mittelpunkt der Gemeinde, sondern immer nur der Herr!

    Erich Schnepel
    Quelle: Jesus im Römerreich, Bethanien Verlag, 2013, Seite 39

  • #312

    Johannes (Donnerstag, 10 März 2016 19:43)

    Zu P.S. zum Urlaubsplatz,
    weil ich gerade so müde bin:

    In den Ferien bekommen wir das Privileg der Tiere zurück: zu schlafen, wenn wir müde sind.

    © Walter Ludin
    (*1945), Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Buchautor, Mitglied des franziskanischen Ordens der Kapuziner

    Obwohl, nicht in allen Ferien,
    manchmal wählen wir uns auch freiwillig das Wachbleiben oder Frühaufstehen zu Gunsten anderer Aktivitäten, denen wir auch in den Ferien eine höhere Priorität zu gestehen.

  • #313

    Pünktchen (Donnerstag, 10 März 2016 20:09)

    ... oder gerade in den Ferien,
    weil wir sonst im Alltag all die anderen Verpflichtungen bewältigen möchten ... :-) soll ja nicht soviel liegen bleiben :-)

    Also meine diesjährigen Urlaubsorte fern dem Wohnplatz werden voraussichtlich eine Stadt, in der ich tanzen möchte, sein,
    Natur und Wege, sowie Orte in der Gegend "um mich herum",
    dann plane ich an einen Platz am Meer zu sein
    und wenn nichts anderes dazwischen kommt, möchte ich auch noch gut zu Fuß im Ausland unterwegs sein :-)

    Und ich bin nicht allein unterwegs :-)



  • #314

    Miriam (Donnerstag, 10 März 2016 20:12)

    Ja, mir fiel dies hier auf:

    Das Praktische am Urlaub ist, dass er einem nicht nur die Kraft gibt, die Arbeit wieder aufzunehmen,
    sondern einen auch derart pleite macht, dass einem gar nichts anderes übrig bleibt.

    Unbekannt

  • #315

    Pünktchen (Donnerstag, 10 März 2016 20:17)

    .............und diese beiden finde ich richtig Klasse! :-))) :-))))

    Urlaub eines Selbständigen:
    die Fortsetzung der Arbeit mit anderen Mitteln.

    Unbekannt

    -----------------------------------------

    Urlaub:
    Freizeit, die man den Arbeitnehmern gewährt, um sie daran zu erinnern,
    dass das Unternehmen auch ohne sie auskommt.

    Unbekannt

  • #316

    cupferdrahtl (Samstag, 12 März 2016 17:02)

    Für den heutigen Abend:


    Ein Morgengebet

    Ich hatte gefürchtet,
    dass die Wolkenkratzer mit all ihrem Beton
    die Morgenröte verletzen könnten.

    Aber man muss gesehen haben,
    wie empfänglich sie sind für das Morgenlicht:
    wie sie die Waffen strecken,
    wie sie ihre Schärfe verlieren
    und ihre Seele aus Eisen!

    Sie lassen sich einhüllen vom unwiderstehlichen Zauber der heiligen Stunde,
    wenn die ganze Natur sich aufrafft und das Lied der Geschöpfe anstimmt.

    Der Mensch spannt Telefondrähte quer durch die ganze Stadt
    und gibt keine Ruhe,
    ehe er nicht die ganze Welt in Rufweite hat.
    Das Radio, das keiner Drähte bedarf, reizt und verlockt zu noch mehr Geschwätz.

    (aus: Helder Camara, Mach aus mir einen Regenbogen, Zürich 1981, 4)

  • #317

    Asmus (Samstag, 12 März 2016 17:17)

    Kennt Ihr die Story aus der Bibel mit dem verlorenen Sohn?

    Bei Gesprächen hierzu kam und kommt oft die Meinung auf, dass es gerecht sei, was der Bruder sagt, der im Hause seines Vaters seine Arbeit treu verrichtete,
    eine schöne Antwort hierzu hat Helder Camara gefunden:

    Ich bete unaufhörlich für die Bekehrung des Bruders des verlorenen Sohnes.
    Der erste ist aufgewacht aus seiner Sünde.
    Der zweite - wann wird er aufwachen aus seiner Tugend?

    (aus: Helder Camara, Mach aus mir einen Regenbogen, Zürich 1981, 35)

  • #318

    Cynthia (Samstag, 12 März 2016 18:13)

    .............. zum Thema Urlaubsplatz von P.S.:

    Ich werde bald an Zitrusbäumchen in Bayern schnuppern,
    später dann versuchen, geistig bewegt durch Argentinien zu schwingen, um dann wieder engeren Kontakt zur Mutter Erde zu entwickeln, deren fester Begleiter der Himmel ist.

  • #319

    starwars (Samstag, 12 März 2016 19:03)

    Zur guten Nacht:

    Du bringst meine Bequemlichkeit durcheinander, Herr,
    erschütterst mein Selbstvertrauen,

    lachst über meinen unangebrachten Stolz
    und bringst zu Fall meine Planungen, Träume und Ambitionen.

    Wenn dann alles verloren scheint,
    richtest Du alles wieder mit Deiner ganzen Intelligenz und all Deiner Liebe,
    als hättest Du nichts anderes zu tun,
    Herr, Gott des Alls.

    (aus: Helder Camara, Der Traum von einer anderen Welt, München 1987, S. 47f.)

  • #320

    Pünktchen (Samstag, 12 März 2016 20:17)

    Ich setze jetzt einfach mal bewusst diesen Text dazwischen:-)
    weil ich ihn gern mag und obwohl ich gerade richtig glücklich bin auch an die gerade traurigen Menschen denken möchte:

    BELIEBTER SONGTEXT
    VON FARIN URLAUB

    SUMISU SONGTEXT

    Unsere Tage waren dunkel
    Unsere Hemden waren schwarz
    Wir standen ständig auf dem Schulhof in der Ecke und wir tauschten
    Tief enttäuschte Blicke aus

    Und immer wenn wir traurig waren
    Und traurig waren wir ziemlich oft
    Gingen wir zu dir nach Hause
    Und da hörten wir die Smiths

    Unsere Nächte waren einsam
    Unsere Herzen waren schwer
    Es gab niemanden, der uns verstehen konnte oder wollte
    Und so kamen wir uns näher

    Und immer wenn wir traurig waren
    Und traurig waren wir ziemlich oft
    Nahm ich dich in meine Arme
    Und dann hörten wir die Smiths

    Manchmal auch The Cure oder New Order
    Aber größtenteils die Smiths

  • #321

    Maria (Sonntag, 13 März 2016 21:05)

    uralte Weisheit immer wieder zutreffend:

    Abraham Lincoln
    Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.

    Der Zugang zur Macht muss Menschen vorbehalten bleiben, die nicht in sie verliebt sind.

    Platon
    (427 - 348 od. 347 v. Chr.), lateinisch Plato, griechischer Philosoph, Begründer der abendländischen Philosophie



    Abraham Lincoln

  • #322

    Josef (Sonntag, 13 März 2016 21:08)

    Ich muss nicht unbedingt gewinnen, aber ich muss ehrlich sein.
    Ich muss nicht unbedingt erfolgreich sein, aber ich muss nach dem Licht streben, das in mir ist.

    (der gehört zum Namen in letzter Position in Eintrag 321)

  • #323

    minc (Sonntag, 13 März 2016 21:14)

    ..... für meine liebsten Freunde:

    „Manche Menschen erziehen uns für Gott, ohne dass sie es wissen.
    Sie sind unsere besten Freunde.“

    ―Eduard von Keyserling
    Zitate und Aphorismen -

  • #324

    Fernseheule (Montag, 14 März 2016 04:47)

    .... ich habe TV geschaut :-) und mir gefiel diese Aussage:

    "Solange unser Lied gesungen wird, kann jeder von uns ewig leben ...."

    aus Forever, TV-Serie

  • #325

    P.S. (Montag, 14 März 2016 09:05)

    ...gefällt mir, liebe Maria, dein bekanntes Zitat von Lincoln und auch dein Eintrag im Gästebuch!

    "Der Akademikergeist neigt immer dazu,
    an einmal aufgenommenen Meinungen festzuhalten
    und sich dabei als Hüter der Wahrheit vorzukommen."

    Claude Henri Saint-Simon

  • #326

    Maria (Montag, 14 März 2016 17:56)

    Abraham Lincoln
    Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.

    Man kennt es, dieses Zitat,
    wenn man es jedoch richtig lebendig erleben darf/kann/muss :-)(-: ist es schon noch mal ganz anders speziell intensiv.

    Hallo P.S.,
    auch mir tut gelegentlich verbaler Zuspruch gut, ich danke von Herzen.

    Ich habe mir meinen Eintrag heute gleich noch mal durch gelesen, hatte Sorge, bin zu elementar unterwegs, hat sich auch aus heutiger Sicht nicht bestätigt.
    Dein neues Zitat von Claude Henri Saint-Simon war mir so nicht geläufig und ist mir persönlich so auch noch nicht oft begegnet.

    Gegrüßet seist Du, liebe P.S.
    von Maria

  • #327

    P.S. (Montag, 14 März 2016 21:05)


    Interessanter Mann:
    Claude Henri Saint Simon,
    ein franz. Adliger, der mit seinem Buch von1825 "Das neue Christstentum" als einer der Mitbegruender der kath. Soziallehre sowie als Vorvater der wiss. Soziologie gilt.

  • #328

    Cynthia (Montag, 14 März 2016 23:57)

    Ich stimme Dir, P.S. zu Eintrag 327

    nach relativ kurzer Recherche schon mal zu:-)
    Und lese sicher noch mal mehr darüber, gute gesegnete Nacht:-)

  • #329

    P.S. (Dienstag, 15 März 2016 21:34)

    schlaf gut, Sündia

  • #330

    Cynthia (Dienstag, 15 März 2016 22:00)

    Danke, finde ich nett, die guten Schlafwünsche :-),
    Du auch,
    was genau heißt in Deinem Falle eigentlich P.S.?

    ....steckt da etwa ein provokanter (-:Streiter:-) drin und auch ein philosophierender Suchender?
    Ist es ein patenter Schütze gar :-) und potenzieller Sehnsüchtiger :-)

    Gesegnete Nacht

  • #331

    Cynthia (Dienstag, 15 März 2016 22:04)

    Bei Sündia fällt mir das ins Auge:

    "Schlechte Beispiele schaden mehr als Sünden."

    - Cicero, Über die Gesetze, III, XIV, 32 -

  • #332

    P.S. (Mittwoch, 16 März 2016 09:38)

    Liebe Cynthia,

    der letzte Eintrag stammt nicht von mir. Das Synonym "P.S." wird mittlerweile noch von jemand anderem genutzt.
    Das war schon einmal der Fall!
    Ich bin sicherlich ein philosophierender Suchender und Kritiker, aber mit Sicherheit kein Zyniker.

  • #333

    Cynthia (Mittwoch, 16 März 2016 15:48)

    Lieber P.S.,

    danke für die zeitnahe Information,

    auch wenn Du kein Zyniker bist, so muss es sie doch auch geben:-)
    Ist schon interessant, zu erfahren, was jeder so denkt.....
    :-(Auch, wenn es schmerzt)-:

    Und konstruktive Kritiker, wenn sie nicht vor sich selbst halt machen, sind enorm wichtig :-)

    Und das Schreiben unter anderen Namen ist wohl nicht vermeidbar, oder, was sagen die Fachleute dazu ......

  • #334

    Gelangweilter (Mittwoch, 16 März 2016 16:21)

    und und und und und und .......... so weiter ................

  • #335

    Meggy (Donnerstag, 17 März 2016 12:21)

    Hallihallo...ich schicke euch allen,die ihr geschäftig unterwegs seid,vielleicht gerade Mittagspause halten dürft,hoffentlich nicht mit ner heftigen Grippe das Bett hüten müsst oder vielleicht gerade einfach nur gelangweilt seid : ganz liebe sonnenscheinreiche Grüße aus meiner Mittagspause... :-) ...

  • #336

    Ungelangweilter (Donnerstag, 17 März 2016 15:46)

    Na, da gehts mir doch gleich sehr viel :-)besser,
    sonnenscheinreiche Grüße habe ich immer besonders gern,

    liebe Meggy,
    ich freue mich, dass meine Langeweile in Bezug auf und und und und .....
    durch Deine sonnigen Grüße nun durchbrochen wurde.

    Herzlichen Dank:-)

  • #337

    Streithammel (Donnerstag, 17 März 2016 16:11)


    Die hohe Kunst des Streitens besteht darin, für etwas zu sein, ohne gegen etwas zu sein.

    Benno Blues

  • #338

    ModeratoranAdministrator (Donnerstag, 17 März 2016 16:14)

    Sehr verehrter Admini.,

    ich bin hocherfreut über diesen Suchlauf,
    herzlichen Dank für diese wunderbare Einrichtung :-))

  • #339

    Zitierender (Donnerstag, 17 März 2016 16:22)

    Ich muss heute nochmal dieses Satzende
    vom Eintrag 198 des Philosophen (Mittwoch, 24 Februar 2016 12:23)
    wegen enormer Aktualität und Bedeutung heraus holen:

    ........................................... wir alle sind nur Menschen, Brüder und Schwestern und, wenn Du mir weh tust, tust Du auch dir selbst weh. Auch, wenn Du es nicht gleich spürst.

  • #340

    o stern (Freitag, 18 März 2016 04:39)


    in unsere Herzen

    schrieben
    gottes finger
    verheißungen
    vor aller zeit,
    leuchtend
    stärker noch
    in bangen nächten,
    beflügeln
    zum aufbruch,
    die immer noch hoffen
    und reich werden lässt
    am beginnenden
    ende des weges;

    wervoll jetzt
    unschätzbar schön,
    leicht zugleich,
    schwebend ins göttliche,
    dazwischen die myrrhe,
    lindernd den schmerz,
    stärkung für unterwegs
    auf der wallfahrt
    zur ewigkeit.

  • #341

    Schott (Freitag, 18 März 2016 04:51)

    ZUR 1. LESUNG
    In Jesaja 42 (vgl. 6. Januar) wurden die Berufung des Gottesknechts und seine Ausrüstung mit dem Geist Gottes beschrieben.
    Ein zweites Lied vom Gottesknecht (Jes 49,1-6) zeigt die Schwere seiner Mission.
    Das dritte Lied (die heutige Lesung) zeichnet ihn als den vollkommenen Jünger und treuen Propheten, der nicht zurückweicht vor Spott und Verfolgung.


    ERSTE LESUNG
    Jes 50, 4-7

    Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen, doch ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate (Drittes Lied vom Gottesknecht)
    Lesung aus dem Buch Jesaja

    4 Gott, der Herr, gab mir die Zunge eines Jüngers, damit ich verstehe, die Müden zu stärken durch ein aufmunterndes Wort.
    Jeden Morgen weckt er mein Ohr, damit ich auf ihn höre wie ein Jünger.

    5 Gott, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet. Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht zurück.

    6 Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen, und denen, die mir den Bart ausrissen, meine Wangen.
    Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel.

    7 Doch Gott, der Herr, wird mir helfen; darum werde ich nicht in Schande enden. Deshalb mache ich mein Gesicht hart wie einen Kiesel; ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate.

  • #342

    Miriam (Freitag, 18 März 2016 05:20)


    ER sagte in wenigen Worten, wo es lang geht:
    Wo dein Schatz ist, da ist dein Herz.
    Uns prägt, was wir lieben.

    Auszug aus einer Meditation zum Hungertuch 2015 von Claudia Kolletzki, MISEREOR,
    der mir persönlich sehr nahe geht.

  • #343

    Zyniker (Freitag, 18 März 2016 05:29)

    zu 332 und 333

    Zynismus ist schonungslose Selbstkritik – am anderen….

    © Elmar Kupke
    (*1942), deutscher Aphoristiker und Stadtphilosoph
    Quelle: Kupke, Aporismen 2, 1985

  • #344

    Zyniker (Freitag, 18 März 2016 05:32)

    ... und noch einer zum Thema:

    Man soll nicht zynisch sein! Sagt das mal dem Schicksal! Das traut ihr euch nur nicht.

    © Erhard Blanck
    (*1942), deutscher Heilpraktiker, Schriftsteller und Maler

  • #345

    Pünktchen (Sonntag, 20 März 2016 20:12)

    Mich selbst
    möchte ich mit diesen Worten auf "Trab" bringen:


    „Seid aber Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, die sich selbst betrügen.“
    (Jakobus 1,22)

  • #346

    Pünktchen (Freitag, 25 März 2016 18:24)

    Beim Aufräumen oder Suchen :-) fielen mir heute diese Worte, leider ohne Verfasser ins Auge:

    Wer dich verletzt,
    ...... macht dich stark.

    Wer dich beneidet,
    .........macht dich wertvoll.

    Und manchmal ist es
    amüsant,
    zu wissen, dass die,
    die dir das Schlimmste wünschen,
    verkraften müssen,
    dass dir das Beste passiert.

  • #347

    Asmus (Samstag, 26 März 2016 14:40)

    Liebes Pünktchen,

    ich lese den auch gerade,
    bei mir im Text steht als 2. "Strophe" noch:

    Wer dich kritisiert,
    ...... macht dich interessant.

  • #348

    Meggy (Sonntag, 27 März 2016 00:14)

    Der Herr ist auferstanden,
    er ist wahrhaftig auferstanden !

    Halleluja !

    Ich wünsche euch allen gesegnete und frohe Ostern :-)

  • #349

    minc anMeggy (Sonntag, 27 März 2016 08:23)


    ICH WÜNSCHE DIR, DASS DANN UND WANN
    DER HIMMEL ÜBER DIR OFFEN STEHT;
    DASS GOTTES GLÜCK AUF DICH FÄLLT UND DICH BEFREIT;
    DASS SEINE STIMME DICH BEIM NAMEN NENNT
    UND NACH HAUSE HOLT
    UND DU LEBST UNTER DEM ZELTDACH SEINER LIEBE.

    (Tina Wilms)

  • #350

    Pünktchen (Sonntag, 27 März 2016 08:40)

    Geheimnis der Auferstehung:

    Papst Franziskus in der Osternacht:

    "Um ins Geheimnis einzutreten,
    bedarf es der Demut - der Demut, sich zu erniedrigen, vom Sockel unseres so stolzen Ichs, unserer Anmaßung herunterzusteigen;

    der Demut, bescheidener zu werden und anzuerkennen, was wir wirklich sind: Geschöpfe mit Vorzügen und Mängeln. Sünder, die der Vergebung bedürfen."

    Um ins Geheimnis einzutreten, bedürfe es der "Entäußerung der eigenen Vergötterungen".

  • #351

    Lesender (Sonntag, 27 März 2016 08:53)


    "Change your character
    ------------------------
    not yourself"

    .....gefunden bei VIU Brillenwerbung :-),
    für mich passt das prima zum Eintrag 350!

  • #352

    Pünktchen (Sonntag, 27 März 2016 09:06)

    Lieber Lesender, gesegnete Ostern,
    Dein Eintrag inspiriert auch mich gerade weiter:

    Georg Christoph Lichtenberg über den Wandel:

    "I don't know whether things will get better when they change.
    But things must change if they are to get better."

    "Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird.
    Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll."
    __________________________________________________

    Eine schöne persönliche Option:

    "Ich weiß nicht, ob ich besser werde, wenn ich anders werde,
    Und ich muss anders werden, wenn ich besser werden möchte."

  • #353

    Meggy (Sonntag, 27 März 2016 09:58)

    ...lieber Minc,

    ...Danke...

    ...dein Eintrag hat mich sehr berührt...

    ~sei gesegnet~

  • #354

    minc anMeggy (Sonntag, 27 März 2016 11:00)

    Liebe Meggy,

    damit berührst Du mich jetzt :-))

    "Man kann nur in Berührung sein, wenn man fühlt."
    Anaïs Nin

    Dein Minc

  • #355

    Empathischer (Sonntag, 27 März 2016 11:04)

    Und das sagt sie auch,
    diese Anaïs Nin,
    französische Schriftstellerin (1903 - 1977):


    Wenn wir unsere Fähigkeit verfeinerten, echte Beziehungen zu unseren Nächsten herzustellen,
    wenn wir die Leute in unserer unmittelbaren Umgebung wirklich wahrnähmen und verstünden,

    könnten wir auch die Menschen in weiter Ferne verstehen, anstatt mit ihnen Krieg zu führen.

  • #356

    FC (Montag, 28 März 2016 20:47)


    Auferstehung

    Was genau bedeutet eigentlich Auferstehung für uns Christen?

    Dass es jederzeit den richtigen Augenblick gibt, umzukehren.

    Dass jeder Moment unseres Lebens ein neuer Beginn im Sinne Christi sein kann.

    Um dieses Wunder zu erleben, bedarf es zunächst einer Sache:
    Lasst uns mit unserem Glauben intensiv befassen, mit dem Leben Jesu beginnend. Lasst uns nicht passiv abwarten, was mit uns geschieht.
    Lasst uns unser Leben aktiv in die Hand nehmen und bewusst Prioritäten setzen!

    Jetzt,
    nicht morgen oder übermorgen. Wir haben Ostern gefeiert. Jesus Christus ist auferstanden. Er ist unser Vorbild.

    Wie ist er auferstanden?

    Er hielt jede menschliche Schwäche und alle Grausamkeiten seiner Nächsten aus, ohne sich zu widersetzen.
    Er ließ sich der Lüge, der Übertretung von Gesetzen, jeder nur möglichen Schandtat beschuldigen ohne Widerworte.

    Er wusste im Vorfeld, wie sinnlos es sein würde Gottes Willen nicht anzuerkennen.
    Für Jesus war stets klar: Was geschieht, ist SEIN Wille, der unseres Vaters.
    Und dieser SEIN Wille macht Sinn!

    Wenn das auch uns gelingt und wir es schaffen, wie Jesus im Sinne unseres Vaters durchs Leben zu wandeln, sind wir auf dem richtigen Weg!

    Menschen verletzen uns mit Worten,
    greifen uns bewusst an, verbreiten Unwahrheiten über uns?
    Na und? Lasst uns für sie beten! Denn genau sie benötigen unsere Liebe und unser Gebet.
    Das jedenfalls ist es, was unser Glaube lehrt, was unser Vater im Himmel von uns möchte.

    Was genau ist denn Jesus geschehen, spätestens auf dem Weg zur Kreuzigung, Bespuckung, Gelächter über seine Lage waren sicher nur die Anfänge aller Rohheiten …..

    Bist Du Lehrer, fühlst Dich nicht respektiert von einem Schüler, provoziert und gedemütigt hierdurch? Nimm die Lage bewusst an als Dein Kreuz durch Gott.
    Bete für Deinen Schüler, der Dir das Leben so schwer macht, nimm die Schwierigkeit an als Prüfung Gottes, er möchte sehen, wie Du Dich hier bewährst.
    Verzage nicht, lass diesen Schüler nicht fallen, übe dich in Demut, bis Du auch dieses Schaf gerettet hast. Das jedenfalls wäre die Intention Jesu …

    Menschen tun uns bewusst Unrecht, lassen uns mehr arbeiten als sie, geben uns Arbeiten, die sie selbst nicht gern tun oder die ihnen zu schwierig sind?
    Na und? Wenn wir dann diese verachtete Arbeit gut und gern tun, soll das nicht unser Schade sein! Nein, genauso wachsen wir für Gott!

    Hast Du einen Menschen zum Vorbild, der genau das erreicht hat, was Du Dir für Dich wünschst? Sei vorsichtig in Deiner Wertung und Betrachtung.
    Nicht Menschen können vollständig unserem Vorbild entsprechen, nur einer kann dem wahrhaft entsprechen- Jesus Christus!
    Und bedenke, Deine Entscheidung zu Deinem Verhalten kann Dir niemand abnehmen, falls Du falschen Vorbildern nach eiferst!
    Bete zu Gott, dass er Dir hilft bei Deinen Entscheidungen.

    Wenn wir unsere Orientierung auf IHN richten, sind wir auf dem Weg zur Auferstehung. Amen.

    Und mit Sicherheit ahnen wir nicht, welche Wunder ER uns dann schauen lässt ! :-))

  • #357

    FeliCitas (Montag, 28 März 2016 21:05)


    .......

    Erst wenn wir die dunkelsten Stunden überlebt haben, ahnen wir, was Auferstehung heißt.

    © Ernst R. Hauschka
    (1926 - 2012), Dr. phil., deutscher Aphoristiker, Lyriker, Essayist und Bibliothekar
    Quelle: Hauschka, Worte, die reden können, Verlag J. Pfeiffer, München, 1988
    [+]

  • #358

    FeliCitas (Montag, 28 März 2016 21:06)


    Wenn wir Gott in unserem Herzen haben, dann soll es brennen. Das Herz der Jünger von Emmaus brannte schon, als sie ihn nur sprechen hörten.

    Johannes Baptist Maria Vianney
    (1786 - 1859), genauer Jean-Marie Baptist Vianney, französischer katholischer Geistlicher, »der Pfarrer von Ars«, wurde 1925 heilig gesprochen

  • #359

    Pünktchen (Montag, 28 März 2016 21:15)


    Nur wer das Herz hat zu helfen, hat das Recht zu kritisieren.

    Abraham Lincoln

  • #360

    Maria (Montag, 28 März 2016 21:15)


    Am Ende gilt doch nur, was wir getan und gelebt - und nicht, was wir ersehnt haben.

    Arthur Schnitzler

  • #361

    Linus (Montag, 28 März 2016 21:16)


    Tu' alles Gute, das Du vermagst, und tue es so leise wie möglich.

    Charles Dickens

  • #362

    Besucher (Montag, 28 März 2016 21:18)

    Wie weise:

    Verurteile niemand, bevor du in seiner Lage warst.

    Talmud

  • #363

    ältereDame (Montag, 28 März 2016 21:20)

    .... ebenso weise:

    Wer sich um andere kümmert, hat keine Zeit, alt zu sein.

    Wilhelmine Lübke

  • #364

    amore motus (Montag, 28 März 2016 21:21)

    .... och ist der schön für mich:

    Den Frieden kann man weder in der Arbeit noch im Vergnügen, weder in der Welt noch in einem Kloster, sondern nur in der eigenen Seele finden.

    William Somerset Maugham

  • #365

    Pünktchen (Sonntag, 03 April 2016 21:57)

    Gibt es Probleme :-)

    Probleme hat man heutzutage fest im Griff, deshalb sind sie so schwer zu lösen.

    Ron Kritzfeld
    (*1921), dt. Aphoristiker

  • #366

    Linus (Sonntag, 03 April 2016 22:00)

    Was meint Erwin Guido Kolbenheyer dazu?

    Die ungelösten Probleme halten einen Geist lebendig und nicht die gelösten.

    (1878-1962), dt. Schriftsteller

  • #367

    Miriam (Sonntag, 03 April 2016 22:02)

    Wie findet Ihr das:

    Das Wort "Problem" würde ich im Unternehmen am liebsten verbieten. Probleme machen Angst, wer statt dessen "Aufgabe" sagt, schafft Mut.

    Herbert Gienow
    (*1926), dt. Topmanager, Vorstandsvors. Klöckner Werke AG a.D.

  • #368

    Paul (Montag, 04 April 2016 11:20)


    Gottes Wesen erkennen

    Sprecher: Hartwig Henkel - Datum: 29.07.2010
    An dieser Predigt orientierend möchte ich Auszüge zitieren und somit zu eigenen Gedanken anregen:

    Beginnen möchte ich gern mit diesem Gebet:

    „Und nun, wenn ich also Gunst gefunden habe in deinen Augen, dann lass mich doch deine Wege erkennen, so daß ich dich erkenne, damit ich Gunst finde in deinen Augen, und bedenke, daß diese Nation dein Volk ist!“

    Gott handelt nie willkürlich, sondern ausgleichend anpassend.
    ER orientiert sich hierbei an unseren unterschiedlichen Haltungen zu IHM, so dass wir unsere eigenen Umstände in der Tat nie mit denen anderer Menschen vergleichen können.
    Und genau deshalb sagt Paulus im 1.Kor 10,

    „dass die Geschichten von Israel uns überliefert wurden, damit wir sehen, wie Gott an Menschen handelt. Weil Er heute noch genau so handelt,
    sollen diese Geschichten uns als Warnung und Ansporn dienen.“

    Es kommt einzig auf unsere Herzenshaltung an,
    Gott allein kann sie sehen und weiß, wie es in uns aussieht. Ihm können wir nichts vorspielen.

    „Der Schreiber des Hebräerbriefes erinnert an das Scheitern Israels beim geplanten Einzug ins gelobte Land:

    Allezeit gehen sie irre mit dem Herzen. Sie aber haben meine Wege nicht erkannt. Heb 3,10 b

    Der Verfasser zeigt uns, dass der Grund für Israels Unglauben darin lag, dass es Gottes Wege nicht kannte und ein verkehrtes Herz hatte, das ständig in die Irre ging.
    Dann wendet der Verfasser dies auf uns heute an und warnt uns:

    Seht zu, Brüder, dass nicht etwa in jemandem von euch ein böses Herz des Unglaubens sei im Abfall vom lebendigen Gott, Heb 3,12

    Der Abfall vom Herrn kommt also durch ein böses Herz zustande, das den Herrn nicht erkennen und auch nicht vertrauen kann.“

    Die Schwierigkeit besteht darin, uns zu erinnern, dass Gott nur eines möchte: unser Herz!
    Dass wir bei Jesus sind, ihm zuhören, unser Leben, unseren Glauben darauf richten, was höchste Priorität hat:
    Liebe zu Gott, zu uns und unserem Nächsten.

    Mir persönlich gefallen diese Worte vom Autor der Predigt, die ich nicht treffender formulieren würde:

    „Aber Ihm zu gefallen, ist das Zentrum unserer Berufung!

    Wir legen oft sehr viel Wert auf äußere Aktivitäten, Dienste, Programme und Veranstaltungen.

    Aber dem Herrn ist zuerst unser Herz wichtig. Zu Martha sagte der Herr: Du bist um vieles besorgt und beunruhigt, aber EINES ist nötig.
    Dieses Eine war das, was Maria erwählt hatte:
    bei Jesus zu sein, Seine Worte zu hören und Ihn anzuschauen.

    Das ist genau das Eine, das David in seinem Leben wichtig war und deshalb den ersten Platz einnahm: die Schönheit des Herrn anzuschauen. (Ps 27,4)

    Was wir dringend brauchen, ist eine Lehre und ein Lebensstil, wodurch wir lernen, unserem Gott zu vertrauen.“

  • #369

    Pünktchen (Montag, 04 April 2016 11:26)

    Lieber Paul,

    ich finde dieses Gebet passend zu deinem Anliegen:

    O Maria,
    Mutter Jesu,

    die du ihn aufgenommen hast, lehre uns aufnehmen;

    die du ihn angebetet hast, lehre uns anbeten;

    die du ihm nachgefolgt bist, lehre uns nachfolgen.

    Amen.

  • #370

    Miriam (Montag, 04 April 2016 11:43)

    Zum Thema vieler Gespräche bezüglich
    " auf unser Herz hören" oder wie kann ich Zeichen von Gott spüren, seine Stimme hören oder einen Lebensstil im Sinne Gottes führen,

    fand ich Folgendes interessant:

    Wir sollten dabei auch sensibel dafür werden, wie wir gestrickt sind,
    damit wir unserem verletzten Ego beim Hineinhören in uns selbst nicht immer wieder auf den Leim gehen.

    An bestimmten Punkten empfinde und denken wir „gesund“: wenn wir etwa Mitgefühl, Unerschrockenheit, fröhlicher Hoffnung oder ehrlicher Betroffenheit in uns entdecken.

    Aber an anderen Stellen sind wir „verwundet“: etwa wenn wir zu unvernünftiger Wut, Angst, Hoffnungslosigkeit oder zu Neid neigen.
    Diese Emotionen beeinflussen auch unser „inneres Gehör“.

    gefunden unter: http://www.jesus.ch/lebenshilfe/glaube/christsein/gebet_fuerbitte/134057-die_stimme_gottes.html

  • #371

    Antonia (Montag, 04 April 2016 11:54)


    ........ ich bete mit Franz von Assisi:

    Hilf uns, immer zu wollen, was Dir gefällt, damit wir innerlich geläutert und erleuchtet werden,
    damit wir, erfüllt vom Feuer des Heiligen Geistes, den Spuren deines geliebten Sohnes folgen können, unseres Herrn Jesus Christus.

    Amen
    …Jesus, der in den Himmel aufgefahren ist.

  • #372

    Miriam (Dienstag, 05 April 2016 23:16)

    Falls
    es mir nicht ganz so richtig gut geht, denke ich an diese Worte von Franz von Sales:

    Schmerz

    "Es ist nicht verboten, ein Vaterunser zu beten, damit die Kopfschmerzen nachlassen,
    aber mein Gott,
    meine Tochter, nein, ich hätte nicht den Mut,
    Unseren Herrn bei dem Schmerz, den er an seinem Haupte litt, zu bitten, keinen mehr am eigenen Kopf zu verspüren."
    (DASal 7,207)

  • #373

    Pünktchen (Dienstag, 05 April 2016 23:23)

    Anekdote aus dem Leben des Franz von Sales:

    9.  Nur sieben Zuhörer

    Am Fest des hl. Stephanus des Jahres 1595 kamen nur sieben Menschen zu seinem Gottesdienst.

    Franz von Sales überlegte ernsthaft, ob es sich bei einer so geringen Zahl an Zuhörern überhaupt lohne, eine Predigt zu haltet.
    Er tat es schließlich trotzdem.

    Unter den Kirchenbesuchern befand sich an diesem Tag zufälligerweise der calvinistische Prokurator von Thonon, Claude-François Dumont.
    Dieser wurde von den Worten des hl. Franz von Sales so getroffen, dass er sofort nach Ende des Gottesdienstes auf Franz zuging und um die Aufnahme in die katholische Kirche bat.

    Franz nahm diesen Vorfall als Zeichen, in Zukunft niemals eine Predigt zu unterlassen, egal wie gering die Zahl der Zuhörer auch sein mag.

    Liebe Miriam,
    ich finde,
    wann immer wir Fragen, Sorgen und Aufgaben haben, können wir durchaus "beim Franz" Antworten suchen und finden :-)

  • #374

    Strichlein (Dienstag, 05 April 2016 23:28)

    Liebes Pünktchen,

    ich persönlich finde dann auch diese Anekdote von Franz von Sales erwähnenswert:

    17.  Ständig von Frauen umgeben

    Einmal sagte jemand auf ziemlich unhöfliche Weise über Franz von Sales, man sehe ihn immer nur von Frauen umlagert.
    Franz erwiderte darauf: “Das war auch bei unserem Heiland der Fall, und viele murrten darüber – wiewohl ich hier keinen Vergleich aufstellen will.”

    Diese Kritik erlosch jedoch nicht.
    Später sollte jemand auf die Mauer des Klosters der Heimsuchung in Annecy schreiben: "Privatharem des Bischofs".

    Franz von Sales ließ sich davon jedoch nie aus der Ruhe bringen und seine Milde brachte die meisten Verleumder doch wieder zur Vernunft.
    Seine Devise lautete selbst bei größten Anfeindungen und Verleumdungen: "Gott möchte, dass wir unsere Feinde lieben. Sollten wir es nicht wenigstens versuchen."

  • #375

    Cynthia (Mittwoch, 06 April 2016 17:21)


    ...... :-)gerade gelesen und für höchst interessant befunden(-:

    IHR ZITAT DES TAGES:

    Jedermann erfindet sich früher oder später eine Geschichte, die er für sein Leben hält.

    Max Frisch,
    schweizer. Schriftsteller


  • #376

    Maria (Freitag, 08 April 2016 15:58)

    Ich mag Dieses sehr:-))

    Du bist, wer du bist, aus gutem Grund.
    Du bist Teil eines einzigartigen Plans.

    Du hast ein wertvolles, einmaliges Design.
    Du bist Gottes ganz besonderer Mensch.

    Dein Aussehen hat einen guten Grund.
    Unser Gott macht keine Fehler.

    Er hat dich geschaffen im Mutterleib.
    Du bist genau so, wie er dich haben wollte.


    Die Eltern, die du hattest, waren jene, die er wählte.
    Und auch, wenn du es nicht verstehst,
    sie waren passend, um Gottes Plan für dich zu erfüllen,
    und sie tragen das Zeichen des Meisters.

    Dein Schicksal, welches du erlitten hast, war nicht leicht.
    Und Gott hat Tränen über deine Schmerzen vergossen.

    Aber er ließ es zu, um dein Herz zu formen,
    sodass du in seiner Ebenbildlichkeit wachsen konntest.

    Du bist, wer du bist, aus gutem Grund.
    Du bist geschaffen von der Hand unseres Meisters.

    Du bist, wer du bist, geliebt,
    denn es gibt einen Gott.


    - Russel Kelfer -

  • #377

    Constanze (Freitag, 08 April 2016 19:51)


    Bald werde ich meinen "sac à dos", (französisch zu deutsch Rucksack)
    "dos-à-dos" (französisch zu deutsch Rücken an Rücken) schultern und pilgern!!!

    .................... und ........

    Ich freue mich schon so sehr :-)))

  • #378

    Maria (Freitag, 08 April 2016 20:21)

    Passt nun eventuell nicht ganz zum Voreintrag Nr. 377 (Wallfahrt),
    jedoch kann jeder auch auf einer Fußwallfahrt lernen, sich selbst und seine Bedürfnisse nicht über- zu- bewerten :-))

    Menschen sagen oft: " Ich muss auch an mich selbst denken, ich muss auch mich lieben und darauf achten, dass ich nicht zu kurz komme" ...

    Das ist nicht die Aussage Jesu und nicht die Aussage des Evangeliums.

    Zitat aus der Amoris laetitia:

    Freigiebige Loslösung

    101. Oft haben wir gesagt, dass man, um die anderen zu lieben, zuerst sich selbst lieben muss.
    Dennoch behauptet dieser Hymnus an die Liebe, dass diese » nicht ihren Vorteil « bzw. „nicht das Ihre“ sucht.

    Dieser Ausdruck wird auch in einem anderen Text verwendet: » Jeder achte nicht auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen «
    (Phil 2,4).

    Angesichts einer so klaren Aussage der Schrift muss man vermeiden, der Eigenliebe den Vorrang zu geben, als sei sie edler als die Selbsthingabe an die anderen.

    Ein gewisser Vorrang der Eigenliebe darf nur als eine psychologische Voraussetzung verstanden werden, insofern als jemand, der unfähig ist, sich selbst zu lieben,
    Schwierigkeiten hat, die anderen zu lieben:

    » Wer sich selbst nichts gönnt, wem kann der Gutes tun? […] Keiner ist schlimmer daran als einer, der sich selbst nichts gönnt « (Sir 14,5-6).

    102. Doch Thomas von Aquin selbst hat erklärt, dass es » mehr zur Liebe gehört, lieben zu wollen, als danach zu streben, geliebt zu werden «,
    [110]

    und dass in der Tat » die Mütter, welche diejenigen sind, die am meisten lieben, mehr danach trachten zu lieben, als danach, geliebt zu werden «.
    [111]

    Darum kann die Liebe über die Gerechtigkeit hinausgehen und unentgeltlich überströmen, » auch wo ihr nichts dafür erhoffen könnt «
    (Lk 6,35),

    bis sie zur größten Liebe gelangt, das eigene Leben hinzugeben für die anderen (vgl. Joh 15,13).

    Ist diese freigebige Loslösung weiterhin möglich, die es erlaubt, gegenleistungsfrei zu geben und zu geben bis zum Ende?
    Sicher ist es möglich, denn es ist das, was das Evangelium verlangt:

    » Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben. « (Mt 10,8).

  • #379

    Pünktchen (Samstag, 09 April 2016 15:48)

    "externer Controller
    (Mittwoch, 06 April 2016 20:49)
    man weiß nicht, was daran zum wen oder was passen soll - Hauptsache, noch ein Zitat"

    ....... noch zwei, wie ich finde, gute Zitate, besonders auch für den externen Controller:

    So arbeiten,
    als könnte man ewig leben.

    So leben,
    als müsste man täglich sterben.

    Don Bosco 1815 - 1888


    Halt Deinen Leib in Ehren,
    er ist ein edler Schrein,
    in dem das Bildnis Gottes
    soll aufgehalten sein.

    Angelus Silesius 1627- 1677

  • #380

    Antonia (Samstag, 09 April 2016 16:07)

    Rosen

    Die Ros ist ohn Warum,

    sie blühet, weil sie blühet,

    sie acht´t nicht ihrer selbst,
    fragt nicht,

    ob man sie siehet.

    Angelus Silesius

  • #381

    Konstantin (Sonntag, 10 April 2016 16:43)

    Es gibt ja enorm viel Interpretationen zum/zur Amoris laetitia,
    besonders bezüglich der Sicht auf die Aussagen hin zum Thema Wiederverheiratete Geschiedene und Homosexualität als Brennpunkte.

    Ich möchte hierzu zitieren:

    78. »Der Blick Christi, dessen Licht jeden Menschen
    erleuchtet (vgl. Joh 1,9; Gaudium et spes, 22),

    leitet die Pastoral der Kirche gegenüber jenen
    Gläubigen,

    die einfach so zusammenleben oder
    nur zivil verheiratet oder geschieden und wieder
    verheiratet sind.

    In der Perspektive der göttlichen

    75 Relatio finalis 2015, 47. 76 Ebd. 77 Homilie in der Eucharistiefeier zum Abschluss des VIII. Weltfamilientags
    (Philadelphia, 27. September 2015): L’Osservatore Romano
    (dt.) Jg. 45, Nr.40 (2. Oktober 2015), S. 4.

    73
    Pädagogik wendet sich die Kirche liebevoll denen
    zu, die auf unvollkommene Weise an ihrem Leben
    teilhaben: Sie bittet gemeinsam mit ihnen um die
    Gnade der Umkehr, ermutigt sie, Gutes zu tun,
    liebevoll füreinander zu sorgen und sich in den
    Dienst für die Gemeinschaft, in der sie leben und
    arbeiten, zu stellen […]

    Ich lese hier ganz klar heraus, wie das Ideal aussieht. Nämlich geordnet wie im Katechismus der Katholischen Kirche beschrieben.
    Und, was zu tun ist, wenn die Ordnung fehlt, nämlich der Hinweis/die Bitte der brüderlichen Zurechtweisung zur Umkehr.

    Ja und alles Weitere liegt doch nicht am/im Schreiben des Papstes.
    Ich als Christ habe dann zu agieren, wenn ich mein Leben im Sinne der Lehre Jesu ordnen möchte.

    Meine Eigenverantwortung kann mir niemand abnehmen. Und die Gebote bleiben die Gebote.
    Was neu ist, ist Folgendes:

    Der Papst schärft ein, dass die Barmherzigkeit im Zugehen auf den jeweils einzelnen Menschen das alles entscheidende Kriterium für christliches Handeln ist.
    Das ist ein fundamentaler Wechsel in der Pastoral.

    Und ganz ehrlich, das ist genau das, was ich persönlich richtig gut finde!

    Denn genau so verstehe ich meinen Herrn Jesus Christus und sein ganzes Vorleben, Sterben und Auferstehen. Amen. Halleluja.

  • #382

    Paul (Sonntag, 10 April 2016 17:13)

    Bei aller Kritik am Schreiben von Franziskus AMORIS LAETITIA komme ich gerade nicht an

    MATTHÄUS -18,33 vorbei:

    Solltest nicht auch Du Dich Deines Mitknechtes erbarmt haben,
    wie auch ich mich Deiner erbarmt habe?

  • #383

    Christin (Montag, 11 April 2016 09:04)

    Unser Pfarrer predigte am Sonntag von Perspektiv-Wechsel.

    Ich fand die Predigt so spannend, weil ich mich darin wieder erkennen konnte:-)

    Er verdeutlichte sein Thema mit unterschiedlichen Empfindungen, Voraussetzungen z.B. bei der Filmauswahl:

    Es gibt Menschen, die lachen über die Fülle an Theaterblut, bewerten Inszenierung und Kameraführung und es gibt Jene, die sich direkt in die filmische Situation einfühlen.
    Die dann am eigenen Leibe "spüren", was im Film gezeigt wird, die "fühlen", wie sich die gespielte Situation echt darstellt.

    Ganz klar ist für Letztere mancher Film ein starker Kraftaufwand.

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich deshalb nicht besonders viele Filme sehe.
    Ich bin viel zu angestrengt, nach dem ich alle Emotionen "gefühlt" habe, desweiteren muss ich sie auch in der Regel verbergen, bzw. ihre Heftigkeit, da ich mitunter glaube,
    die Theaterblut-Lachfraktion ist zahlenmäßig häufiger vertreten :-))

  • #384

    anton (Montag, 11 April 2016 19:58)

    AMORIS Laetitia: Es ist eben schwierig, wenn ein Mensch - der Pabst - für alle Länder dieser Erde die Bibel übersetzen soll, bzw. den katholischen Glauben vorgeben soll. Das ist in Lateinamerika nun mal anders als in Deutschland. Und jetzt steht jede Landeskirche vor der Aufgabe, seine Worte zu übersetzen. Irgendwie lebt da die evangelische Lehre einfacher, in dem man diesen Zwischenschritt mit dem Pabst einfach spart.

  • #385

    Meggy (Montag, 11 April 2016 21:14)

    Oh je

  • #386

    Konstantin (Montag, 11 April 2016 23:13)


    Hallo Anton,
    für mich ist und bleibt Eines:

    "Der Papst schärft ein, dass die Barmherzigkeit im Zugehen auf den jeweils einzelnen Menschen das alles entscheidende Kriterium für christliches Handeln ist.
    Das ist ein fundamentaler Wechsel in der Pastoral."

    Da brauche ich weiter keine Übersetzungen, ich empfinde diese Worte als eindeutig.... und sie begleiten unseren Papst von Anfang an ....
    er weiß genau , wovon er hier spricht und er macht Eines deutlich:

    Arroganz braucht die katholische Kirche seit Franziskus nicht,
    nur Demut :-))

  • #387

    anton (Dienstag, 12 April 2016 09:40)

    Fein, Konstantin, wenn dir das alles so einleuchtet. Wir alle sind dankbar für die Einstellung unseres Franziskus. Nun aber muss man auch die Kritiker mit ins Boot holen, wie Du selbst in Nr. 381 von "vielen Interpretationen" sprichst oder der Eintrag im Gästebuch, wo sogar ein katholischer Pfarrer "scharf kritisiert". Es wird ja nicht um Arroganz gehen, sondern darum, wie wir das Wort Christi in rechter Weise in unserer gesellschaftlichen Situation leben,
    Will die katholische deutsche Bischofskonferenz in jedem Einzelfall in Barmherzigkeit Eheleute prüfen, die dummerweise schon zum zweiten Mal verheiratet sind? Wer könnte das tun, etwa der Priester, der immer noch nicht bi-sexuell heiraten darf?

  • #388

    Konstantin (Dienstag, 12 April 2016 19:04)

    Aus meiner Sicht bleiben die Gebote das, was sie immer schon sind und waren und natürlich ist es unser Ziel, ihnen zu folgen.
    Tut mir leid, wenn ich die Aufregung dahin gehend nicht so recht verstehe.

    Selbst wenn uns unsere Pfarrer klar sagen, wie es geht, tun wir es denn dann auch alle einheitlich?
    Legt jeder Mensch nicht ohnehin individuelle Maßstäbe an in seiner Eigeninterpretation seines Lebens?

    Wenn ich mich mit vielen Christen unterhalte, hat jeder seine eigene Vorstellung von der Einhaltung der Regeln. Und zwar schon bei den unmissverständlichen Dingen.
    Dafür kann ich mir für mich im Beichtgespräch Rat holen, wenn ich möchte. Und auch hier wird jeder Geistliche seine eigene Perspektive einbringen,
    egal, was der Papst nun geschrieben hat.

    Das war vor Franziskus schon so.

    Wer will denn die Eheleute, die zum zweiten Mal verheiratet sind verurteilen? Mir steht das nicht zu. Ich muss mich um mich kümmern, um meine Sünden. Damit habe ich genug zu tun.
    Was hat denn Jesus gesagt? Kehre um und sündige nicht mehr.

    Und ich lese für mich eindeutig genug heraus, wenn ich nicht den Geboten folge, näher beschrieben im Katechismus, kann ich nach wie vor nicht an den Sakramenten teil nehmen.
    Nur diskriminiert kann ich nicht werden,
    mein Geistlicher wird mir im Beichtgespräch erklären, wie sich die Dinge nach katholischem Recht verhalten, wird mich zur Umkehr anhalten.
    Und dann muss ich mich entscheiden.

    Entbinden uns denn Menschen, die nicht nach den Geboten handeln von unserer eigenen Verantwortung?

    In meinem Boot fahren die Kritiker mit, in meinem Boot kann jeder mit fahren, der mich aushält :-)

  • #389

    Christin (Dienstag, 12 April 2016 20:14)

    „Mein“ Pfarrer kritisiert das besagte Schriftstück AMORIS LAETITIA scharf

    und ich finde, das darf er auch und ich kann ihn aus seiner Sicht sehr gut verstehen.

    Mein Pfarrer wünscht sich klare Ansagen in Bezug auf die Gebote, aus seiner Sicht herrscht unter uns Gläubigen genug Verwirrung um unser Leben im Glauben.
    Das kann ich nur bestätigen.
    -----------------------------------------------
    Hallo mein lieber Anton,

    natürlich kritisiert "mein" katholischer Pfarrer dieses Schreiben nur aus einem einzigen Grund, wie bereits beschrieben,

    weil er sich um seine Schutzbefohlenen arg sorgt.

    Für mich, für uns Gläubige,
    damit wir nicht verloren gehen in dem "Sumpf" von Ungereimtheiten....... (-:und weil nicht jeder Selbststudium hierzu betreibt :-)

    weil er sich für unser Seelenheil interessiert, weil er seinen Job ernst nimmt
    und möglicherweise Zuspruch von "seiner Obrigkeit" in seinem ohnehin schweren Amt benötigt.

    Die er so nun nicht erhalten hat, weil unser Papst seine persönliche Sichtweise/Situation nicht kennt,
    nicht "in seiner Haut steckt" und sein Schreiben in erster Linie möglicherweise eine andere Intention erfüllen soll.

    Ich selbst stelle es mir ebenso unglaublich schwierig vor, Menschen auf den Weg zur Nachfolge Christi bringen zu wollen,
    die mir dann zum Teil Auslegungen ihrer Perspektive präsentieren, die mich dann komplett ratlos erstaunen lassen.

  • #390

    Katharina (Dienstag, 12 April 2016 20:24)

    Zu all diesen Beiträgen gefällt mir,
    wie Franz von Sales den Anspruch an seine Leserschar zum Konzept der Philothea beschreibt:

    Franz von Sales - und das ist wichtig zum Verständnis dieses Buches -
    schreibt seine Philothea für Menschen, die sich entschieden haben, ihr Christsein bewusst zu leben.

    Er selbst schreibt im Vorwort: "Mit meiner Anleitung wende ich mich also an einen Menschen, der fromm sein will und nach der Gottesliebe strebt."

    "Viele Übungen und weitere Schritte, die Franz von Sales rät, sind in ihrem Umfang nur so zu verstehen, dass er eben Leser vor Augen hat,
    die in ihrem Christsein weiterkommen wollen, die mit dem "normalen" Christsein nicht zufrieden sind."

  • #391

    Konstantin (Mittwoch, 13 April 2016)

    Amoris laetitia:

    Ich habe in Kommentaren hierzu von einem Menschen gelesen, der sich zur Homosexualität bekannte und aus religiösen Gründen in Keuschheit lebt.
    Finde ich beeindruckend.

  • #392

    Constanze (Donnerstag, 14 April 2016 21:01)

    Habe heute was Schönes gelesen :-))

    "Füreinander beten, einander beschützen, einander ermahnen, bestätigen und ermutigen: Das ist das Herz von Gemeinschaft."

    – Gordon MacDonald --

  • #393

    Konstantin (Donnerstag, 14 April 2016 21:10)

    Was ist los im Vatikan?
    Unser Papst reist am Samstag, den 16.04.2016 nach Lesbos!

    Was sagen die, die besucht werden?

    Doch so klein die katholische Gemeinde auf Lesbos auch sei, so engagiert sei sie dennoch bei der Aufnahme der Migranten.

    Und darum sei das Kommen des Papstes „auch eine Genugtuung für diese kleine Gemeinde, die wirklich an der Peripherie der Kirche liegt“.
    „Auch weil es bis vor drei, vier Jahren keine feste Präsenz eines katholischen Priesters auf der Insel gab; darum haben diese Gläubigen allein leben müssen,
    ohne eine kontinuierliche Seelsorge.

    Erst vor vier Jahren hat der Bischof beschlossen, dass es einen festen Priester auf der Insel geben soll – und jetzt kommt schon der Papst zu Besuch!

    Also, wir fühlen uns wirklich geschmeichelt, auch wenn wir am Rand liegen...“

    Was sagt der "Vatikan" :

    Vatikansprecher Federico Lombardi sagte dazu auf Anfrage von Radio Vatikan:

    „Wie wir wissen, verfolgt der Papst immer mit großer Aufmerksamkeit alle großen Krisen auf der Welt

    und insbesondere, wenn es dabei Menschen gibt, die leiden und unserer Solidarität und Hilfe bedürfen. …

    Weil es sich bei der griechischen Insel um ein Gebiet handelt, das vorwiegend von orthodoxen Christen bewohnt ist,
    stattet er diesen Besuch zusammen mit Vertretern der orthodoxen Kirche ab.

    Was der Papst dort tut, hat nicht unbedingt einen direkten politischen Charakter
    sondern es hat menschliche, moralische und religiöse Bedeutung, weil er jeden von uns dazu aufruft, Verantwortung für die Mitmenschen zu tragen.“
    (rv 07.04.2016 cz/mg)

  • #394

    Constanze (Sonntag, 17 April 2016 16:41)

    Liebe Meggy,

    ich möchte auf diesem Wege etwas zu unserem Thema schreiben:

    Maulen, Meckern und Motzen

    Was genau ist eigentlich maulen ……
    „Och, immer ich muss das machen, immer mir passiert dieses oder jenes“, …..
    Vielleicht ist uns die maulende Myrte aus den Filmen um Harry Potter bekannt. Egal, was zu ihr gesagt wird, stets ist sie beleidigt, jammert und wirkt weinerlich.
    Nie findet jemand Worte, die ihr zusagen, schon gar nicht, die sie erfreuen könnten.

    …….meckern ………motzen …….
    Mit Gemecker äußern wir Unzufriedenheit, Missfallen und beschweren uns mitunter gehässig:
    „Hier fehlt schon wieder der Punkt auf dem ´i´, das kann doch nicht wahr sein, du musst das doch mal begreifen!“

    Oder schlimmer gar in Abwesenheit Desjenigen:
    „Wieder hat er den Punkt vergessen, so dumm kann sich doch keiner anstellen!“

    Eine der Fragen, die man stellen könnte:
    „Geht es eigentlich ohne Meckern und Maulen?“
    - hat sich aus meiner Sicht mit vorher stehenden Erklärungen bereits beantwortet.

    Niemand möchte bewusst stets jammern, beleidigt sein und durch nichts erfreut werden können. Und wer möchte denn bitte gehässig sein?

    Warum also meckern wir? Warum maulen wir? Warum hören wir nicht auf damit?

    Wie geht es uns denn dabei? Welchen Einfluss hat Gemecker auf die Gemeinschaft?

    Wie ist unser eigenes Befinden, wenn wir meckern, wenn andere meckern?

    Habe ich demjenigen, dem ich mein Gemeckere anbiete, mal hierbei in seine Augen, in sein Gesicht geschaut? Habe ich wahrgenommen, wie es meinem Gegenüber damit ergeht?

    Wie geht es mir selbst, wenn ich meckere? Erreiche ich etwas mit Gemecker? Was genau?



    Hat Jesus gemeckert? NEIN!



    Von Meckern und Motzen klar abgrenzbar ist Auseinandersetzung.

    Hier geht es um eine konstruktive Aktion, um das Bemühen, sich verständlich zu machen, etwas darzulegen.
    Wir möchten durch Auseinandersetzung unterschiedliche Standpunkte im Gespräch klären.

    An uns arbeiten, aufarbeiten, uns befassen, etwas durchdenken, überdenken und uns aufeinander einlassen. Wir möchten debattieren, diskutieren, uns den Themen widmen.
    Das geschieht durch Austausch, durch die Bereitschaft, sich nicht nur berieseln zu lassen, sondern aktiv mitzuwirken.

    Gern lasse ich mich befragen, sollte mehr Austausch hierzu gewünscht sein,
    liebe Grüße und vor allem Gottes Segen



  • #395

    Meggy (Sonntag, 17 April 2016 21:56)

    Liebe Constanze,

    danke...ich komme sicher darauf zurück...

    ...ich habe hier aber noch etwas anderes...schönes...
    Ich durfte heute an der Firmung meiner Nichte teilnehmen (ich war Firmpatin)...und der Bischof Koch sprach in seiner Predigt von den 3 Worten :
    Bleiben
    Beten
    Aufbrechen
    ... daß wir in Geduld unsern Weg in und mit Gott gehen sollen, besonders auch dann, wenn wir unschöne Zeiten, Zeiten der Trockenheit erleben, daß wir trotzdem treu bleiben sollen...nicht nur, wenn alles passt und wir uns rundum zufrieden fühlen...daß wir uns nicht zu sehr ans Materielle/Irrdische hängen sollen...
    ...das Beten nicht vernachlässigen-das Gespräch mit Gott, nicht aufhören sollen zu beten, weil wir uns sonst entfernen...und die Beziehung vielleicht gar stirbt...
    ...und Aufbrechen...hinaus in die Welt...Christsein leben und zeigen...(mein kleiner Gedanke: z.B. zur Himmelwallfahrt)
    ...ich wünsche euch allen eine gesegnete Nachtruhe, daß ihr in Gott und Gott in euch bleibt, ihr immer wieder neue Gespräche mit Gott führen dürft und Dank sowie mit Seiner Hilfe immer wieder neu aufbrechen könnt...

  • #396

    Constanze (Sonntag, 17 April 2016 23:12)

    Oh wie schön,
    ich freue mich, dass Du schreibst :-))

    ...... genau .....
    Wir bleiben Nachfolger Jesu, begegnen allem Bösen mit unseren guten Worten, Taten und Gedanken.

    Wir beten für jeden Menschen, über dessen Aktionen wir uns aufregen wollen.

    Jeden Morgen beginnen wir mit neuem Anfang, das Gute zu tun und das Böse zu unterlassen, mit neuem Aufbruch in die Richtung der Nachfolge Jesu.

  • #397

    3 (Montag, 18 April 2016 14:54)

    Rührendes Erlebnis

    Heute in der Heiligen Messe
    predigte der Pfarrer über Bibelworte und, dass sie ihn oft die ganze Woche begleiten können, wenn er ihnen körperlich "Einlass" verschafft.

    Dann führte er aktiv vor, wovon er sprach:

    Er versetzte sich schauspielerisch in die Rolle des greisen Simeon, der traurig gestikulierend und lange Zeit nachdenklich kein Zeichen erkennt.
    Sehr gut vermag er die tiefe Traurigkeit, Nachdenklichkeit und eine gewisse Hoffnungslosigkeit bis hin zur Resignation durch Mimik und Gestik zu präsentieren.
    Rastlos, den Kopf gesenkt, schreitet er fried-und freudlos durch den Raum. In seinem Gesicht vermag man die Gedanken zu lesen: Herr, wo bist Du? Ich sehne mich nach Dir!

    Aber dann, als ihm Jesus gebracht wird, da überzieht sein Gesicht ein wunderschönes erhellendes Lächeln, seine Gesichtszüge entspannen sich zu so inniger Freude und Frieden,
    er beginnt laut zu singen und erhebt die Arme voller Freude zum Himmel und tanzend singt er immer wieder so etwas wie:

    Laut preist meine Seele den Herrn, laut preist meine Seele den Herrn ........

    Und all jene, die emotional veranlagt sind, fühlen die wahrhafte Tiefe seiner Vorführung und sind innigst zu Tränen gerührt,
    besonders über den wahrhaften Jubel, den jauchzend freudvollen Gesang und die Vollendung des ganzen Körpers, wie er dort tanzend singend die Arme gen Himmel wiegt
    und nicht mehr aufhören will zu jubeln..... Am liebsten möchte man sich direkt zu ihm gesellen und mit einstimmen in den Lobgesang!

    Ich bin tief dankbar, dass Gott uns immer wieder mit solchen Menschen umgibt,
    die er so tief inspiriert, mit seinem Geist erfüllt, dass sie uns auf diesem Wege soviel von SEINER Liebe schenken!

  • #398

    2 (Montag, 18 April 2016 14:55)

    Lieber Paul,

    ich finde dieses Gebet passend zu deinem Anliegen:

    O Maria,
    Mutter Jesu,

    die du ihn aufgenommen hast, lehre uns aufnehmen;

    die du ihn angebetet hast, lehre uns anbeten;

    die du ihm nachgefolgt bist, lehre uns nachfolgen.

    Amen.

  • #399

    1 (Montag, 18 April 2016 14:56)

    Moderator:

    Jesus hat den (Heiligen) Geist seines/unseres Vaters bei der Taufe durch Johannes erfahren,
    die Sternsinger sangen zu Ehren der drei Weisen aus dem Morgenland (Heilige drei Könige) und für alle Kinder in der Welt.

    Dann wollen wir nun den Heiligen Geist mal ganz entspannt wirken lassen :-)
    -------------------------------------------------------------------------------------------
    Inzwischen erreichten mich einige Gedanken,

    die ich wieder, (wie schon im ersten Blog versucht), als Bewusstseinsstrom einfließen lassen möchte.
    Diesen Stil erfand Leo Tolstoi, als er „Anna Karenina“ erdachte.
    Auch William Faulkner bediente sich dieser Art von Mitteilung.

    Es handelt sich hierbei um eine recht anspruchsvolle Erzählform, weil eine oder mehrere Personen ihre Gedanken „fließen“ lassen, es wird versucht, die Wahrnehmungen, Gedanken, Gefühle und Reflexionen einer Erzählfigur subjektiv so wiederzugeben, wie sie ins menschliche Bewusstsein fließen.

    In unserem 1. Blog war es die scheinbar ungeordnete Aneinanderreihung von Zitaten/Gebeten/Texten.
    Hier wurde versucht, vorwiegend mit Zitaten zu arbeiten, wobei Bewusstseinsinhalte und -impulse frei assoziiert ineinander greifen, so, wie sie gerade ins Bewusstsein fallen.
    Sie sind nicht notwendigerweise linear chronologisch geordnet.

    Das ist das Spannende daran, der Leser kann oder soll sogar selbst konstruieren, wie er auf seine eigene Art den Denkfluss interpretiert.

    Und es kann sich nahezu jeder selbst durch Beteiligung einbringen!

    Ich wünsche eine „gute Strömung“

  • #400

    drahty (Montag, 18 April 2016 14:58)

    Erinnert ihr euch? Drahty gratuliert - diesmal zum 400sten Eintrag und tja wie man sieht, durchaus mit Entwicklungspotenzial.

  • #401

    Moderator & Co-Moderatorin (Montag, 18 April 2016 23:00)

    Ich übersetze mal für mich:

    durchaus: unbedingt, unter allen Umständen
    völlig; ganz und gar

    Entwicklungspotential: erweiterungsfähig · (es ist) (noch) mehr zu holen · da geht noch was (ugs.) · (es) geht (noch) mehr (ugs.) · (mit viel) Luft nach oben (ugs.) · (da ist) mehr drin (ugs.)

    Na, gut, lieber Drahty,
    da haben wir ja gut zu tun .......:-))

  • #402

    Pünktchen (Montag, 18 April 2016 23:30)

    Dieses Zitat
    erinnert mich ganz klar an Jesus :-))
    und an alle Menschen, die in der Nachfolge Jesu sterben mussten,
    ebenso an jene, die auch heute täglich versuchen zu bleiben, zu beten und aufzubrechen:

    Wer kämpft um eine Idee,
    um eine große und gewaltige Idee,
    der muss alle Leiden in diesem unvermeidlichen Kampf ruhig, bewusst und, wie es einem ehrlichen Revolutionär gebührt, mit einer größten Energie zu ertragen wissen.

    Ernst Thälmann

  • #403

    cupferdrahtlandrahty (Dienstag, 19 April 2016 18:15)

    397 bis 399

    Ist das die persönliche Favoriten-Liste von Drahty aus Blog II
    oder noch die Zuordnung zu - Bleiben - Beten - Aufbrechen :-))

  • #404

    Asmus (Dienstag, 19 April 2016 23:57)

    Der Heilige Geist
    (bezogen auf Eintrag 399)
    kann auf uns wirken, wenn wir aufhören, uns auf unsere Eitelkeit zu konzentrieren. Das bedeutet, dass wir der Heiligen Dreifaltigkeit dankbar sind, für alles, was uns gelingt.

    Falls wir glauben, unsere grandiosen Fähigkeiten entstehen aus unserer eigenen Kraft, werden wir nicht dauerhaft überzeugen.
    Weil wir ohne Dankbarkeit zu Gott dazu neigen werden, die Bedürfnisse der Welt zu erfüllen, die nicht unbedingt die Belange von Jesus sind.

    «Denn nicht von sich aus wird er reden, sondern was er hört wird er reden und das Kommende künden»
    (Joh 16,13).

  • #405

    Philosoph (Donnerstag, 21 April 2016 07:54)

    Lieber Asmus,

    ich habe nachgedacht
    über Bibel und Heiligen Geist.

    Falls wir uns aufraffen und uns mit ihr (-:der Bibel:-) und unserem Glauben befassen, glaube ich, wird ER (-:Heiliger Geist:-) irgendwann einfach mit hinzukommen/dabei sein.
    Merken werden wir das, indem uns Dinge bewusster erscheinen.

    Die Bibel

    Leider ist es uns Menschen eher nicht gegeben, die Komplexität der Ereignisse gleich zu erfassen.

    Unglaublich jedoch stellt sich Eines dar, nämlich die stetige Wiederholung personaler Charakter, die übergreifende Bedeutung von Zahlen und Zeichen,
    sowie die Wiederholung von Geschehnissen, gerade auch lange Zeiträume überspringend. Hier sehen wir deutlich, dass bei Gott Zeit eine andere Bedeutung einnimmt.
    Fast entsteht der Eindruck, dass die Zuordnung der Ereignisse zu Namen, zu Jahreszahlen Schall und Rauch sind, es nur um Eines geht:

    Gott möchte uns verdeutlichen, dass Er selbst es ist, der unentwegt wirkt.

    Und zwar möchte ER mit aller Deutlichkeit zeigen:
    Nie geht es primär um den einzelnen Menschen, die zeitliche Zuordnung, all die Dinge, mit denen sich Wissenschaftler und Bibelerklärer beschäftigen,
    es geht um das Werk, um die Aussage, um das Gleichnis, um die Ausgangssituation und letztendlich um die Art des Weges zu welchem Resultat.

    Womit ich nicht ausdrücken möchte, dass Nachforschung nicht sinnhaft ist, nein,
    auch auf diesem Wege können wir Menschen zu Erkenntnissen und Hinweisen bezüglich unserer Lebensführung gelangen.

    Vergleichen wir die personalen Charakter und deren Handlungen/Lebenswege durchweg miteinander, gern auch über größere Zeitsprünge,
    beispielsweise bei Frauen, die die Hauptrollen einnehmen, sehen wir zum Teil Weiterentwicklungen/ Veränderung an deren Verhalten.

    Gehen wir noch einen Schritt weiter und setzen Menschen und Begrifflichkeiten ins "rechte" Verhältnis, können wir auch hier zu erstaunlichen Vergleichen gelangen.

    Aus meiner Sicht sollte das jeder Mensch persönlich tun, niemand sollte sich etwas „vorsetzen“ lassen, was er nicht verstehen kann.
    Austausch ja gerne unbedingt, nur auch mit eigenen Gedanken zu anderen eigenen Gedanken und wenn nichts mehr hilft – Gott fragen :-)) --> Er weiß es ganz genau :-))

    Macht das nicht neugierig auf Lektüre? In der Bibel finden wir Überraschungen, Geheimnisse, Erkenntnisse und vor Allem Regelmäßigkeiten, die nicht auf den ersten Blick heraus ragen ..... …..

  • #406

    Asmus (Donnerstag, 21 April 2016 10:07)

    Hallo mein lieber Philosoph,

    habe mal weiter "philosophiert",
    Du erwähnst Frauen, die Hauptrollen einnehmen:

    Wie also stellte sich das Geschehen um Eva dar? Sie lässt sich verunsichern, handelt gegen die Regel. (Uns allen bekannte "Geschichte").

    Was geschieht mit Maria?

    Sie glaubt von Beginn an bedingungslos ohne Zweifel, obwohl sie genügend menschliche Gründe! hätte zu zweifeln.

    Eva befindet sich in unmittelbarer Nähe zu Gott, hat direkten Kontakt und dennoch oder gerade deshalb? lässt sie sich verunsichern, verführen, woran liegt das?
    Das Böse dient dem Guten. Ohne Adam und Eva wäre der Verlauf ein anderer.

    Maria geht dann später (im Vergleich zur Zeit der Eva) den ihr vorbestimmten Weg ohne Umwege voller Vertrauen.
    Sie ist sich möglicherweise von Beginn an der überaus großen Gnade bewusst, dieses Bewusstsein macht sie so gehorsam, demütig und unbefangen und befähigt sie zur Bereitschaft bedingungslos anzunehmen, was immer es sei, was Gott ihr zumutet.

    Und hierdurch entwickelt sie sich zu dieser Personalität. Maria qualifiziert sich mit Ihrem Lebensweg zu den ganz großen Begriffen Königin, Mutter Gottes, Kirche.
    Umfassend betrachtet, stellt sie in der Ganzheit ihres Wesens unser Vorbild dar, weswegen Jesus/Gott und der Heilige Geist auch umfassend in ihr, bei ihr und mit ihr regieren.

    Eine Frau, die als Mensch bereit ist, unfassbare (nicht weltliche) Dinge auszuhalten, mit zu tragen und mit Freude und schwerstem Leid zu (er)leben.
    Obwohl sie im Grunde denkt und fühlt wie wir, weil sie ein Mensch ist, wie wir, könnten wir uns fragen:

    Würden/könnten auch wir diesen ihren Weg gehen, wären wir bereit, JA zu sagen, zu Allem, was Gott uns "schickt" und an Spiritualität zumutet?
    Oder mauern wir und sagen, ach das waren ganz andere Zeiten, das alles ist zu weit weg, mich betrifft das doch nicht?

    Ich persönlich denke tatsächlich, verinnerlichen wir uns Bibel und Gebet, übersetzen/übertragen Geschehnisse in unsere Zeit, in mein eigenes Leben, dann werden wir letztendlich geführt,
    vom Großen und Ganzen, was wir Heilige Dreifaltigkeit nennen.

  • #407

    Constanze (Donnerstag, 21 April 2016 11:56)

    Und ich brauche jetzt mal ganz dringend das hier:

    Die Seligpreisungen (Auszug) Matth. 5, 3-10

    Gott segnet die, die erkennen, dass sie ihn brauchen, denn ihnen wird das Himmelreich geschenkt.

    Gott segnet die, die traurig sind, denn sie werden getröstet werden.

    Gott segnet die Freundlichen und Bescheidenen, denn ihnen wird die ganze Erde gehören.

    Gott segnet die, die nach Gerechtigkeit hungern, denn sie werden sie im Überfluss erhalten.

    Gott segnet die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erfahren.

    Gott segnet die, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott sehen.

    Gott segnet die, die sich um Frieden bemühen, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.

    Gott segnet die, die ihr Leben Gott ganz zur Verfügung stellen, denn das Himmelreich wird ihnen gehören.

  • #408

    1001 (Freitag, 22 April 2016 19:36)

    Diese Worte von Jesus Christus tun gut, Constanze. Danke! Und hat da einer was von MARIA gelesen, du vielleicht, lieber Asmus? Maria und Eva sind Menschen in Gottes Geschichte wie Du und ich auch. Nicht weniger, aber eben auch nicht mehr. Das meinte wohl Moderator mit der "gute Strömung".

  • #409

    Moderator (Freitag, 22 April 2016 21:16)


    Na,

    dann ist, denke ich, nun die Zeit gekommen für viele brüderliche und schwesterliche Gute-Nacht-Küsschen

    für den warmen Kommentar von Eintausendundeins
    und für alle, die hier lesen und schreiben :-)

  • #410

    Miriam (Samstag, 23 April 2016 01:17)


    Die Rosenmadonna

    In einem Kirchlein
    auf einem Altar
    steht eine Madonna
    schon so viele Jahr'
    Trägt in den Armen
    ihr herzliebes Kind
    durch das die Menschen
    erlöset wohl sind

    Einsam, verlassen
    das Kirchlein steht
    selten kommt einer
    und spricht ein Gebet
    Zwei Kinder betreten
    das einsame Haus
    stell'n blühende Rosen
    vor Maria ins Glas

    Sie schenken ihr Rosen
    so farbig, so rot
    lächelnd der Knabe
    zu Maria sie 'hob
    Maria, so freundlich
    hat ihnen genickt
    ihr Kindlein ganz lieb
    an sich fest gedrückt

    Dann steigt sie herab
    vom goldenen Thron
    und trägt in die Welt
    den göttlichen Sohn
    Als Dank für die Rosen
    hat sie das gemacht
    und weil die beiden
    an ihr Kindlein gedacht

    nach einem Gedicht
    von Josefine Linseisen
    neu formuliert und in
    singbares Versmaß gesetzt
    von M. Gmelch

  • #411

    Moderator (Samstag, 23 April 2016 10:08)

    Co-Moderatorin findet gerade,

    die Bergpredigt

    sei ein spannendes Thema.
    Nachdem Jesus mit den 9 Seligpreisungen begann, aktualisiert er Ausführungen aus dem Alten Testament , detailliert sie sozusagen in ihrer Aussage.

    Und wenn wir alttestamentarisch lesen, "Du sollst nicht töten"
    was für uns zivilisierte Erdenmenschen ja nun eher glücklicherweise nicht in Betracht kommen mag, so wird dem doch interessanterweise Folgendes gleichgesetzt:

    Ich aber sage euch…
    Vom Töten Du sollst nicht töten. (5,21)
    (Bezug auf 2. Mose 20,13 und 5. Mose 17,8-9; 12-13)

    Drei Drohungen: „Wer mit seinem Bruder zürnt,“ … „wer aber zu seinem Bruder sagt: Du Nichtsnutz!, der ist des Hohen Rats schuldig, wer aber sagt: Du gottloser Narr!, der ist des höllischen Feuers schuldig“

    Daran werde ich nun stets denken, wenn .........

  • #412

    Cynthia (Samstag, 23 April 2016 11:56)


    Ein Tun-Ergehen-Zusammenhang im Diesseits existiert nicht explizit!

    Finde ich ebenso bemerkenswert im Hinblick auf die Ausführungen zu Orten, Personen, Jahreszahlen, Geschehnissen in der Bibel.
    Den einzigen Rückschluss, der uns Menschen zusteht auf Ereignisse,
    wiederholt Jesus erneut in der Bergpredigt, ist der, dass uns durch alle Ereignisse das geniale Wirken Gottes nahe gebracht werden soll.

    (-:Jesus sagt von Gott: „er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte“ (Mt 5,45):-)

    Der Blind ist nicht blind, weil er oder seine Eltern sich schuldig machten.

    Besonders gut erkennbar auch, als der schuldlose Gottessohn gedemütigt, gepeinigt und letztendlich gekreuzigt wird.

  • #413

    Johannes (Samstag, 23 April 2016 12:05)


    "Die Bergpredigt hat mich tief erschüttert.

    Wie können die Menschen nur nicht begreifen,
    nicht fühlen, was darin gesagt ist und was für alle Zukunft gelten muss und für jeden Menschen schon jetzt das einzige Gute, die einzige Rettung ist!"

    Leo Tolstoi
    (1828-1910), russischer Schriftsteller

  • #414

    Moderator (Samstag, 23 April 2016 12:09)

    .... auch interessant hierzu:

    Die Bergpredigt verstehen

    kann nur ein Mensch, der den Mut hat, sich selbst radikal in Frage zu stellen - sich selbst,
    nicht die anderen, nicht nur dies und das an sich selbst.

    Karl Rahner
    (1904-1984), deutscher katholischer Theologe, führender Dogmatiker und Religionsphilosoph

  • #415

    Co-Moderatorin (Samstag, 23 April 2016 12:13)

    ... und ich mag (untertrieben) diese Worte:

    Selig die Gewaltlosen, die nicht nach Macht hungern.
    Sie wissen, dass am Menschen Hände wachsen, um zu vergeben, und keine Fäuste, um zu schlagen.

    Selig die Gewaltlosen, die Widerstand leisten gegen die Befehle der Technokratie und gegen die Normen einer maßlosen Konsumgesellschaft.

    Selig die Gewaltlosen, die dort stehen, wo die Schwachen sind, wo Menschen Opfer von Menschen werden, und die unermüdlich eintreten gegen den Missbrauch der Macht.

    Selig die Gewaltlosen, die die Spirale der Gewalt umbiegen zu einer Spirale der Freundschaft und Liebe.
    Sie sind wie das Wasser im Fluss, das die harten Steine rund und glatt macht, so dass sie im Strom der Güte mitrollen. Mit sanfter Gewalt erobern sie die Herzen der Menschen.

    Phil Bosmans
    (1922-), belgischer Ordenspriester, Schriftsteller und Telefonseelsorger

  • #416

    Meggy (Samstag, 23 April 2016 13:36)

    Ich habe vor einer kleinen Weile einen großen Schatz geschenkt bekommen, ein Büchlein, in dem ich immer wieder lese und nocheinmal lese und nocheinmal...hier eine Stelle, an der ich neben vielen anderen Sätzen zur Zeit "wiederkäue"...

    Sobald die himmlische Gnade und echte Liebe ihren Einzug halten, gibt es keine Mißgunst mehr und keine Herzenshärte, und keine Eigenliebe wird hier noch ihren Platz behaupten. Denn alles bezwingt die göttliche Liebe, und sie ist es, die alle Kräfte der Seele zum Flug in die Welt beschwingt. Bist du rechten Sinnes, so wirst du in Mir allein Freude finden und auf mich allein deine Hoffnung bauen; denn"niemand ist gut, als Gott allein".

    Nachfolge Christi - Thomas von Kempen

  • #417

    Meggy (Samstag, 23 April 2016 13:46)

    "Das Verlangen des Herzens muß man prüfen und mit Klugheit mäßigen"

    Mein Sohn, noch vieles mußt du hinzulernen, was du noch nicht wohlgelernt hast.
    Was ist dies, Herr ?
    Daß du dein Verlangen ganz nach Meinem Wohlgefallen richtest und nicht der Eigenliebe verfällst, sondern mit Eifer Meinen Willen zu erfüllen trachtest.
    Oft lassen dich deine Wünsche in heftiger Gier entbrennen; doch prüfe, ob du mehr um meiner Ehre willen oder wegen deines Vorteils außer dir gerätst !
    Bin Ich die Ursache, dann wirst du wohl zufrieden sein, wie immer ich die Dinge füge. Ist aber irgendwo noch Eigensucht versteckt, siehe, das ist es, was dich hemmt und so beschwert.

    Thomas von Kempen

  • #418

    Moderator (Samstag, 23 April 2016)

    Hm, liebe Meggy,

    da vereint uns Vieles!

    Auch ich persönlich halte Worte wie Jene von Thomas von Kempen aus der "Nachfolge Christi" für Schätze,
    die uneingeschränkt Einzug und Bleibe in unseren Herzen und Köpfen einnehmen sollten.

    Automatisch folgen Zufriedenheit und Dankbarkeit, wenn wir nun die Einsicht im steten Wirken Gottes erlangen.
    Zweifel und Ängste verschwinden, Gott selbst führt doch Regie!

  • #419

    sündia (Samstag, 23 April 2016 17:49)

    Ein Tun-Ergehen-Zusammenhang im Diesseits existiert nicht explizit (Eintrag 412)

    Wo steht denn dieser weltfremde Satz? Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu ODER Die Strafe folgt auf den Fuss - Lebensweisheit, auch unter frommen Menschen

  • #420

    Cynthia (Samstag, 23 April 2016 18:29)

    Selbstverständlich völlig richtig bemerkt, :-)
    dieser Satz ist natürlich weltfremd!

    Er bezieht sich auf die Aussagen von Jesus Christus, die er auch in der Bergpredigt zu Situationen von Menschen macht.

    Wenn in der Bibel ein Blinder geheilt wird, geht es nicht darum, zu besprechen, warum er blind war.
    Auch nicht um Schlussfolgerungen, dass er oder seine Eltern in Sünde gelebt haben müssen, er deshalb blind war.

    Es geht einzig darum, das Wirken und Tun Gottes zu verdeutlichen.

    Jesus tat niemandem ein Leid, er wurde schuldlos gekreuzigt.

  • #421

    Weltfremde (Samstag, 23 April 2016 18:46)

    Zu Eintrag 419:
    "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu ODER Die Strafe folgt auf den Fuss - Lebensweisheit, auch unter frommen Menschen"
    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


    Kein Mensch könnte vor Gott bestehen, wenn Gott das Recht walten ließe!

    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, das ist der Bestandteil unseres Gebetes, welches Gott selbst uns "gab"

    Und letztendlich erneut die Bergpredigt: .... siehe Eintrag 411: „Wer mit seinem Bruder zürnt,“ verletzt das Gebot: "Du sollst nicht töten"

  • #422

    confusion (Samstag, 23 April 2016 18:59)

    ..... oder vielleicht mit anderen Worten:

    Selbst, wenn Du nichts Böses getan hast, kann Dir dennoch ein Leid geschehen
    und ob es in jedem Fall Strafe ist, was Dir geschieht, liebe Sündia, wer vermag das denn zu bestimmen ......

  • #423

    Moderator (Samstag, 23 April 2016 19:08)

    Sündia
    meinte vielleicht jene Bibelstelle:

    Matthaeus 7:12
    Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch. Das ist das Gesetz und die Propheten.


  • #424

    Co-Moderatorin (Samstag, 23 April 2016 19:22)


    "Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu"
    -------------------------------------------------


    Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu ist ein anachronistischer Imperativ,
    der früher das Zusammenleben von Menschen in Gesellschaften regeln sollte,

    im Zuge der Industrialisierung und Individualisierung der Menschheit aber zunehmend an Bedeutung verlor,
    da er die ungehemmte Ausbreitung des menschlichen Egos behinderte und das Recht des Stärkeren untergrub.

    Wer weiter lesen möchte, :-))
    hier: http://de.uncyclopedia.wikia.com/wiki

  • #425

    Christin (Samstag, 23 April 2016 21:32)


    Danke deinem himmlischen Vater,
    dass auf deinem Lebenswege so mancher Wegzeiger steht.
    Und ist er auch von hartem Holze gezimmert, – genug, wenn er dich vor dem Verirren bewahrt.

    Unbekannt
    Quelle: Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten, Universitätsbuchhandlung von Karl Winter 1856. Originaltext

  • #426

    Meggy (Samstag, 23 April 2016 22:27)

    Buch Tobit 4,15

    Was dir selbst verhasst ist, das mute auch einem anderen nicht zu !

  • #427

    sündia (Sonntag, 24 April 2016 01:04)

    Recht so, liebe Meggy:

    Tob 4,19

    Preise Gott, den Herrn, zu jeder Zeit; bitte ihn, dass dein Weg geradeaus führt und dass alles, was du tust und planst, ein gutes Ende nimmt.
    Denn kein Volk ist Herr seiner Pläne, sondern der Herr selbst gibt alles Gute und er erniedrigt, wen er will, wie es ihm gefällt.

    Denk also an meine Lehren, mein Sohn! Lass sie dir nie aus dem Herzen reißen!

  • #428

    Maria (Sonntag, 24 April 2016 01:36)


    WÜNSCHE

    Möge ein Engel vor dir her gehen
    und dir die Richtung weisen
    in der du Erfüllung findest
    Schritt für Schritt.

    Möge ein Engel hinter dir stehen,
    um dir den Rücken zu stärken,
    damit du aufrecht
    und wahrhaftig leben kannst.

    Möge dich ein Engel begleiten,
    zu deiner Rechten und Linken,
    damit du bewahrst bleibst
    vor den Angriffen derer,
    die es nicht gut mit dir meinen.

    Möge ein Engel unter dir stehen,
    um dich zu tragen,
    wenn du keinen festen Boden
    mehr unter dir spürst.

    Möge ein Engel in dir sein,
    um deine Tränen zu trocknen
    und dein Herz
    mit dem Licht der Zuversicht zu erhellen.

    Möge ein Engel über dir sein,
    um dich zu behüten
    vor den alltäglichen Gefahren,
    damit kein Unheil dein Leben bedroht.

    Mögen dich alle Engel des Himmels
    mit ihrem Segen erfüllen und umhüllen
    an allen Tagen deines Lebens
    und in allen Nächten.

    gefunden auf: Reisesegen - Willkommen auf der Seite der - - Evang.-ref. Kirche des ...
    auch ohne Reise für hilfreich empfunden :-))

  • #429

    ganz Müder (Sonntag, 24 April 2016 01:55)

    Finde ich gut:

    John Henry Kardinal Newman
    sagte einmal:

    "Ich wünsche mir (...) Menschen, die ihre Religion kennen,
    die sich auf sie einlassen, die ihren Standpunkt kennen, die wissen, woran sie festhalten und was sie unterlassen,

    die ihr Glaubensbekenntnis so gut kennen,
    dass sie darüber Rechenschaft ablegen können, die über so viel geschichtliches Wissen verfügen, dass sie ihre Religion zu verteidigen wissen."

    Da könnte ich mich ja mal mit Geschichte hierzu befassen ..... :-))

  • #430

    Birne (Sonntag, 24 April 2016 12:35)

    Mir gefällt gerade das hier und bringt mich dazu, über mich selbst zu lachen:

    Manche Menschen kommen in ein dunkles Zimmer
    und beginnen emsig zu arbeiten.

    Sie ergründen die Ursachen der Dunkelheit, finden Schuldige und erstellen ein mittelfristiges Konzept zur schrittweisen Reduzierung der Finsternis.

    Und dann kommt einer und macht einfach das Licht an.

    Peter Hohl

  • #431

    minion (Sonntag, 24 April 2016 17:06)

    Hallo Birne,

    schau mal:-))

    Es ist keiner so klein, als dass er nicht ein Licht anmachen könnte.

    Aus der Schweiz

  • #432

    Lakai (Sonntag, 24 April 2016 17:08)

    Und lieber minion,
    dabei bedenken :-)


    Man muss nicht unbedingt das Licht des anderen ausblasen, um das eigene Licht leuchten zu lassen.

    Phil Bosmans

  • #433

    Hella (Sonntag, 24 April 2016 17:11)

    ..... und .....

    "Wahrlich, keiner ist weise, der nicht das Dunkel kennt."

    Hermann Hesse

  • #434

    Philosoph (Sonntag, 24 April 2016 17:18)

    ..... und .....
    lasst uns selbst auch mal in Selbstbetrachtung beleuchten:

    Zitat:

    Das Licht umzuwenden und sich selbst zu beleuchten bedeutet, ganz sich selbst ausgesetzt zu sein.
    Es bedeutet, dich still hinzusetzen und dich selbst zu betrachten, so als säßest du im Kino.

    Wenn du dich auf diese Weise selbst betrachtest, wirst du alle leidenden Wesen verstehen:
    Du wirst verstehen, dass du selbst eines dieser Wesen bist, die sich in ihrer Unwissenheit verstrickt haben.

    Kodo Sawaki

  • #435

    Philosoph (Sonntag, 24 April 2016 17:46)

    Ich komme nicht umhin,
    dieses, wie ich finde, ebenso sehr gelungene Zitat vom Herrn Sawaki Kódó
    hier einzustellen:-)))

    Der Vogel singt die Blume lacht

    "Der Vogel singt, die Blume lacht - ganz von selbst, ganz natürlich."

    Dabei kommen ihnen keine Gedanken dazwischen wie: "Ich werde den Sawaki jetzt mal mit einem Lied beeindrucken."
    Oder: "Hast du denn keine Augen im Kopf? Siehst du nicht, wie schön ich hier blühe?"

    Der Vogel singt einfach, die Blume blüht einfach - auf diese Weise verwirklichen sie sich selbst als sich selbst durch sich selbst.

    Kodo Sawaki
    (jap. 澤木 興道; * 16. Juni 1880 in Tsu; † 21. Dezember 1965 in Kyoto) war ein japanischer Zen-Meister.

  • #436

    Moderator (Montag, 25 April 2016 20:06)

    Das ist aus meiner Sicht ein schöner Übergang. (Ihr erinnert Euch:-)Bewusstseinsstrom, erfunden von Leo Tolstoi in Anna Karenina)

    Wir könnten, falls es Interessenten/Beitragende lockt,
    vom Thema Licht/Beleuchtung bis hin zur Erleuchtung gelangen .......

  • #437

    Hella (Montag, 25 April 2016 20:10)

    Hallo lieber Moderator,

    ich weiß noch nicht so genau, wie wir nun in Worten schnell und direkt zur Erleuchtung gelangen können,
    nur ich weiß ganz genau, was uns immens daran hindert!

    Nämlich:

    Oberflächliche Gedanken können zu allem möglichen führen, nur nicht zu tiefgehenden Einsichten.

    © Ernst Ferstl
    (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker
    Quelle: »Unter der Oberfläche«

  • #438

    Neunmalkluger (Montag, 25 April 2016 20:12)

    Liebe Hella,

    hier habe ich gleich mal ein Beispiel:

    Wer – immer – sagt, ist oberflächlich, ungenau und bequem.
    Bei näherer Betrachtung stellt es sich heraus; dass der Mensch eigentlich: häufig und sehr oft meint, nicht aber: ständig, andauernd, jedesmal.

    © Niemand von Keiner
    (*1950), Pseudonym

  • #439

    Birne (Montag, 25 April 2016 20:16)

    Für Hella:

    Kinder suchen immer nach dem Geheimnis jenseits des Spiegels. Nur wir Erwachsenen begnügen uns mit unserer flachen Vordergründigkeit.

    Unbekannt

    Mein Kommentar: .... naja .... solange man sie (die Kinder) lässt ..... ehe man sie "verbiegt"

  • #440

    FeliCitas (Montag, 25 April 2016 20:23)

    Huch und nun wird es ganz ernst:

    Oberflächlichkeit

    Denk nicht, das Leben sei ein Spiel!
    Es meint's gar ernst, ja, mehr als ernst.
    Erforsche seinen Zweck, sein Ziel,
    damit du es begreifen lernst!

    Du gehst behaglich hier spazieren,
    machst dir's so viel wie möglich leicht
    und glaubst was wunder zu verlieren,
    wenn sich ein Tag nicht folgsam zeigt.

    Und brauchst du irgend welche Sorgen,
    so muss die Erde sie dir borgen.

    Du gehst auf einem weiten Moor,
    das du wohl fest und sicher nennst,
    nur weil du seinen Blumenflor
    nicht als zum Sumpf gehörig kennst.

    Du sollst hinüber, sollst dich retten
    und bist verloren, bleibst du stehn;
    wirst du gehalten von den Kletten,
    so sinkst du ein, musst untergehn.

    Und zieht dich das Verderben nieder,
    so gibt es dich dann niemals wieder.

    Denk nicht, das Leben sei ein Spiel;
    es ist die Rettung vor dem Tod,
    der Schritt um Schritt, bis an das Ziel
    stets unter deinen Füßen droht.

    Du gehst darüber, täglich, stündlich
    und siehst es nicht, wie tief es ist;
    es ist ja grad so unergründlich,
    weil du so oberflächlich bist.
    O, denke tiefer dich ins Leben,
    dann kann's für dich noch Rettung geben!

    Karl Friedrich May
    (1842 - 1912), eigentlich Carl Friedrich May,
    Pseudonym Karl Hohenthal; dt. Jugendschriftsteller

  • #441

    Co-Moderatorin (Dienstag, 26 April 2016 12:24)


    Wie einfach, gesund
    und wirksam es sein kann, und vor Allem, wie gut allein der Anblick von Nächstenliebe sein kann,

    nicht oberflächlich sein eigenes ICH als Zentrum zu betrachten, zeigt folgende, bekannte "Geschichte":
    -------------------------

    „Ein Rabbi bat Gott einmal darum, den Himmel und die Hölle sehen zu dürfen.

    Gott erlaubte es ihm und gab ihm den Propheten Elija als Führer mit.
    Elija führte den Rabbi zuerst in einen großen Raum, in dessen Mitte auf einem Feuer ein Topf mit einem köstlichen Gericht stand.
    Rundum saßen Leute mit langen Löffeln und schöpften alle aus dem Topf. Aber die Leute sahen blass, mager und elend aus. Es herrschte eisige Stille.
    Denn die Stiele ihrer Löffel waren so lang, dass sie das herrliche Essen nicht in den Mund bringen konnten.

    Als die beiden Besucher wieder draußen waren, fragte der Rabbi den Propheten, welch ein seltsamer Ort das gewesen sei. Es war die Hölle.

    Darauf führte Elija den Rabbi in einen zweiten Raum, der genauso aussah wie der erste. In der Mitte brannte ein Feuer und kochte ein köstliches Essen.
    Leute saßen herum mit langen Löffeln in der Hand.
    Aber sie waren alle gut genährt, gesund und glücklich. Sie unterhielten sich angeregt.
    Sie versuchten nicht, sich selbst zu füttern, sondern benutzten die langen Löffel, um sich gegenseitig zu essen zu geben. Dieser Raum war der Himmel.“
    ----------------------------

    Im ersten Raum kam niemandem der Gedanke, wie das Problem des langen Löffelstieles positiv in Gemeinschaft nutzbar sein könnte.
    Jeder dachte bisher nur an die eigene Sättigung/Nahrungsaufnahme und trotz aller erfolglosen Versuche hierzu
    fand niemand den Weg zum Austausch mit dem Nächsten zur gegenseitigen Stärkung/Nutzung.

    Es fehlte in der Tat der liebevolle Gedanke an den Mitmenschen, die Erleuchtung zur zündenden Idee, dass gute Taten durchaus Früchte bringen, die das eigene Wohlergehen sichern.

    Im zweiten Raum hatten die Menschen vermutlich bereits in Gesprächen und Versuchen heraus gefunden, wie man Schwierigkeiten zum Wohle aller lösen kann.
    Sie hatten nicht (nur) gemeckert, sondern etwas füreinander getan.
    Einer hatte sicher den Anfang gemacht, hatte begonnen, seinem Nächsten die Nahrung/den Löffel/die Hand zu reichen.

    Ihnen wurde durch ihre Nächstenliebe Erleuchtung gegeben, wodurch ihnen ein gutes Leben, Gesundheit, Zufriedenheit und Glück beschert wurde.

    Ein Märchen?
    Nein!

    Genau so funktioniert es!

  • #442

    Moderator (Dienstag, 26 April 2016 13:40)

    Und noch einmal
    sei das Zusammenspiel zur Nächstenliebe mit Eintrag 435 erwähnt,
    die Intention muss stimmig sein:

    "Der Vogel singt einfach, die Blume blüht einfach - auf diese Weise verwirklichen sie sich selbst als sich selbst durch sich selbst."

    Im "Kleiner Herz-Jesu-Bote",
    von Arnold Janssen gegründete Missionszeitschrift
    wird es so formuliert:

    Die LIEBESGESINNUNG und die liebevolle Weise,
    mit der du deinem Mitmenschen einen Dienst erweisest,

    ist mehr wert, als das Werk selber.
    ---------

    Tue Dein Werk nicht, um Menschen zu beeindrucken,
    tue dein Werk nicht, um dabei gesehen zu werden,
    nein,

    tue dein Werk aus reiner, inniger Liebe,
    aus dem Wissen heraus, dass dein Werk dir genau so gut tut, wie dem, dem du es tust :-)

  • #443

    Neidhammel (Dienstag, 26 April 2016 22:46)

    So auch wäre es formulierbar,
    wenn wir uns eitel fragen: "Warum ist mir Dieses oder Jenes nicht eingefallen?"


    Neid ist die Eifersucht darüber, dass sich Gott auch mit anderen Menschen außer uns beschäftigt.

    Ernst R. Hauschka

    Denn genau deshalb ist "es" mir dieses Mal nicht eingefallen, weil ich immer glaube, ich bin so toll und meine grandiosen Einfälle entspringen meinem eigenen Geist.

    Wenn ich vergesse, wer mich schuf, wem ich ALLES zu verdanken habe ...... wer mir meine grandiosen Einfälle "verpasst" .....
    dann kann mich der Heilige Geist auch zu meiner eigenen Erkenntnis verlassen, bis ich mich auf das "Wahre" besinne ....

  • #444

    Neidhammel (Dienstag, 26 April 2016 22:49)

    .... auch folgendes Zitat sollte uns bekannt sein im Zusammenhang mit der Untugend Neid:

    Mancher lehnt eine gute Idee bloß deshalb ab, weil sie nicht von ihm ist.

    Luis Buñuel

  • #445

    FeliCitas (Dienstag, 26 April 2016 22:51)

    und es gibt auch Trost für die Begnadeten, die ohnehin stets an sich selbst zweifeln:

    Von den Schlechten verlacht zu werden ist fast ein Lob.

    Erasmus von Rotterdam

  • #446

    FeliCitas (Dienstag, 26 April 2016 22:56)

    ...... noch was für die Proaktiven:

    "Es ist gefährlich, einen extrem fleißigen Bürokollegen einzustellen, weil die anderen Mitarbeiter ihm dann dauernd zuschauen."

    Henry Ford

    und:

    "Erfolg ist so ziemlich das letzte, was einem vergeben wird."

    Truman Capote

  • #447

    Asmus (Mittwoch, 27 April 2016 04:47)


    aus Matthias Claudius' Abendlied
    Der Mond ist aufgegangen:

    Seht ihr den Mond dort stehen?
    Er ist nur halb zu sehen
    Und ist doch rund und schön!
    So sind wohl manche Sachen,
    Die wir getrost belachen,
    Weil unsre Augen sie nicht sehn.

    Wir stolzen Menschenkinder
    Sind eitel arme Sünder
    Und wissen gar nicht viel;
    Wir spinnen Luftgespinste
    Und suchen viele Künste
    Und kommen weiter von dem Ziel.

    Gott, lass uns dein Heil schauen,
    Auf nichts Vergänglichs trauen,
    Nicht Eitelkeit uns freun!
    Lass uns einfältig werden
    Und vor dir hier auf Erden
    Wie Kinder fromm und fröhlich sein!

    Wollst endlich sonder Grämen
    Aus dieser Welt uns nehmen
    Durch einen sanften Tod!
    Und, wenn du uns genommen,
    Lass uns in Himmel kommen,

  • #448

    Asmus (Mittwoch, 27 April 2016 05:01)

    Matthias Claudius: Briefe - Über das Gebet
    Navigation: Kapitel 1

    Herr Claudius entnimmt an dieser Stelle Passagen des Gebetes und ergänzt sie mit eigenen Gedanken:

    "Dein Wille geschehe wie im Himmel also auch auf der Erde.

    Hierbei stelle ich mir den Himmel mit den heiligen Engeln vor,
    die mit Freuden seinen Willen tun, und keine Qual rührt sie an, und sie wissen sich vor Liebe und Seligkeit nicht zu retten und frohlocken Tag und Nacht;
    und dann denk ich:

    Wenn es doch auch auf Erden so wäre!"
    ---------------------------

    Und noch ein ausgesuchter Auszug:
    ---------------------------

    "Sondern erlöse uns von dem Übel.

    Mir sind die Versuchungen noch im Sinn und dass der Mensch so leicht verführt werden und von der geraden Bahn abweichen kann.
    Zugleich denke ich aber auch an alle Mühe des Lebens, an Schwindsucht und Alter, an Kindesnot, Kaltenbrand und Wahnsinn
    und das tausendfache Elend und Leid, das in der Welt ist und die armen Menschen martert und quält, und da ist niemand, der helfen kann.

    Und Du wirst finden, Andres, wenn die Tränen nicht vorher gekommen sind, hier kommen sie gewiss,
    und man kann sich so von Herzen heraussehnen und in sich so betrübt und niedergeschlagen werden, als ob gar keine Hilfe wäre.
    Dann muss man sich aber wieder Mut machen, die Hand auf den Mund legen und wie im Triumph fortfahren:

    Denn dein ist das Reich, und die Kraft, und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
    Amen."
    ---------------------------------

  • #449

    minc (Mittwoch, 27 April 2016 05:13)

    Nicht verdammen, Andres!

    Es ist sehr recht und wahr von Dir geschrieben, Andres,
    dass man ihn so innig lieben und so mit ganzem Herzen an ihm hangen kann, weil er so durchaus und über alles gut ist; auch ist das sehr recht und wahr,
    dass einen die Menschengestalt an ihm so wunderbar freuet.

    Aber, dass Du so gerne im Gelobten Land sein möchtest!

    Es dünkt einem freilich so, Andres, als wäre von den Wegen, die er gewandelt, von den Bergen, auf denen er mit seinen Jüngern gesessen ist,
    noch der Segen nicht wieder genommen; als werde man auf dem Ölberge noch Spuren seines Nachtlagers, auf dem Tabor noch Strahlen seiner Verklärung finden;
    als stehe, wo er die Stadt ansah und über sie weinte, wo er niederkniete und betete, wo er das heilige Abendmahl einsetzte,
    wo er gekreuzigt und gestorben ist, noch immer ein Kreis Engel und gelüste, in das Geheimnis hineinzuschauen, und bewache den Ort;
    kurz, als sei er ins im Gelobten Land näher.

    Wir wissen aber, dass er einmal auf Erden erschienen ist, sichtbar, damit alle Menschen wüssten, dass er sei und wes sie sich zu ihm zu versehen haben;
    und dass er unsichtbar allenthalben ist. Und wo er ist, Andres, ist das Gelobte Land.

    Wie gesagt, solche Empfindungen, so lieblich und lobenswert sie sind, können zu weit führen, und sie sind nicht die Sache.
    Uns und unserem verdorbenen Willen aufrichtig entsagen und seinen Willen tun, das ist die Sache; und es ist in keinem anderen Heil.
    Gott sei mit Dir, mein lieber Andres, und besuche mich bald.

    Matthias Claudius:
    Briefe - Wo er ist, ist das Gelobte Land
    Navigation: Kapitel 3
    (ausgewählter Auszug)

  • #450

    Hella (Mittwoch, 27 April 2016 09:13)

    Arnold Janssen sagte bereits 1883 in einem Vortrag folgende Worte:

    Hinwendung zu Stolz oder DEMUT
    ist die große Entscheidungsschlacht,
    die bei den Engeln begann und
    beim letzten Menschen enden wird.

    (* 5. November 1837 in Goch am Niederrhein; † 15. Januar 1909 in Steyl, Niederlande) war ein deutscher Missionar
    und der Gründer der Steyler Missionare (Societas Verbi Divini, SVD, d.h. Gesellschaft des göttlichen Wortes),
    der Steyler Missionsschwestern und der Steyler Anbetungsschwestern. Er ist ein Heiliger der katholischen Kirche.

    Und wieder einmal fasziniert mich, vor wie langer Zeit bereits unsere Verhaltensweisen und deren Folgen analysiert und mit Worten verdeutlicht wurden .....

  • #451

    Meggy (Mittwoch, 27 April 2016 11:40)

    ...oh, minc ist wieder hier ... es hat mich gefreut, von dir zu lesen ... :-)

  • #452

    minc (Mittwoch, 27 April 2016 12:10)


    dito,
    liebe Meggy,

    habe alles, was du hier schriebst genau gelesen ......
    und werde das auch mit Sicherheit, so Gott will, weiterhin tun,
    ---> Herz Herz

  • #453

    Meggy (Donnerstag, 28 April 2016 17:59)

    ... ich würde mich momentan sehr über frohe, aufmunternde Worte freuen...

  • #454

    minc (Donnerstag, 28 April 2016 20:08)


    Für Meggy ganz herzliche Grüße
    verbunden mit einem irischen Segenswunsch:

    Möge stets jemand an deiner Seite sein

    Möge stets jemand an deiner Seite sein,
    der dir Worte des Lebens sagt,
    der in dein Lachen einstimmt
    und deine Lieder kennt.

  • #455

    Konstantin (Donnerstag, 28 April 2016 20:16)


    GANZ INNIGE GRÜSSE für MEGGY!

    Fürchte dich nicht, was können Menschen Dir tun?
    Bist doch geborgen, kannst in Gottes Schoß ruh’n!
    Er kennt dich genau, weiß auch was dir fehlt.
    Das Vertrauen zu ihm, ist das, was nur zählt.

    Fürchte Dich nicht und weiche nicht aus,
    es behütet Dich Gott, Dich und Dein Haus.
    Er hält die Wacht, bringt dich durch Sturm und durch Wind,
    liegst in seinen Armen ganz sacht als sein Kind.

    Fürchte Dich nicht, hab‘ ein kindlich Gemüt.
    Ja, sing Deinem Gott ein preisendes Lied.
    Kränkt Dich auch sehr vergangene Schuld,
    ist alles vergeben und der Herr hat Geduld!

    Streb Jesus nach und lass Dich nicht schrecken,
    Er wird dich einst machtvoll vom Tode erwecken.
    Dann bist Du bei ihm und alles ist gut,
    bleibst ewig zufrieden in seiner sanft Hut.



    (Verheißungsgedicht, Autor: Johannes Kandel, 2015)

  • #456

    minc (Donnerstag, 28 April 2016)


    Es geht im Leben nicht darum, zu warten bis das Unwetter vorbeizieht. Es geht darum, zu lernen im Regen zu tanzen.

    Hallo Meggy,
    ich möchte gern mit Dir im Regen tanzen,
    kommst Du ?

  • #457

    Constanze (Donnerstag, 28 April 2016 20:27)

    Liebe Meggy,
    das hier ist für DICH:

    Manche Menschen wissen nicht, wie wichtig es ist, dass sie da sind. Wie gut es ist, sie zu sehen. Wie tröstlich ihr Lachen wirkt. Wie wohltuend ihre Nähe ist.
    Wie viel ärmer wir ohne sie wären und dass sie ein Geschenk des Himmels sind.

    Ich gebe dir mein Lächeln und wenn du es nicht mehr brauchst gib es mir einfach wieder.

    Ich hab Dich lieb
    Deine Constanze

  • #458

    Moderator (Donnerstag, 28 April 2016 21:00)


    Liebe Meggy,

    ich möchte Dir hierzu etwas von Thomas von Kempen zitieren,
    was mir persönlich nach schmerzlichen Erfahrungen richtig gut tat und tut:

    "Der Nutzen von Widrigkeiten

    1. Widrigkeiten erziehen dich zur Demut.

    2. Das Leid führt dich zu Gott.

    Es ist gut für uns, dass wir bisweilen Dingen begegnen, die uns unangenehm und zuwider sind, denn sie rufen den Menschen oft zu sich selber zurück.
    Es ist gut, dass wir zuweilen Widerspruch erfahren und dass schlecht und abfällig über uns gedacht wird, selbst, wenn wir recht handeln
    und es gut meinen.

    Das fördert oft die Demut und schützt uns vor eitlem Ruhm."

    Ich habe es einer Freundin ohne genauere Quellenangabe ins Album geschrieben,
    so dass ich nicht explizit das Werk, indem Thomas von Kempen so formuliert, benennen kann.

    Vielleicht hilft es Dir ebenso gut wie mir :-))

  • #459

    Asmus (Donnerstag, 28 April 2016 21:05)

    Liebe Meggy,
    ich wünsche, es hilft:

    Wenn du recht schwer betrübt bist

    Wenn du recht schwer betrübt bist,
    dass du meinst, kein Mensch auf der Welt könnte dich hören,
    so tue jemand etwas Gutes, und gleich wird es besser sein.

    Peter Rosegger

  • #460

    Katharina (Donnerstag, 28 April 2016 21:22)

    Ernst Ferstl meint:

    Zusammen leben:
    Wir könnten einander mehr geben,
    wenn wir voneinander
    weniger verlangen würden.

  • #461

    Meggy (Donnerstag, 28 April 2016 22:40)

    All ihr Lieben,

    ...danke...

    ...für eure Worte...sie haben mich sehr berührt..
    ...als ich hier vorhin meine Bitte reinschrieb und sie mir wenig später nocheinmal durchlas, dachte ich, daß ich doch Gott bitten müsste, Trost, Ruhe, Kraft, Freude zu spenden...Er hat es getan...mit und durch euch...
    ...danke für den Segenswunsch, für die Zeilen vom Thomas von Kempen, für die innigen Grüße, für das Lächeln (ich gebe es dir gern zurück Constanze, und freue mich darauf, es nächste Woche wieder zu sehen)...

    ...und lieber minc...ich danke dir für den Tanz im Regen... :-)

    ...habt alle eine gesegnete Nachtruhe in Seinem Frieden...

  • #462

    Nachteule an Meggy:-) (Freitag, 29 April 2016 03:25)


    Gebete

    Friedensgruß – Ich wünsche dir

    Ich wünsche dir Augen,
    die die kleinen Dinge des Alltags wahrnehmen
    und ins rechte Licht rücken,

    ich wünsche dir Ohren, die die Schwingungen
    und Untertöne im Gespräch mit anderen aufnehmen,

    ich wünsche dir Hände, die nicht lange überlegen,
    ob sie helfen und gut sein sollen,

    ich wünsche dir zur rechten Zeit das richtige Wort,
    ich wünsche dir ein liebendes Herz,
    von dem du dich leiten lässt,
    damit überall, wo du bist, der Friede einzieht.

    Ich wünsche dir Freude, Liebe, Glück,
    Zuversicht, Gelassenheit, Demut.
    Ich wünsche dir Güte –
    Eigenschaften, die dich das werden lassen,
    was in dir angelegt ist,
    jeden Tag ein wenig mehr,
    denn Wachstum braucht Frieden.

    Ich wünsche dir genügend Erholung
    und ausreichend Schlaf,

    Arbeit, die Freunde macht,
    Menschen, die dich mögen und bejahen
    und die Mut machen;

    aber auch Menschen,
    Menschen, die dich bestätigen,
    die dich anregen,
    die dir Vorbild sein können,
    die dir weiterhelfen;
    wenn du traurig bist – und müde – und erschöpft.

    All das wünsche ich dir
    mit dem Friedensgruß dieser Messe.

    Richard Schatzhauer

  • #463

    Moderator (Freitag, 29 April 2016 03:36)


    Die Bibel sagt in Psalm 91, 11-12:
    .......

    „Denn er hat seinen Engeln befohlen, das sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.“

    So dürfen auch wir hier alle durch Gott manchmal "deine Engel" sein :-) :-) :-) (-:zu Eintrag 461:-)

  • #464

    Miriam (Freitag, 29 April 2016 03:47)

    Ich tanze auch gern mit Meggy und Minc im Regen :-) und allen, die gern mittanzen möchten :-)
    Kann das gerade vor meinem geistigen Auge sehen :-) und den schönen Regenbogen natürlich

    Irischer Segen zum Frieden

    Ich wünsche uns den Frieden der Meeresdünung,
    den Frieden einer sanften Brise,
    den Frieden der schweigsamen Erde,
    den Frieden der klaren Sternennacht.

    Ich wünsche uns den Frieden Jesu Christi,
    der unser Friede ist für alle Zeit.

  • #465

    Nachteule (Freitag, 29 April 2016 03:55)

    Wer hat denn euch jetzt alle "erweckt" :-)

    Deus caritas est
    (lat. „Gott ist [die] Liebe“)

    und Liebe ordnet die Welt ....

    schlaft noch gut

  • #466

    Tagschicht (Freitag, 29 April 2016 09:26)

    Guten Morgen,
    liebe Nachteule :-)

    Für "Liebe ordnet die Welt" habe ich zwei schöne (Ergänzungs-)Zitate gefunden:

    Ich will Euch mein Erfolgsgeheimnis verraten:
    Meine ganze Kraft ist nichts anderes als Ausdauer.

    Louis Pasteur, französischer Biologe und Chemiker (1822 – 1895)

    und:

    Ausdauer und Entschlossenheit sind zwei Eigenschaften, die bei jedem Unternehmen den Erfolg sichern.

    Leo Nikolajewitsch Tolstoi, russischer Schriftsteller, (1828 – 1910)

  • #467

    Hella (Freitag, 29 April 2016 09:34)

    Und wenn die Liebe nicht ausreicht, nicht angenommen wird,

    (kann passieren, wenn Menschen sich aussuchen wollen, wer sie lieben darf, wem sie sich zuwenden möchten:-(

    dann hilft Antoine de Saint-Exupéry, französischer Humanist und Schriftsteller, 1900-1944 weiter
    mit seiner Erkenntnis:

    Der Misserfolg stärkt die Starken.

  • #468

    schäfchen (Freitag, 29 April 2016 09:43)

    Zuversicht:

    „Denn ich, ich kenne meine Pläne, die ich für euch habe (…),
    Pläne des Heils und nicht des Unheils; denn ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben.

    Wenn ihr mich ruft, wenn ihr kommt und zu mir betet, so erhöre ich euch. Sucht ihr mich, so findet ihr mich.
    Wenn ihr von ganzem Herzen nach mir fragt, lasse ich mich von euch finden.“
    (Gott in Jeremia Kapitel 29, Verse 11 – 14)

  • #469

    Bibi (Samstag, 30 April 2016 08:19)


    Dass das Leben immer wieder auf bestimmte Bibelsprüche hingeführt wird, das ist wohl eine Sprache Gottes zu dem Menschen,
    um derentwillen man das Leben aushalten muss - bis Gott "ausgeredet" hat.

    Jochen Klepper
    (* 22. März 1903 in Beuthen an der Oder, Landkreis Freystadt, Provinz Schlesien; † 11. Dezember 1942 in Berlin) war ein deutscher Theologe,
    der als Journalist und Schriftsteller arbeitete. Er ist einer der bedeutendsten Dichter geistlicher Lieder des 20. Jahrhunderts.

  • #470

    Meggy (Donnerstag, 05 Mai 2016 05:04)


    Ganz liebe morgendliche Grüße...begleitet von Froschgesängen, als wollten sie in das Morgenlob der Amseln mit einstimmen :-) ...
    ...ich wünsche euch allen einen frohen und gesegneten Himmelfahrtstag...Gott sei euch stets Begleiter, Freund, Helfer...in all euren Anliegen, Freuden, Ängsten...Er erfülle euch immerwieder neu mit Seiner Gegenwart...
    Ich darf mich nachher der Pilgergruppe anschließen, die noch bis Sonntag unterwegs sein möchte...
    Heute begleitet uns das Thema: 'Ich höre dir zu'...
    ...welches mich eben erinnerte, hier einfach mal DANKE zu sagen...fürs"Zuhören" im Stillen wie im etwas Lauteren, für das Kommentieren , den Austausch von Lebensweisheiten,für liebe begleitende Gedanken, aber auch für die Kritik.und nicht zuletzt für das nicht Sparen an Zitaten :-) ich konnte mich durch diese oftmals große Flut an Zitaten immerwieder in Geduld üben :-) ...habt eine gesegnete und gute Zeit...
    ...mit lieben Grüßen...


  • #471

    besucher (Donnerstag, 05 Mai 2016 07:02)

    ein wahrhaft schönes Schlusswort und wir sind gespannt, wenn das Zitate Schreiben am Sonntag Abend wieder los geht, was uns so berichtet wird. Denn die Füße mögen dann zwar etwas gelitten haben, die Finger zum blog Schreiben aber eher nicht. Auf geht's, Mädels und den Herren einen schönen Tag!

  • #472

    Moderator (Sonntag, 08 Mai 2016 15:43)


    Ich zeige mich nun bereits schon am Nachmittag
    beeindruckt von vorherigen Einträgen und Geschehnissen :-)

    Mich haben auch vielfältige Gedanken inzwischen heim gesucht.
    Thematisch sind Gott, Liebe, Dankbarkeit, Demut und Füße durchaus besonders dabei ......

    Hier wurde auch geschrieben, dass "wir gespannt sind",
    ich bin es natürlich auch :-))

  • #473

    Co-Moderatorin (Sonntag, 08 Mai 2016 16:54)


    Franz von Sales:

    „Übergebt euch und all eure Angelegenheiten ganz und gar der göttlichen Vorsehung.

    Lasst sie mit euch schalten und walten, wie sie will, so wie die Kinder sich ganz dem Belieben ihrer Mutter überlassen.
    Die göttliche Vorsehung ist eine gute Mutter und weiß besser als ihr selbst, was euch gut tut."

    (DASal 2,91)

  • #474

    Augapfel (Sonntag, 08 Mai 2016 17:01)

    Lasst uns einander nicht aus den Augen verlieren :-))

    Was ist die Betrachtung?

    Für Franz von Sales ist klar, dass Christsein im Alltag nur gelingt, wenn man dabei im ständigen Kontakt mit Gott bleibt.
    Um diesen Kontakt herzustellen und zu vertiefen, empfiehlt er die tägliche Meditation:

    "Wenn du ihn (den Herrn in seinem Leben und Leiden) oft betrachtest,
    wird deine Seele von ihm erfüllt, du lernst seine Art und Weise kennen und deine Handlungen nach den seinen formen."

    Der ideale Zeitpunkt dafür ist der Morgen,
    der ideale Ort eine Kirche oder Kapelle, der ideale Inhalt das Leben und Leiden des Herrn.
    Natürlich sollte die Betrachtung nicht daran scheitern, dass man diesen Idealen nicht voll entsprechen kann.
    Viel wichtiger ist, dass man sich während des Tages auch für Gott und nur für ihn Zeit nimmt und aus dieser Zeit der Gottesbegegnung heraus sein Handeln "formt".

    Das ist wichtig: Für Franz von Sales ist die Betrachtung kein Selbstzweck,
    sondern die beste Vorbereitung für die Arbeit, das Handeln im Alltag.

    Wer nur betrachtet, ohne daraus ganz konkrete Konsequenzen für sein Handeln zu ziehen, bläht sich nur auf, schreibt er,
    die echte Betrachtung aber mündet immer ein in die Realität des Alltags:

    "So muss der Rechtsanwalt nach der Betrachtung an die Prozessrede gehen,
    der Kaufmann zu seinem Geschäft,
    die verheiratete Frau an ihre Ehepflichten und häuslichen Arbeiten ...

    Das eine wie das andere ist ja Gottes Wille."

  • #475

    Moderator&Co-Moderatorin (Sonntag, 08 Mai 2016 17:04)

    Wer nun Anregungen bekommen konnte und wen mehr hierzu interessiert,
    der schaue nach unter: http://www.franz-sales-verlag.de/

  • #476

    madre (Sonntag, 08 Mai 2016 17:10)


    Das entspricht inzwischen auch meinem Rückblick/Einblick:

    Eine glückliche Mutter ist für die Kinder segensreicher als 100 Lehrbücher über die Erziehung.

    – Johann Heinrich Pestalozzi (1746 – 1827) --

  • #477

    Timon (Sonntag, 08 Mai 2016 17:23)

    Mir wird oft gesagt, dass ich so ruhig sei :-))

    "Ich sage nichts, denke desto mehr."
    (Shakespeare, englischer Dramatiker)

  • #478

    Paul (Sonntag, 08 Mai 2016 17:30)


    Gern auch im Wechsel praktizierbar:

    "Das Genie entdeckt die Frage,
    das Talent beantwortet sie."

    (Karl Heinrich Waggerl, Schriftsteller aus Österreich)

  • #479

    Livius Herz (Sonntag, 08 Mai 2016 17:39)


    Werbung machen
    bedeutet die Fähigkeit,
    den reinen Pulsschlag des Unternehmens zu spüren,
    zu interpretieren und in Buchstabe, Papier und Tinte zu bringen.

    Leo Burnett (1871-1971)

  • #480

    Zitierender (Sonntag, 08 Mai 2016 17:48)

    Zum Eintrag 470:-)), liebe Meggy :-)
    .... danken .....

    "nicht zuletzt für das nicht Sparen an Zitaten :-) "

    Das ist sehr liebevoll ausgedrückt,
    wobei es uns allen ja wirklich frei steht, uns dort zu orientieren, woran unser HERZ wirklich hängt.

    Die Vielfalt schafft, denke ich, eine breitere Auswahl für jede Neigung.
    Was wir nicht mögen, lassen wir völlig legitim ungelesen an uns vorbei ziehen.

  • #481

    Constanze (Sonntag, 08 Mai 2016 18:17)

    Für Meggy:

    Ich freue mich von Herzen,
    jedesmal, wenn ich Dich (und natürlich all die vielen "anderen") hier lesen kann.

    Zum Eintrag 470,
    betreff Pilgergruppe:

    Sehr gut behütet aus meiner Sicht

    und dabei auch nötiger Weise gut „betucht“ er-und belebten „wir alle“ die 9. Himmelwallfahrt.

    Glücklicherweise blieben unsere Füße wie durch Gottes Beschuhung nahezu unversehrt :-)
    Ich persönlich fühle mich gerade von innen her neu regenerierend und wünsche diesen aufbauenden Zustand wirklich ebenso jedermann.

    Ich werde mir heute und morgen (frei) die Zeit nehmen, viele Dinge, Geschenke erneut zu betrachten/bewundern/bedenken
    und möchte auch hier erneut meine tiefe Dankbarkeit hierfür erwähnen.

  • #482

    Meggy (Sonntag, 08 Mai 2016 22:43)

    Guten Abend :-) ...auch ich bin wieder da...ersteinmal lieben Dank, Constanze...
    Auch für mich waren die Tage anstrengend schön und ich durfte verschiedene Zeiten und Augenblicke erleben...fröhliche, ernste, schmerzhafte, genüssliche, lustige, spannende, stille,belebende, gewinnende, traurige, friedvolle Momente...
    .
    Ich würde gern einfach mal eins zwei drei kleine Erfahrungen des Kampfes mit sich und den Mitteln zu nachtschläflicher Zeit und am Tage hinterlassen wollen, die ich, als sie mir wiederfuhren, spontan niederschrieb. Sie haben allerdings wenig geistlichen Inhalt, aber haben mich, besonders im Nachhinein, sehr aufgemuntert...

    7.5.
    ...ich hätte mir wohl doch nochmal die Zeit nehmen sollen u. die Gebrauchsanweisung für den Schlafsack lesen sollen.Immer mehr hatte ich in der Nacht das Gefühl,in einer Röhre festzustecken,die sich, mit jedem Versuch seine Körperlage zu ändern,weil es irgendwo schmerzte,stärker um mich verwrang,so daß ich den Schlafsack irgendwann öffnete und zur Decke umfunktionierte und so dem würgeähnlichem Angriff einer Python entkam"...irgendwie fühle ich im Gegensatz zu gestern keinen Schmerz...naja, liege auch noch in der Waagerechten...

    Gestern bewegten wir uns zu Fuß von Nauen nach Friesack (ca. 30 km)...wobei ich eingestehen muss, daß ich eine kleine Zwischenetapppe von 10 km im VW-Bus zurück legen durfte...und als die Pilgergruppe nach ca. 1,5 Stunden wieder auftauchte, sich stärkte, um dann die letzten 6 km bis Friesack zurückzulegen, ich wieder aufgetankt war, stieß ich wieder dazu und konnte mich wieder wie ein kleiner Flummi fortbewegen...also die ersten 500 m ...

    7.-8.Mai nachts
    ..."...na super...ein leises Säuseln u. Schnarchen erfüllt schon den dunklen Raum und ich kann den Fußboden deutlich spüren...habe vorhin die Ventile der Isomatte zum sich selbst aufpusten aufgedreht u. eben festgestellt, daß ich sie nicht wieder geschlossen habe

  • #483

    Hella (Montag, 09 Mai 2016 03:31)



    Weisheit

    Die Augen der Tiefe reifen durch Tränen.

  • #484

    Pünktchen (Montag, 09 Mai 2016 03:35)


    Ernst Ferstl

    Jede lange und tiefe Beziehung beginnt mit einem Kurzschluss zwischen Herz und Hirn.

  • #485

    Pünktchen (Montag, 09 Mai 2016 03:36)


    Eduard Baltzer:

    Wer aber eine Wahrheit des Lebens erkannt hat und nach ihr handelt, der wird unbewusst ihr Verkünder.

  • #486

    Pünktchen (Montag, 09 Mai 2016 03:39)


    Margaret Anderson:

    Das Wichtigste, was es über das Leben zu lernen gibt, ist, erstens nichts zu tun, was man nicht tun möchte, und zweitens, zu tun, was man tun möchte.

  • #487

    Constanze (Montag, 09 Mai 2016 08:21)

    Liebe Meggy,

    eine Pilgerreise soll uns selbst auch aufzeigen können,
    in welcher Art und Weise wir das Leben meistern.

    Was ich in Deinem Eintrag 482 ganz klar heraus "deuten" kann, ist,
    dass Du ein Mensch bist, der in jedem Falle erst einmal herzhaft über sich selbst lachen kann!!!

    Diese liebenswerte Gabe ist nun auch nicht immer bei jedem Menschen erkennbar,
    und ich persönlich finde Deine Formulierungen lustig phantasiereich:

    " ..... konnte mich wieder wie ein kleiner Flummi fortbewegen...also die ersten 500 m ... "

    :-)) :-)) :-))




  • #488

    Linus (Montag, 09 Mai 2016 08:39)

    Im Übersetzer http://www.linguee.de/deutsch-franzoesisch/uebersetzung/
    kann man lesen:

    "Das Wichtigste ist eigentlich, dass man einen Sinn für Humor hat, dass man über die Absurditäten des Lebens und über sich selbst lachen kann."


    "[...] probablement le sens de l'humour, être capable de se moquer de l'absurdité de la vie et ne pas se prendre trop au sérieux."

    (Anmerkung zu Eintrag 482)

  • #489

    duplo (Montag, 09 Mai 2016 08:51)


    Auch ich komme gerade nicht umhin,
    einen "Übersetzer" zu zitieren!

    [...] wenn ihr daran arbeitet kein Urteil über euch selbst zu fällen und zu akzeptieren was ihr seid,
    und auch, und auch was für euch einfacher ist, zu akzeptieren was euch die Zukunft bringt (denn im Prinzip wird das was ihr sein werdet besser für euch sein, als das was ihr wart),
    wenn ihr verbessert an euch arbeitet, die unermessliche Liebe in euch zu spüren,
    die nur darauf wartet sich ausdrücken zu dürfen, wird euer Bewusstsein völlig anders. ducielalaterre.org

    [...] tolérance par rapport à ce que vous êtes et par rapport à ce que sont vos frères, si vous faites un travail
    de non jugement par rapport à vous-même et d'acceptation de ce que vous êtes, et aussi, ce qui est plus facile pour vous,
    d'acceptation de ce que vous allez devenir (parce qu'en principe ce que vous deviendrez sera mieux que ce que vous avez été),
    si vous travaillez à vous affiner, à ressentir l'immense Amour qui est en vous et ne demande qu'à s'exprimer, votre conscience sera totalement différente. ducielalaterre.org

    !?!

  • #490

    Co-Moderatorin (Montag, 09 Mai 2016 09:00)

    ..... ich "klinke" mich ein ....

    Liebe Lesenden, liebe Schreibenden,
    wir hier in unserer kleinen offenen Gemeinde :-)
    haben gerade Folgendes festgestellt:

    Externe Quellen (nicht geprüft)
    "Die Franzosen hingegen schätzt man als ein Volk mit Esprit und der Fähigkeit, das Leben leicht" zu nehmen und über sich selbst lachen zu können. stiftung-genshagen.de

    On considère davantage les Français comme un peuple ayant de l'esprit et sachant prendre la vie « à la légère » et pratiquer l'autodérision. stiftung-genshagen.de

    [...] selten gewordene Gabe auf der Bühne: Die Fähigkeit, über sich selbst lachen zu können und sich manchmal nicht ganz so wichtig zu nehmen. rencontres.de

    [...] devenu assez rare sur scène : la capacité de pouvoir rire de soi-même et de ne pas se prendre toujours trop au sérieux."

    Aus diesen und gerade nicht näher bezeichneten Gründen
    möchten wir heute auch Übersetzer nutzen, um uns auf anderen Wegen/aus anderen Quellen mitzuteilen :-)

  • #491

    Antonia (Montag, 09 Mai 2016 09:04)

    Meine Bemerkung zu Deinem Eintrag, liebe Co-Moderatorin:

    "Jeder Tag, an dem du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag."
    Charlie Chaplin

  • #492

    Miriam (Montag, 09 Mai 2016 09:06)

    Bin so dabei:

    "Er [Charlie Chaplin] hat die Clownerie im Film in Gesellschaftskritik und Satire verwandelt,
    ohne dabei seine erstaunliche Fähigkeit einzubüßen, uns zum Lachen zu bringen ...

    Chaplin ist wie die meisten wahren Künstler im Grunde seines Herzens ein genialer und sanfter Anarchist, und das Lachen, das er auslöst, reinigt und versüßt nur die Luft."
    John Boynton Priestley

  • #493

    Kritiker (Montag, 09 Mai 2016 09:13)

    Jedoch, meine sehr verehrten Lieben,

    für alles gilt: nicht übertreiben und ehrlich sein!
    Habt ihr auch ohne mich gewusst.
    Dieses Zitat ist auch ein wenig übertrieben:

    "Keep smiling: eine durch die Gegenwart von Fotoapparaten oder Fernsehkameras ausgelöste Seuche,
    die an den krankhaft nach oben gezogenen Mundwinkeln und gefletschten Zähnen der davon Betroffenen zu erkennen ist. Auch unter dem Namen Cheese-Syndrom bekannt."

    Unbekannt

    Ich habe es dennoch verwendet, weil ich weiß, dass wir damit umgehen können :-))

  • #494

    controller (Montag, 09 Mai 2016 10:26)

    Lieber Kritiker,

    ich möchte "Dich" hier mit Worten von dieser Frau ergänzen:
    Helena Petrovna Blavatsky:

    "Das Fühlen von Verantwortung ist der Beginn von Weisheit."

  • #495

    Hella (Montag, 09 Mai 2016 11:41)

    Wünsche für uns alle:


    Elli Michler
    Zeit zum Leben

    Ich wünsch dir nicht alle möglichen Gaben.
    Ich wünsch dir nur, was die meisten nicht haben.
    Ich wünsch dir Zeit, dich zu freu'n und zu lachen,
    und wenn du sie nützt, kannst du 'was draus machen.

    Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken,
    nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken.
    Ich wünsche dir Zeit - nicht zum Hasten und Rennen,
    sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.

    Ich wünsch dir Zeit - nicht nur so zum Vertreiben.
    Ich wünsche, sie möge dir übrigbleiben;
    als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertrauen,
    anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schauen.

    Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,
    und Zeit, um zu wachsen, daß heißt, um zu reifen.
    Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben.
    Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.

    ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden,
    jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.
    Ich wünsch dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.
    Ich wünsch dir: Zeit zu haben zum Leben.

  • #496

    4 (Montag, 09 Mai 2016 16:41)

    Heute las ich davon,

    dass wir Christen oft "falsch rüber kommen". Auf Näheres darüber möchte ich nicht an dieser Stelle eingehen, jedoch fand ich eine andere Aussage dazu sehr interessant:

    Wir sollen in der Gemeinde von unseren Schwächen und Fehlern erzählen, um nicht nur als "Gut-Menschen" da zu stehen, denen alles gelingt. Tut es ja nicht.
    Und genau hier möchte ich gern anknüpfen:

    Ja,
    lasst uns ruhig untereinander in unseren Gemeinden von unseren Fehlern und Schwächen reden und ..........
    lasst uns dann hierbei ruhig nur bei unseren eigenen "Vorkommnissen" bleiben.

  • #497

    3 (Montag, 09 Mai 2016 16:42)

    Heute las ich davon,

    dass wir Christen oft "falsch rüber kommen". Auf Näheres darüber möchte ich nicht an dieser Stelle eingehen, jedoch fand ich eine andere Aussage dazu sehr interessant:

    Wir sollen in der Gemeinde von unseren Schwächen und Fehlern erzählen, um nicht nur als "Gut-Menschen" da zu stehen, denen alles gelingt. Tut es ja nicht.
    Und genau hier möchte ich gern anknüpfen:

    Ja,
    lasst uns ruhig untereinander in unseren Gemeinden von unseren Fehlern und Schwächen reden und ..........
    lasst uns dann hierbei ruhig nur bei unseren eigenen "Vorkommnissen" bleiben.

  • #498

    2 (Montag, 09 Mai 2016 16:43)

    tolérance par rapport à ce que vous êtes et par rapport à ce que sont vos frères, si vous faites un travail
    de non jugement par rapport à vous-même et d'acceptation de ce que vous êtes, et aussi, ce qui est plus facile pour vous,
    d'acceptation de ce que vous allez devenir (parce qu'en principe ce que vous deviendrez sera mieux que ce que vous avez été),
    si vous travaillez à vous affiner, à ressentir l'immense Amour qui est en vous et ne demande qu'à s'exprimer, votre conscience sera totalement différente. ducielalaterre.org

  • #499

    1 (Montag, 09 Mai 2016 16:43)

    tolérance par rapport à ce que vous êtes et par rapport à ce que sont vos frères, si vous faites un travail
    de non jugement par rapport à vous-même et d'acceptation de ce que vous êtes, et aussi, ce qui est plus facile pour vous,
    d'acceptation de ce que vous allez devenir (parce qu'en principe ce que vous deviendrez sera mieux que ce que vous avez été),
    si vous travaillez à vous affiner, à ressentir l'immense Amour qui est en vous et ne demande qu'à s'exprimer, votre conscience sera totalement différente. ducielalaterre.org

  • #500

    drahty (Montag, 09 Mai 2016 16:45)

    ... heisst wieder alle Fuß- und VW-Autowanderer des Himmelfahrtswochenendes in der Heimat und vor allem in einem ordentlichen Bett herzlich willkommen und gratuliert sich diesmal selbst recht herzlich zum 500. Jubiläumseintrag.

  • #501

    starwars (Montag, 09 Mai 2016 18:21)


    Luc de Clapiers Vauvenargues
    französischer Philosoph und Schriftsteller (1715 - 1747):


    "Fasst man nicht auf, was man liest, so darf man sich nicht darauf versteifen, es verstehen zu wollen,
    sondern muss die Lektüre aufgeben, um sei an einem anderen Tage oder zu einer anderen Stunde wieder aufzunehmen,

    und man wird mühelos dem Autor folgen.
    Scharfblick wie Phantasie besitzt man nicht in jedem Augenblick. Nicht immer ist man gestimmt für eine fremde Geistesart."


  • #502

    schäfchen (Montag, 09 Mai 2016 18:32)

    Liebes Duplo,

    besonders gefällt mir aus dem Eintrag 489:

    "wenn ihr verbessert an euch arbeitet, die unermessliche Liebe in euch zu spüren,"
    Darin kann ich sogleich die angenehme Wärme fühlen :-)

  • #503

    Kritiker (Montag, 09 Mai 2016 19:06)


    "Es gibt Leute, deren Gaben man ohne ihre Fehler nie erkannt hätte."

    Luc de Clapiers Vauvenargues

  • #504

    Bewunderer (Montag, 09 Mai 2016 19:12)


    "Bewunderung ist nur das Maß unserer Kenntnisse
    und beweist weniger die Vollkommenheit der Dinge
    als die Unvollkommenheit unseres Geistes."

    (auch von Luc de Clapiers Vauvenargues)

  • #505

    Hertha (Montag, 09 Mai 2016 19:19)


    Niemand ist härter als jene, die sanftmütig sind, um etwas zu erreichen.

    Luc de Clapiers Vauvenargues

  • #506

    Empathischer (Montag, 09 Mai 2016 20:02)


    Liebe Hertha,

    hier möchte ich mich insofern mitteilen,
    dass mich das Erleben dieses Zitates traurig stimmt.

    Mir bereitet Sanftmut, die bedingungslos aus dem Herzen kommt, Wohlbefinden.

  • #507

    Constanze (Montag, 09 Mai 2016 21:14)

    Zu Eintrag 500:
    Liebe Drahty:-)

    Der beste Weg, um sich selbst zu finden, ist, sich im Dienst für andere zu verlieren.
    Mahatma Gandhi Kategorien: Wege Zitate
    Originalzitat:

    The best way to find yourself is to lose yourself in the service of others.

    Hiermit möchte auch ich Dir herzlich gratulieren:-)

  • #508

    Philosoph (Dienstag, 10 Mai 2016 10:25)


    Zitat aus Eintrag 470: "oftmals große Flut an Zitaten"

    Zitat aus vorhergehenden Einträgen: "weil eine oder mehrere Personen ihre Gedanken „fließen“ lassen,"
    "wie sie ins menschliche Bewusstsein fließen"

    Hier in diesem Raum scheinen mir also ziemlich viele (...) Gedanken, zum Teil zitiert ummantelt, den Fluss runter zu fließen.
    Da wir HIER jedoch stets richtig sind mit unseren Gedanken, wünsche ich,

    keinen Strömungsstillstand :-)
    und dass die Flüsse nie versiegen mögen :-)

    Lasst uns nicht aufhören, liebevoll und barmherzig nachzudenken, über Gott, über uns und unsere Nächsten :-)

  • #509

    Duden (Dienstag, 10 Mai 2016 10:30)

    Fluss

    BEDEUTUNGSÜBERSICHT

    - größerer natürlicher Wasserlauf
    - fließende Bewegung; stetiger, ununterbrochener Fortgang
    - (Technik) flüssiger Zustand von Metallen, Gesteinen, Mineralien

  • #510

    FeliCitas (Dienstag, 10 Mai 2016 18:11)


    - Gegenwart -

    Bei einem Fluss ist das Wasser, das man berührt, das letzte von dem, was vorübergeströmt ist, und das erste von dem, was kommt. So ist es auch mit der Gegenwart.

    Leonardo da Vinci (italienischer Maler, Bildhauer, Ingenieur und Naturphilosoph)

  • #511

    Cynthia (Dienstag, 10 Mai 2016 18:21)


    "Wer den Weg nicht kennt, auf dem er zum Meer gelangen kann,
    der sollte sich einen Fluss als Begleiter suchen."

    Lateinische Lebensweisheiten

  • #512

    Konrad (Mittwoch, 11 Mai 2016 17:19)

    Flieset aus dem Aug, ihr Tränen, all mein Hoffen, all mein Sehnen, meines Lebens schönster Traum - hängt an diesem Apfelbaum.
    Witwe Bolte, nach dem Aus für ihre Hühner bei Max und Moritz (Wilhelm Busch)

  • #513

    FeliCitas (Mittwoch, 11 Mai 2016 18:43)

    Hängt an einem Baum in Madrid: .... vielleicht sogar an einem Apfelbaum ... wir wissen es (noch) nicht .....

    "Ich bin die Wärme deines Herdes an kalten Winterabenden.
    Ich bin der Schatten, der dich vor
    der heißen Sommersonne beschirmt.

    Meine Früchte und belebenden Getränke
    stillen deinen Durst auf deiner Reise.
    Ich bin der Balken, der dein Haus hält,
    die Tür deiner Heimstatt,
    das Bett, in dem du liegst und
    das Spant, das dein Boot trägt.

    Ich bin der Griff deiner Harke,
    das Holz deiner Wiege und
    die Hülle deines Sarges."

    Unbekannt
    Schild an einem Baum in Madrid

  • #514

    Miriam (Mittwoch, 11 Mai 2016 19:04)


    "Bäume, die ständig Unwettern ausgesetzt sind, werden halt stärker, prägnanter, als solche, welche im Schutz des Waldes vor sich hin vegetieren."

    © Enno Ahrens

  • #515

    Emotionaler (Mittwoch, 11 Mai 2016 19:10)

    Bei mir fließt es weiter mit diesem Zitat:

    "Der Fluss setzt seinen Weg zum Meer fort, ob das Rad der Mühle gebrochen ist oder nicht."

    Khalil Gibran

  • #516

    starwars (Mittwoch, 11 Mai 2016 19:42)



    "In diesen Tagen war der Mut noch ungebrochen

    zitat Da kurvten gewaltige Sternenschiffe auf der Suche nach Heldentaten und Reichtümern
    zwischen exotischen Sonnen in den entlegensten Gegenden des galaktischen Raums herum.
    In diesen Tagen war der Mut noch ungebrochen, war das Risiko noch hoch, waren Männer noch richtige Männer,
    Frauen noch richtige Frauen und kleine pelzige Wesen von Alpha Centauri noch richtige kleine pelzige Wesen von Alpha Centauri.

    Und alle wagten es noch, unbekannten Schrecken trotzig die Stirn zu bieten, große Taten zu vollbringen
    und Subjekt und Objekt durch lange und komplizierte Satzkonstruktionen so weit voneinander zu trennen, wie das noch niemand zuvor getan hatte -
    und so wuchs das Imperium zu seiner Größe heran."

    (Per Anhalter durch die Galaxis)
    Douglas Adams

  • #517

    sybok (Mittwoch, 11 Mai 2016 20:28)


    "Da man uns gesagt hatte

    zitat Da man uns gesagt hatte, Indonesien könne man nur in einem Gemütszustand äußerster Gelassenheit in Angriff nehmen,
    beschlossen wir, es damit zu versuchen.

    Wir versuchten, dem Mann gelassen klar zumachen, dass auf unseren Tickets, genau genommen, "bestätigt" stehe,
    woraufhin er uns erklärte, "bestätigt" bedeute, genau genommen, gar nicht bestätigt,
    sondern werde lediglich auf Wunsch gewisser Leute aufs Ticket geschrieben, weil man sich so eine Menge Mühe spare und die Leute dazu bringe wegzugehen.

    (Die letzten ihrer Art)
    Douglas Adams

  • #518

    Maryam (Mittwoch, 11 Mai 2016 20:44)


    "Allein Gott ist
    heilig,

    aber nicht die,
    die von sich
    behaupten
    seinen Willen
    erkannt zu haben.

    Denn hätten sie
    seien Willen erkannt,
    würden sie Gott
    in freudiger Demut
    dienen können,

    ohne Anspruch auf
    Glanz und Heiligkeit."

    Axel Dorr

  • #519

    Philosoph (Mittwoch, 11 Mai 2016 21:06)


    "Das Reale wird durch Zeichen des Realen ersetzt."

    - Jean Baudrillard -

  • #520

    Maryam (Mittwoch, 11 Mai 2016 21:50)

    Zuversicht:

    "DER HERR WIRD DICH IMMER FÜHREN,
    auch im dürren Land macht er dich satt
    und stärkt deine Glieder.

    Du gleichst einem bewässerten Garten, einer Quelle,
    deren Wasser nie versiegt.

    Jesaja 58,11

  • #521

    FeliCitas (Donnerstag, 12 Mai 2016 16:44)


    Ein Baum spendet auch denen kühlen Schatten, die schimpfen, dass er kein Licht in ihre Fenster lässt.

    © Enno Ahrens

  • #522

    Stacherl (Donnerstag, 12 Mai 2016 18:54)


    Die Biene merkt bald, dass die künstliche Blume keinen Honig hat.
    Der Mensch braucht oft sein ganzes Leben dazu.

    © Wolfgang Pfleiderer
    (1877 - 1971), dt. Philologe, Gymnasial- und Volkshochschullehrer in Stuttgart
    Quelle: Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis von Herrn Wolfgang Holger Pfleiderer

  • #523

    Stacherl (Donnerstag, 12 Mai 2016 19:48)


    "Nichts auf der Welt geht über ein Herz,
    von dem man mit Gewissheit weiß,
    dass es einzig und unwandelbar an uns hängt

    und keine Faser Falschheit und Eigensucht hat."

    Stifter

  • #524

    Christin (Donnerstag, 12 Mai 2016 20:15)


    Alles, was geschieht, ob beeindruckend oder unscheinbar, ist ein Gleichnis, durch das Gott zu uns spricht.

    -- Malcolm Muggeridge –

  • #525

    Birne (Freitag, 13 Mai 2016 20:36)


    "Glaube ist, an das zu glauben, was man bis dahin nicht sehen kann. Die Belohnung dafür ist, das zu sehen, was man glaubt! "

    (Definition des Kirchenlehrers Augustinus)

  • #526

    Biene (Samstag, 14 Mai 2016 21:20)

    Ich knüpfe an mit meinem persönlichen "stream of consciousness",
    gefunden auf youtube:

    Katjuscha („Katharinchen") ist ein russisches Liebeslied.
    Es entstand als Schlagerkomposition im Rahmen der offiziellen sowjetischen Estrada-Unterhaltungsmusik.
    Der Text stammt aus dem Jahr 1938 von Michail Issakowski, die Musik von Matwei Blanter. Beide waren im sowjetischen Musikbetrieb etablierte Größen.
    Textlich war Katjuscha einfach gehalten. Das Lied thematisierte die Sehnsucht einer jungen Frau, die darunter leidet, dass ihr Geliebter im Krieg ist.

    Der titelgebende Vorname Katjuscha ist eine liebevolle Verkleinerungsform des russischen Namens Ekaterina (Екатерина).
    Uraufgeführt wurde das Stück am 27. November 1938 im Moskauer Haus der Gewerkschaften. Sängerin war Walentina Batischtschewa.
    Text und Melodie von Katjuscha verbreiteten sich während der Kriegsjahre in ganz Europa.
    Eine der bekanntesten Adaptionen ist das 1943 entstandene italienische Partisanenlied "Fischia il vento".

    Leuchtend prangten ringsum Apfelblüten,
    still vom Fluß zog Nebel noch ins Land;
    |:durch die Wiesen kam hurtig Katjuscha
    zu des Flußes steiler Uferwand. :|

    Und es schwang ein Lied aus frohen Herzen
    jubelnd, jauchzend sich empor zum Licht,
    |: weil der Liebste ein Brieflein geschrieben,
    das von Heimkehr und von Liebe spricht. :|

    O du kleines Lied von Glück und Freude,
    mit der Sonne Strahlen eile fort!
    |: Bring dem Freunde geschwinde die Antwort --
    von Katjuscha Gruß und Liebeswort. :|

    Er soll liebend ihrer stets gedenken,
    ihrer zarten Stimme Silberklang.
    |: Weil er innig der Heimat ergeben,
    bleibt Katjuschas Liebe ihm zum Dank. :|

    |:Расцветали яблони и груши,
    Поплыли туманы над рекой.
    Выходила на берег Катюша,
    На высокий берег на крутой.|:


  • #527

    Katharina (Sonntag, 15 Mai 2016 00:22)


    Luther sprach einst:
    "Wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen."

  • #528

    Cynthia (Sonntag, 15 Mai 2016 08:22)


    Auszug aus einer Predigt zum Pfingstsonntag:-)

    "Keiner kann alles alleine.

    Wenn einer behaupten würde, er allein sei Hirte, Lehrer und Gesetzgeber,
    er allein habe die Leitung und wüsste als einziger, wo es lang ginge, dann hat er das mit den unterschiedlichen Gaben des Geistes offenbar nicht verstanden.

    Denn nach Paulus gibt der Geist diese Gaben nicht einem allein, sondern jeder und jedem für seinen ganz spezifischen Dienst.
    Und all diese unterschiedlichen Dienste mit ihren ganz eigenen Gaben müssen sich entfalten dürfen.

    Nicht zuerst Einmut und Einigkeit, sondern ein neues Erblühen von Vielfalt und Lebendigkeit, das wünsche ich deshalb unserer Kirche.

    Ein neues Aufblühen in Vielfältigkeit, das allein Ausdruck des lebendigen Gottes ist.

    Eine solche Vielfalt mag unübersichtlich sein, schwer zu kontrollieren und vor allem schwieriger zu lenken als Uniformität und gleichgeschaltete Massen.
    Da wird dann gleich vor Wildwuchs und chaotischen Zuständen gewarnt. Aber wer hat denn da wovor Angst?

    Beim Anblick der Unordnung in einem Kinderzimmer wurde mir letzthin gesagt: "Weißt Du, der Kleingeist hält Ordnung, das Genie beherrscht das Chaos!"

    Und Gottes Geist hat doch schon von Anfang an bewiesen, dass er Herr über das Chaos ist.
    Er ist dieser Genius, der am Ende trotz aller Verschiedenheit alles zusammenhält, überblickt und zusammenführt.

    Der Geist überwindet jedes Chaos und organisiert die Vielfalt.

    Und genau das feiern wir an Pfingsten. Denn Pfingsten ist der Festtag der Vielfalt; einer Vielfalt die letztlich das Ergebnis jener Gnadengaben ist, die der Geist uns schenkt.
    Der Kleingeist träumt von Einfalt, von Gleichschaltung und Uniformität. Der Geist aber beherrscht die Vielfalt. Und nur dieser Geist Gottes ist es, er ist es, der lebendig macht.
    Amen."

    (gehalten am 26./27. Mai 2012 in der Peters- und Antoniuskirche, Bruchsal)
    Dr. Jörg Sieger, Mannheimer Straße 54

  • #529

    FeliCitas (Sonntag, 15 Mai 2016 08:36)


    "Wie war es in der Urkirche? Woran haben die anderen die wahren Christen erkannt?

    Erkannt haben sie die Christen daran, dass sie die Liebe sahen, mit der sie einander zugetan waren."

    - Mutter Teresa -

  • #530

    FeliCitas (Sonntag, 15 Mai 2016 17:03)


    Baumschule

    Sprüche. Spruchgedicht von René Oberholzer

    Die Bäume gehen zur Schule
    Lernen wie man wächst und gerade steht
    Lernen wie man sich biegt und wieder aufrichtet
    Lernen nicht wie man der Axt entkommt

    © René Oberholzer, 2003
    Aus der Sammlung Gedichte aus dem Jahr 2003

  • #531

    FeliCitas (Sonntag, 15 Mai 2016 17:12)


    Zur Schönheit führt Dein Werk

    Nach der Lektüre des Helsingforser Cyclus 1911

    Zur Schönheit führt Dein Werk:
    denn Schönheit strömt
    zuletzt durch alle Offenbarung ein,
    die es uns gibt.
    Aus Menschen-Schmerzlichkeiten
    hinauf zu immer höhern Harmonien
    entbindest Du das schwindelnde Gefühl,
    bis es vereint
    mit dem Zusammenklang
    unübersehbarer Verkünder GOTTES
    und SEINER nie gefassten Herrlichkeit
    mitschwingt im Liebeslicht
    der Seligkeit...
    Aus Schönheit kommt,
    zur Schönheit führt
    Dein Werk.

    Christian Morgenstern
    Aus der Sammlung Wir fanden einen Pfad

  • #532

    Moderator (Sonntag, 15 Mai 2016 19:12)


    Hier an dieser Stelle in diesen Raum, finde ich persönlich,
    passen nun sehr gut diese ausgesuchten Worte aus der heutigen Papstpredigt :

    Jesu Tod am Kreuz sei eine „unermessliche Gabe der Liebe“ gewesen,
    die Ausgießung des Heiligen Geistes „wie ein unendlicher Gnadenstrom“.

    Durch den Geist würden wir nicht nur wiedergeboren als Kinder Gottes,
    sondern zugleich zu Geschwistern.
    „Indem er unsere Beziehung der Zugehörigkeit zum Herrn Jesus Christus festigt, lässt der Geist uns in eine neue Dynamik der Geschwisterlichkeit eintreten.

    Und das ändert alles!“
    Wir könnten uns als Brüder und Schwestern sehen, und unsere Unterschiede vermehrten nur die Freude und das Staunen darüber,
    dass wir zu dieser einen Vaterschaft und Geschwisterlichkeit gehörten, so Franziskus.

    Am heutigen Pfingstfest erinnerte Franziskus auch an die Mutter Maria.
    Sie sei das „lebendige Gedächtnis des Sohnes“ und die „lebendige Anrufung des Heiligen Geistes“.

    (rv 15.05.2016 cz)

  • #533

    Moderator (Montag, 16 Mai 2016 22:32)

    AHA:

    "Aber wer hat denn da wovor Angst?"

    REDENSART BEDEUTUNG BEISPIELE ERGÄNZUNGEN
    den Ball / die Bälle flach halten

    ÜS sich zurückhalten; vorsichtig sein; sich nicht über etwas unnütz aufregen; nicht zu hohe Ansprüche haben; sich mäßigen; sich nicht aufspielen

    "Also schön, den Ball flach halten und erst mal überlegen, bevor ich hier Kritik übe";

    "Vorbei ist es mit 'Ball flach halten' im Lager der Roten. Ross Brawn verkündete jetzt vollmundig und selbstbewusst: 'Wir sind die Besten!'";

    "Mit viel Spaß durchs Leben gehen, trotzdem aber den Ball flach halten";

    "Wer also nicht regelmäßig selber mitgearbeitet hat, sollte jetzt besser den Ball flach halten";

    "Bitte mal die Bälle flach halten! Bevor da nicht irgendein Name genannt wurde oder richtige Beweise auf den Tisch kommen,
    würde ich aufhören, die Wintersportler unter Generalverdacht zu stellen"

    umgangssprachlich, salopp; Stammt aus dem Fußball. Wer hier den Ball flach hält - d. h. nahe am Boden - kann ihn besser kontrollieren .....

  • #534

    Co-Moderatorin (Mittwoch, 18 Mai 2016 20:39)


    Bei „den Ball flach halten“
    gehen mir direkt Menschen im Sinn umher,
    die möglicherweise wenig Selbstbewusstsein besitzen und diese Eigenschaft
    mit anderen Mitteln versuchen zu kompensieren.

    Ich dachte einst, dass auch ich zu wenig Selbstbewusstsein habe.

    Doch habe ich kein Bedürfnis daran, andere Menschen zu verurteilen oder ihre Kompetenz in Frage zu stellen.
    Mein Bedürfnis beschränkt sich darauf, Menschen helfen zu wollen. Auf jede Art, die sich anbietet und irgendwie machbar erscheint.
    Gern möchte ich den Wünschen und Bedürfnissen der Menschen entsprechen, die mich umgeben.

    Oft stellt gerade diese Eigenschaft eine große Herausforderung dar.

    Mitunter wird angenommen, dass Menschen mit hohem Geltungsbedürfnis, mit der Eigenschaft gern Mittelpunkt aller Geschehnisse zu sein,
    ein Minderwertigkeitsempfinden fühlen.

    Bei mir verhält sich das Empfinden so, dass ich dankbar bin für alle Gaben, die Gott mir schenkt, wenn er sie mir schenken möchte.
    Schenkt er mir keine Gaben, bete ich umso mehr um Liebe und Gnade seinerseits und bin dankbar, dass ER einfach nur bei mir ist.
    Das hört sich nun für mich nicht länger nach fehlendem Selbstbewusstsein an, sondern nach Gottesergebenheit.
    Ich lebe einfach für IHN, mit IHM und in IHM, mit dem Gebet, dass ER mich in seinem Herzen trägt, so wie ER uns alle im Herzen trägt.

    Was brauche ich mehr ? Ich bin SEIN Kind und damit ist ALLES gesagt.

  • #535

    wikipedia (Mittwoch, 18 Mai 2016 20:42)


    .......

    "Meist wird Arroganz als gesichertes kompensatorisches Zeichen eines Minderwertigkeitskomplexes gesehen."
    .......

  • #536

    Sprücheklopfer (Mittwoch, 18 Mai 2016 20:49)


    "Denn an sich ist nichts weder gut noch böse; das Denken macht es erst dazu."

    — William Shakespeare ----

  • #537

    Pilger (Mittwoch, 18 Mai 2016)


    "Gehe nicht, wohin der Weg führen mag, sondern dorthin, wo kein Weg ist, und hinterlasse eine Spur."

    — Jean Paul ----

  • #538

    Cynthia (Mittwoch, 18 Mai 2016 20:55)

    ... mein Motto hierzu lautet:

    "Wer Großes versucht, ist bewundernswert, auch wenn er fällt."

    — Seneca ---

    Wobei mein Augenmerk auf: "auch wenn er fällt" liegt,
    denn mit der Bewunderung ist es ja so eine Sache ...... :-))

    "Bewunderung ist nur das Maß unserer Kenntnisse
    und beweist weniger die Vollkommenheit der Dinge
    als die Unvollkommenheit unseres Geistes."

    (auch von Luc de Clapiers Vauvenargues)

  • #539

    wikipedia (Mittwoch, 18 Mai 2016 21:03)


    "Höflichkeit ist die Blüte der Menschlichkeit. Wer nicht höflich genug, ist auch nicht menschlich genug."

    - Joseph Joubert,
    Gedanken, Versuche und Maximen -

  • #540

    stolze Arrogante (Mittwoch, 18 Mai 2016 21:11)

    gefunden unter: http://karrierebibel.de/

    "Bekämpfen Sie Ihren Stolz.

    Egal, was Sie sagen – die anderen spüren, ob Sie Ihnen damit wirklich einen Dienst erweisen oder sich lediglich selbst produzieren wollen.
    Fragen Sie sich also: Warum wollen Sie Ihr Wissen wirklich teilen?

    Stets alles besser wissen zu wollen, kann nicht zuletzt ein Indiz für Unsicherheit sein.
    Wie sagte schon Satre: „So ist der Stolz nun einmal: Ein Plädoyer der Elenden.“

  • #541

    Intuitive (Mittwoch, 18 Mai 2016 21:20)

    Interessante Regel schon vom Herrn Knigge:-)

    "Gehe von niemand und lass niemand von Dir, ohne ihm etwas Lehrreiches oder etwas Verbindliches gesagt und mit auf den Weg gegeben zu haben;
    aber beides

    auf eine Art, die ihm wohltue, seine Bescheidenheit nicht empöre und nicht studiert scheine, dass er die Stunde nicht verloren zu haben glaube,
    die er bei Dir zugebracht hat, und dass er fühle, Du nehmest Interesse an seiner Person,
    es gehe Dir von Herzen, Du verkauftest nicht bloß Deine Höflichkeitsware ohne Unterschied jedem Vorübergehenden!"

    - Adolph Freiherr Knigge -,
    Erstes Kapitel, Allgemeine Bemerkungen und Vorschriften über den Umgang mit Menschen, 16.www.zeno.org

  • #542

    Getroffener (Mittwoch, 18 Mai 2016 21:34)

    " den Ball flach halten" :-)

    Trifft dich des Schicksals Schlag, so mach' es wie der Ball:
    Je stärker man ihn schlägt, je höher fliegt er all.

    Friedrich Rückert
    Vervollkommnung Zitat

  • #543

    Livius Herz (Mittwoch, 18 Mai 2016 21:36)


    "Ein Ball ist eine Gesellschaft von Füßen.
    ein Gastmahl eine Gesellschaft von Mägen.

    Es gibt nicht viele Gesellschaften von Köpfen und noch weniger von Herzen."

    Abraham Gotthelf Kästner

  • #544

    Fuchs (Mittwoch, 18 Mai 2016 21:41)


    "Unsere Weisheit ist nicht weniger ein Ball des Zufalls als unser Vermögen."

    François
    VI. Herzog de La Rochefoucauld

  • #545

    Emotionaler (Donnerstag, 19 Mai 2016 00:15)

    Meine überwiegende Emotion
    beinhaltet nach Liebe Dankbarkeit :-)

    "Sei dankbar für das, was du hast; warte auf das übrige und sei froh,
    dass du noch nicht alles hast; es ist auch ein Vergnügen, noch auf etwas zu hoffen."

    Lucius Annaeus Seneca
    (ca. 4 v. Chr - 65 n. Chr., Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero, Kaiser v. 54 - 68 n.Chr.), römischer Politiker, Rhetor, Philosoph und Schriftsteller

  • #546

    Monarch (Donnerstag, 19 Mai 2016 00:16)


    "Dankbarkeit gegen sein Volk ist die erste Tugend eines Monarchen."

    Friedrich II., der Große
    (1712 - 1786), preußischer König, »Der alte Fritz«
    An den König von Polen

  • #547

    Hella (Donnerstag, 19 Mai 2016 00:18)

    Schau mal bitte, für Dich,
    mein lieber Emotionaler:-)

    "Wer nicht danken kann, kann auch nicht lieben."

    Jeremias Gotthelf
    (1797 - 1854), eigentlich Albert Bitzius, Schweizer Pfarrer und Erzähler

  • #548

    Cynthia (Donnerstag, 19 Mai 2016 18:41)

    Liedtext von Samuel Harfst:

    Vor lauter Tun
    haben wir verlernt zu sein
    verlernt zu ruhn
    verlieren den Sinn, wahren den Schein

    Seid heilig
    denn er ist heilig
    und versucht nicht heilig zu tun (2x)

    Vor lauter Wald
    sehen wir die Bäume nicht
    das Leid der Welt
    macht uns für die nächsten blind

    Seid heilig
    denn er ist heilig
    und versucht nicht heilig zu tun (2x)

    und jeder gute Vorsatz bleibt vergeblich
    wenn er das neue Jahr nicht überlebt
    und jeder gute Vorschlag bleibt vergeblich
    wenn er nicht in die Praxis übergeht

    Seid heilig
    denn er ist heilig
    und versucht nicht heilig zu tun (4x)

    seid heilig (3x)
    denn er ist heilig

    ...... das singt sich so leicht dahin, nur wie umsetzen ......
    (-:vielleicht fange ich einfach damit an, nicht zu versuchen heilig zu tun:-))

  • #549

    Pünktchen (Donnerstag, 19 Mai 2016 21:51)

    Also ich persönlich finde wirklich :-)),
    zu diesem "heiligen" Text passt nun weltliche Sprachkunst:

    Die Aerzte
    Die Allerschürfste

    du denkst du bist die Allerschürfste für mich
    biste aber nich, ich find dich widerlich

    du denkst dich findet wirklich jeder hier geil
    ist aber nicht so, ganz im Gegenteil

    du kommst hier rein, als gehört dir die Welt
    als wär jeder Tisch nur für dich bestellt
    du schaust mich an, hau ab du machst mich noch krank
    du willst allen gefallen,
    du hast nicht mehr alle Tassen im Schrank

    du schaust mich an, ich würd dir so gern eine haun
    du bist völlig behämmert,
    du hast nicht mehr alle Latten am Zaun
    du denkst du bist die Allerschürfste für mich
    biste aber nich, ich find dich widerlich

    du denkst du bist wirklich unwiderstehlich
    biste aber ebend grade nich!

    Read more: Die Aerzte - Die Allerschürfste Lyrics | MetroLyrics

  • #550

    Andrés (Donnerstag, 19 Mai 2016 22:03)

    Hallo Pünktchen,

    ist übrigens Tango musikmässig,
    vielleicht auch Paso Doble sagen andere ......

    In jedem Falle finde ich die Musik auch richtig gut zum Text :-))

  • #551

    Andrés (Donnerstag, 19 Mai 2016 22:36)

    Obwohl es viele passende Texte hierzu gibt (in meinem persönlichen Strom der Gedanken),
    wähle ich mal diesen gleich aus:

    Lied Vom Scheitern Songtext
    Die Ärzte

    von Jazz Ist Anders


    Ich wusste stets, was ich will - doch das wollen viele
    Trotzdem setzte ich mich zwischen alle Stühle
    Und machte es mir bequem - bis hierhin kein Problem

    Ich strengte mich an - gehörte doch nie zu denen
    Und schwelgte doch nur in unerreichbaren Plänen
    Und am Ende war der Lohn Frustration

    Ich dachte, ich könnte es erzwingen
    Der Selbstbetrug tat mir nichts bringen, denn ...

    Du bist immer dann am besten, wenns dir eigentlich egal ist
    Du bist immer dann am besten, wenn du einfach ganz normal bist
    Du bist immer dann am besten - du musst das nicht mehr testen jedes Mal
    Dein Spiegelbild ist anderen egal

    Ich war nicht mehr ich selbst - es wurde gefährlich
    Tat, was andre verlangten, war zu mir selbst nicht ehrlich
    Wer Wahrheit simuliert, wird nur kurz akzeptiert

    Ich machte es allen recht - alle sollten mich lieben
    Sah nicht die Dämonen, die mich dazu trieben
    War gefangen und nicht mehr frei und ich ging kaputt dabei

    Man kann die Welt nicht ewig blenden
    Ich muss den Quatsch sofort beenden, denn ...

    Du bist immer dann am besten, wenns dir eigentlich egal ist
    Du bist immer dann am besten, weil der Ehrgeiz dich sonst auffrisst
    Du bist immer dann am besten - du musst das nicht austesten - nicht noch mal
    Dein Spiegelbild ist anderen egal

    Du kannst für eine Weile dein Umfeld belügen
    Doch dein eigenes Herz wirst du nicht betrügen
    Man erntet, was man sät - drum wirds dein Herz sein, das dich verrät

    Ich will deinen Elan doch überhaupt nicht dämpfen
    Wenn du etwas willst, musst du darum kämpfen
    Nur eines versprichst du mir:

    BLEIB IMMER DU SELBST UND BLEIB BEI DIR

    Ich bin immer dann am besten, wenns mir eigentlich egal ist
    Ich bin immer dann am besten, wenn mir keiner ins Regal pisst
    Ich bin immer dann am besten - am zweit-, dritt oder zehntbesten
    Von mir aus auch mal nicht am besten
    Ich muss das nicht austesten
    Nicht noch mal
    Mein Spiegelbild ist anderen egal

  • #552

    Konstantin (Donnerstag, 19 Mai 2016 22:45)


    Heute ist Gesundheitstag!
    Ärzte kommen zu Wort!:

    Lasse Reden Lyrics

    Hast du etwas getan, was sonst keiner tut
    Hast du hohe Schuhe oder gar einen Hut
    Oder hast du etwa ein zu kurzes Kleid getragen
    Ohne vorher deine Nachbarn um Erlaubnis zu fragen?

    Jetzt wirst du natürlich mit Verachtung bestraft
    Bist eine Schande für die ganze Nachbarschaft
    Du weißt noch nicht einmal genau wie sie heissen
    Während sie sich über dich schon ihre Mäuler zerreißen

    [Refrain]

    Lass die Leute reden und hör ihnen nicht zu
    Die meisten Leute haben ja nichts Besseres zu tun
    Lass die Leute reden bei Tag und auch bei Nacht
    Lass die Leute reden, das hab'n die immer schon gemacht

    Du hast doch sicherlich ne Bank überfalln
    Wie könntest du sonst deine Miete bezahlen und
    Du darfst nie mehr in die vereinigten Staaten
    Denn du bist die Geliebte von Osama Bin Laden

    Rasierst du täglich deinen Damenbart oder
    Hast du im Garten ein paar Leichen verscharrt?
    Die Nachbarn hab'n da sowas angedeutet
    Also wunder dich nicht, wenn bald die Kripo bei dir leutet

    [Refrain]

    Lass die Leute reden und hör einfach nicht hin
    Die meisten Leute haben ja gar nichts Böses im Sinn
    Es ist ihr eintöniges Leben, was sie quält
    Und der Tag wird interessanter, wenn man Märchen erzählt

    Und wahrscheinlich ist ihnen das nicht mal peinlich
    Es fehlt ihnen jede Einsicht und wieder mal zeigt sich
    Sie sind kleinlich und vermeintlich fremdenfeindlich

    Hast du gehört und sag mal, wusstest du schon
    Nämlich: du verdienst dein Geld mit Prostitution
    Du sollst ja meistens vor dem Busbahnhof stehn
    Der Kollege eines Schwagers hat dich neulich gesehn

    [Refrain]

    Lass die Leute reden und lächle einfach mild
    Die meisten Leute haben ihre Bildung aus der Bild
    Und die besteht nun mal, wer wüsste das nicht
    Aus Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht

    Lass die Leute reden, denn wie das immer ist
    Solang die Leute reden, machen sie nichts Schlimmeres
    Und ein wenig Heuchelei kannst du dir durchaus leisten
    Bleib höflich und sag nichts - das ärgert sie am Meisten



    Read more: Die Aerzte - Lasse Reden Lyrics | MetroLyrics

  • #553

    Co-Moderatorin (Freitag, 20 Mai 2016 23:33)

    Von den ganzen Liedtexten möchte ich wieder hin zum Strom:

    Alle meine Quellen entspringen in dir, in dir mein guter Gott.
    Du bist das Wasser, dass mich tränkt und meine Sehnsucht stillt!

    Ströme von lebendigem Wasser brechen hervor.

    Textauszug von Sr. Leonore Heinz
    Quelle:-)) Gotteslob:-))

  • #554

    Moderator (Freitag, 20 Mai 2016 23:42)


    „Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.“

    (- :Paul Watzlawick: -)

  • #555

    Sprachlose (Samstag, 21 Mai 2016 00:45)

    Gute Nacht :-) Kommunikation(-:

    "Gesagt heißt nicht immer gesagt,
    gesagt heißt nicht immer gehört,
    gehört heißt nicht immer verstanden,
    verstanden heißt nicht immer einverstanden,
    einverstanden heißt nicht immer angewendet,
    angewendet heißt nicht immer beibehalten."

    Wie schwer gute Kommunikation umzusetzen ist, zeigt dieses dem Verhaltensforscher Konrad Lorenz zugeschriebene Zitat:-))

  • #556

    Livius Herz (Samstag, 21 Mai 2016 10:07)


    Ob und in welcher Form Kommunikation gelingt,
    ist einzig von der Herzenshaltung des/der Menschen abhängig.

  • #557

    Konstantin (Samstag, 21 Mai 2016 23:39)


    "Lass also zu,
    dass der auferstandene Jesus in dein Leben eintritt,
    nimm ihn auf als Freund, mit Vertrauen:
    Er ist das Leben!

    Wenn du bis jetzt fern von ihm warst,
    tu einen kleinen Schritt:
    Er wird dich mit offenen Armen empfangen.

    Wenn du gleichgültig bist, akzeptiere das Risiko:
    Du wirst nicht enttäuscht sein.

    Wenn es dir schwierig erscheint, ihm zu folgen,
    hab´keine Angst, vertrau´dich ihm an, sei sicher,
    dass er dir nahe ist, er ist auf deiner Seite
    und wird dir den Frieden geben, den du suchst,
    und die Kraft so zu leben, wie er will."

    Mein Bruder, der noch auf der Suche nach Gott ist, erhielt mit einer Warensendung ein Kärtchen mit einem Bild von unserem Papst und diesem Gebet drauf :-)
    Fand ich passend, so einfach dem Bestellten beigelegt:-)

  • #558

    Co-Moderatorin (Dienstag, 24 Mai 2016 10:32)

    Unser Papst Franziskus hielt gestern eine,
    wie ich persönlich finde, ganz "zauberhafte" Predigt.

    Es ging um die gestrige Tageslesung aus dem 1. Petrusbrief,
    worin beschrieben wird, dass wir doch lebendige Hoffnung haben durch die Auferstehung Jesu! Also wo ist denn nun unser Problem :-))

    Hier mein ausgewählter Auszug:

    „Ein Christ ist ein Mann oder eine Frau der Freude
    und trägt diese Freude im Herzen.

    Es gibt keinen Christen, der ohne Freude lebt!
    Da mag einer sagen: ,Aber Pater, ich habe doch schon so viele (freudlose Christen) gesehen!´

    Doch das sind keine Christen! Sie behaupten es zwar, aber sie sind es doch nicht. Denn es fehlt ihnen etwas: Der Ausweis eines Christen ist die Freude.“
    "

  • #559

    Moderator (Dienstag, 24 Mai 2016 10:52)


    Meine liebe Co-Moderatorin,
    ich würde das gern unbedingt noch um diesen Satz ergänzen:

    "„Freude des Evangeliums“, so hieß auch die erste große Programmschrift des Papstes vom Herbst 2013.
    Er rate jedem Christen, nicht nach den Dingen zu streben, die ihn letztlich traurig machten, so Franziskus an diesem Montag

    – sondern nach den Dingen, die Gott uns schenken wolle. --
    (rv 23.05.2016 mg)

    Was bedeutet das nun für uns?

    Wenn nun in unserem Leben das Wichtigste

    das eigene Streben nach Ruhm, Bedeutung, Ehre, Reichtum, Anerkennung, Respekt geworden sein sollte,
    müssen wir uns auch bewusst machen, dass es keines von diesen Dingen ist, was uns selbst auf weite Sicht wirklich froh machen kann.

    Ruhm vor Menschen? Kann kaum Ruhm vor Gott sein :-)
    Wofür bekommen wir von Menschen Anerkennung?

    Brauchen wir unbedingt Respekt? Geht es auch mal mit Demut?

    Was macht mich denn wahrhaft froh?

  • #560

    WIR (Dienstag, 24 Mai 2016 11:05)


    Na und wenn wir schon bei Themen wie diesen sind,
    bleiben wir doch auch bei unserem Papst Franziskus und sagen es mit seinen Worten:

    "Jesus lehrt den Weg des Dienstes, und dennoch fragen die Jünger sich, wer von ihnen der Größte sein werde:

    Diese biblische Geschichte wirft ein Licht auch auf die Kirche heute.

    „Auf dem Weg, den Jesus uns aufzeigt, ist der Dienst die Regel. Der Größte unter euch ist der, der dient, nicht der, der sich hervortut, der Macht sucht, Geld“, so der Papst.

    „Unter den Aposteln gab es das auch, die Frage, wer der Größte sei, wer das Sagen habe. Der Ehrgeiz.
    In jeder Gemeinschaft, in jeder Pfarrei, jeder Institution gibt es dieses Suchen nach Aufstieg, nach Einfluss.“

    Und wenn man diesen Wunsch habe, dann böten sich auch gleich die Mittel dazu, erklärte der Papst:

    Das Geschwätz, das Heruntermachen von Anderen. Neid und Eifersucht steckten dahinter und würden Gemeinschaften zerstören."

    rv 17.05.2016 ord

  • #561

    Cynthia (Dienstag, 24 Mai 2016 11:22)


    Ehrgeiz
    ist ein großes Thema .... und ich denke, ich tendiere doch auch eher zu Herrn Luthers Überlegungen hierzu ...... :-))

    was schreibt uns denn wikipedia:

    "Psychologische und pädagogische Perspektive

    Bei Erziehungskonzepten, deren Ziel eine ausgeprägte Leistungsorientierung ist,
    werden neben der intrinsischen Motivation und Fertigkeiten z. B. auf akademischem, künstlerischem oder sportlichem Gebiet
    zweckmäßigerweise auch Kompetenzen wie Selbstwirksamkeitserwartung, Ausdauer und Fleiß vermittelt.

    Konzepte dagegen, bei denen über die Motivation hinaus auch ein Wettbewerbs- und Konkurrenzdenken gefördert wird, gelten heute als problematisch,

    weil solche Erziehungsziele in unauflösbarem Konflikt mit Kompetenzen wie Teamgeist und Empathie stehen,
    die in modernen Gesellschaften weitaus machtvollere Prädiktoren für beruflichen Erfolg und persönliches Glück sind als Einzelkämpfertum und schiere Leistung."





    Und wikipedia hat auch eine Zusammenfassung für uns Christen:

    "Christentum

    In der christlichen Ethik, die allein auf den Glauben und die Nachfolge Christi ausgerichtet war,
    wurde der Ehrgeiz endgültig den Untugenden zugeordnet.

    Im Evangelium steht: „Denn wer sich selbst erhöht, wird von Gott erniedrigt werden, wer sich aber selbst gering achtet, wird von Gott erhöht werden.“ (Matthäus 23,12).

    Besonders Paulus warnt vor dem Ehrgeiz in seinen Briefen immer wieder und mahnt zu Demut und Bescheidenheit.

    Augustinus wird von Luther mit der Sentenz zitiert: „Ehrgeiz ist eine Mutter aller Ketzereien.“

    Luther hat sich eingehend mit dem Ehrgeiz befasst und hält ihn, obwohl er universell verbreitet sei, für die größte Sünde überhaupt, ein „subtiles Gift“ und eine „Seuche“.
    Denn wenn der Mensch die eigene Ehre suche, diene er erstens nicht – wie das Evangelium dies lehrt – seinem Nächsten;

    Luther hält den Ehrgeiz darum für die zentrale Ursache allen Unglücks und Unfriedens auf Erden. Zweitens, schlimmer noch, beraube der ehrsüchtige Mensch die Ehre Gottes."

  • #562

    Romantiker (Dienstag, 24 Mai 2016 11:39)


    Es gibt diesen Roman Le Rouge et le Noir von Stendhal,
    und die Grundfrage zu diesem Werk lautet:


    „Warum sind die Menschen nicht glücklich in der modernen Welt?“

    „Wir sind nicht glücklich, sagt Stendhal, weil wir eitel sind.“


    Und was genau bedeutet Eitelkeit?

    wikipedia schreibt: Bedeutungen:
    [1] übertriebene Sorge um eigene Vollkommenheit, das Eitelsein
    [2] gehoben, veraltet: Nichtigkeit, Vergeblichkeit

  • #563

    controller (Dienstag, 24 Mai 2016 11:43)


    Korrektur:

    Der Eintrag zur Bedeutung von Eitelkeit von Romantiker stammt nicht von wikipedia,
    sondern aus: Wiktionary, das freie Wörterbuch

  • #564

    Lesende (Dienstag, 24 Mai 2016 12:12)


    "Luther hält den Ehrgeiz darum für die zentrale Ursache allen Unglücks und Unfriedens auf Erden. Zweitens, schlimmer noch, beraube der ehrsüchtige Mensch die Ehre Gottes."

    "Der Mensch soll sich das Gute nicht selbst zuschreiben, sondern mit Lob und Dank Gott zurückerstatten" (vgl. Ermahnungen 7, 8, 12 und 17).

  • #565

    Johannes (Dienstag, 24 Mai 2016 17:14)

    Wie gefällt das?

    -- Über vieles, was uns bewegt, können wir uns nie ganz verständlich machen... Darüber kann ich nur mit Gott reden. --

    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1823), deutscher Dichter

  • #566

    Evangela (Mittwoch, 25 Mai 2016 07:55)


    Was macht mich denn wahrhaft froh?
    -----------------------------------------------------

    Hierzu spreche ich mal mit den Worten von Eckart von Hirschhausen:
    Ich glaube,
    Glück besteht maßgeblich darin,

    sich verbunden zu fühlen:

    im Freundeskreis, im Kollegenkreis stabile positive Beziehungen zu haben.

    Das Gefühl, gebraucht zu werden ist existenziell.
    Und das sinnvollste, was man mit Geld machen kann ist, es für andere auszugeben.

    Ehrenamtlich Engagierte leben bis zu sieben Jahren länger.
    Das einfachste Glücksrezept:

    Wenn du wirklich etwas für dich tun willst -- tu was für andere!

  • #567

    Josepha (Mittwoch, 25 Mai 2016 07:59)


    Daran schließe ich mich mit diesem Zitat von Joice Meyer an:

    „Ich bin noch nicht da, wo ich sein sollte.

    Doch Gott sei Dank bin ich auch nicht
    mehr dort, wo ich mal war.
    Ich bin auf
    auf dem Weg, jeden Tag geht´s weiter.“

    Joyce Meyer

  • #568

    Livius Herz (Mittwoch, 25 Mai 2016 23:56)


    Ich bin heute mal wieder wirklich höchst priotär
    liebend und dankbar unterwegs.

    Gott gibt mir immer wieder die Gelegenheit, zu bestaunen, was ER durch meine Mitmenschen, durch deren Handlungen/Reaktionen so möglich macht.
    Ich bin in Liebe dankbar für mein näheres Umfeld und ich bete für uns alle so sehr.

    Ich liebe EUCH ALLE so sehr.

  • #569

    Wunschliste (auch) für ,,Paradiesvögel" (Donnerstag, 26 Mai 2016 00:12)

    oh Livius,

    danke,
    das sind genau die Worte,
    die mich anregen, inspirieren, die mich dazu verleiten, zu bleiben, zu machen, auszuhalten, zu geben und zu nehmen ......

  • #570

    Moderator (Freitag, 27 Mai 2016 20:48)


    Interessant.

    Ich habe mich heute mal gefragt,
    worin meine innige Gottesergebenheit und Gottesliebe wurzelt.

    Glauben ist Gnade.

    Und dennoch muss es auch mit meinem Wissensdrang nach dem Leben Jesu zu tun haben.
    Bei näherem Nachdenken ist mir aufgefallen, dass ich ziemlich viel Zeit damit verbringe,
    mich mit Jesus und meinem Glauben zu befassen.

    Oft lese ich davon und versuche letztendlich zu praktizieren, was ich lese und glaube.
    Mir persönlich hilft das sehr gut weiter im Leben und ich würde das Lesen "solcher" Lektüre jedem Menschen weiterempfehlen. Muss ja durchaus nicht immer "Bibel" sein.

    Es gibt soviel interessante Texte über Glaubensthemen, in denen sich wirklich jeder auf seine ganz eigene Weise wieder finden kann.

  • #571

    Jeannie (Samstag, 28 Mai 2016 23:39)


    Mir gehen heute Menschen nicht aus dem Kopf, die wirklich alles detailliert planen.
    Ich empfinde diese Eigenschaft gerade für so genial angenehm, dass sich mein Bewusstseinsstrom damit wohl länger auseinandersetzt.


    "Der Zauber steckt immer im Detail."


    Theodor Fontane

    (Ich bin so gern "verzaubert".)

  • #572

    Co-Moderatorin (Samstag, 28 Mai 2016 23:41)


    Finde detaillierte Planung auch stets bemerkenswert oder/und liebe ich sie sogar :-))

    Wir können sein Verständnis [Charlie Chaplin] für das Detail nie genug bewundern, die uhrwerkgleiche Präzision,
    die jeder seiner Filme verkörpert und die vielleicht das Wesen seines Genies ausmacht

    - ein Element - , das vielleicht wichtiger ist als seine Gagkunst.


    Buster Keaton

  • #573

    Andreas (Samstag, 28 Mai 2016 23:43)


    "Qualität ist das Produkt der Liebe zum Detail."

    Andreas Tenzer



    Echt wahr?

  • #574

    Never (Samstag, 28 Mai 2016 23:45)

    Oh, wie schön:

    "Was ist die Welt um uns herum, wenn wir verlieren, was wir lieben."

    Johann Wolfgang von Goethe

  • #575

    Linus (Samstag, 28 Mai 2016 23:47)


    „Es ist das Detail, das unterhält und lebendig macht.“

    Quelle: unbekannt

  • #576

    raiment (Samstag, 28 Mai 2016 23:54)


    ...ach Mensch, eine Frage habe ich noch:

    "Warum sind unsere Kleider kompetenter als wir?"

    © Billy
    (*1932), eigentlich Walter Fürst, Schweizer Aphoristiker
    Quelle: Billy, Aphoretum – Gesammelte Aphorismen, 2010

    ...und sind sie das auch? Oder präsentiere ich damit, was ich jeweils präsentieren möchte?

  • #577

    Livius Herz (Samstag, 28 Mai 2016)


    "Bildung macht frei, ja! aber nur die gleichzeitige Bildung von Kopf und Herz.
    Es scheint an der Zeit, diese alte Wahrheit immer wieder aufs neue zu predigen, bis sie die Spatzen von den Dächern zwitschern."

    Gerhard von Amyntor
    (1831 - 1910), eigentlich Dagobert von Gerhardt, deutscher Schriftsteller
    Quelle: Amyntor, Für und über die deutschen Frauen, 1883. Originaltext

    Genau!!!

  • #578

    Cynthia (Montag, 30 Mai 2016 21:52)


    "«Es soll einmal einen chinesischen Weisen gegeben haben,

    «der die Qualität unserer Welt davon abhängig machte, ob wir für die rechten Dinge die richtigen Wörter finden.
    Dieser Weise war nämlich der Ansicht, dass das Unglück auf Erden vor allem daher stammt, dass wir für gegebene Realitäten die falschen Wörter benützen.»

    (Iso Camartin, NZZ vom 4.3.2002)

  • #579

    pinna nobilis (Dienstag, 31 Mai 2016 04:48)


    Schau mal bitte, liebe Katharina,
    du (s)pinnst ja so gern :-))

    gefunden in dem 1.Blog:


    abendstern
    (Sonntag, 12 Juli 2015 20:15)

    ,,Vor allem aber liebt einander, denn die Liebe ist das Band, dass alles zusammenhält und vollkommen macht.“
    (Kolosser 3.14)

    Lasst uns hingebungsvoll erhaben umhüllt sein
    von ursprünglich älteren wieder entdeckten Stoffen und Gewändern,

    bis sie in der Tiefe
    unserer Herzen innig bleibende Gestalt annehmen.

    Wir verwenden die hoffentlich
    dick resistenten dominant wunderschön zauberhaft strahlenden wahren Fäden der Liebe,

    um vertrauensvoll durch sie und mit ihnen
    frei von jeglich bekannter erlernbaren Methodik und fernab des bisher Möglichen

    unser einzigartig bedeutsam entwaffnendes
    Gewand für jeden Tag segensreicher zu erweben:

    Zunächst entflammen auf unserem lebendig wirksamen Kleidungsstück Schritt für Schritt
    sehr aufwendig in der geschickten Gestaltung

    die vielfältigen unzählbaren glückseligen Schlingen für die
    himmlischen Blüten

    der immerwährenden reinen Barmherzigkeit,
    die dezent und zart jedoch in bester unvorstellbar reichen Farbpracht

    vollkommen harmonisch mit ihren unglaublich filigranen aufrechten Blättern
    und jüngsten herrlich grünen
    Ranken der Demut, Sanftmut und Güte

    ewig Bestand haben.

    Das pulsierende glücklich aufgeregte Muster der Geduld –
    all die friedvoll gewissenhafte Vielfalt umgebend,

    wirkt kein Stück gelangweilt oder gar aufdringlich,

    sondern bezaubert eher engelsgleich
    durch die außergewöhnlich ursprünglich lieblich furiosen Formen des

    gegenseitig liebevoll umarmenden achtsamen Ertragens

    und wohlwollend verstehenden tränenreichen Verzeihens.

  • #580

    Kritiker (Donnerstag, 02 Juni 2016 23:06)

    Wir Menschen neigen dazu,

    uns eher mit dem Verhalten anderer Menschen zu befassen, darüber zu debattieren, zu urteilen und uns weiser Entscheidungen zu rühmen,
    die wir selbst in der Situation des Anderen klugerweise treffen würden.


    Aufpassen!



    "Darum, wer meint, er stehe, mag zusehen, dass er nicht falle.

    1. Korinther 10, 12

    Dieses Wort ist eine ernste Mahnung an jeden von uns. Ganz vereinfacht könnte man auch sagen: Ein jeder kehre zuerst vor seiner eigenen Türe!
    Paulus schrieb diesen Satz einst an die Gemeinde in Korinth, die manches recht locker sah und, insbesondere den Paulus, auch gern kritisierte.

    Sind wir in diesen Dingen heute anders? Das heutige Wort fordert uns zur Selbstprüfung auf. Wir sollen uns fragen, ob und inwieweit wir selbst in Gefahr sind vom rechten Weg abzukommen, was sehr schnell gehen kann.
    Und dafür gibt es viele Beispiele. Also nicht ständig auf die anderen, sondern auch auf sich selbst achthaben.

    Wie viele talentierte Menschen standen schon in der Reich-Gottes-Arbeit, fingen äußerst vielversprechend an, waren das, was man "erfolgreich" nennt
    und dann, ganz schleichend, kam es zur Selbstgefälligkeit, zur Selbstgerechtigkeit und zur Unduldsamkeit gegenüber anderen.

    Hier wird es vielleicht verstehbar, wenn Gott auch die Seinen vor Nöten und Bedrängnissen nicht verschont, damit uns immer wieder klar wird, nicht wir sind die Macher und Könner, sondern Gott ist es, der uns Segen und Gelingen schenkt.

    Es müssen nicht die "schlimmen Sünden" und "bösen Versuchungen" sein, denen wir erliegen. Der Fall beginnt schon an dem Punkt, wo wir zum Beispiel meinen "viel besser und anständiger", als dieser oder jener "Sünder", zu sein.
    Der Gedanke, "lieber Gott, ich danke dir, dass ich nicht so bin, wie dieser XY", schwingt bei uns, ohne dass wir es uns eingestehen wollen, unterschwellig sehr oft mit, wenigstens ein klein bisschen.

    Das heißt nicht, dass Missstände oder Fehlentwicklungen nicht beim Namen genannt werden dürften - ganz im Gegenteil. Aber wir sollten nicht so tun, als wenn uns das alles nichts anginge und wir nicht auch irgendwie beteiligt wären.
    Wenn wir uns hier auch als Betroffene fühlen und mit einschließen, können wir ganz anders und viel überzeugender argumentieren.

    Ein Pfarrer erteilte mal den guten Rat: Bevor wir uns über das Verhalten eines anderen erregen, sollen wir uns besinnen, wann wir uns selbst ganz genau so verhalten haben. Das fällt sehr schwer und ich gebe zu, mich meistens viel zu wenig zu besinnen.
    Aber man sollte immer wieder damit anfangen, bis es vielleicht mal zu einer Art Gewohnheit wird.

    Sehr interessant ist im übrigen die Formulierung, die der Apostel gebraucht. Er schreibt nämlich, wer meint, wobei die Betonung auf "meint" liegt.
    Demnach ist die Selbsteinschätzung, dass ich fest stehe, nur eine persönliche Meinung, die einer objektiven Prüfung nicht standhielte. Jedenfalls nicht in den Augen Gottes.

    Der Apostel sieht das sehr realistisch. Man denke hier nur an den, sich so selbstsicher gebenden Petrus, der in Angst geriet und Stein und Bein schwor, Jesus überhaupt nicht zu kennen.
    Die Hähne auf den Kirchturmspitzen erinnern an die Verleugnung des Petrus und mahnen bis heute dazu, hinsichtlich seiner Selbsteinschätzung vorsichtig zu sein.

    Letztlich gilt aber auch hier, dass es nicht wir selbst sind, auf die wir schauen müssen, sondern, dass wir auf Jesus Christus schauen und dass es Gott ist, der uns trägt, der uns aufhilft, wenn wir fallen und der zum Wollen das Vollbringen schenkt. "



    gelesen auf : http://www.gottesbotschaft.de/


  • #581

    FeliCitas (Donnerstag, 02 Juni 2016 23:25)


    und ....

    „Wer immer Menschenantlitz trägt, hat Rechte, die ihm keine irdische Gewalt nehmen darf.“,

    so schreibt Konrad Graf von Preysing,
    ein Cousin von Galens (Widerstand lag da offenbar in der Familie), wird 1912 zum Priester und 1935 zum Bischof von Berlin geweiht und ebenfalls 1946 zum Kardinal erhoben, in seinem Hirtenbrief vom 13. Dezember 1942.

  • #582

    Revolutionär (Donnerstag, 02 Juni 2016 23:34)



    „Steh auf!“

    ruft Jesus auch einer jeden und einem jeden von uns am heutigen Sonntag zu.

    Es ist ein Befehl, den Jesus dem jungen Mann erteilt. Nicht etwa eine nette Einladung. Stolpern und Hinfallen im Leben ist für Jesus offensichtlich keine Schande.

    Liegenbleiben schon.

    Wir können dem Leben trauen, weil Gott es mit uns lebt. Das wussten Menschen wie Alfred Delp zu sagen, die sogar bereit waren, für ihren Glauben zu sterben.
    Wir können dem Leben trauen, weil Gott es mit uns lebt: dazu macht uns aber auch das heutige Evangelium Mut und erinnert uns daran, dass Jesus nachzufolgen alles andere ist als ein Spaziergang.
    Aber er selbst ruft uns vom Tod ins Leben.

    „Steh auf!“
    Jesus selbst ist es, der uns in schweren Momenten der Niedergeschlagenheit und Hoffnungslosigkeit aufrichtet, damit wir aufrichtig durch unser Leben gehen.
    So werden wir zu reifen, aufrechten Christen, die auf andere Menschen zugehen und voneinander lernen.

    Ein modernes Kirchenlied von Sven Schuhmacher bringt es für mich auf den Punkt, wenn es darin heißt:

    „Viel zu lang schon rumgelegen, viel zu viel schon diskutiert. Es wird Zeit sich zu bewegen, höchste Zeit, dass was passiert:
    Wir wollen aufstehn, aufeinander zugehn, voneinander lernen miteinander umzugehn.

    Aufstehn, aufeinander zugehn und uns nicht entfernen, wenn wir etwas nicht verstehn.“

    © P. Norbert Cuypers SVD

  • #583

    Moderator (Freitag, 03 Juni 2016 09:48)


    Trinität

    Die Heilige Dreifaltigkeit
    in unserem Glauben ist nicht leicht erklärbar, aus meiner Sicht jedoch unverzichtbar für uns Menschen.

    JESUS ist mein Vorbild, mein Begleiter, der doch auch in dieser Welt lebte, der weiß, wovon ich ihm berichte, der unmittelbar sieht, was ich sehe, der die Welt kennt und wie sie sich anfühlt.
    ER ist quasi mein direkter Ansprechpartner vor Ort in allen täglichen Situationen. Mit IHM teile ich jeden Augenblick, frage nach Rat bei Entscheidungen,
    bitte um Soforthilfe in schwierigen Momenten, danke direkt für sein Dasein und bin so mit ihm stets innig verbunden.

    GOTT Vater ist mein allgegenwärtiger Vater „im Himmel“, der ebenso dirigiert, reguliert, DER halt die Dinge „im Blick“ hat.
    An IHN denke ich besonders beim „Vater unser“, wobei Jesus besonders im Rosenkranzgebet durch Maria Gestalt annimmt.

    Den HEILIGEN GEIST spreche ich persönlich an, wenn es um Worte, Ideen, um „Erleuchtung“ geht. Wenn ich etwas verstehen möchte, wenn ich „Geist“ benötige .
    Und ich danke IHM speziell, wenn mir diese Sache dann gut gelungen ist, mit dem Wissen, dass Weisheit, gute kluge Worte nur von IHM kommen und kommen können. Nicht etwa aus meinem begrenzten Menschenhorizont.

    Diese „drei Gestalten“, die doch eine Einheit bilden also sind, sprechen wir im Glaubensbekenntnis an. Wir haben sozusagen situativ die Wahl zwischen drei Ansprechpartnern

    in „EINEM GROSSEN GANZEN“.

    Und dieser mein Glaube

    hilft mir gelassener durch mein Leben zu gehen, bei allen Schwierigkeiten nicht zu verzweifeln,
    immer wieder versuchen anzupacken, freudvoll und vor Allem dankbar zu sein für so vielfältige liebevolle Begleitung und detaillierten Beistand.

    Voraussetzung ist wohl die Bereitschaft, das eigene Leben wirklich in Gottes „Hände“ zu legen.
    Dein Wille geschehe. Amen.

  • #584

    Jeannie (Freitag, 03 Juni 2016 23:28)

    Was mir am Heiligen Geist besonders gefällt,
    steht in diesem Satz aus einem vorherigen Eintrag (bei controller nachfragen)

    "Der Geist überwindet jedes Chaos und organisiert die Vielfalt."

  • #585

    Meggy (Samstag, 04 Juni 2016 06:40)

    Wir hatten Freitag vor 2 Wochen einen Anbetungsabend, an dem der Heilige Geist "Thema war"...ich durfte nocheinmal gestärkter aus dieser Anbetung gehen und bin IHM sehr dankbar... daß ich erfahren durfte und darf, daß und wie er beim "Umkrempeln" hilft...

  • #586

    Jeannie (Samstag, 04 Juni 2016 08:48)


    Hallo liebe Meggy,
    darf ich fragen,

    wie du das merkst, wenn ER, der Hl. Geist "umkrempelt" ?

    Was genau geschieht da mit Dir?

  • #587

    Moderator (Samstag, 04 Juni 2016 10:44)


    Franz von Sales hat hier,
    wie ich finde, etwas ausgedrückt, was auch mir mitunter ähnlich durch den Kopf geht:
    --------------------------------------------

    Thema: Glaube, Theologie

    Die Schriftsteller,
    die über die Natur der Tiere geschrieben haben,

    sagen, der Adler habe einen so scharfen Schnabel und er wachse so stark, dass er ihn hindert, seine Nahrung aufzunehmen.
    Sie versichern, dass er nie stirbt, außer weil sein Schnabel zu lang und zu krumm ist.

    So, scheint mir,
    machen es manche, die nur einen zu lebhaften Geist aber nicht genügend Urteilsfähigkeit haben;

    sie wollen trotzdem alles wissen, alles kritisieren, vor allem theologische Fragen;
    denn die Theologie ist das einzige, sagt der hl. Hieronymus, worin jeder sich einmischen will.

    Die Spitze ihres Geistes ist zu lang, daher können sie die Nahrung des Glaubens nicht aufnehmen, wie es sich gehört.

    (DASal 9, Seite 30)
    Kommentiert: Theologische Spitzfindigkeiten

    -----------------------------------------

    Bei ihnen wirkt offensichtlich nur der spitze "eigene Geist", unser Menschenhorizont,
    jedoch die wahre Erkenntnis bleibt ohne das Wirken des Heiligen Geistes verborgen.

  • #588

    Co-Moderatorin (Samstag, 04 Juni 2016 10:56)


    .....und auch das sollte uns stets bewusst bleiben:


    "Ein Gott,
    an dessen Existenz leicht zu glauben ist,

    dessen Wille problemlos mit den Wünschen des Menschen in Einklang gebracht werden kann,
    dieser Gott ist von Menschen nach ihren Vorstellungen gemacht, und einen solchen Gott gibt es nicht,

    er ist höchstens ein Götze, entsprungen aus der blumigen Phantasie des Menschen." (Herbert Winklehner OSFS)

    ..... und Franz von Sales schreibt weiter von Gott:

    " „Nichts erfasst ihn, um ihn zu verstehen, er aber umfasst und hält alles.

    Er ist unendlich, er ist überall und hält alles durch seine Macht.

    Gott ist ein unendlicher Geist, Ursache und Bewegung aller Dinge, in dem und durch den alles ist, alles besteht und bewegt wird.“





    „Gott hat die Welt so sehr geliebt,
    dass er seinen eigenen Sohn dafür hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht sondern das Ewige Leben hat.“

    Dass jemand das Wertvollste, das er besitzt, vernichten lässt, um damit andere zu retten,
    auch das ist nicht zu verstehen.

    Aber heute ist es auch nicht unsere Aufgabe, Gott zu verstehen, sondern ihn zu feiern und ihm für seine Großtaten zu danken. Alles andere überlassen wir Gott selbst.
    Denn: Einen Gott, den es gibt, gibt es nicht. Er wäre armselig, würden wir kleinen Geister ihn begreifen. Amen.

    Herbert Winklehner OSFS

  • #589

    Schauspieler (Samstag, 04 Juni 2016 11:31)


    Fühlt sich gut an:


    "So wie ich bin

    Ein demütiger Christ weiß sich als Kind Gottes.

    Er weiß sich von Gott beschenkt mit einer Fülle an guten Stärken und Fähigkeiten. Und er dankt Gott dafür jeden Tag.

    Ein demütiger Christ weiß aber auch um seine Fehler und Schwächen, er weiß, dass er noch auf dem Weg ist.

    Er wird sich daher nicht zum Herren über die Menschen machen, auch wenn sie vielleicht nicht so klug, stark oder fromm sind.

    Ein demütiger Christ trägt weder vor Gott, noch vor den Mitmenschen, noch vor sich selbst Masken.

    Er nimmt sich so, wie er ist, und gewährt auch seinen Mitmenschen die Möglichkeit, dass sie so sein dürfen wie sie sind.

    Ein demütiger Christ spielt kein Theater, er spielt sich nicht auf, sondern überlässt Gott in seinem Reden, Denken und Tun und vor allem in seinem Herzen den Ehrenplatz."



    Herbert Winklehner
    OSFS

  • #590

    Naddi (Samstag, 04 Juni 2016 14:16)


    Auf vierfache Weise kann man beten
    oder mit Gott reden,

    nämlich mit dem Munde,
    mit dem Herzen,
    im Geiste und im Gemüte.

    Mutter Josefa Hendrina Stenmanns SSpS

  • #591

    Naddi (Samstag, 04 Juni 2016 22:52)


    Mancher findet sein Herz nicht eher, als bis er seinen Kopf verliert.

    Friedrich Nietzsche

  • #592

    Konstantin (Montag, 06 Juni 2016 20:21)


    Nicht auf die Schwalbe,
    die des Frühling Botschaft bringt

    Und von der ewigen Erneuung Lieder singt,

    Freu´ich so sehr mich,
    als auf eines Freundes-Gruß,

    Der das mir bringt,
    was ich zum Leben haben muss.

    Friedrich Rückert

  • #593

    minc (Dienstag, 07 Juni 2016 22:54)


    Mich beschäftigt heute Abend noch schnell das Thema `Gewohnheit´
    ---------------------------------------------------------------------------------------------


    auf http://menschenfreund-blog.de/das-gefangene-denken-im-kaefig-der-gewohnheit-alte-glaubenssaetze-und-blockierende-denkmuster-updaten
    habe ich folgendes gelesen:

    Gewohnheit hat vieles gutes.

    Gewohntes gibt uns Sicherheit.
    Gewohntes geht schneller von der Hand.
    Aber Gewohnheit ist meist nicht förderlich für unsere Entwicklung.

    Gewohnheit macht blind für neues und für Veränderung.
    Gewohnheit macht Dinge für uns normal. In einer Welt wo nichts normal ist und sich Dinge stetig verändern.
    Gewohnheit macht engstirnig.
    Die Gewohnheit kann stur machen.
    Die Gewohnheit kann Vorurteile fördern und aufrechterhalten.
    Die Gewohnheit kann stark blockieren und einschränken.
    Die Gewohnheit kann den Fortschritt verschlafen und verhindern.
    Gewohnheit verhindert den Blick auf die vielen Möglichkeiten im Moment, im Leben in der Entwicklung, in der Denkweise, in allem.
    Und das schlimmste, die Gewohnheit verhindert und blockiert unsere Kreativität.

    Sie macht träge und sie legt sich wie eine Fessel um uns schöpferische, kreative und sich stetig ändernde Wesen.
    Wir tragen immer noch die alte Brille um neue Situationen zu betrachten.

    --------------------------------------------------

    Was sagt uns das ?

    Perspektivwechsel, Neues ausprobieren, neue Wege gehen, gleich heute Abend beginnen, Rituale ändern, optimieren, Zeit für Neues!

  • #594

    Monarch (Dienstag, 07 Juni 2016 23:12)


    -- Die schlimmste Herrschaft ist die der Gewohnheit. --

    Publilius Syrus
    (wahrscheinlich 90 - 40 v. Chr.), falsch auch Publius Syrius, römischer Moralist, Aphoristiker und Possenschreiber
    Quelle: Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr

    Wenn die Gewohnheiten Herrschaft über uns erlangen,
    wenn unsere Denkmuster uns gefangen nehmen,

    sollten wir in der Tat beginnen, neu zu ordnen, los zu lassen und in ganz andere Richtungen zu denken :-)

  • #595

    pinna nobilis (Dienstag, 07 Juni 2016 23:14)


    - Die Gewohnheit ist ein Seil.
    Wir weben jeden Tag einen Faden, und schließlich können wir es nicht mehr zerreißen. -

    Thomas Mann (1875-1955), dt. Schriftsteller, 1929 Nobelpr. f. Lit.

  • #596

    Gefesselte (Dienstag, 07 Juni 2016 23:16)


    - Die Fesseln der Gewohnheit sind meist so fein, dass man sie gar nicht spürt.
    Doch wenn man sie dann spürt, sind sie schon so stark, dass sie sich nicht mehr zerreißen lassen.

    Samuel Johnson (1709-84), engl. Dichter u. Literaturkritiker

  • #597

    Cynthia (Dienstag, 07 Juni 2016 23:21)


    na toll:

    Wie du's ihnen einmal recht gemacht,
    so wollen sie's immer haben,
    Und ob du zehnmal Bessres erdacht,
    Sie hadern mit deinen Gaben.

    Was schiert sie, dass dich das Leben geführt,
    Und anders dein Müssen und Sollen!
    Du sollst nur können, was sie berührt,
    Und kannst nichts, was sie nicht wollen.

    Dass du sie führest so wie du musst,
    Nie werden sie dir's erlauben!
    Das alte Lied und der alte Wust,
    Man predigt Blinden und Tauben!

    Otto Roquette
    (1824 - 1896), deutscher Professor in Darmstadt,
    Verfasser von Versmärchen,
    schrieb auch Gedichte, Lieder und Erzählungen

    :-(Oh nein )-:

  • #598

    Hella (Dienstag, 07 Juni 2016 23:27)


    Nach diesem Gedicht möchte ich in darauf folgenden Einträgen um Aufmunterung bitten :-()

    Das Land der Hinkenden.

    Vor Zeiten gabs ein kleines Land,
    Worinn man keinen Menschen fand,
    Der nicht gestottert, wenn er redte,
    Nicht, wenn er gieng, gehinket hätte;
    Denn beides hielt man für galant.
    Ein Fremder sah den Übelstand;
    Hier, dacht er, wird man dich im Gehn bewundern müssen,
    Und gieng einher mit steifen Füssen.
    Er gieng, ein jeder sah ihn an,
    Und alle lachten, die ihn sahn,
    Und jeder blieb vor Lachen stehen,
    Und schrie: Lehrt doch den Fremden gehen!

    Der Fremde hielts für seine Pflicht,
    Den Vorwurf von sich abzulehnen.
    Ihr, rief er, hinkt; ich aber nicht:
    Den Gang müßt ihr euch abgewöhnen!
    Der Lärmen wird noch mehr vermehrt,
    Da man den Fremden sprechen hört.
    Er stammelt nicht; genug zur Schande!
    Man spottet sein im ganzen Lande.

    Gewohnheit macht den Fehler schön,
    Den wir von Jugend auf gesehn.
    Vergebens wirds ein Kluger wagen,
    Und, daß wir thöricht sind, uns sagen.
    Wir selber halten ihn dafür,
    Bloß, weil er klüger ist, als wir.

    Christian Fürchtegott Gellert
    (1715 - 1769), deutscher Erzähler, Fabel- und Liederdichter

  • #599

    Max (Dienstag, 07 Juni 2016 23:34)


    aufmunternd?


    Wilhelm Busch:
    Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen,
    Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge.
    ------------

    also recht einfach, jedoch aufwendig ......


  • #600

    Pünktchen (Dienstag, 07 Juni 2016 23:39)


    "Der gewöhnliche Mensch,

    diese Fabrikware der Natur, wie sie solche täglich zu Tausenden hervorbringt,
    ist wie gesagt, einer in jedem Sinn völlig uninteressierten Betrachtung,
    welches die eigentliche Beschaulichkeit ist, wenigstens durchaus nicht anhaltend fähig:

    er kann seine Aufmerksamkeit auf die Dinge nur insofern richten, als sie irgend eine, wenn auch nur sehr mittelbare Beziehung auf seinen Willen haben."

    - Arthur Schopenhauer - , Die Welt als Wille und Vorstellung, Drittes Buch, § 36

  • #601

    Hella (Mittwoch, 08 Juni 2016 15:54)


    Ich finde das hier gerade sehr aufmunternd:

    "Mächtig ist das Brüllen des Meeres, mächtiger noch sind seine Wellen, doch am mächtigsten, Herr im Himmel, bist du!"

    - Psalm 93, 4 GNB

  • #602

    Ludwig (Mittwoch, 08 Juni 2016 20:54)




    >> Ein Herz, welches liebt, ist immer jung<<
    (griechisches Sprichwort)


    >> Die Liebe ist das Amen des Universums.<<
    Novalis


    >> Kein Maß hat die Liebe.<<
    Ulrike Nisch

  • #603

    Konstantin (Mittwoch, 08 Juni 2016 21:53)



    „Sage nicht, wenn ich Zeit dazu habe, vielleicht hast du nie Zeit dazu. Wenn nicht jetzt, wann dann?“
    (aus dem Talmud, einem der wichtigsten Schriftwerke des Judentums)

  • #604

    drahty (Donnerstag, 09 Juni 2016 19:53)

    Mist, diesmal habe ich die rechtzeitige Gratulation verpaßt - trotzdem Glückwunsch nachträglich zum 600. Eintrag. Neben vielen wirren Zitaten heben sich Menschen mit klaren Botschaften hervor, die zuweilen vom Moderator mit Strömungen bezeichnet und damit durch des Pudels Kern treffen.

  • #605

    Constanze (Donnerstag, 09 Juni 2016 20:11)


    Naja lieber drahty,
    sonst wäre es auch zu einfach, oder ?!

  • #606

    Betroffene (Donnerstag, 09 Juni 2016 21:38)


    "des Pudels Kern" ???


    was wird denn in http://www.redensarten-index.de/ zum "Pudels Kern" erläutert:

    umgangssprachlich; geflügeltes Wort;

    Die Wendung ist ein Zitat aus Goethes "Faust".

    Ein Pudel, der sich während des Osterspaziergangs zu Faust und Wagner gesellt, entpuppt sich im Studierzimmer als Mephisto.
    Da Faust sich mit Schwarzer Magie beschäftigt, erkennt er sogleich durch die Art der Verwandlung den Abgesandten der Hölle:

    "Das also war des Pudels Kern!"

    Bei der Gestaltung dieses Motivs orientierte sich Goethe an altüberlieferten magischen Vorstellungen.
    Im Aberglauben äußert sich die dämonische Natur des Hundes in vielen Sagen von riesengroßen schwarzen Hunden mit glühenden Augen.
    Sie sind Begleiter von Unholden.
    Der Teufel wählt sich gern die Gestalt eines schwarzen Hundes, insbesondere eines Pudels.

    Siehe auch "wie ein begossener Pudel"; zu Goethes "Faust" siehe auch "hinter etwas her sein wie der Teufel hinter der (armen) Seele";
    siehe auch "es ist der Teufel los"

  • #607

    Benny (Donnerstag, 09 Juni 2016 21:45)

    Hm,
    was eigentlich genau
    bedeutet dann die Wortwahl von drahty ....


    wikipedia schreibt so:

    „Bemerkst du, wie in weitem Schneckenkreise
    Er um uns her und immer näher jagt?
    Und irr ich nicht, so zieht ein Feuerstrudel
    Auf seinen Pfaden hinterdrein.“


    Der Pudel begleitet Faust in sein Studierzimmer und verwandelt sich vor seinen Augen:

    „Das ist nicht eines Hundes Gestalt!
    Welch ein Gespenst bracht ich ins Haus!
    Schon sieht er wie ein Nilpferd aus …“
    Schließlich nimmt das Tier menschliche Gestalt an, Mephisto tritt im Kostüm eines fahrenden Scholaren hervor. Darauf folgt Fausts überraschter Ausruf:

    „Das also war des Pudels Kern.“
    ---------

    Oh .....

  • #608

    Verwirrter (Donnerstag, 09 Juni 2016 22:16)



    Henri Matisse:
    "Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will."

  • #609

    wirrer Zitator (Donnerstag, 09 Juni 2016 22:18)


    ,,Was ist die Schönheit der Natur ohne das fühlende Herz, das sie zu empfinden vermag?"
    Sophie Mereau

  • #610

    Co-Moderatorin (Samstag, 11 Juni 2016 20:15)


    Wissen wir eigentlich genau, was Jesus uns wahrhaft lehrte?

    Glauben wir auch daran, und sind bestrebt, seine Lehren umzusetzen?
    Oder sind es nur Geschichten, von denen wir zwar lesen, deren Umsetzung wir jedoch nur für Heilige erstrebenswert halten?

    ----------------------------------------------------------------------------
    "Geheimnisse des Glaubens (5): Wie auch wir vergeben

    Gottes Friedensplan ist keine Angelegenheit nur zwischen Gott und mir.
    Er bekommt seine volle Wirkung erst dann, wenn wir es Gott gleich machen – und Frieden mit dem Anderen schließen.

    Dass Gott Frieden mit uns schließt ist nur der erste Schritt. Nicht von ungefähr lehrte Jesus zu beten: “Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.”
    Vergebung zu empfangen und Vergebung zu gewähren gehört untrennbar zusammen. Auch wenn Gottes Vergebung an uns bedingungslos ist, sind wir nicht nur passive Empfänger.
    Wir sind zentrale Akteure in Gottes Friedensplan.

    Wenn uns jemand ungerecht behandelt, Gewalt antut oder anlügt, können wir zwei Wege einschlagen. Der eine führt zum Ausgleich des Unrechts.
    Wir fordern Gerechtigkeit, wir wollen, dass jemand dafür büßt, was mir angetan wurde. Durch die Demütigung des anderen wird meine Erniedrigung ausgeglichen.
    Wir sind quitt, wieder auf einem Niveau. Nur beide tiefer als vorher. “Auge um Auge“ war eine gute Regel in einer Welt, in der für einen Diebstahl Dörfer niedergebrannt wurden.
    Es war gut, um die Spirale der Gewalt zu stoppen. Aber es war nur eine Übergangslösung.

    Der andere ist der Weg, den Jesus predigte – und den er selbst ging.

    Dem Dieb meines Hemdes freiwillig auch den Mantel mitzugeben hat nichts mehr mit der Gerechtigkeit zu tun, die wir vor Gerichten erstreiten.
    Statt Ersatz zu fordern geben wir noch mehr.
    Das bedeutet: So wie Gott es tut, weigern auch wir uns, das Spiel aus Gewalt und Gegengewalt, aus Demütigung und Ausgleich mitzuspielen.
    Wir ändern die Spielregeln, so wie Gott es getan hat. Wir suchen nicht die Strafe für den Übeltäter. Stattdessen möchten wir sein Herz gewinnen.

    Überall dort, wo Menschen zu Friedensstiftern werden, wird Gottes Friedensplan zu einem Flächenbrand. „Selig sind, von denen Frieden ausgeht“, sagt Jesus.
    Ganz konkret, ganz direkt in unserer nächsten Umgebung. In unseren Freundschaften. In unserer Stadt. In unserem Land. In der Welt.
    In unserem Einflussbereich – wie auch immer der aussieht.

    Und wenn wir bereit sind, auf Gerechtigkeit zu verzichten und mit dem Frieden zu schließen,
    der uns geschadet hat, dann empfinden wir auch Gottes Frieden mit ihm nicht mehr als ungerecht. Dann erkennen wir: Gottes Friede ist höher als alle Vernunft."


    gelesen auf: http://www.jesus.de/

    ---------------------------------------------

    Schon unseren Kindern bringen wir akribisch bei, auf "ihre" Sachen und Dinge zu achten, nichts zu verlieren, nichts liegen zu lassen.
    Bereits unter Geschwistern wird "teilen" zum Streitpunkt. "Mein" und "Dein" sind wichtig und darum ernsthaft zu "kämpfen", zum Teil mit Tränen und Gewalt.

    Was ist geschehen?

    Warum haben schon unsere Kinder verlernt, gern zu teilen, sich zu freuen, gern zu geben?

  • #611

    Player (Samstag, 11 Juni 2016 21:40)

    "Wir ändern die Spielregeln, so wie Gott es getan hat. Wir suchen nicht die Strafe für den Übeltäter. Stattdessen möchten wir sein Herz gewinnen."
    ---------------

    Was für eine wunderbare Aussage, lasst sie uns anwenden!
    ---------------


    "Was ist Vergebung eigentlich?

    Vergebung bedeutet, die emotionale Schuld, die Sie der anderen Person zugeschoben haben, wieder aufzuheben.

    Es ist eine Entscheidung.

    Und es geschieht im Herzen.

    Es geht nicht darum, Verantwortung vom Schuldigen wegzunehmen oder gesunde Grenzen auszulöschen.
    Es geht auch nicht um Gerechtigkeit. Doch es ist eine bewusste Entscheidung, auf das Recht zu verzichten, es der anderen Person heimzuzahlen.
    Vergebung bedeutet, die Wut, Bitterkeit und den Groll gegenüber dem anderen loszulassen.

    Und das heißt auch: Vergebung ist wirklich schwer!"

    gelesen auf: http://www.jesus.ch/

    ----------------

    Und dennoch bei aller Schwere, genau darum geht es!

    <<Vergib uns unsere Schuld, wie auch wie vergeben unseren Schuldigern.<<
    Das ist ein Teil unseres Gebetes, welches uns in unserem katholischen Glauben begleitet.

    Und auch hierin versagen wir immer wieder.
    Gern kritisieren wir den Anderen, vergessen Vergebung und unsere eigenen Schwächen.

    Deutlich angenehmer ist es in der Tat, sich an eigene schwache Momente zu erinnern, um dann mit Nächstenliebe zu erkennnen,
    wie gut es ist, einander zu lieben und verstehend zu verzeihen.



  • #612

    Ludwig (Sonntag, 12 Juni 2016 05:03)


    Friede

    "Man muss das Schlechte durch das Gute bekämpfen, die Schärfe durch die Milde - und in Frieden bleiben."

    FRANZ VON SALES

  • #613

    Konrad (Sonntag, 12 Juni 2016 05:11)


    GEBET UM NÄCHSTENLIEBE

    Herr, ewiger Vater,

    ich liebe sie, diese meine Nächsten,
    weil du sie geliebt hast

    und du sie mir
    zu Brüdern und Schwestern gegeben hast,

    und weil du willst,
    dass auch ich sie liebe,
    wie du sie liebst.

    DASal 7,126

  • #614

    WIR (Sonntag, 12 Juni 2016 09:33)

    Zur Nächstenliebe und Freundschaft
    passt für uns dieser Songtext von Gestört aber Geil (Name ist halt Geschmackssache)

    ICH & DU SONGTEXT

    Den Straßen aus Gold
    sind wir gefolgt
    nichts ist zu weit
    alles passiert

    und jetzt sind wir hier
    leuchten zu zweit
    alles laut alles grell
    die Sonne brennt und macht uns hell wach

    völlig losgelöst
    Ich und Du
    wir reißen die Wolken auf

    Ich und Du
    wir machen den Himmel blau
    hier komm wir und uns hält niemand auf
    Ich und Du

    Stratosphärensprung voller Zoom auf uns
    wir tanzen schwerelos
    alle schweben im Raum
    der Beat wie im Traum

    Ich und Du
    Ich und Du
    Ich und Du
    nichts geht vorbei
    wir biegen die Zeit
    und alles was wir brauchen
    ist diesem Moment wo alles beginnt

    wenn wir in den Sound abtauchen
    alles laut alles grell
    die Sonne brennt und macht uns hell wach

    völlig losgelöst
    Ich und Du
    wir reißen die Wolken auf
    Ich und Du
    wir machen den Himmel blau
    hier kommen wir
    und uns hält niemand auf
    Ich und Du

    Stratosphärensprung voller Zoom auf uns
    wir tanzen schwerelos

    alle schweben im Raum
    der Beat wie im Traum
    Ich und Du

    Stratosphärensprung voller Zoom auf uns
    wir tanzen schwerelos
    alle schweben im Raum
    der Beat wie im Traum

    Ich und Du
    Ich und Du
    Ich und Du
    Ich und Du wir
    Ich und Du wir
    hier kommen wir und
    Ich und Du
    Ich und Du

  • #615

    Maryam (Mittwoch, 15 Juni 2016 00:00)


    .... aus dem Tagesimpuls - Erzabtei Beuron.de/schott:

    "Jesus, der „Messias Gottes“, geht seinen Weg nicht so, wie die Menschen es erwarten,
    sondern so, wie Gott es ihm bestimmt hat.

    Es ist der Leidensweg, und diesen Weg muss auch der Jünger Jesu gehen, und zwar „täglich“. Das hat Jesus „zu allen“ gesagt."

    -------------------------

    Was bedeutet das für uns?

    Wenn wir "unseren" Weg gehen, so wie Gott ihn eigens für uns bestimmt hat, werden wir kaum den Erwartungen der Menschen in dieser Welt gerecht.
    Was bedeutet es genau, nicht den Erwartungen der Menschen in dieser Welt zu genügen?

    Kollegen und Mitstreiter werden unser Handeln "in Christus" nicht verstehen,
    werden uns unter Umständen dafür kritisieren, gern auch bei unseren Vorgesetzten.

    Nicht aus Boshaftigkeit, nur aus Unkenntnis, Unvermögen und nicht vorhandenem Verständnis für alle Aktionen.

    Dieses Wissen setzt voraus,
    dass wir uns mit Demut, Nächstenliebe und Lehr-Bereitschaft unseren Mitstreitern annähern,

    zur Motivation, zur Auffrischung vorhandener Kenntnisse und zur schrittweisen Optimierung aller Gegebenheiten.

  • #616

    Philosoph (Mittwoch, 15 Juni 2016 22:34)


    „Du kannst Dein Leben nicht verlängern und Du kannst es auch nicht verbreitern. Aber Du kannst es vertiefen!“

    Gorch Fock

  • #617

    duplo (Mittwoch, 15 Juni 2016 22:36)

    Liebe Maryam,
    da passt doch dieses Zitat, oder?!:


    „Des Himmels Sinn ist segnen, ohne zu schaden. Des Berufenen Sinn ist wirken, ohne zu streiten.“

    Laozi

  • #618

    Ludwig (Donnerstag, 16 Juni 2016 22:16)



    Nicht eitlem Tun und Treiben,
    sei unser Blick geneigt.

    Wir wollen beim Worte bleiben,
    das Jesus uns gezeigt.

    Sein Vorbild möge prägen,
    was wir auf Erden sind,

    und wenn wir Mal falsch lägen,
    "Herr, bring`zurecht dein Kind!"

    gesucht/gefunden auf : http://www.gottesbotschaft.de/

    -------------------------------

    Ich traf heute eine Freundin, wir tauschten uns über unsere Erfahrungen mit der Welt aus.
    Meine Freundin äußerte sich ein wenig betrübt über ihre aktuellen Erfahrungen diesbezüglich.
    Letztendlich kamen wir erneut zu dem Fazit:

    Wir können die Dinge nicht direkt sofort ändern,
    was wir jedoch direkt sofort tun können:
    wir können sofort direkt unsere eigenen Verhaltensweisen anpassen, um lösungsorientierend anzusetzen!

    Und: ganz wichtig:
    Nicht verzagen, nicht ungeduldig werden,

    die Problematik meiner Freundin stellte sich erneut so dar, dass sie sehen konnte,
    wie wenig Arbeit aktuell zu bewältigen war/logistisches Problem, (was jedoch niemand bewusst wahr zu nehmen schien, bzw. regelte)

    und dass sie selbst die organisatorisch gewählten Variationen für umständlich, kundenunorientiert und zeitaufwendig unnötig einstufte.

    Schließlich kamen wir zusammen zu der Überlegung,
    dass es wichtig sei, aus unserer eigenen "Herzens" - Sicht das "Richtige" zu tun, erbeten geprägt vom Einfluss des Heiligen Geistes.

    In diesem Sinne im Gebet vereint,
    euer Ludwig

  • #619

    neunmalkluge (Freitag, 17 Juni 2016 16:37)

    Zeit für kluge Ratschläge: Wenn deine Freundin schon wieder das Problem hat, braucht es Hilfe. Da nützt der Heilige Geist manchmal durch ganz normale Menschen. Wer ständig zu viel Arbeit hat (organisatorisch gewählte Variation), hat immer drei Möglichkeiten: love it - leave it - Change ist. Kleiner Exkurs ins Veränderungsmanagement. Also wenn es nicht reicht, die eigenen Verhaltensweisen anzupassen um lösungsorientiert anzusetzen.

  • #620

    Ludwig (Freitag, 17 Juni 2016 16:57)


    Liebe Neunmalkluge,

    darüber würde ich mich sehr gern mal intensiver mit dir austauschen,
    auch mit mir geht es mitunter "landunter" ......

  • #621

    Naddi (Freitag, 17 Juni 2016 18:27)


    Hach, :-)
    ich hab das so seeeeehr gerne,

    wenn der Heilige Geist durch die ganz normalen Menschen nützt und wirkt !!!

  • #622

    Katharina (Freitag, 17 Juni 2016 18:33)


    Lieber Ludwig,
    ich bin auch stets so intensiv wetterfühlig

    wenn die kalten Winde wehen und mit der Springflut zusammentreffen, ich kenne all diese Überflutung ....
    deshalb drücke ich dich ganz feste :-)))

  • #623

    wikipedia (Freitag, 17 Juni 2016 20:00)


    In aller Sachlichkeit zu Eintrag 619

    Die Change-Management-Forschung wie auch -Praxis

    steht trotz umfangreicher Forschung und Erfahrungen in den letzten Jahrzehnten weiterhin vor der Herausforderung,
    dass viele Change-Management-Projekte scheitern und teilweise zu starken Widerständen innerhalb der Belegschaft führen.

    Dieses Problem wird seit einiger Zeit verstärkt in der Fachliteratur adressiert: neben ontologischen und konzeptionellen Schwächen ist ein Hauptproblem der Praxis und Theorie,
    dass leistungsfähige Konzepte fehlen, wie Change Manager konstruktiv mit unterschiedlichen Vorstellungen über den Wandlungsprozess umgehen.

    Dies betrifft nicht nur die Frage, inwieweit die vom Wandel betroffenen Akteure unterschiedliche Vorstellungen über die Ziele und Mittel des Wandels haben,
    sondern auch, ob sie den organisatorischen Wandel überhaupt wollen.

  • #624

    Ludwig (Freitag, 17 Juni 2016 22:03)


    Liebe Neunmalkluge,

    meine Freundin meinte heute,
    dass sie noch viel aus den auftretenden Problemen lernen würde,
    die liebevolle Dankbarkeit in ihrem Dasein überwiegt, auch, weil sie sich stets von "Schutzengeln" umgeben fühlt,

    durch Menschen, die stets aufmerksam wahr nehmen, wie sie fühlt
    und ihr im genau richtigen Augenblick Zuspruch zukommen lassen. :-))) Wirklich wahr :-))) .... sagt sie ...

    Und weil sie auch "von oben" Unterstützung
    durch viele eingeleitete optimierende Veränderungen

    fühlt, die sich durch überwiegend gute Kommunikation in allen Führungsebenen gestaltet.

  • #625

    Naddi (Samstag, 18 Juni 2016 12:15)


    Du zu sein

    Du bist hier auf Erden,

    um zu Sein und dich zu leben um zu träumen, zu streben, zu nehmen, zu geben.
    Um zu existieren und vieles zu probieren, zu gewinnen, zu scheitern, zu finden und zu verlieren.

    Du bist hier,
    um Erfahrungen zu machen, auch um zu lernen zu fallen, aufzustehen, zu lachen und weiterzumachen.

    Und bist du hier,
    um echt zu sein, auch mal zu irren sowie im Recht zu sein.

    Dich nicht abbringen zu lassen von deinen Herzenswegen.
    Ja diese Wege zu finden, zu gehen, zu leben.

    Du bist hier,
    um zu probieren und manchmal auch zu lernen, verlieren oder kapitulieren zu akzeptieren.

    Sowie von Menschen und Steinen von Pflanzen bis Tieren, die wundersame Umwelt zu respektieren.
    Und um Fehler zu machen
    durch’s schwanken zu gehen, Gefühle zu leben und zu dir zu stehen.
    Auch bist du hier, um Probleme zu überwinden und dafür zu sorgen das Sorgen schwinden.

    Um zu fühlen
    Freude, Liebe, Wut, Ärger, Trauer anzunehmen und zu spüren.
    Wie auch das Verdrängen einzuengen.

    Du bist hier,
    um mit den Atemzügen der Zeit zu gehen und das hier und jetzt wieder öfter zu sehen.

    Um dich mehr vom erlebten zu trennen,
    ja zu lernen weniger der Zukunft und der Vergangenheit nachzurennen.
    Auch um Hilfe anzunehmen, sowie anderen beizustehen.

    Um zu vergeben,
    zu verzeihen, zu verarbeiten und gedeihen.

    Du bist hier,
    um dein Ego zu zähmen, dich Selbst zu entlähmen.
    Und dich mit den Stärken und Schwächen, Hochphasen und Problemen anzunehmen.
    Ja dich an die Hand zunehmen.

    Auch um zu lernen
    dich nicht stetig zu vergleichen,
    sondern deine eigene Erfahrung, dein Wissen, deine Liebe weiter zu reichen.

    Um zu wachsen
    und zu sprießen zu verweilen zu genießen.
    Du bist hier, um deinen Körper zu schätzen, zu beachten und in Bewegung zu setzen.

    Dein Raumschiff zu pflegen und was es braucht ihm zu geben.
    Ihn lernen, so einzigartig wie er ist anzunehmen und wie er sich stetig verändert, zu ihm zu stehen.

    Du bist hier,
    um Extreme zu überwinden, um in den Dingen dieser Welt die Balance zu finden.

    Auch bist du hier,
    um Entscheidungen zu treffen und so oft es geht dabei das Zweifeln zu vergessen.

    Du bist hier,
    um dich auszutauschen der Natur, dem Universum, den Menschen zu lauschen.

    Und um zu wirken,
    zu handeln, ja deine Welt zu beeinflussen und gar zu verwandeln.

    Du bist hier,
    um Liebe zu spüren zu geben, zu nehmen und Triebe zu leben.

    Um dir’s gutgehen zu lassen
    und mal was zu verprassen.

    Um das Grübeln zu begraben,
    so oft es geht Spaß zu haben
    und Schritt für Schritt, auf Schritt und Tritt dich zu verstehen, als Mensch zu sehen.

    Um unvollkommen zu bleiben,
    den Perfektionismus nicht zu übertreiben
    und dennoch stetig zu werden im hier und jetzt auf Erden.

    Du bist hier,
    weil kein Stein, keine Blume keine Frau und kein Mann,
    in der Unendlichkeit der Zeit, je deinen Platz einnehmen kann.

    Ja du bist du hier,
    um so ganz allein so gut es geht DU SELBST zu sein.

    (Georg Kirschstein Feb 2016)
    #Menschenfreund - Blog: http://menschenfreund-blog.de/du-zu-sein-gedicht/

  • #626

    Bibi (Samstag, 18 Juni 2016 21:45)


    Bei Ängsten hilft Jesaja 41.10:

    Jesaja 41
    …9 der ich dich gestärkt habe von der Welt Enden her und habe dich berufen von ihren Grenzen und sprach zu dir:
    Du sollst mein Knecht sein; denn ich erwähle dich, und verwerfe dich nicht,

    10 fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.

    11Siehe, sie sollen zu Spott und zu Schanden werden alle, die dir gram sind; sie sollen werden wie nichts; und die Leute, die mit dir hadern, sollen umkommen,…

  • #627

    Ängstliche (Samstag, 18 Juni 2016 21:48)


    ... vielleicht für alle Ängstlichen noch hierzu die
    Parallel Verse :-))

    Lutherbibel 1912
    fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.

    Textbibel 1899
    Sei getrost, denn ich bin mit dir! Blicke nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott: Ich mache dich stark, ja ich helfe dir; ja, ich halte dich fest mit meiner Recht wirkenden Rechten.

    Modernisierter Text
    fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott! Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.

  • #628

    Tröster (Samstag, 18 Juni 2016 21:51)


    und mehr für alle Ängstliche:

    Biblische Schatzkammer
    fear

    Jesaja 41:13,14
    Denn ich bin der HERR, dein Gott, der deine rechte Hand stärkt und zu dir spricht: Fürchte dich nicht, ich helfe dir!…

    Jesaja 12:2
    Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fürchte mich nicht; denn Gott der HERR ist meine Stärke und mein Psalm und ist mein Heil.

    Jesaja 43:1,5
    Und nun spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen;
    du bist mein!…

    Jesaja 44:2
    So spricht der HERR, der dich gemacht und bereitet hat und der dir beisteht von Mutterleibe an:
    Fürchte dich nicht, mein Knecht Jakob, und du, Jesurun, den ich erwählt habe!

    Jesaja 51:12,13
    Ich, ich bin euer Tröster. Wer bist du denn, dass du dich vor Menschen fürchtest, die doch sterben, und vor Menschenkindern, die wie Gras vergehen,…

  • #629

    Tagesimpuls Erzabtei Beuron (Sonntag, 19 Juni 2016 08:40)

    19.06.2016
    Der Ruf Reich Gottes

    bedeutet für jeden einzelnen Menschen Antwort auf ein persönliches Gerufensein,

    Zustimmung zu einem persönlichen Willen Gottes, einem Willen, der für jeden von uns anders lautet
    und der sich auch je nach Umständen verschieden darbietet.

    Wir müssen Jesus nachfolgen,
    ohne das Wohin des Weges im Voraus zu kennen.

    Wir müssen stets in jener Unruhe bleiben, die zwar ihre Richtung kennt und Frieden hat, aber doch wach ist,
    weil sie auf einen lebendigen und sich erst allmählich enthüllenden Willen Gottes bezogen ist.

    Das einzige Mittel. zu erkennen, was Gott von uns will, ist, diesen Willen zu tun.

    (Yves de Montcheuil)

  • #630

    Naddi (Sonntag, 19 Juni 2016 19:38)


    HOME
    Papst Franziskus

    Schlagzeilen, über die es wahrhaft lohnt, selbst einmal gründlich nach zu denken:

    -- Papst über Umkehr der Herzen: Lieben statt Verurteilen --

    -- Den Koran als Teil unserer Tradition betrachten --

    „Wir sollten uns bemühen, den Koran nicht mit Fremdblick zu betrachten, sondern ihm dieselbe Hermeneutik zugestehen, mit der wir unserer Tradition begegnen.“
    Das sagt die renommierte Islamwissenschaftlerin Angelika Neuwirth. (pm)


    -- Woelki: In der Ökumene mutiger sein --


    -- Reden über Gott und Welt --

    Und noch einmal speziell:

    Glaubenskrisen

    können ein Weg sein, der neue Möglichkeiten des Vorwärtsgehens eröffnet.
    Das sagte Papst Franziskus an diesem Samstagabend bei einem Besuch in der wohltätigen Stiftung Villa Nazareth in Rom.
    Auch er selbst sei von solchen Krisen keineswegs ausgenommen.
    In freiem Austausch mit Bewohnern, Förderern und Mitarbeitern der Einrichtung
    behandelte Franziskus zahlreiche ihm am Herzen liegende Themen, von Glaubens-, Lebens- und Liebesfragen über wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit.
    Und er würdigte die Arbeit der Gemeinschaft, die im Jahr 1980 in ihrer heutigen Form gegründet wurde und die Studierende aus bedürftigen Familien fördert.

    Es begann mit dem barmherzigen Samariter:
    Über dieses Evangelium meditierte Franziskus zunächst in der Kapelle der Gemeinschaft zusammen mit den Studierenden.
    Er ermutigte sie, sich den barmherzigen Samariter zum Beispiel zu nehmen und ihr Zeugnis für Christus in der Welt zu säen.
    Dabei äußerte er, seiner Meinung nach sei wohl vor allem der ungenannte Herbergsvater im Gleichnis vom Zeugnis des Samariters angerührt worden.

    „Hierhin kommt man nicht, um Karriere zu machen oder Geld zu verdienen – nein.

    Sondern um den Spuren Jesu zu folgen und Zeugnis für ihn zu geben:
    Zeugnis auszusäen.

    Im Schweigen, ohne Erklärungen, mit Gesten – die Sprache der Gesten wiederentdecken.

    Bestimmt ist dieser Herbergsvater jetzt im Himmel, bestimmt – denn dieser Same ist bestimmt gewachsen und hat seine Frucht gebracht.
    Er hatte etwas erlebt, womit er im Leben niemals gerechnet hätte. Das ist Zeugnis. Das Zeugnis geht vorüber, nicht wahr?
    Du lässt es zurück und gehst weiter. Nur der Herr hütet es, lässt es wachsen, wie einen Samen: Während der Chef schläft, wächst die Pflanze…”

    ----------------------------------
    Und diese Gedanken von Franziskus inspirieren mich gerade sehr:

    "Nicht das Leben „parken“

    Man müsse auch einmal etwas riskieren" (!!!),

    "so der Papst auf die erste Frage nach glaubwürdigen Vorbildern in der Gesellschaft.

    „Geh nah ran an die Probleme, geh aus dir selbst heraus und riskier es:
    Riskier es.
    Sonst wird dein Leben allmählich ein gelähmtes Leben:
    glücklich, zufrieden, mit der Familie, aber geparkt.

    Es ist sehr traurig, geparkte Leben zu sehen; Menschen, die wie Mumien im Museum wirken.
    Riskier etwas! Und wenn du einen Fehler machst – gelobt sei der Herr.“

    ------------------------------------

    Es ist wie mit der Bibel,
    mitunter benötigen wir Menschen in individuellen Situationen Worte, die uns genau dahin gehend führen.

    Für mich sind es gerade diese Worte von unserem Papst:
    "Riskier es."

    Heißt für mich gerade: Mach so weiter. Höre nicht auf. Ja, es gibt genügend Kritik, Anfeindung. Trotzdem.
    Was kann denn schon passieren, wenn Du im Sinne Jesu handelst?

  • #631

    AntiTröster (Sonntag, 19 Juni 2016)

    In der Kürze, liebe Naddel, liegt die Würze

    niederdeutsches Sprichwort

  • #632

    Naddi (Sonntag, 19 Juni 2016 20:17)


    Genau,

    so sehe ich es immer noch auch ganz kurz:
    Riskier es.

    Danke
    mein liebster
    AntiTröster,

    viele schwesterliche Küsschen :-)
    einvernehmlich mit dem Himmel :-)

  • #633

    anti tröster (Montag, 20 Juni 2016 20:40)

    Siehste, geht doch.Himmlischer Knutschfleck inclusive.
    no risk - no fun.

    englischsprachige Binsenweisheit

  • #634

    Na di (Montag, 20 Juni 2016 20:45)


    ... ja, ich hab Dich auch lieb ...

    völlig korrekt

  • #635

    Player (Montag, 20 Juni 2016 21:19)


    Lieber anti tröster und liebe Na die,

    ich mag Eure Art, zu kommunizieren, sehr gern.
    Mir persönlich kommt diese Art der Kommunikation so entspannt, verstehend und wohlwollend rüber, ich danke Euch hierfür.

    Im richtigen "weltlichen" Leben verstehe ich Kommunikation nicht immer, so wie sie die Menschen tatsächlich meinen,
    und oft können Menschen mir auch nicht verdeutlichen, was sie gerade wünschen.

    Schade eigentlich, gern würde ich ihren sinnvollen Wünschen entsprechen.

  • #636

    Ludwig (Montag, 20 Juni 2016 21:35)


    Es gibt Veränderung!

    Meine Freundin ist glücklich,

    es gibt neue Verordnungen nach aktuellen Messwerten,
    die Veränderungen nehmen mehr und mehr Raum an,

    meine Freundin gewinnt mehr und mehr an Lebensfreude ...

    ja und ...
    da liebe auch ich die Welt mehr und mehr ...

  • #637

    neunmalkluge (Dienstag, 21 Juni 2016 18:06)

    Wunderbar, LUDWIG; wir haben doch ein gut funktionierendes Gesundheitswesen. Dann könnt ihr nun endlich heiraten. Vergiß uns nicht, einzuladen!

  • #638

    Ludwig (Dienstag, 21 Juni 2016 21:54)


    Liebe Neunmalkluge,

    Gesundheitswesen?
    Heiraten?

    Vielleicht bist du die Siebenmalkluge? Ich weiß es nicht.

    Ist ja nicht schlimm, man kann einfach nicht alles analysieren.
    Manche Voraussetzungen für Analysen sind einfach auch nur irgendwie manipuliert.
    Oder Worte schlecht formuliert oder unklug ausgedrückt oder unzureichend ausgewählt oder einfach nur Augenblickssache.

    Danke für Deinen Eintrag,
    ich denke an Dich und wünsche Dir von Herzen Gottes Segen.

  • #639

    Player (Dienstag, 21 Juni 2016 22:00)

    Jetzt gefällt sie mir nicht so,
    Eure Kommunikation,

    ich finde jedoch dieses Zitat dann passend:

    "Analysieren heißt,
    etwas kaputt machen unter dem Vorwand, man wolle nachsehen, wie es arbeitet."

    Unbekannt

  • #640

    Philosoph (Dienstag, 21 Juni 2016 22:02)


    Na,
    da habe ich auch noch ein Zitat:


    "Alle sind Irre; aber wer seinen Wahn zu analysieren versteht, wird Philosoph genannt."


    Ambrose Bierce

  • #641

    Constanze (Dienstag, 21 Juni 2016 22:09)

    Wenn Analyse zu unbedingt nur positiven Zwecken verwendet wird,
    nämlich zur Förderung von guten Eigenschaften von Menschen, Situationen, Gegebenheiten
    was nicht immer zwingend notwendig ist, somit nicht immer gegeben ist, mag sie möglicherweise Sinn ergeben.

    Sonst gilt für mich eher sein Zitat:

    "Ich möchte gern im Dunkel des Nicht-Analysiertseins verbleiben."
    Albert Einstein

  • #642

    Max (Dienstag, 21 Juni 2016 22:12)


    DIE GELEHRTEN:

    Da drinnen hocken sie,

    Zahlen im Kopf,
    Bazillen im Herzen.
    Alles pulverisieren sie -

    Gott, Geist und Goethe.

    Wilhelm Busch, Spruchweisheiten & Gedichte

  • #643

    Neurotische (Dienstag, 21 Juni 2016 22:16)


    Neurose
    bedeutet, dass wir auf eine fiktive Situation reagieren,
    als wäre sie echt.

    Wenn wir ganz bewusst im Hier und Jetzt leben,
    lernen wir, die Welt zu sehen, wie sie ist,

    und nicht so, wie wir es befürchten oder gerne hätten.

    Das ist der Ausgangspunkt, um weitaus effektvoller als durch Analysieren alle möglichen Ängste und Zwangsvorstellungen zu heilen.
    ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Piero Ferrucci,
    Unermesslicher Reichtum. Wege zum spirituellen Erwachen

  • #644

    Livius Herz (Dienstag, 21 Juni 2016 22:20)


    ... gefällt mir hier zum Thema: ...

    Spürbewusstsein
    ist das,

    was Blaise Pascal «Intelligenz des Herzens» genannt hat.

    Nicht der analysierende Verstand, sondern das sich zuwendende Herz ist aufmerksam.

    Peter Schellenbaum,
    Nimm deine Couch und geh! Heilung mit Spontanritualen

  • #645

    Pünktchen (Dienstag, 21 Juni 2016 22:23)


    ... und wie wahr auch dieses: ...

    Helmut Schmidt
    deutscher Politiker (SPD) (1918 - 2015)

    "Wer bei der Analyse nur darauf bedacht ist,
    seine eigenen Worte von gestern nicht in Misskredit zu bringen, der kann die Kraft zum radikalen Durchdenken nicht aufbringen."

  • #646

    Katharina (Dienstag, 21 Juni 2016 22:25)


    ... und das ist mir gerade unter gekommen: ...

    "Du willst ihn klein machen, das heißt auf deine wahre Größe herunterziehen."
    Andreas Tenzer

    Sehr interessant.

  • #647

    Erfolgloser (Dienstag, 21 Juni 2016 22:30)


    ... aber das hier ist doch richtig schön, oder?: ...

    "Erfolg ist:
    Oft lachen und viel lieben.

    Den Respekt intelligenter Menschen gewinnen und die Liebe von Kindern.
    Von anerkannten Kritikern anerkannt zu werden.
    Dankbar sein für die Schönheit.
    Sich selbst verschenken.

    Die Welt ein kleines bisschen besser zurücklassen,
    sei es durch ein fröhliches Kind,
    ein kleines Stückchen Garten
    oder die grandiose Lösung einer großen sozialen Not.

    Mit Begeisterung gespielt und gesungen haben.
    Zu wissen: Es gab wenigstens einen Menschen auf dieser Welt,
    der leichter atmen konnte, nur weil du gelebt hast.

    Das ist Erfolg."


    Ralph Waldo Ermerson (amerik. Dichter und Philosph)
    übersetzt von Werner Tiki Küstenmacher

    ------------------------------

    ... also ich liebe diese Worte gerade! ...

  • #648

    Cynthia (Mittwoch, 22 Juni 2016 19:47)


    Manchmal sagen Menschen: "Ich habe meinen Platz ja schon gefunden."

    Das ist ja schön.
    Vielleicht haben wir Christen nicht nur die Aufgabe unseren eigenen Platz zu finden und zu besetzen.

    Unser Papst formulierte das heute so:

    "Der Christ gibt allen einen Platz."

    Und beschritt Seite an Seite mit Flüchtlingen den Petersplatz.

  • #649

    nerviger Nachhaker (Mittwoch, 22 Juni 2016 21:45)


    Ähm ... ich habe gerade das hier gelesen,
    wenn das wahr ist ...

    "Intelligenz macht schüchtern."

    (Quelle: Erasmus von Rotterdam: Fragmente.)

    Wessen Geistes Kind sind dann alle "Un-Schüchternen"?


  • #650

    Livius Herz (Mittwoch, 22 Juni 2016 21:46)


    ... interessant ...:

    "Eros schweigt, wo Agape regiert."

    © Peter Rudl
    (*1966), deutscher Aphoristiker

  • #651

    Demi (Mittwoch, 22 Juni 2016 21:49)

    liebe Grüße an Livius
    auch mit diesem Zitat von Peter Rudl:

    "Wenn der Geist etwas verabscheut, dann ist es Schonung.

    © Peter Rudl
    (*1966), deutscher Aphoristiker
    [+]

  • #652

    Lesende (Mittwoch, 22 Juni 2016 21:51)


    "Liebe ist Fähigkeit, Ähnliches an Unähnlichem wahrzunehmen."

    (Quelle: Adorno: Minima Moralia.)

  • #653

    Kritiker (Sonntag, 26 Juni 2016 04:33)

    Ganz wichtig:


    „Welche Schwelle du auch immer betrittst, es möge jemand da sein, der dich willkommen heißt !“

    (Altirischer Segenswunsch)

    Soll heißen:
    Wichtig ist der Mensch, der Dir dann zur Seite steht.
    Hat er nur allein mit sich zu tun, weil das wichtigste Anliegen in seinem Leben er selbst ist?

    Oder liebt er Gott über alles, dann wird er auch Dich lieben und annehmen.

    Und nicht nur, wenn Du gerade in seinen eigenen weltlichen egozentrischen "organisatorischen Kram" passt.
    Wenn Dir einzig Deine eigenen Beweggründe/Vorstellungen auch bei gemeinnützigen Projekten nah stehen,
    werden die Menschen sich zurück ziehen und Deine Schwellen nicht betreten.

    Du kannst nicht Hilfe und Gemeinschaft erwarten,
    die nur Deinen eigenen Befindlichkeiten entgegenkommt.

  • #654

    Konstantin (Sonntag, 26 Juni 2016 14:56)


    Vor einiger Zeit
    suchten mein Freund und ich Zitate für die Gestaltung eines Foto-Album für einen Freund aus.

    Leider habe ich keine Quellenangabe:

    >< Lerne den zu schätzen der ohne dich leidet,
    und laufe nicht dem hinterher der ohne dich glücklich sein kann!!! ><

    Durch dieses Zitat erfuhr ich mehr über meinen Freund, als er mir jemals in Worten mitgeteilt hatte.
    Es hat mich berührt, so von seinen Gefühlen zu erfahren.

    Manchmal sind Zitate notwendig.

  • #655

    Moderator (Montag, 27 Juni 2016 06:25)


    Hallo Ihr Lieben:-)

    Ich habe heute "gestöbert", als die lokale Suchmaschine "untersucht"
    und das hier gefunden:
    -----------------
    Gedanken an die letzte Predigt
    Gedanken
    Ich weiß ja nicht wie es anderen geht, aber es kommt vor, das nach einer Sonntagspredigt so " Schlagwörter" hängen bleiben, die einem noch Tage später beschäftigen. Vielleicht ist ja dieser Blog ein Weg um sich auch über solche Dinge mal auszutauschen.
    Ein Beispiel:
    letzten Sonntag war in der Predigt folgendes zu hören:
    Glaube ist kein Ruhekissen und die Wahrheit erzeugt Unruhe.

    Habe ich das jetzt richtig verstanden? Wenn ich unruhig werde mit meinem Glauben… und weiter auf der Suche bin… darf ich dann schon an das Wirken das Heiligen Geistes glauben? Ist ER es, der mich suchen lässt?
    Ich hoffe doch! Das ist schon irgendwie wieder beruhigend zu wissen, dass man noch auf den richtigen Weg ist.

    Beim letzten Suppensamstag sprach unser Kaplan auch über den Heiligen Geist. Immer wenn sich Menschen als Gemeinschaft zusammen finden, ist auch schon SEIN Geist unter uns. Es war wohl ein Auszug aus seiner Pfingstpredigt. Vielleicht sollte man unseren Kaplan mal fragen, ob man seine Predigten vielleicht mal veröffentlicht. Also mir geht es leider immer so, dass ich mir nicht alles merken kann.

    René
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    Mir persönlich erscheinen Gedanken an Predigten

    ein super Ansatz für diesen Blog,
    was sagen oder schreiben, denken denn meine Mitschreiber, Leser, Anwesende, Fernbleibende, Redner, Akteure, Werktätigen, ......

  • #656

    controller (Montag, 27 Juni 2016 07:18)

    Korrektur:

    Moderator meint:
    Ich habe heute "gestöbert", also die lokale Suchmaschine "untersucht"

    ... er hat nur das "o" weggelassen ...

  • #657

    Co-Moderatorin (Montag, 27 Juni 2016 12:41)

    Ich beginne mit mir:

    Wieder einmal hatte ich viel gearbeitet,
    eine Folge war, dass ich hier und da weiter überlegte, was ich wann ich noch in dieser Sache tun könnte.

    Ich lese gern und so fand mich zwar keine "Predigt vom Pfarrer",
    jedoch eine Beschreibung von einem Menschen, die ich direkt umsetzte:

    Es ging um das Vorbild von Gott Vater,
    der in 6 Tagen quasi "Alles erschuf",
    dann am siebten Tag pausierte.

    Weiter stand in diesem Beitrag, dass wir Menschen uns dann bewusst an diesem siebten Tag die Zeit nehmen sollen,
    um mit Gott zu "chillen". :-) :-) :-)

    Das hat mir so gut gefallen, dass ich genau so meinen Sonntag verbrachte,
    in dem ich mich schon morgens nach dem Erwachen bewusst mit Gott befasste,
    ich stellte sehr erleichtert fest, wie gut das tat!

    Nicht gedanklich nach Lösungen für diese oder jene weltliche Gegebenheit zu suchen,
    sondern einfach mal sehr glücklich zu lächeln und zu denken: Gott macht das schon, wenn ich meinen Teil erfülle.

    Und mein Werk am Sonntag heißt nur noch: Chillen mit Gott!

    Da ich nun heute seit meinem Aufwachen nur an Gott dachte, war ich bereits früher als sonst "geschniegelt", (naja nach meinen eigenen Vorstellungen halt)
    also fertig für den Kirchgang, und konnte dadurch real entspannt laufen, nein ich spazierte, glaube ich. Jedenfalls brauchte ich nicht aus Zeitnot den PKW zu nutzen.

    Dabei konnte ich ein wenig in den wunderschönen Himmel mit seinen "puschelig" weißen Wolkenformationen schauen, ( it´s so fluffy)
    den noch kühlenden umarmenden Windhauch hier und da spüren
    und die um mich herum wachsende Natur in ihren vielen Varianten bewusst bewundern.

    Ja und in der Kirche dann habe ich sehr entspannt und bewusst zugehört, mir kam sogar der Gedanke,
    dass man einiges auch notieren könnte, um es erneut zu bedenken, um es nicht zu vergessen, um auch nichts von der Botschaft zu verpassen!

    Ich habe mich beim steten herzlichen freudigen Lächeln ertappt, auch der Pfarrer lächelte während seines Amtes.
    Es ist wunderschön erleichternd, ganz mit Gott bei Gott zu sein.

    Danach besprachen wir Anwesenden bei Sonnenschein und Kaffee vor dem Pfarrhaus aufgetretene Probleme und was wem wobei am besten geholfen hat,
    lachten über Sprüche, die wir verwendet hatten, tauschten uns über unsere Gefühle aus und stärkten uns für die Woche mit viel Heiterkeit.

    Wir freuten uns über eine katholische zugezogene Ukrainerin, die ihren deutschen nicht katholischen Partner mitbrachte
    zur Planung der Taufe ihres Kindes.

    Dann spazierte ich ungewohnt frei mit dem fluffigem Wolkenhimmel über mir zurück, nicht ohne mein Lächeln und hätte am liebsten jeden Menschen umarmt.

    Desweiteren hat mich mein siebter Tag ganz mit Gott inspiriert, alles nochmal nachzulesen,
    wie es genau im Alten Testament formuliert wurde, ob ich noch mehr Kreativität an meinem Chilltag mit Gott entwickeln kann ...

    In diesem Sinne
    bin ich gespannt über andere "Predigt"- Erfahrungen,

    sehr innige himmlische Grüße
    zum Montag!

  • #658

    Moderator (Dienstag, 28 Juni 2016 09:34)



    Heute ist der Gedenktag des Heiligen IRENÄUS,
    er war der zweite Bischof von Lugdunum in Gallien (heute Lyon in France) und wahrscheinlich Märtyrer,
    aus seiner Feder stammen diese schönen wahren Worte:

    „Mensch, du bist ein Werk Gottes.

    Erwarte also die Hand deines Künstlers,
    die alles zur rechten Zeit macht: zur rechten Zeit für dich, der du gemacht wirst.

    Bring ihm ein weiches und williges Herz entgegen
    und bewahre die Gestalt, die dir der Künstler gegeben hat.
    Halte dich formbar, damit du nicht verhärtest und die Spur seiner Finger verlierst.
    Wenn du den Abdruck seiner Finger in dir bewahrst, wirst du zur Vollkommenheit emporsteigen.“



    Irenäus von Lyon* um 135; † um 200
    (griechisch Εἰρηναῖος ὁ Σμυρναῖος Eirenaios ho Smyrnaios ‚Irenäus aus Smyrna / Kleinasien, der Smyrner‘; dem heutigen Izmir/Türkei
    Sein Name bedeutet Friede. (Irene griech. - Frieden)

    Auch gilt Irenäus als Urheber dieser Worte:

    „Die Herrlichkeit Gottes ist der lebende Mensch, das Leben des Menschen die Gottesschau.“

    Irenäus beharrt auf das Bestehen der Dreifaltigkeit, Erbsünde und Erlösung, die praktizierte Kindstaufe
    und stellt fest, dass alles was geschieht von Gott gelenkt und geleitet wird.
    Er führt aus, dass Leid und Tod vom Bösen kommen, jedoch oft erst hierdurch der wahre Weg zu Gott gefunden wird.

    Für ihn steht Jesus, der als Menschensohn lebte als neue Gestalt, zur Vollendung der Geschichte von Adam, der sündigte, fest.
    Adam war ungehorsam wegen der Frucht eines Baumes -- Jesus sogar bis zum Tod gehorsam auf dem Holz eines Baumes!

    Gleiches gilt für Eva:
    Ihre Pflichtvergessenheit, als sie von der verbotenen Frucht kostet,
    wird durch das augenblickliche Pflichtbewusstsein von Maria, die sogleich "zu allem" bereit ist, ausgeglichen.

    Es faszinieren die grandiosen Zusammenhänge, die sich über große Zeiträume abzeichnen.

  • #659

    Evi (Dienstag, 28 Juni 2016 10:45)



    "Der christliche Glaube ist ..... von innen her durch die Mutlosigkeit angesichts der scheinbaren Nutzlosigkeit aller Mühe, und immer auch durch die Irrlehre gefährdet."

    Das las ich heute im Tagesimpuls/Schott.

    Wie wahr,

    die Mutlosigkeit bei zahlenmässig kaum besuchten christlichen "Veranstaltungen"
    äußert sich dann gelegentlich in Worten wie: ... es kommt ja keiner ... ich sass ganz allein da ... Die Resonanz ist schlecht.

    Hierzu würde ich sagen,
    dann lasst uns selbst sehr bewusst die Zweisamkeit/Dreisamkeit mit Christus genießen, wenn ich selbst wenigstens ganz da bin bei Gott,
    dann ist ER es mit Sicherheit auch. Und das allein ist doch schon viel. :-)
    Lasst es uns als Übung sehen, bei großem Publikum sind wir vorbereiteter, geübter in all unseren Aktionen.

    Aus meiner Sicht liegt in der Verfestigung dieser Sichtweise ("kommt ja keiner") jedoch auch die große Gefahr,
    sich nicht mehr richtig freuen zu können, über die Wenigen, die dabei sind.

    Und das Wesentliche zu vernachlässigen:
    die Freude an der Liebe zu unseren Mitmenschen, die Freude am Beisammensein, die unbeschwerte Fröhlichkeit mit Christus!

    Denn genau diese fröhliche Unbeschwertheit geht uns verloren bei Unmut und Konzentration auf Probleme!
    Lösungen müssen her!

    Und hier komme ich wieder zum Tagesimpuls/Schott:

    "Was kann der Leiter einer Gemeinde (ein „Knecht des Herrn“, 2,24) also tun?
    Er soll erstens in der Gemeinde („mit denen, die den Herrn aus reinem Herzen anrufen“) für eine Atmosphäre des Glaubens und der Liebe sorgen (2,22),
    und zweitens als fähiger und geduldiger Lehrer allen mit Güte begegnen" (2,24). - Zu 2,22-23: 1 Tim 4,12; 6,11; 2 Tim 3,10. - Zu 2,24-26: 2 Tim 2,16; 1 Tim 4,7; 3,2-3; 2,4.

    Fazit meine Lieben,
    lasst uns von Herzen dankbar sein,

    für jeden einzelnen Menschen, der unsere Gemeinschaft sucht und findet,
    statt uns zu beschweren, wenn keiner kommt.

    Lasst uns die Menschen so annehmen, wie sie sind, denn auch wir selbst sind, wie wir eben sind! Auch oder gerade wenn das nur die Anderen bemerken.

    Mit Vorwürfen, Erwartungshaltung, all zu forschem lauten Verhalten (kann aus dem Gedanken entstehen: "schließlich organisiere ich ja hier alles immer")
    werden wir unsere Gemeinschaft nicht voran bringen.

    Ich höre auch oft: "sollen doch mal die anderen machen" und auch hierin wiederum lauert die Gefahr.
    Denn häufig kommt dieser Ausspruch von Menschen, die dann, wenn andere mit sanften zarten Bemühungen versuchen, sich einzubringen,
    mit Abwehr und wenig sinnhaften Argumenten blocken.

    Im Grunde ist die wahrhafte Änderung der Grundhaltung nötig
    und Gedanken, wie hier beschrieben, sind für eine fruchtbare liebevolle wachsende Gemeinschaft kontraproduktiv.

    Ganz sicher hat Jesus sich damals nicht mit seinen Jüngern an den Tisch gesetzt
    und erst mal vom Leder gezogen, wie aussichtslos er doch seine eigene Mission findet und ob ihm nun dieses oder jenes Gebet wichtiger ist.

    Nein, er hat sich stets wohl gefühlt im Kreise seiner Lieben, (und zu seinen Lieben gehörte JEDER Mensch)
    innige verbindende Gemeinschaft ist seine Intention!, hat mit ihnen in aller Verbundenheit Brot und Wein geteilt,
    hat sie mit seiner authentischen liebevollen Ausstrahlung "in seinen Bann gezogen", mit wahrer innigen Hingabe an jeden einzelnen Menschen für jeden individuell gewirkt.

    Und anders funktioniert es einfach auch nicht.
    Nicht mit meckern, motzen und vorwurfsvollen verhärteten Gesichtern,

    lasst es uns mit Liebe, Güte, Sanftheit, Demut und Fröhlichkeit aus dem Herzen versuchen!!!

    Und es beginnt in unserem Kopf, wie wir ausstrahlen.
    Kommen wir in die in Gedanken beginnende Position des Meckerers, werden wir nicht unbeschwert auf Menschen zu gehen können.
    Es steht auf unserer Stirn: ... immer ich muss alles machen ... )- :und genau so wird unser Gesichtsausdruck sein :-(

    anstelle von: ... ich freue mich auf alle meine Lieben, die heute kommen, ich liebe es dafür alles vorzubereiten ...



  • #660

    Neunmalkluger (Dienstag, 28 Juni 2016 12:24)


    ......"ob ihm nun dieses oder jenes Gebet wichtiger ist."


    Also in der Bergpredigt hat Jesus schon erklärt,
    welches Gebet wichtig ist!

  • #661

    Rigorosa (Dienstag, 28 Juni 2016 12:31)


    @Evi:

    ... "all zu forschem lauten Verhalten"...

    Du bist Dir sicher, dass dann nicht komplett Stille herrscht am Tisch?
    Wenn alle mucksmäuschenstill dasitzen und lauschen?

    Vielleicht hat ja außer mir gar keiner was mitzuteilen :-)

  • #662

    Rechthabewoman (Dienstag, 28 Juni 2016 12:37)


    @Rigorosa:

    Vielleicht fangen dann ja mal die Stillen an zu reden,
    die irgendwann aufgehört haben, sich mitzuteilen,
    weil sie vielleicht zu sehr traumatisiert sind, von Allem, was sie sich schon angehört haben ...

  • #663

    nerviger Nachhaker (Dienstag, 28 Juni 2016 12:39)


    Warum sind sie eigentlich so still, die Leute, die in Runden dabei sitzen und sich gar nicht äußern?

  • #664

    Neunmalkluger (Dienstag, 28 Juni 2016 12:41)


    @nerviger Nachhaker:

    Hast Du Dir die stillen Menschen mal angeschaut, während Du redest?

  • #665

    Gäwohny (Dienstag, 28 Juni 2016 12:52)

    Liebe Evi,

    hört sich nett an, was Du so schreibst,

    wie gehe ich jedoch damit um,
    wenn ich mich gar nicht richtig freue
    über alle Menschen, die da kommen und für die ich es eigentlich nur als meine Pflicht sehe, etwas vorzubereiten ?

    Weil ich halt mal die Aufgabe übernommen habe oder so ...

  • #666

    Evangela (Dienstag, 28 Juni 2016 12:58)

    Für Gäwohny:

    Was der Tag dir bringt,
    Du weißt es nicht,
    Aber dein Tagwerk gelingt,
    Wenn du treulich tust deine Pflicht.

    Verschieß' nicht Augen und Ohr
    Und sieh beizeiten dich vor!
    Ist's nicht wie's soll sein,
    Hüte dich fein!

    Hausspruch
    Quelle: Braunschweig (Hg.), Goldene Garben.
    Ein Brevier für Frauen und Jungfrauen.
    M. von Braunschweig, Stroefer's Kunstverlag, Nürnberg 1907

  • #667

    Evi (Mittwoch, 29 Juni 2016 04:32)

    @Gäwohny

    Das ist das Geheimnis des Glücks und der Tugend:
    zu lieben, was man verpflichtet ist zu tun.

    Aldous Huxley
    (1894-1963),
    engl. Schriftsteller

  • #668

    minc (Mittwoch, 29 Juni 2016 09:27)


    Ich möchte auch gern mal wieder meinen Senf dazu tun:

    Bei euren aktuellen Einträgen

    würde ich gern gleich im Anschluss an meine Feststellungen ein Zitat von Papst Franziskus "raus holen",

    also uns Menschen

    sind die Einen zu still,
    die Anderen zu forsch, zu laut,
    die Anderen zu passiv,
    wieder Andere zu proaktiv,
    Andere freuen sich (noch) nicht so ganz richtig,
    die Nächsten treffen neue Entscheidungen, wo doch die alten gerade so schön waren,
    manche tragen Haarfrisuren, die nicht zu ihnen passen,
    tragen komische Klamotten,
    sind einfach zu bunt,
    singen zu laut oder zu leise,
    hätten ja auch mal dieses oder jenes mitbringen können,
    kommen oft nicht pünktlich,
    vergessen manche Dinge,
    entsprechen einfach nicht unseren Vorstellungen,
    entsprechen nicht unseren Erwartungen,

    .........

    Und dennoch funktioniert Gemeinschaft, wenn wir wie unser Papst sagt, damit umgehen:

    "Eins in der Verschiedenheit: Das ist der Weg Jesu!“

    29.06.2013
    Papst feiert römisches Patronatsfest Peter und Paul
    Mit ökumenischen Klängen

    und:

    „Werdet allen alles“

  • #669

    minc (Mittwoch, 29 Juni 2016 09:37)


    Liebe Evi,
    zu Eintrag 659: "Und es beginnt in unserem Kopf, wie wir ausstrahlen."

    Eigentlich beginnt es natürlich im Herzen.
    und wenn wir meckern und maulen, haben wir gerade nicht genug Liebe in unserem Herz für uns selbst und unseren Nächsten.

    Dann haben wir für den Augenblick vergessen, dass auch wir selbst nicht fehlerfrei sein können.
    Demnach könnte also jeder unentwegt über jeden meckern, Oh Gott bewahre uns vor diesem Unheil!

    Lasst uns stattdessen gnädig und barmherzig sein!
    Ich habe uns alle lieb. :-) :-) :-)

  • #670

    Asmus (Freitag, 01 Juli 2016 23:31)


    „Die Gewöhnung an Ironie
    ebenso wie die an Sarkasmus

    verdirbt übrigens den Charakter.
    Sie verleiht allmählich die Eigenschaft einer schadenfrohen Überlegenheit:
    Man ist zuletzt einem bissigen Hunde gleich, der noch das Lachen gelernt hat außer dem Bellen.“

    ―Friedrich Nietzsche
    Zitate und Aphorismen - http://gutezitate.com

  • #671

    Friedrich (Freitag, 01 Juli 2016 23:34)


    „Ihr führt Krieg? Ihr fürchtet euch vor einem Nachbarn?

    So nehmt doch die Grenzsteine weg – so habt ihr keinen Nachbarn mehr.
    Aber ihr wollt den Krieg und deshalb erst setztet ihr die Grenzsteine.“

    ―Friedrich Nietzsche
    Zitate und Aphorismen - http://gutezitate.com

  • #672

    Moderator (Samstag, 02 Juli 2016 08:54)


    Was Friedrich hier in 671 mit einem Zitat beschreibt,
    stellt für mich eine gute Überleitung zwischen Gedanken zu Predigten und IST-Zustand dar.

    Immer wieder werden wir mit Neid und Eifersucht konfrontiert.
    Menschen vergleichen ihre eigene Situation mit der anderer Menschen.

    Real sind ihre Vorstellungen von der wahren Situation des Mitmenschen oft nicht.
    "Na soll DER doch mal das und das machen. DER hat es ja viel besser als ich, ich bin ja im Gegensatz zu DEM viel schlechter dran."

    Sie "reimen sich Dinge zusammen", die nur durch ihre eigene Intention entstehen.

    Hier würde ich gern einen Auszug aus Papstworten einbringen:

    "70. In der Erzählung von Kain und Abel sehen wir, dass die Eifersucht Kain dazu führte,
    das extreme Unrecht gegen seinen Bruder zu verüben.
    Das wiederum verursachte einen Bruch der Beziehung zwischen Kain und Gott sowie zwischen Kain und dem Land, aus dem er vertrieben wurde.

    Diese Textstelle ist in dem dramatischen Gespräch Gottes mit Kain zusammengefasst. Gott fragt: „Wo ist dein Bruder Abel?“
    Kain antwortet, er wisse es nicht, und Gott beharrt: „Was hast du getan?

    Das Blut deines Bruders schreit zu mir vom Ackerboden. So bist du verflucht, verbannt vom Ackerboden“ (Gen 4,9-11).

    Die Unachtsamkeit in dem Bemühen, eine angemessene Beziehung zu meinem Nächsten zu pflegen und zu erhalten,
    für den ich sorgen und den ich behüten muss, zerstört meine innere Beziehung zu mir selbst, zu den anderen, zu Gott und zur Erde.

    Wenn alle diese Beziehungen vernachlässigt werden, wenn die Gerechtigkeit nicht mehr im Lande wohnt, dann – sagt uns die Bibel – ist das gesamte Leben in Gefahr.

    Das ist es, was uns die Erzählung von Noach lehrt, als Gott droht, die Menschheit zu vernichten wegen ihrer andauernden Unfähigkeit,
    entsprechend den Anforderungen von Gerechtigkeit und Frieden zu leben: „Ich sehe, das Ende aller Wesen aus Fleisch ist da; denn durch sie ist die Erde voller Gewalttat“ (Gen 6,13).

    In diesen so alten, an tiefem Symbolismus überreichen Erzählungen war schon eine heutige Überzeugung enthalten: dass alles aufeinander bezogen ist und dass die echte Sorge für unser eigenes Leben und unsere Beziehungen zur Natur nicht zu trennen ist von der Brüderlichkeit, der Gerechtigkeit und der Treue gegenüber den anderen."

    zum Thema ausgewählter Auszug aus: ENZYKLIKA
    LAUDATO SI’
    VON
    PAPST FRANZISKUS
    ÜBER DIE SORGE FÜR DAS GEMEINSAME HAUS

    ----------------------------------------------------------------------

    Bedenken wir stets wahrhaft, dass wir nur uns selbst Schaden zufügen, dass unsere eigene Beziehung zu Gott leidet bei auftretenden Gedanken voller Neid, Eifersucht.
    Bringen unsere Mitmenschen diese Gedanken uns gegenüber auf, hilft in Anbetracht ihres Schadens einzig das Gebet für sie.

  • #673

    Lästermaul (Samstag, 02 Juli 2016 09:03)

    Eintrag 668

    ....würde ich gern gleich im Anschluss an meine Feststellungen ein Zitat von Papst Franziskus "raus holen",

    Hallo minc,
    das hier sind aber gleich zwei!!! Kannst wohl nicht zählen ....

    "Eins in der Verschiedenheit: Das ist der Weg Jesu!“

    „Werdet allen alles“

  • #674

    minc (Samstag, 02 Juli 2016 09:09)

    Liebes Lästermaul,

    eine liebevoll gemeinte Frage,
    hast Du auch das Wesen der Inhalte verstanden?

    Du hast völlig recht, es sind in diesem Eintrag mindestens zwei auch so gekennzeichnete Zitate.
    Nehmen wir es ganz genau, sind es zum Teil Wort-Wiederholungen aus vorhergehenden Einträgen.

    Ich habe Dich lieb.

  • #675

    Katharina (Samstag, 02 Juli 2016 10:13)


    2.Juli
    Mariä Heimsuchung

    Von meiner eigenen Schwangerschaft erfuhr ich in einer Klinik, die genau diesen Namen hatte,
    deshalb möchte auch ich mit durchaus persönlichem Bezug ganz speziell heute an dieses Ereignis denken.
    Ich eilte natürlich nicht zu Elisabeth, jedoch gab ich Telegramme auf, an Menschen, die davon sofort erfahren sollten.

    ZUM EVANGELIUM
    Nachdem Maria ihr großes Ja gesprochen hat, beeilt sie sich, Elisabet aufzusuchen; beide Frauen sind gesegnet und in besonderer Weise in den Heilsplan Gottes einbezogen.
    Der Vorläufer spürt die Nähe des Herrn und beginnt schon im Mutterschoß, vom Heiligen Geist erfüllt (Lk 1,15), auf den Größeren hinzuweisen, der nach ihm kommt. (Schott/Tagesimpuls)

    Was für ein guter Tag!
    Und auch mir ergeht es damals ein klitzekleines Stück weit wie Maria, bin auch ich doch sehr überrascht aus verschiedenen Gründen!
    Auch ich sage Ja und es überwiegt die große Freude, wenn gleich die Gefühle zunächst überaus gemischt sind.
    UND DAS DÜRFEN SIE AUCH SEIN!

    Ein schöner Tag, um für alle Frauen zu beten, die ein Kind erwarten
    und Gott zu danken,
    was immer er uns erleben lässt und schenkt mit der Erkenntnis, dass Gott stets einen guten Plan hat.

    Und vielleicht auch, um diese wichtige Mitteilung erneut zu verdeutlichen:
    Auch wenn wir nicht im gleichen Augenblick der Frohen Botschaft die Freude für uns selbst erkennen können,
    der Tag der Liebe,Dankbarkeit, Freude und Glückseligkeit wird ganz sicher kommen und dann werden wir umso mehr Erkenntnis erlangen.

    Die „Tochter Zion“,
    an die sich der Aufruf: „Freu dich!“ richtet, ist nach dem Lukasevangelium Maria, die Mutter Jesu
    (Lk 1,28; gewöhnlich wird übersetzt
    „Sei gegrüßt!“).

    „Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte“:

    dieses Wort hat bei der Verkündigung an Maria eine ungeahnte neue Dimension erhalten.
    - Sach 2,14; 9,9; Lk 1,28-35; Jes 12,6; Jer 31,3-6; Jes 62,5; Hos 11,1.(Schott/Tagesimpuls)

  • #676

    Cynthia (Montag, 04 Juli 2016 19:49)


    Mir steht heute Abend der Sinn
    nach dem Text diesen Liedes von Rüdeger Lüders und Kurt Rommel:

    Gib uns Frieden jeden Tag
    lass uns nicht allein,

    hör nicht auf mit deiner Liebe
    stets bei uns zu sein.

    Denn nur du, unser Gott
    denn nur du unser Gott,

    kannst uns führen jederzeit,
    lass uns nicht allein!

    Gib uns Freiheit jeden Tag, lass uns nicht allein,
    nur dort, wo der Geist des Herrn ist, kann die Freiheit sein;
    denn durch dich, unsern Gott,
    denn durch dich unsern Gott,

    ist das Herz des Menschen frei, lass uns nicht allein!

    Gib uns Freude jeden Tag, lass uns nicht allein,
    für die kleinsten Freundlichkeiten lass uns dankbar sein;
    denn nur du, unser Gott,
    denn nur du, unser Gott,

    schaffst das Gute in der Welt, lass uns nicht allein.

  • #677

    Konrad (Montag, 04 Juli 2016 23:04)


    Anselm Grün in seinem Büchlein -Ich wünsch dir einen Freund -
    mit den Worten von Johann Wolfgang von Goethe:

    " Die Welt ist so leer,
    wenn man nur Berge; Flüsse und Städte darin denkt, - aber hie und da Jemand zu wissen, der mit uns übereinstimmt,
    mit dem wir auch stillschweigend fortleben,

    das macht uns diesen Erdenrund erst zu einem bewohnten Garten. "

  • #678

    Konstantin (Montag, 04 Juli 2016 23:07)


    " In jüngeren Tagen war ich des Morgens froh,
    des Abends weinte ich,

    jetzt da ich älter bin,
    beginne ich zweifelnd meinen Tag,
    doch heilig und heiter ist mir sein Ende.

    F.H.

  • #679

    Naddi (Montag, 04 Juli 2016 23:15)


    Glaube kann nie geboten werden, so wenig als Liebe. Er muss freiwillig und aus eigenem Triebe sein.

    Johann Christian Friedrich Hölderlin
    (1770 - 1843), deutscher evangelischer Theologe,
    Dramatiker und Lyriker
    (begann ab 1841 seine Gedichte mit ›Scardanelli‹ zu unterzeichnen)

  • #680

    Maryam (Montag, 04 Juli 2016 23:18)


    ><Glaube und Liebe und Hoffnung sollen nie aus meinem Herzen weichen.
    Dann gehe ich, wohin es soll, und werde gewiss am Ende sagen: „Ich habe gelebt.“

    Und wenn es kein Stolz und keine Täuschung ist, so darf ich wohl sagen,
    dass ich in jenen Stunden nach und nach, durch die Prüfungen meines Lebens, fester und sicherer geworden bin.><

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  • #681

    Katharina (Montag, 04 Juli 2016 23:20)


    Eigenes Nachdenken oder ein Buch oder woran man sich sonst orientieren mag, ist wohl gut,
    aber das Wort eines echten Freundes, der den Menschen und die Lage kennt, hilft wohltätiger und irrt weniger.

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  • #682

    Ludwig (Montag, 04 Juli 2016 23:23)


    Doch – ich liebe Dich ja unter jeder Laune fort – mein Zustand ist also nicht der schlechteste.
    Denke recht oft an mich. Du weissts – ich bleibe unzertrennlich.

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  • #683

    Mandy (Montag, 04 Juli 2016 23:32)


    Ich reihe mich hiermit ein
    in die Liebhaber der Zitate von Herrn Hölderlin:

    "Wie der Sternenhimmel, bin ich still und bewegt."


    "Unser Herz hält die Liebe zur Menschheit nicht aus, wenn es nicht auch Menschen hat, die es liebt."

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  • #684

    Co-Moderatorin (Mittwoch, 06 Juli 2016 16:53)

    Es gibt so viele Dinge zu beachten:

    Man darf den Leser nicht vorhersehen lassen, was man ihm sagen will, aber man muss ihn dazu bringen,
    den Gedanken selbst zu finden, denn dann achtet er uns, weil wir denken wie er, aber später als er.

    Luc de Clapiers,
    Marquis de Vauvenargues
    (1715 - 1747), französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller

  • #685

    Moderator (Mittwoch, 06 Juli 2016 22:21)


    Im Bezug auf Gemeinschaft finde ich dieses Zitat vom Herr Marquis de Clapiers sehr schön:

    "Man kann auch diejenigen von ganzem Herzen lieben,
    deren Mängel man wohl kennt.

    Es wäre überheblich zu glauben, dass einzig das Vollkommene das Recht habe, uns zu gefallen.
    Mitunter verbinden uns Schwächen ebenso innig, wie es die Tugend vermag."

    Luc de Clapiers,
    Marquis de Vauvenargues
    (1715 - 1747), französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller
    ---------------------

    Besonders, wenn wir bedenken, dass einzig Gott vollkommen ist.
    Und, dass wir demzufolge selbst unsere Mängel haben, dennoch die Liebe benötigen.

    Erneute Erkenntnis auch hieraus: Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst!
    Weder ich noch du noch andere Menschen sind vollkommen, lasst uns mit unseren Schwächen annehmen, aushalten und lieben!

  • #686

    Katharina (Mittwoch, 06 Juli 2016 23:58)


    Mit seinem Ausspruch:

    "Ich muss meine eigene Technik wohl erneut ins Gebet nehmen"

    (meine eigene intuitive Wiedergabe seiner Worte), genau habe ich sie mir nicht gemerkt,
    trifft Thomas Müller bei mir genau in mein eigenes Tor!

    So kann auch Fußball mental sehr bereichernd wirken.

  • #687

    Meggy (Donnerstag, 07 Juli 2016 23:14)

    ...wer weiß, wozu es gut ist, daß Deutschland verloren hat ... darf ich das so in den Raum stellen ?
    ... uns allen eine gesegnete Nachtruhe ...

  • #688

    Katharina (Freitag, 08 Juli 2016 05:55)

    Warum denn nicht,
    liebe Meggy,

    aus meiner Sicht vertraue ich stets auf Gottes großen Plan
    und so ein Fußballspiel bleibt ein "Spiel", bei dem letztendlich nur ein Sieger nach "Toren" hervor geht.

    Es gibt auch die Sieger der Herzen
    und in Erinnerung bleiben auch Spielart und Spielumgangsformen, oder?

  • #689

    Co-Moderatorin (Freitag, 08 Juli 2016 18:31)


    Zu letzteren Kommentaren
    möchte ich gern folgenden Text einfügen:

    "Ein Papst wird bezeichnet als „servus servorum Dei“, als „Diener der Diener Gottes“.

    Bei Christian Schuler, Theologe und Journalist, habe ich einen Text gefunden,
    der, angewandt auf den Heiligen Vater, der Bedeutung des päpst­lichen Titels: „Diener der Diener Gottes“ zu sein, eine interessante Perspektive verleiht:

    Ein religiöser Mensch untersteht nicht dem Zwang, „Erster“ sein zu müssen.
    Wir Menschen werden das nicht los, besser, schneller, moralischer als andere zu sein.
    Einem solchen Menschen ist der Erfolg die leitende Kategorie seines Handelns und seines Selbst- und Weltverständnisses.

    Einem religiösen Menschen reicht das per Definition nicht aus. Er weiß: Immer Erster zu sein ist langweilig; immer Erster-sein-zu-wollen macht krank.
    Die Lösung wäre: Letzter zu sein.
    Als ein solcher das Gesetz der Welt zu durchbrechen, wenigstens auf Probe, und ab und zu und in einem geschützten Rahmen,
    wo ein anderer als „Erster“ bereits definiert ist und mich dadurch frei und heil macht zu leben,

    der handelt gemäß dem Jesuswort: „Wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein“ [Mk 10,43].

    Und so könnte man diesen Satz auch umkehren und sagen: Derjenige ist euer Diener, der sich nicht scheut, der Erste zu sein."
    ERSCHIENEN IN ROTARY MAGAZIN 3/2013

  • #690

    controller (Freitag, 08 Juli 2016 18:43)


    Zu Eintrag 689 ergänzend hinzugefügt sei noch der Autor:

    Dr. Franz-Josef Overbeck
    (RC Essen) ist seit 2009 Bischof von Essen und seit 2011 katholischer Militärbischof der Deutschen Bundeswehr.
    www.bistum-essen.de

    und es handelt sich bei zitiertem Text um den letzten Teil eines Beitrages
    mit dem Titel:
    ANMERKUNG ZUM VERSTÄNDNIS DES PAPSTES ALS „DIENER DER DIENER GOTTES“
    Hat Benedikt XVI. das Papstamt entzaubert?

  • #691

    Mirinda (Freitag, 08 Juli 2016 19:01)

    Für mich passt nun genau an diese Stelle Herr Kant mit seiner Weisheit hin:

    "Wenn denn die Fesseln,
    welche uns an ihre Eitelkeit der Kreatur geknüpft halten, in dem Augenblicke,
    welche zu der Verwandlung unsers Wesen bestimmt worden, abgefallen sein,

    so wird der unsterbliche Geist, von der Abhängigkeit der endlichen Dinge befreiet,
    in der Gemeinschaft mit dem unendlichen Wesen, den Genuß der wahren Glückseligkeit finden."

    - Immanuel Kant -,
    Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels, A 127.

  • #692

    Naddi (Freitag, 08 Juli 2016 21:28)


    ...auch in diesem Zusammenhang sehr interessant:

    "Denn eine bekümmerte Seele ist Gott nahe, und Not führt zu dem, der geben und helfen kann,
    der aber wohl verachtet würde, wenn er immer und uneingeschränkt hülfe."

    - Gregor von Nazianz -,
    Reden

  • #693

    Ludoviko (Freitag, 08 Juli 2016 21:31)


    ... schön ...:

    "Sowohl Gottes wie auch des Engels wie auch des Menschen letztes Glück und Glückseligkeit ist: Gott zu schauen."

    - Thomas von Aquin -
    Scriptum super sententiis II, dist. 4, q. 1, art. 1, conclusi

    (Original lat.:

    "tam Dei quam Angeli, quam etiam hominis ultima felicitas et beatitudo, Dei contemplatio est")

  • #694

    Naddi (Samstag, 09 Juli 2016 21:02)



    ...wieder sehr interessant, oder ...

    "Gebt mir einen festen Punkt, und ich hebe die Welt aus den Angeln."

    Archimedes

  • #695

    sündia (Samstag, 09 Juli 2016 22:14)




    Gestern fuhr ein Auto fast einen Freund an,
    Ich konnte ihn noch retten.
    Gestern fiel ein Freund fast die Treppe hinunter,
    Ich konnte ihn noch halten.
    Gestern brach sich ein Freund das Bein
    Ich half ihm aufzustehen.
    Heute wurde mir mein Herz gebrochen,
    Ich konnte mir nicht helfen.

    So wurde mir klar wie hilflos ich bin.

    © Michele Bonus
    (*1986), Schüler

  • #696

    Livius Herz (Samstag, 09 Juli 2016 22:16)


    Mehr beistehen, als vorstehen – mehr geliebt als gefürchtet werden.
    (Prodesse magis quam prae esse – plus amare quam timeri.)

    Unbekannt
    Aus dem 64. Kapitel der Ordensregel de ordinario abbate

  • #697

    einaudi (Samstag, 09 Juli 2016 22:17)


    Ein offenes Ohr

    Natürlich habe ich
    durchaus
    ein offenes Ohr
    für deine zahlreichen Anliegen,
    deine großen Sorgen und
    deine vielen Probleme.
    Natürlich habe ich
    durchaus
    ein offenes Ohr dafür.
    Sogar ein
    durch und durch offenes.

    © Ernst Ferstl
    (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker
    Quelle: Ferstl, Herznah, 2003

  • #698

    Konrad (Samstag, 09 Juli 2016 22:20)


    Das Wenige, das du tun kannst, ist viel –
    wenn du nur irgendwo Schmerz und Weh und Angst von einem Wesen nimmst, sei es Mensch, sei es irgendeine Kreatur. Leben erhalten ist das einzige Glück.

    © Albert Schweitzer
    (1875 - 1965), deutsch-französischer Arzt, Theologe, Musiker und Kulturphilosoph, 1952 Friedensnobelpreis
    Quelle: Schweitzer, Straßburger Predigten, hg. v. Ulrich Neuenschwander, C.H.Beck, München 1993

  • #699

    Mirinda (Samstag, 09 Juli 2016 22:24)


    Ein Heiliger sammelt nichts, aber je mehr er für andere tut,
    um so mehr erwirbt er.

    Laotse
    (6. oder 4. - 3. Jh. v. Chr.), eigentlich Laozi, nur legendenhaft fassbarer chinesischer Philosoph, Begründer des Taoismus, Laotse bedeutet 'der Alte', sein Sippenname war 'Li Erl'



    Jeder, der gequält ist,
    Soll auf seine gequälten Brüder sehen,
    Dass er ihnen helfe;
    So wird einer treu sein vielen.

    Jeder, der minder gequält ist,
    Soll auf seine Brüder sehen, die mehr gequält sind,
    Dass er ihnen helfe –
    So wird einer dankbar sein vielen.

    Leopold Jacoby
    (1840 - 1895), deutscher sozialistischer Lyriker

  • #700

    drahty (Samstag, 09 Juli 2016 22:27)

    congratulations and celebrations ! You r celebrate the 700 hit in this blog. Once again!

  • #701

    Livius Herz (Montag, 11 Juli 2016 21:33)


    Once and Again!

  • #702

    Neidhammel (Dienstag, 12 Juli 2016 22:46)


    Immer wieder
    höre ich soviel Abwertung an den Leistungen der Anderen
    und wie gut es doch diese Anderen haben,
    ohne den Zeitaufwand
    und allgemein den Mehraufwand desjenigen zu bedenken,
    der sich in einigen Bereichen "gut" entwickelt hat.

    Wird der Beneidete
    auch noch öffentlich von übergeordneter Stelle "gelobt",
    dann droht das Fass über zu laufen ....

    Das "Glück" des Beneideten wird oft in falschem Schein gesehen,
    der Aufwand nicht wahr genommen.
    Für mich als Christ ganz interessant ist ein Beitrag
    über Schönheit und Neid von Dipl.-Psych. Prof. Dr. Anna Schoch,
    daraus mal ein Auszug:

    "Empört-rechtender Neid liegt vor, wenn der Neider glaubt,
    das begehrte Gut sei zu unrecht erworben.
    Dann wird zumindest abgewertet,
    wie z.B.: „… die verdankt ihr gutes Aussehen doch nur dem plastischen Chirurgen…“,
    oder: „…der hat sein Vermögen doch nur durch Schiebereien erworben. …“.
    Empört-rechtender Neid hat auch eine politische Komponente.
    Dann fallen Bemerkungen wie: „Die haben ja nie gearbeitet und leben von unseren Steuergeldern…!
    Die nehmen uns die Arbeit weg! Alles soll allen gehören!“ usw..–
    Hier findet sich die Neidgesellschaft."

    Ebenso spannend:

    "Francis Bacon (1561-1626)
    schreibt in seinem Essay „Über den Neid“ (1597)
    „Wer stillsteht, während andere emporkommen,
    kann sich kaum der Regung der Missgunst erwehren.“

    Und weiter:

    " Feindseliger Neid
    tritt besonders häufig bei den Menschen auf,
    die an einer Selbstwertproblematik leiden.

    Erich Fromm sagt, dass Neider sich nicht selbst lieben können.
    Sie sind – nach seiner Meinung – aber auch nicht bereit etwas dafür zu tun,
    um ihren Selbstwert zu steigern.

    Das bedeutet, dass Neider passiv sind.
    Sie beneiden zwar die Vorzüge und Leistungen anderer,
    wollen aber die Mühen, die mit einer Änderung ihrer Situation verbunden wären,
    nicht auf sich nehmen.
    Der Ruf, sich mehr anzustrengen und mit dem Beneideten in fairen Wettbewerb einzutreten, wird abgewehrt."

    Eigentlich ist der ganze Beitrag wirklich lesenswert,
    weiter ziehe ich mal das hier heraus:

    "Neid soll Selbstzufriedenheit und Entwicklungsstillstand verhindern.
    Darum ist das Gefühl so unangenehm.
    Es verstört. –
    Der Anblick von Schönheit ist ein Weckruf:
    Vielleicht an uns selbst, uns weniger gehen zu lassen,
    achtsamer zu leben, die innere und äußere Haltung zu korrigieren
    oder sich mit schöneren Dingen zu beschäftigen,
    anstatt jeden Abend im Fernsehen seichte Sendeformate zu konsumieren."

    Und nun nochmal Klartext:

    "Unsere christlichen Wurzeln
    verlangen eine Gesinnung der größtmöglichen Neidfreiheit.
    Das Christentum verurteilt neidische Menschen,
    da sie die Gemeinschaft zersetzen.
    So lautet eines der zehn Gebote:
    „Du sollst nicht nach dem Haus deines Nächsten verlangen,
    nach seinem Sklaven oder seiner Sklavin,
    seinem Rind oder seinem Esel oder nach irgend etwas,
    das deinem Nachbarn gehört.“
    (Exodus 20, 17).
    Da dieses Begehren eine nie versiegende Quelle von Feindseligkeit ist,
    wird Neidern damit gedroht, dass sie ihr Seelenheil verspielen."

    Wieder treffend formuliert:

    "Die permanente öffentliche Diffamierung von Schönheit
    in unserer Gesellschaft hat unsere Seelen krank gemacht.
    Anstatt uns am Schönen zu erbauen und zu erfreuen,
    sehen wir nur Unzulänglichkeiten
    und werden dadurch unzufrieden und immer neidischer.
    Wer sich hingegen bewusst mit Schönheit umgibt,
    wird ausgeglichener sein und davon etwas reflektieren.
    – Was können wir also tun? –

    Um Willi Brandt etwas abzuwandeln würde ich empfehlen: Mehr Schönheit wagen!"

    gefunden und zum weiter lesen:http://www.annaschoch.de/wordpress/?p=111



  • #703

    Rhea (Dienstag, 12 Juli 2016 23:36)


    ....kann ich auch einen Beitrag leisten:

    Ich kam heute plötzlich unerwartet dazu in eine Runde,
    in der über mich leise gesprochen wurde,
    da ich ein reines Gewissen habe,
    nichts zu verbergen habe
    und stets nach bestem Wissen und Gewissen handele,

    strahlte ich ganz herzlich bestärkend
    alle Anwesenden mit einem Lächeln an,

    und siehe da,
    die Erzählerin wiederholte ihre Erfahrung mit mir,
    ebenso lächelnd,
    nun sehr realitäsnah
    und ich konnte noch mehr strahlen :-) :-) :-)

    Was für ein Erfolg ... :-)

  • #704

    Schönheitversusneid (Dienstag, 12 Juli 2016)


    Liebe Rhea,
    gefällt mir sehr,
    was Du schreibst

    passt gut zu Papstworten:

    "Wer Jesus nachfolge wie jene Jünger,
    müsse sich
    freilich auf „eine schwierige und mitunter feindliche Wirklichkeit“
    gefasst machen, die ihn erwarte;

    "Feindseligkeit steht immer am Anfang der Christenverfolgung",
    denn „der Böse“ sei am Werk.

    Deshalb müsse man sich
    von menschlichen Anhängigkeiten und Beeinflussungen freimachen

    – den Geldbeutel, die Vorratstasche und die Schuhe,
    die die Jünger nach Jesu Gebot nicht auf ihrer Sendung mitführen sollen.

    „Das heißt, jedes Motiv persönlichen Ruhmes,
    jedes Karrieredenken
    und Machthunger aufzugeben
    und sich zum demütigen Instrument des Heils zu machen“, erklärte Franziskus."

    Oh wie schön oder?

  • #705

    Livius Herz (Mittwoch, 13 Juli 2016 23:03)


    Schönheit

    Was ist das eigentlich?

    Die wahre Schönheit kommt von "innen".

    Bin ich mit mir "im Reinen"?
    Lebe ich meine "wahren Werte"?
    Weiß ich, was ich will und wer ich bin?

    Basis für wahre Schönheit kann Glaube sein.
    Falls wir uns mit Bibel und Katechismus auseinander setzen,
    mit der charismatischen Ausstrahlung Jesu,

    werden wir erkennen, was wahrhaft wichtig ist.
    Die Erkenntnis, dass Nächstenliebe, Gemeinschaft und Barmherzigkeit
    uns wahrhaft glücklich machen,
    wenn wir sie bedingungslos versuchen zu leben,

    wird uns zu aufrechter Haltung verhelfen,
    zu Schwung, Proaktivität sowie Kreativität
    und vor Allem zur Freude und Glückseligkeit.

    Haben wir dann neben innigem Gebet
    noch wahrhafte liebe Freunde,

    sollte unserer wahrhaften inneren Schönheit
    nichts mehr im Wege stehen.

  • #706

    Konstantin (Mittwoch, 13 Juli 2016 23:24)


    Lieber Livius,

    genau zum Thema wahrer Schönheit

    finde ich diese Fragen,
    die unser Papst Franziskus
    uns allen stellt, sehr hilfreich:

    "„Mache ich mich anderen zum Nächsten,
    oder gehe ich einfach vorbei?
    Gehöre ich zu denen,
    die die Menschen nach eigenem Gutdünken in Kategorien einteilen?

    ... Am Ende werden wir nach den Werken der Barmherzigkeit gerichtet werden.
    Der Herr wird uns sagen: Aber erinnerst du dich?
    Damals auf der Strasse von Jerusalem nach Jericho, dieser halbtote Mann
    – das war ich! Erinnerst du dich?

    Dieses hungrige Kind – das war ich!

    Diese Migranten, die so viele verjagen wollen – das war ich!

    Diese alten Menschen, in Altersheime abgeschoben – erinnerst du dich? Das war ich!

    Dieser Kranke im Krankenhaus, den niemand besucht – das war ich!”

    (rv 10.07.2016 sk)

  • #707

    Zitierende (Donnerstag, 14 Juli 2016 17:16)

    Hauptsache,
    ein Zitat :

    „Man muss dem Zufall seinen Spielraum lassen,
    weil man ihn nie ganz beherrschen kann,
    sondern, indem man ihn zu beschränken sucht,
    sein Gebiet vielmehr erweitert…“

    Gerhard von Scharnhorst

    Für mich persönlich passen diese Worte heute!

  • #708

    Neunmalkluger (Donnerstag, 14 Juli 2016 17:22)

    Mir gefällt jetzt dieses besonders :

    "Das berühmte Einfühlungsvermögen der Frauen
    beruht nicht zuletzt auf der großen Durchschaubarkeit der Männer."

    Françoise Sagan
    Quelle: http://natune.net/zitate/zitat/7265

    Ich persönlich halte es für durchaus umkehrbar!

    Meine also:

    "Das berühmte Einfühlungsvermögen einiger Männer
    beruht nicht zuletzt auf der großen Durchschaubarkeit einiger Frauen."





  • #709

    Kritiker (Donnerstag, 14 Juli 2016 17:29)


    Sehr interessant finde ich Ludwig hiermit:

    "Jedesmal, wenn ich ein Amt vergebe,
    schaffe ich zehn Unzufriedene
    und einen Undankbaren."

    Ludwig XIV.

  • #710

    L(a)us-Tiger (Donnerstag, 14 Juli 2016 17:33)


    Na wenn wir hier schon wieder
    beim Staffellauf der Zitate sind,

    habe ich auch gleich 2:

    "Ordnung, die wir nicht verstehen,
    nennen wir Chaos."

    Konstantin Wecker

    --------------------------


    "Nach manchen Gesprächen hat man den Wunsch,
    einen Hund zu streicheln,
    einem Affen zuzulächeln
    oder vor einem Elefanten den Hut zu ziehen."

    Maxim Gorki

  • #711

    EichHörnchen (Donnerstag, 14 Juli 2016 17:36)


    "Ich finde es richtig,
    dass man vor dem Beginn einer Jagd
    die Hasen und Fasanen durch Hörnersignale warnt."

    Gustav Heinemann

  • #712

    Herzlicher (Freitag, 15 Juli 2016 13:09)


    "Die gefährlichsten Herzkrankheiten sind immer noch Hass, Neid und Geiz."

    - Pearl S. Buck -

  • #713

    nörgler (Freitag, 15 Juli 2016 19:16)

    weiter so ihr Sprücheklopfer, Constanze hat sich schon ins Gästebuch zurück gezogen.

  • #714

    @nörgler (Samstag, 16 Juli 2016 14:11)


    Hm,
    Rückzug

    ist nicht effektiv.

    Ich denke nicht,
    dass sie sich irgendwohin zurück zieht,
    das passt doch nicht zu ihr, oder?

    wenn Du sie rufst, ist sie sicher da :-)

    Und,
    hat sie nicht selbst mit Zitaten angefangen?

    Dich,
    liebster nörgler,
    sehe ich hier auch nicht oft, oder?

  • #715

    Philosoph (Samstag, 16 Juli 2016 15:03)

    @nörgler

    Zieh dich dann
    vor allem in dich selbst zurück,
    wenn du gezwungen bist,
    unter vielen Menschen zu sein.

    Epikur

    Ziehe dich selbst zurück,
    so viel du kannst;
    verkehre mit denen,
    die dich besser machen,
    und verstatte solchen den Zutritt,
    die du besser machen kannst.

    Seneca

  • #716

    Luna (Samstag, 16 Juli 2016 15:08)


    "Es gibt keine Passagiere
    auf dem Raumschiff Erde.

    Jeder gehört zur Mannschaft."

    Marshall McLuhan
    kanad. Philosoph
    und Geisteswissenschaftler
    (1911-1980)

  • #717

    Constanze (Samstag, 16 Juli 2016 17:25)


    Lieber nörgler :-)
    ich grüße Dich :-)

    Ich besitze ein
    blechernes Schächtelchen,

    worin Kärtchen ruhen,
    darauf steht:

    Ich bin mit jedem
    Schritt am
    richtigen Ort.

    und:

    Es gibt keine
    Zufälle und Unfälle
    in der Schöpfung,

    nur Geschenke.


  • #718

    Constanze (Samstag, 16 Juli 2016 22:49)

    @ lieber nörgler :-)
    ... eigene große Erfahrungen: ...


    "Wunderbar sind die
    Belohnungen für
    Aufmerksamkeit."

    Spirituelle
    Pilger-
    Apotheke sinnwaerts..ch

  • #719

    Constanze (Sonntag, 17 Juli 2016 23:32)


    Hören

    Ganz wichtig immer wieder
    gestaltet sich das Zuhören.

    Gerade im Bezug auf Gott
    ist es gut
    zu lernen,
    dass wir
    besonders hinsehen
    und intensiv zuhören.

    Unsere Pläne
    können stets durchkreuzt werden
    besonders durch Gott.

    Sein Wille, sein Plan geschehe,
    das ist unser Lernstoff.

    Mit seinem Plan
    zu rechnen,
    seinen Willen dankbar anzunehmen,

    das ist unsere Aufgabe.
    Amen.
    Gesegnete Nacht.

  • #720

    Katharina (Sonntag, 17 Juli 2016 23:48)


    Ich habe gerade
    für Menschen,
    die irgendwo eine Absage erhielten

    das hier gefunden:

    "Gott ist auch der Freund,
    der einzige schließlich.
    Er ist für uns da. Und er braucht uns."

    ... aus dem Tagesimpuls der Erzabtei Beuron ....
    vorgegriffen vom 24.Juni 2016 :-)

    Meine Lieben,
    falls Ihr glaubt,
    Menschen brauchen Euch nicht,

    weil sie Euch
    Absagen erteilten,

    eure Anfragen
    negativ beantworteten,
    seid dennoch froh,

    ER ist für uns da.
    Und ER braucht uns.

    Und allein SEIN Wort zählt.

  • #721

    nörgelnde (Montag, 18 Juli 2016 21:09)

    wieder so ein aus dem Zusammenhang gerissenes Wort, bestimmt aus dem Heiligen Evangelium entlehnt, aber doch hier total unpassend in einem Moment wo ich eine Absage bekommen habe: Kinder, es die letzte Stunde.

  • #722

    Katharina (Montag, 18 Juli 2016 22:05)


    Ja, möglich :-)
    ich schreibe Dir gern das ganze Wort:

    "Einen Freund finden
    kann nur, wer imstande ist,
    ein Freund zu sein:
    frei, um über sich zu verfügen,
    und bereit, sich zu verschenken.

    Er kann vertrauen,
    und der Freund vertraut ihm.
    Der Freund kann um alles bitten.
    Und er ist da, wenn der Freund ihn braucht.

    - Gott ist der Heilige,
    der ganz Andere,
    der Herr.

    Gott ist auch der Freund,
    der einzige schließlich.
    Er ist für uns da. Und er braucht uns."

    Liebe nörgelnde,
    ich persönlich glaube
    an die Präsenz Gottes,

    gerade und auch
    bei Absagen, bei Ablehnung.

    Dann haben Menschen zwar entschieden,
    das ist es auch,
    was Gott will,
    (sie,
    die Menschen,
    präsentieren ihre wahre Gesinnung)

    Gott jedoch wird lenken,

    und genau alles so,
    wie ER es sich vorstellt.

    Insofern
    wird auch jede letzte Stunde
    von IHM und mit IHM reguliert.

  • #723

    @nörgelnde (Dienstag, 19 Juli 2016 19:52)


    ... schau mal liebe nörgelnde: ...

    "Gefrorene Gesichter

    Kalte Gesichter,
    die dauerhaft ablehnen und abweisen,
    bist du auch noch so freundlich zugewandt,

    dahinter jammernd Seelenteile; Nestwärme kam abhand,
    selbst auf die Dauer gar nicht einfach, diese zu enteisen."


    © Michael Marie Jung
    (*1940), Professor, deutscher Hochschullehrer, Führungskräftetrainer, Coach und Wortspieler
    Quelle: »Gedichte und Aphorismen zur Kommunikationsfreude«, Verlag Wissenschaft & Praxis

  • #724

    Kernchen (Dienstag, 19 Juli 2016 19:54)


    ... wieder ein Zitat :-)

    "Im Ablehnen liegt der Kern jeden Leidens."

    © Monika Schmiderer
    (*1984), Autorin und Texterin

  • #725

    Hella (Dienstag, 19 Juli 2016 20:02)


    Ich versuche es mal
    hiermit:

    "Wer nie sein Brot mit Tränen aß,
    Wer nie die kummervollen Nächte
    Auf seinem Bette weinend saß,
    Der kennt euch nicht, ihr himmlischen Mächte.

    Ihr führt ins Leben uns hinein,
    Ihr lasst den Armen schuldig werden,
    Dann überlasst ihr ihn der Pein;
    Denn alle Schuld rächt sich auf Erden."

    (Johann Wolfgang von Goethe,
    † 22.03.1832)

  • #726

    Constanze (Dienstag, 19 Juli 2016 20:25)


    ... den hier habe
    ich auch von sinnwaerts.ch:

    "Die Kreuze im Leben
    sind wie die
    Kreuze in der Musik:

    sie erhöhen.

  • #727

    @constanze (Dienstag, 19 Juli 2016 20:31)

    Ergänzung von controller:

    ... du hast am Zitatende
    die Anführungsstriche nicht gesetzt (")

    ...hab ich jetzt gern für dich gemacht :-)

  • #728

    Hella (Dienstag, 19 Juli 2016 21:31)


    Authentizität

    Ich nahm
    an einer sozialen Veranstaltung teil
    und traf Jemanden,
    mit dem ich mich
    bei vorher gehender gemeinnütziger Veranstaltung
    über Glaubenserfahrungen ausgetauscht hatte.

    Wir richteten unser Augenmerk
    erneut auf spirituelle Themen,
    wobei ich bemerkte,
    dass mein Gesprächspartner
    keine Einzelheit unseres letzten Dialoges vergessen hatte.

    Somit hatte er sich auch das Privileg erworben,
    mir liebevoll sagen zu dürfen,
    dass ich aus dem Rahmen falle.

    Und wir stellten beide fest,
    dass dieses eine Folge des Glaubens sei.

    Es gibt Menschen,
    die möchten auffallen,
    sich eitel zur Schau stellen,
    wirken dann natürlich genauso eitel und,

    es gibt diese Anderen,
    die einfach sind, was sie sind.

    Die dann genau durch ihr Inneres auffallen.

    Und dann
    gibt es noch die Menschen,
    die genau differenzieren.

    Und gegebenenfalls
    aus all diesen Erkenntnissen
    Positives erwirken.

    Das Leben mit Gott ist wahrhaft fantastisch.

  • #729

    Naddi (Dienstag, 19 Juli 2016 21:45)


    ... bei aller Konversation
    muss ich dennoch
    mit Leo Tolstoi
    bemerken :

    "Unterhaltung ist gut,
    wenn sie nicht unsittlich,
    sondern anständig ist,
    und wenn ihretwegen nicht andere leiden müssen."

    Leo Nikolajewitsch Tolstoi
    1828-1910

  • #730

    Hella (Dienstag, 19 Juli 2016 21:51)


    Ich liebe diesen Tolstoi!

    Deshalb gleich mehrere Zitate,
    bitte auf der Zunge zergehen lassen:-)

    "Ziere jeden dahineilenden Tag mit einer guten Tat."

    "Nur die Liebe vermag alle Knoten zu lösen."

    "Man darf nicht viel denken;
    wenn man nicht denkt,
    lässt sich alles ertragen.

    Alles kommt davon, dass der Mensch denkt."

    "Gewalt mit Gewalt bekämpfen heißt,
    neue Gewalt an die Stelle der alten setzen."

    "Wer Geld in seinen Taschen hat,
    hat die in der Tasche, die keines besitzen."

    "Es ist viel besser nichts zu tun,
    als Nichtiges zu tun."

    "Viel reden heißt alles zerreden.
    Je sittenloser die Menschen sind,
    umso höhere Anforderungen stellen sie."



    Ich liebe diesen Tolstoi!

  • #731

    WIR (Mittwoch, 20 Juli 2016 19:14)


    SEIN LASSEN

    Du musst mich
    mich
    sein lassen.

    Ich muss dich
    dich
    sein lassen.

    Nur das Miteinander,
    das dürfen wir
    nie
    sein lassen.


    (Ernst Ferstl)

  • #732

    WIR (Mittwoch, 20 Juli 2016 19:17)


    DU UND ICH

    Hätte ich dich
    nicht gefunden,

    ich würde immer noch
    nach mir suchen.

    (Ernst Ferstl)

  • #733

    Meggy (Donnerstag, 21 Juli 2016 05:03)

    ... guten Morgen ... ich wünsche uns allen einen segensreichen und uns erfüllenden Tag mit guten Begegnungen, Gesprächen aber auch stillen Momenten, die uns zum "Auftanken" einladen ...

  • #734

    minc (Donnerstag, 21 Juli 2016 19:14)


    Unterwegs
    Ich wünsche dir


    Ich wünsche dir, dass du mutig genug bist,
    die Mauer des Schweigens zu durchbrechen
    und den ersten Schritt zu wagen,
    um eine Brücke über den Graben zu schlagen.

    Ich wünsche dir, dass du stark genug bist,
    deine eigenen Fehler einzugestehen,
    und dich nicht länger schämen musst
    für deine Schuld.

    Ich wünsche dir, dass deine Liebe groß genug ist,
    zuzuhören, wo die Not des anderen liegt,
    der dir so weh tat,
    dass du verstehen und vergeben kannst.

    Ich wünsche dir, dass du mutig genug bist,
    den ersten Schritt zu wagen,
    um eine Brücke über den Graben zu schlagen.


    (Und es begleite dich und gebe Frieden in dir Gott,
    der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.)

    Christa Spilling-Nöker:
    Der Himmel ist in dir.

  • #735

    Naddi (Donnerstag, 21 Juli 2016 19:18)


    Unterwegs
    Versprechen ...



    Verbindlichkeit schaffen
    Etwas in die Hand nehmen
    Eine Entscheidung treffen
    Sich an etwas festmachen

    Jetzt ist es getan!
    Ist es jetzt getan?
    Nein, nach diesem Entschluss geht es erst richtig los.

    Fangen wir an!
    Jeder Tag, neue Aufgabe
    Oder alte Aufgaben neu probieren

    Hoffen wir, dass es gelingt
    Dass unser Leben gelingt
    Im Geist des hl. Franziskus auf unser Ziel hin
    Auf Gott hin

    Text: Felicitas Handel

  • #736

    Pünktchen (Donnerstag, 21 Juli 2016 19:25)


    ... und erneut inspiriert uns Felicitas mit ihren Worten
    zum Handeln:

    Beichte


    Behindert ist meine Sicht,
    schmutzig die Fensterscheiben.
    Wie sieht es nur in meiner Seele aus,
    reden muß den Staub vertreiben.

    Klare Sicht ist jetzt gefragt,
    weil der Dreck mich furchtbar plagt.
    Wie bereu´ ich meine Schuld.
    Schenk´ mir wieder Deine Huld.
    Gott, mein Herr, ich brauche Dich
    und Deine Gnade ewiglich.

    Felicitas Handel

  • #737

    Meggy (Donnerstag, 21 Juli 2016 22:41)

    ...uns allen eine gesegnete+ Nachtruhe in Seinem Frieden...und ein frohes Erwachen... ... :-)

  • #738

    Nachteule (Freitag, 22 Juli 2016 01:01)


    ... ich ergänze:

    ... still zu halten,
    in SEINER Stille,

    ... still zu erwarten,
    womit ER uns umgibt,

    ... stille Momente auszukosten,
    in lebendiger Beziehung mit IHM ...

  • #739

    Meggy (Freitag, 22 Juli 2016 02:16)


    ..... :-) ....

  • #740

    Tagfalter (Freitag, 22 Juli 2016 17:22)


    ... wusste ich doch,

    dass diese Worte in der Stille
    um die Stille

    Meggy lächeln lassen ...

  • #741

    Moderator (Freitag, 22 Juli 2016 17:54)


    Ich habe mal
    in den ersten Raum für Gedanken rein gelesen,

    die ersten 9 Einträge fehlen,
    in den link hier
    kann man getrost wiederholend lesen :-)

    René
    (Dienstag, 02 Dezember 2014 21:07)
    Eine kleine Empfehlung von mir:
    http://www.laurentius-aw.de/A11-200726.htm

  • #742

    Constanze (Freitag, 22 Juli 2016 20:37)


    und,
    in Anbetracht von Vultum Dei Quaerere,

    krame ich das hier mal aus dem ersten Blog/Raum für Gedanken:
    --- --- --- . --- --- --- . --- ---

    "abendstern
    (Freitag, 19 Dezember 2014 20:48)

    Meine Seele hat doch ein Gesicht (schon länger spürte ich es nicht)


    Meine Seele hat ein Gesicht
    und ich wünsche, ich werde nicht
    aufhören zu lieben, zu danken, zu beten und möge ich nie darin wanken
    stets erneut alles bereit sein zu geben, was auch ich stetig darf neu erleben ….
    Wie zauberhaft kann doch jeder Augenblick sein, lass ich es zu und bin mir bewusst
    Momente der Freude sind kein ständiges Muss.


    Meine Seele hat ein Gesicht
    es darf jeder sehen und ich brauche es nicht
    zu verbergen aus Furcht oder Scham
    oder weil niemals jemand diesen Weg durch sein Leben nahm ….…….
    ich darf die Worte wählen, die meine Seele formt,
    was ist richtig, was falsch und was ist genormt
    nichts Wichtiges soll mein Antlitz verbergen
    wenn meine Seele es für wahrhaftig hält,
    es gibt keine Schergen, nichts, was mich quält ….
    solange ich Gottes Worte, Willen und Verlangen
    versuche, mit des Geistes Weisheit zu erfassen und umzusetzen

    Meine Seele hat ein Gesicht
    wir sind Gesandte, es gibt einen Auftrag und es reicht für den Lebenssinn nicht
    nur Raum für persönliche Anliegen zu schaffen.
    Dieses, was wir wissen, glauben und leben
    sei uns liebevolle Botschaft, die wir weitergeben
    Mein Herz voller Liebe durch Gott, der darin wohnt
    durchdrungen verzaubert, das ist sein Lohn,
    gibt meiner Seele ihr liebendes stets fühlendes Gesicht,
    einzigartig gotterfüllt samt hellstem sternenklarem Licht

    Meine Seele hat ein Gesicht,
    inzwischen stark fühlbar für mich
    erfüllt von unsagbarer Freude hüpft, tanzt sie und springt
    durch die Liebe Gottes überaus zart empfindsam in der Gestaltung
    es rührt mich und ich schäme mich der Tränen nicht,
    denk ich an Gottes große Gnade und aller Werke, die er in mir vollbringt
    unsagbare Dankbarkeit kullert in Form von glitzernden Tränen über mein Gesicht
    aus dem wahren aufrichtigen Innersten meiner Seele

    Meine Seele hat ein Gesicht
    und nunmehr verberge ich es nicht.

    Meine Seele hat ein Gesicht
    Gott sei darin erkennbar, nicht ich
    Denn alle Rechte an mir gebe ich freudvoll in Gottes Hand
    zur wahren Bestimmung und freien Verfügung durch ihn
    ich weiß wem Dank gebührt, gelingen gute Taten mir dann
    denn nicht mir Menschenkind ist es gelungen,
    sondern Gott, von dessen Geist ich dankbar gefühlt durchdrungen
    alles Gute was mir gelingt, durch seine große Gnade bedingt,
    ohne IHN bin ich NICHTS und so sei ER stets in mir
    --- --- --- . --- --- --- . --- ---

    und ich trage sein Antlitz zu seiner Zier!
    --- --- --- . --- --- --- . --- ---

    Amen."
    --- --- --- . --- --- --- . --- ---

    Wenn Papst Franziskus nun heute
    mit seinem Schreiben

    "Die Suche nach dem Antlitz Gottes -

    Vultum dei Quaerere"

    neue Regeln in Bezug auf das weibliche kontemplative Leben
    vorstellt,
    bin ich also gespannt auf deren Inhalte,

    derzeit leider nur italienisch und englisch abrufbar :-)

    Und Übersetzungen sind zum Teil schwierig.

    " Das weibliche kontemplative Leben
    sei in und für die Kirche immer das „betende Herz“.
    „Die Kirche braucht euch“, heißt es in dem Text." rv 22.07.2016 ord









  • #743

    Meggy (Freitag, 22 Juli 2016 22:14)

    * * * ( *
    * * * *
    ... einmal mehr erbitte ich für uns eine gesegnete und friedvolle Nachtruhe ... *
    * * * *
    ~tatsächlich durfte ich letzte Nacht beim Lesen des "stillen Textes" dankbar lächeln ... danke ...~ *

  • #744

    Tagfalter (Samstag, 23 Juli 2016 05:52)


    Dankbarkeit

    ist stets fruchtbar,
    macht glücklich,
    auch ich bin überaus dankbar,

    für jede kleinste Geste,
    auch wenn nur ich sie wahrnehme,

    jedes einzelne gute Wort,
    für jede gute Begegnung

    und für meinen Glauben,
    der mich hält und "er"hält.

  • #745

    Co-Moderatorin (Samstag, 23 Juli 2016 06:42)


    Immer wieder

    fühle ich mich unwohl bei Gesprächen,

    die in Gleichgültigkeit, Lieblosigkeit
    und Pauschalsätzen ausufern.

    In einer Runde,
    in der mehrere Menschen desinteressiert
    an wahrer Hinterfragung bleiben,
    sich nicht wahrhaft an der Suche nach Lösungen beteiligen,

    stattdessen an unbelegten Standpunkten festhalten,
    deren Ursprung sie auch nicht so genau kennen oder wissen möchten,

    wird mein Wohlbefinden arg beeinträchtigt.

    Ist es die Aussichtslosigkeit meinerseits,
    keine vernünftige Basis aufbauen zu können,
    um angemessen über ein Thema zu debattieren?
    Ist es die Aussichtslosigkeit, zu erkennen,
    dass hier kein Argument punkten kann und wird?
    Hierzu könnte ich viele Fragen ausführen.

    Und genau an diesen Stellen bin ich besonders
    überaus froh und dankbar Christ zu sein.
    Ich kann in aller Ausweglosigkeit meinerseits
    etwas ganz Großes tun, ich kann das Gebet nutzen,
    um für die Situation und für uns Menschen zu beten.

    Ganz ehrlich, ohne Gebet käme ich persönlich
    nicht mehr unbeschadet durch den täglichen Kommunikationsdschungel.

    Aus diesem Grunde lese ich wohl gern
    und bin froh, hin und wieder Beiträge von Autoren zu finden,
    die ähnliche Gedanken entwickeln.

    In einem Beitrag wurde aus einem Film zitiert: „Machen sie sich denn gar keine Sorgen?“
    Die großartige Antwort lautet natürlich sinngemäß: „Hilft das denn?“

    Wenn wir alles getan haben, was uns möglich ist,
    dürfen wir uns entspannt und unbesorgt an IHN wenden, dann „hilft“ unser Gebet.

    In diesem Sinne
    uns Allen
    eine gute Zeit :-)

  • #746

    Moderator (Samstag, 23 Juli 2016 07:52)


    Und ergänzend
    müssen nun erneut diese

    Worte von Mutter Teresa her:

    Für die Menschen

    Die Leute sind unvernünftig, unlogisch und selbstbezogen,

    liebe sie trotzdem.


    Wenn du Gutes tust, werden sie dir egoistische Motive und Hintergedanken vorwerden,

    tue trotzdem Gutes.


    Wenn du erfolgreich bist, gewinnst du falsche Freunde und echte Feinde,

    sei trotzdem erfolgreich.


    Das Gute, das du tust, wird morgen vergessen sein,

    tue trotzdem Gutes.


    Ehrlichkeit und Offenheit machen dich verwundbar,

    sei trotzdem ehrlich und offen.


    Was du in jahrelanger Arbeit aufgebaut hast, kann über Nacht zerstört werden,

    baue trotzdem.


    Deine Hilfe wird wirklich gebraucht, aber die Leute greifen dich vielleicht an, wenn du ihnen hilfst,

    hilf ihnen trotzdem.


    Gib der Welt dein Bestes, und sie schlagen dir die Zähne aus,

    gib der Welt trotzdem dein Bestes.


    Mutter Teresa

  • #747

    Constanze (Samstag, 23 Juli 2016 14:22)

    Charlie Chaplin
    – Selbstliebe –

    Rede zum 70. Geburtstag

    Als ich mich selbst zu lieben begann,
    habe ich verstanden,
    dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
    zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
    und dass alles, was geschieht, richtig ist
    – von da an konnte ich ruhig sein.
    Heute weiß ich:
    Das nennt man VERTRAUEN.

    Als ich mich selbst zu lieben begann,
    konnte ich erkennen,
    dass emotionaler Schmerz und Leid
    nur Warnungen für mich sind,
    gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
    Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

    Als ich mich selbst zu lieben begann,
    habe ich aufgehört,
    mich nach einem anderen Leben zu sehnen
    und konnte sehen,
    dass alles um mich herum
    eine Aufforderung zum Wachsen war.
    Heute weiß ich, das nennt man „REIFE“.

    Als ich mich selbst zu lieben begann,
    habe ich aufgehört,
    mich meiner freien Zeit zu berauben,
    und ich habe aufgehört,
    weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
    Heute mache ich nur das,
    was mir Spaß und Freude macht,
    was ich liebe
    und was mein Herz zum Lachen bringt,
    auf meine eigene Art und Weise
    und in meinem Tempo.
    Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.

    Als ich mich selbst zu lieben begann,
    habe ich mich von allem befreit,
    was nicht gesund für mich war,
    von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
    und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog,
    weg von mir selbst.
    Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,
    aber heute weiß ich, das ist „SELBSTLIEBE“.

    Als ich mich selbst zu lieben begann,
    habe ich aufgehört,
    immer recht haben zu wollen,
    so habe ich mich weniger geirrt.
    Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.

    Als ich mich selbst zu lieben begann,
    habe ich mich geweigert,
    weiter in der Vergangenheit zu leben
    und mich um meine Zukunft zu sorgen.
    Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick,
    wo ALLES stattfindet,
    so lebe ich heute jeden Tag und nenne es „BEWUSSTHEIT“.

    Als ich mich zu lieben begann,
    da erkannte ich,
    dass mich mein Denken armselig und krank machen kann.
    Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
    bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
    Diese Verbindung nenne ich heute „HERZENSWEISHEIT“.

    Wir brauchen uns nicht
    weiter vor Auseinandersetzungen,
    Konflikten und Problemen
    mit uns selbst und anderen fürchten,
    denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
    und es entstehen neue Welten.
    Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN !

    Charlie Chaplin an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959
    #Menschenfreund - Blog: http://menschenfreund-blog.de/charlie-chaplin-selbstliebe-rede-zum-70-geburtstag/

  • #748

    retro-fan 007 (Samstag, 23 Juli 2016 18:58)

    Scheint ja spannend zu sein, auf bewährte Sprüche(klopfer) zurück zu greifen. Auch und
    genau an dieser Stelle möchte ich einfügen,
    wie Matthias Claudius, (bereits ausführlicher im 1.Blog unter der Zahl 963 und in 2. Blog unter Nr. 7 erwähnt),
    seine damaligen Erfahrungen im Glauben mit der Welt verarbeitete.

    Matthias Claudius
    Er will wohl bleiben, was er ist

    Es geht mir ebenso, Andres, wenn ich in der Bibel von einem alten und neuen Bunde, von einer Konnexion und einem Verkehr zwischen dem höchsten Wesen und unserm Geschlecht lese; ich mache auch oft das Buch zu und falte die Hände: dass die Menschen vor Gott so hoch geachtet und wert sind!

    Es drückt einen das freilich nieder in den Staub; aber man kriegt zu gleicher Zeit Respekt vor sich selber und wittert Morgenluft -
    und man kann und kann den Mittler zwischen beiden nicht genug ansehen und lieben und möchte ihn für andere mit lieben, die es nicht besser wissen.

    Der Mensch kann die Wahrheit verkennen, verachten und aufhalten; aber wie umwegs oder verkehrt er es auch treibe, so irrt er sich nur, und
    mitten in solchem Treiben suchet und meinet er sie. Er kann ihr'r nicht entbehren; und es ist nicht möglich, wenn sie ihm erscheint, daß er sein Haupt nicht vor ihr beuge.

    Irren ist menschlich, Andres! Aber die Wahrheit ist unschuldig. Sie ist immer bereit und immer wert und wird auch wohl am Ende recht behalten.
    Aber es macht Dir graue Haare, schreibst Du, unsern Herrn Christus verkannt und verachtet zu sehen. -
    Du liebe, gerechte Seele, mag es doch; wer sie uni ihn trägt, der trägt mit Ehren graues Haar.

    Zwar seinetwegen brauchst Du Dir keine wachsen zu lassen. Er will wohl bleiben, was er ist.

    So viele ihrer die Wahrheit nicht erkennen und nutzen, die haben des freilich Schaden; aber was kann es ihr schaden, ob sie erkannt und genutzt wird oder nicht?
    Sie bedarf keines, und es ist die Größe und Herrlichkeit ihrer Natur, dass sie immer bereit ist, von Undank nicht ermüdet wird
    und wie die aufgehende Sonne mit den Wolken und Dünsten ringt, um sie zu reinigen und zu vergolden.

    Laß sie denn ringen, Andres; und brich Dir auch, um was Du nicht ändern kannst, das Herz nicht.

  • #749

    minc (Samstag, 23 Juli 2016 20:18)


    .....
    das wiederum ist wahrhaft spannend,
    lieber 007,

    seit einiger Zeit
    denke auch ich
    an diese Worte
    immer mal wieder :-)

    Beeindruckend auch,
    dass Du,

    lieber retro-sternal,
    ich meine
    natürlich retro-fan

    sie gelesen hast :-))

  • #750

    Evi (Samstag, 23 Juli 2016 22:14)

    Thematisiert

    Gebet als Gespräch
    und unmittelbarer Nähe
    zwischen Gott und uns:


    Beziehungspflege mit Gott kann auf verschiedenste Weise geschehen. Wichtig ist, dass sie geschieht.

    Dem einen tut ein Spaziergang gut, bei dem er mit Gott über das redet, was in seinem Leben gerade ansteht.

    Manche beginnen den Tag, indem sie ihren Kaffee trinken und dabei mit Gott sprechen.

    Einige reden wann immer es geht gedanklich mit Gott, was ihnen in fast jeder Situation möglich ist.

    Andere schreiben ihre Gebete in Form eines Gebets- Tagebuchs auf – oder lassen sogar Gedichte daraus entstehen,

    ... der eigenen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wer es gerne abwechslungsreich mag, kann immer wieder etwas Neues ausprobieren.



    Lebendiger Glaube
    heißt in steter Verbindung mit Gott zu sein

    Gott fragt uns täglich, und wir sollten ihm täglich antworten.
    Romana Guardini

  • #751

    ecce (Sonntag, 24 Juli 2016 09:27)


    Thema Gebet
    Anknüpfung


    Papst Pius IX, der Don Bosco am 1. April 1934 heilig sprach,
    soll wegen der überaus großen Schaffenskraft von Don Bosco gefragt haben, wann er denn gebetet habe,

    die Antwort, die er bekam, lautete, wann er denn mal nicht gebetet habe.

    Und, setzt man sich mit dem Lebenslauf von Johannes Bosco auseinander,
    kommt man sicher nicht umhin, zu erkennen,

    dass sein fruchtbares Leben ohne Gebet nicht hätte gelebt werden können.
    Er meisterte unglaubliche Schwierigkeiten zum Teil im Alleingang,
    weil selbst Freunde ihn nicht begleiten konnten und wollten,

    waren seine Methoden doch zu sehr geprägt
    vom Heiligen Geist, gerade weil er unentwegt innig betete.

    Versetzt man sich in die Zeit von Johannes Bosco,
    wird man sich bewusst, dass visionäre Christen
    mit Unverständnis, Verachtung, Verleumdung und dergleichen mehr
    ein von der Welt unverstandenes Leben auf sich nehmen.

    Sie tragen ihr Kreuz,
    wie Jesus es einst trug.




    http://www.kath-zdw.ch/maria/don.bosco.html:

    "Das war zu Don Boscos Zeiten zutreffend.
    Einer seiner Buben antwortete als Erwachsener: «Wir wuchsen mit der Liebe auf. »

    Das ist die Besonderheit von Don Bosco: es genügt nicht nur zu lieben.
    Liebe muss man zeigen und fühlen lassen.
    «Liebe muss man mit Worten, Taten, sogar mit dem Gesichtsausdruck aussprechen. »

    Das verlangt eine tiefe Askese, eine völlige tägliche Hingabe."

    --- --- ---

    "[...] Wo steckt das Geheimnis solch erhabener Heiligkeit?
    Ich stehe nicht an zu behaupten: dieses Geheimnis liegt in seiner beständigen Mitwirkung
    mit der göttlichen Gnade.

    Von klein auf zeigte er schon ein feines offenes Ohr
    für übernatürliche Anregungen: er betete, ging eifrig zu den Sakramenten,
    mied die Sünde und half dem Nächsten an Leib und Seele.

    [...] Beachten wir wohl! Eine große Gnade ist die Berufung zum christlichen Leben,
    eine Gnade, die wieder verbunden ist mit einer Kette zahlloser anderer
    – aber nur dann, wenn wir treu sind in der Mitwirkung!
    Empfangen wir die Gnade Gottes nicht vergebens!
    Das sei die kostbarste Frucht der Heiligsprechung unseres geliebten Vaters Don Bosco."

    Don Peter Ricaldone
    Generaloberer der Salesianer
    Gekürzter Auszug aus den Salesianische Nachrichten 3/1934, S. 49-51

  • #752

    Co-Moderatorin (Sonntag, 24 Juli 2016 19:24)


    Kurzgeschichte
    Über unsere Wahrnehmung:

    – Der Indianer und die Grille --


    Ein Indianer,

    der in einem Reservat weit von der nächsten Stadt entfernt wohnte,
    besuchte das erste mal seinen weißen Bruder in der großen Metropole.

    Er war sehr verwirrt vom vielen Lärm,
    von der Hektik und vom Gestank in den Straßenschluchten.
    Als sie nun durch die Einkaufsstraße mit den großen Schaufenstern spazierten,
    blieb der Indianer plötzlich stehen und horchte auf.

    „Was hast du“,
    fragte ihn sein Freund.

    „Ich höre irgendwo eine Grille zirpen“,
    antwortete der Indianer.
    „Das ist unmöglich“, lachte der Weiße.
    „Erstens gibt es hier in der Stadt keine Grillen und zweitens würde ihr Geräusch in diesem Lärm untergehen.“

    Der Indianer ließ sich jedoch nicht beirren und folgte dem Zirpen.
    Sie kamen zu einem älteren Haus dessen Wand ganz mit Efeu überwachsen war.
    Der Indianer teilte die Blätter und tatsächlich: Da sass eine große Grille.

    „Ihr Indianer habt eben einfach ein viel besseres Gehör“, sagte der Weiße im weitergehen.
    „Unsinn“, erwiderte sein Freund vom Land.
    „Ich werde Dir das Gegenteil beweisen“.

    Er nahm eine kleine Münze aus seiner Tasche und warf sie auf den Boden.
    Ein leises „Pling“ ließ sich vernehmen.
    Selbst einige Passanten, die mehr als zehn Meter entfernt standen,
    drehten sich augenblicklich um und schauten in die Richtung, aus der sie das Geräusch gehört hatten.



    „Siehst Du mein Freund, es liegt nicht am Gehör.
    Was wir wahrnehmen können oder nicht liegt ausschließlich an der Richtung unserer Aufmerksamkeit.



    Autor: Unbekannt
    #Menschenfreund - Blog: http://menschenfreund-blog.de/kurzgeschichte-ueber-wahrnehmung-der-indianer-und-die-grille/

  • #753

    She(r)locks (Dienstag, 26 Juli 2016 03:00)


    Augustinus von Hippo meinte hierzu einst :
    Augen haben und Betrachten ist nicht dasselbe.

  • #754

    Nachteule (Dienstag, 26 Juli 2016 03:05)


    Wenn man die Pforten der Wahrnehmung einmal wirklich reinigen könnte,
    dann würde alles dem Menschen so erscheinen,
    wie es wirklich ist: unendlich.

    Denn der Mensch ist derart eingemauert,
    dass er alles nur noch durch die schmalen Ritzen seiner Höhle sieht.


    William Blake,
    1757-1827

  • #755

    Nachteule (Dienstag, 26 Juli 2016 03:07)

    Gute Nacht:

    "Träumend plant der Geist seine eigene Wirklichkeit. "

    Søren Kierkegaard
    1813-1855

  • #756

    She(rl)ocks (Dienstag, 26 Juli 2016 14:03)


    Wusstet Ihr eigentlich,

    dass für den Begriff "Kraft"
    346 Synonyme in 39 Synonymgruppen existieren?

    Wenn das kein Beweis von unterschiedlichster Wirksamkeit ist ... :-) :-) :-)

  • #757

    She(r)locks (Dienstag, 26 Juli 2016 14:05)


    (...) zumindest auf http://synonyme.woxikon.de/synonyme/ (... )

  • #758

    Co-Moderatorin (Dienstag, 26 Juli 2016 20:56)


    Interessant für mich erneut
    in älteren Einträgen zu stöbern:

    (Freitag, 03 Juli 2015 15:01)

    Blick in die Hölle:
    Heilige Faustina Kowalska erzählte:

    ,,Heute, mit der Führung eines Engels, bin ich in den Höllentiefen gewesen; es ist ein Ort der Qualen und unendlich groß.
    Diese verschiedenen Strafen sah ich:

    die Erste, welches die Hölle ausmacht, ist der Verlust Gottes,
    die Zweite sind die immer fortwährenden Gewissensbisse,
    die Dritte das Wissen der Hoffnungslosigkeit,
    die vierte Strafe ist ein seelenverbrennendes Feuer, welches geistig ist und Gotteszorn bedeutet.
    Die Fünfte ist die kontinuierliche Dunkelheit, ein unerträglicher, erstickender Gestank. Auch wenn es dunkel ist, sehen sich die Verurteilten doch, sie sehen ihre Sünden und die der anderen.
    Die sechste Strafe ist die dauernde Kompanie Satans.
    Die siebte ist eine schreckliche Verzweiflung, der Hass Gottes , die Gotteslästerungen, die Verwünschungen, die Flüche.

    Das es der Sünder wisse, mit seinen eigenen Sünden wird der Sünder gefoltert. Ich schreibe dies mit Gottesbefehl, damit keine Seele sich mit Unwissenheit entschuldigt.
    Ich, Schwester Faustina, bin mit Gottes Befehl in den Höllentiefen gewesen, damit ich den Seelen deren Wirklichkeit bezeugen kann, und das, was ich beschrieb, ist nur ein Schatten, von dem, was ich sah."

    Quelle:http://www.ewige-anbetung.de/Wunder/Kowalska

    Ein Beitrag hierzu lautete dann so:
    anonymus
    (Freitag, 03 Juli 2015 22:17)
    Märchengeschichten oder immer noch katholischer Glaube? Jesus erschien der heiligen Faustina 1933, gut dass es auch aktuelle Beispiele gibt. Ansonsten einfach in die Bibel gucken.


    (...) und ganz aktuell (...)
    "Zweitens ist Krakau spätestens seit Schwester Faustyna Kowalska die Stadt, die als Sinnbild der Göttlichen Barmherzigkeit gilt."

    sagt heute Radio Vatican (rv 26.07.2016 cs)

  • #759

    Moderator (Dienstag, 26 Juli 2016 20:58)


    Im Film "Dungeons & Dragons

    sagt, ich glaube, Profion:

    ... sie ist ein Rubin von der Größe deiner Faust ...

    :-) :-) :-)

  • #760

    Moderator (Dienstag, 26 Juli 2016 21:02)

    ... oh, ich vergaß die Anführungszeichen hinten :-) :-) :-)
    nach den Dragons (")

    und,
    der Film "läuft" gerade ...

  • #761

    controller (Dienstag, 26 Juli 2016 21:09)


    Ridley Reeborn sagt:
    ... sie ist ein Rubin von der Größe deiner Faust ...

    im aktuellen Film "Dungeons & Dragons"

  • #762

    Livius Herz (Dienstag, 26 Juli 2016 21:20)


    ... habt ihr das Bild gesehen ...?

    "Der Barmherzige Jesus", Altarbild in Karkau - EPA

    ... schaut es Euch bitte mal an :-) :-) .:-)

    Ich mag es.

  • #763

    Co-Moderatorin (Donnerstag, 28 Juli 2016 17:31)


    Barmherzigkeit

    Jesus lebte uns vor, wie Barmherzigkeit aussieht.

    Wenn wir Barmherzigkeit praktizieren, prägt sie unser eigenes Antlitz, wie sie auch das Antlitz Jesu prägte.
    Die Barmherzigkeit ist demnach das Kennzeichen wahrhaften christlichen Lebens.

    Eine Erzählung von den Chassidim,

    (zur Erklärung hierfür nutzen wir Wikipedia:
    "Chassidismus (hebr. חסידים Chassidim ‚die Frommen‘) bezeichnet verschiedene voneinander unabhängige Bewegungen im Judentum")

    soll uns verdeutlichen, worum es geht:

    Ein alter Rabbi fragte einst seine Schüler,
    wie man die Stunde bestimmt,
    in der die Nacht endet
    und der Tag beginnt.

    "Ist es, wenn man von weitem einen Hund von einem Schaf unterscheiden kann?"
    fragte einer seiner Schüler.

    "Nein", sagte der Rabbi.

    "Ist es, wenn man einen Apfelbaum von einer Birke unterscheiden kann?"
    fragte ein anderer.

    "Nein", sagte der Rabbi.

    "Aber, was ist es dann?"
    fragten die Schüler.

    "Es ist dann,
    wenn du in das Gesicht
    irgend eines Menschen blicken kannst
    und darin

    deine Schwester oder deinen Bruder siehst.

    Bis dahin
    ist die Nacht
    noch bei uns."

  • #764

    Moderator (Donnerstag, 28 Juli 2016 17:44)


    GEBET

    Komm,
    Sturmwind des Geistes,
    zerbrich die selbst gemachten Häuser,
    die uns doch nicht bergen können.
    Führ uns hinaus aus unsren Kerkern,
    beheimate uns
    im ewigen Haus!

    Komm,
    Sturmwind des Geistes,
    bring zum Erlöschen die künstlichen Lichter,
    die uns erblinden ließen für das wahre Licht.
    Gib uns
    den klaren Blick!

    Komm,
    Sturmwind des Geistes,
    überflute die Dämme,
    mit denen wir uns abgesichert haben
    gegen den Einbruch des Himmels.
    Befreie uns
    aus unsren Wüsten!

    Sabine Naegeli

  • #765

    Wahnsinnige (Donnerstag, 28 Juli 2016 19:34)



    Worte des Wahns vorn Friedrich Schiller



    Drei Worte hört man bedeutungschwer
    Im Munde der Guten und Besten,
    Sie schallen vergeblich, ihr Klang ist leer,
    Sie können nicht helfen und trösten.
    Verscherzt ist dem Menschen des Lebens Frucht,
    So lang er die Schatten zu haschen sucht.

    So lang er glaubt an die Goldene Zeit,
    Wo das Rechte, das Gute wird siegen,
    Das Rechte, das Gute führt ewig Streit,
    Nie wird der Feind ihm erliegen,
    Und erstickst du ihn nicht in den Lüften frei,
    Stets wächst ihm die Kraft auf der Erde neu.

    So lang er glaubt, daß das buhlende Glück
    Sich dem Edeln vereinigen werde,
    Dem Schlechten folgt es mit Liebesblick,
    Nicht dem Guten gehöret die Erde.
    Er ist ein Fremdling, er wandert aus,
    Und suchet ein unvergänglich Haus.

    So lang er glaubt, daß dem irdschen Verstand
    Die Wahrheit je wird erscheinen,
    Ihren Schleier hebt keine sterbliche Hand,
    Wir können nur raten und meinen.
    Du kerkerst den Geist in ein tönend Wort,
    Doch der freie wandelt im Sturme fort.

    Drum edle Seele, entreiß dich dem Wahn,
    Und den himmlischen Glauben bewahre.
    Was kein Ohr vernahm, was die Augen nicht sahn,
    Es ist dennoch, das Schöne, das Wahre!
    Es ist nicht draußen, da sucht es der Tor,
    Es ist in dir, du bringst es ewig hervor.

  • #766

    starwars (Freitag, 29 Juli 2016)


    Treffen sich zwei Planeten.
    Sagt der eine: „Du siehst aber gar nicht gut aus!“ Der andere:
    „Ja, ich weiß. Ich hab homo sapiens.“ „Das kenn ich, das geht vorbei!“

    http://www.einfachbewusst.de/2015/10/zitate-die-dich-inspirieren-werden/

  • #767

    Philosoph (Freitag, 29 Juli 2016 09:45)


    "Sagen, was man denkt. Und vorher was gedacht haben.“ (Harry Rowohlt)

  • #768

    minc (Freitag, 29 Juli 2016 10:03)


    „Reinheit und Einfachheit
    sind die beiden Flügel,
    mit denen der Mensch
    über allen irdischen Dingen aufsteigt.“

    Thomas von Kempen, um 1380 – 1471
    Augustiner-Chorherr und geistlicher Schriftsteller

  • #769

    Rigorosa (Freitag, 29 Juli 2016 10:06)


    „Gelassenheit
    ist eine anmutige Form
    des Selbstbewusstseins.“

    (Marie
    von Ebner-Eschenbach,
    österreichische Schriftstellerin, 1830 – 1916)

  • #770

    Birne (Freitag, 29 Juli 2016 10:10)


    „Gelassenheit gewinnt man
    durch Loslassen
    ohne zu hassen.“

    Gerhard Uhlenbruck,
    deutscher Mediziner und Aphoristiker, *1929

  • #771

    Constanze (Freitag, 29 Juli 2016 10:12)


    „Manchmal nicht zu bekommen,
    was man will,
    ist ein großer Glücksfall.“

    Dalai Lama / Tendzin Gyatsho,
    buddhistischer Mönch und Oberhaupt der Tibeter, *1935

  • #772

    Katharina (Freitag, 29 Juli 2016 10:19)



    Rückblick

    deo iuvante
    (Montag, 23 Februar 2015 17:58)
    Herzlichen Glückwunsch zum 300sten Eintrag - schon beeindruckend wobei manchmal weniger auch mehr sein kann oder?



    „Wenn weniger mehr ist, dann ist ’nichts‘ vielleicht alles.“

    (Rem Koolhaas, niederländischer Architekt, *1944)

  • #773

    Konstantin (Freitag, 29 Juli 2016 10:22)


    Wiederholung:



    „Wirklich reich ist,

    wer mehr Träume in seiner Seele hat,

    als die Realität zerstören kann.“

    Hans Kruppa, *1952
    deutscher Dichter und Schriftsteller

  • #774

    starwars (Freitag, 29 Juli 2016 10:25)


    „Captain Kirk:
    Mr. Spock, alle neuen Fakten scheinen unsere Situation noch komplexer zu gestalten.
    Spock: Das ist ein unvermeidliches Risiko bei allen wissenschaftlichen Bemühungen, Captain.“

    (-:aus Raumschiff Enterprise / Star Trek, spielt im 23. Jahrhundert-:)

  • #775

    Lästermaul (Freitag, 29 Juli 2016 10:38)


    „Warum klagst du Dschâmî,

    dass kein Mensch dein Wort begehrt?
    Rede minder, Minderkeit vermehrt der Ware Wert.“

    Maulânâ Abdurrhamân Dschâmî,
    persischer Dichter, (1414 – 1492)

  • #776

    Moderator (Freitag, 29 Juli 2016 10:46)

    ewige Berufung der Kirche:

    " (...) zuhören, sich einbringen und Nähe zeigen (...) "


    gestrige Papstworte
    in Jasna Gora
    (rv 28.07.2016 cz)

  • #777

    Co-Moderatorin (Freitag, 29 Juli 2016 10:49)


    „Besonnenheit ist die seidene Schnur, die durch die Perlenkette aller Tugenden läuft.“
    (Thomas Fuller, englischer Historiker, 1608 – 1661)

    „Bevor man etwas brennend begehrt, sollte man das Glück dessen prüfen, der es bereits besitzt.“
    (François de La Rochefoucauld, französischer Schriftsteller, 1613 – 1680)

  • #778

    Co-Moderatorin (Freitag, 29 Juli 2016 19:08)


    " Manchmal möchte ich wissen,
    was in deinem Kopf vor geht."

    Nicht zuletzt diese Worte, so oder ähnlich formuliert von einem lieben Freund, vor einiger Zeit, im Gespräch mit mir,
    inspirierten mich, nun heute zu beginnen, aus dem "Nähkästchen zu plaudern".

    Teil 1

    Eine liebe Freundin verbrachte eine wunderbare Freizeit mit mir und, wir kamen über Gott und unser Leben ins Gespräch.
    Sie erzählte, wie sie als junge Assistenzärztin komplett demotiviert in ihrer eigenen Arbeitshaltung von menschlichen Verhaltensweisen,
    die sie in ersten praktischen Einsätzen wahrnahm, beeinflusst wurde,
    als sie spüren musste, wie überaus berechnend Menschen in der Organisation, Kommunikation und Logistik von Tätigkeiten agieren können.

    Sie fand es interessant, dass, so nannte sie es, ich genau hier dieses erlebte menschliche Verhalten zu meiner eigenen Triebfeder gemacht habe.
    Ich wachse über mich hinaus, wenn um mich herum Stillstand ruht.
    Natürlich nicht immer unbeschadet und nicht immer erfolgreich.
    Und vor Allem: nicht bemerkt und nicht erklärt, denn hierin fehlt mir wirklich die Übung. Es sei denn, jemand fragt nach.

    Sehr oft halte ich mich zurück, nehme mich zurück,
    und meine Triebfeder hierin, bleiben wir bei dem Wort, dass meine Freundin für mein Handeln benutzte,
    ist nicht, wie früher häufig angenommen, die Schüchternheit, NEIN,
    es ist die Vorsicht!

    Der Duden definiert das Wort Vorsicht folgend:
    BEDEUTUNGSÜBERSICHT
    aufmerksames, besorgtes Verhalten in Bezug auf die Verhütung eines möglichen Schadens,

    und hierin liegt meine ureigene Intention:
    Ich möchte niemandem schaden.


    Fortsetzung folgt

  • #779

    leser (Freitag, 29 Juli 2016 19:10)

    immer wieder schön, die abendliche Sprechstunde von Moderator und Co.

  • #780

    Moderator (Freitag, 29 Juli 2016 19:12)


    Ist das jetzt ein pro oder kontra?

  • #781

    controller (Freitag, 29 Juli 2016 19:30)


    Der Blog wird durchgängig betrieben, alle Moderatoren/Beitragenden kommunizieren zu jeder Tages-und Nachtzeit,
    das bedeutet, wir haben durchgängige Sprechzeiten mit interdisziplinären Ansprechpartnern :-)

  • #782

    Analytiker (Freitag, 29 Juli 2016 19:45)


    Ich bin nun
    noch nicht jetzt Moderator,

    beschäftige mich jedoch in ähnlichen Interessengebieten wie unsere sehr geschätzte Co-Moderatorin :-)
    und kenne die wichtigsten Erkenntnisse zum Thema Hochsensibilität von Elaine Aron,

    die alle ihre bis 1997 gewonnenen Forschungsergebnisse bündelte
    und interessanterweise gewann sie als Eine von Dreien auch diese Erkenntnis:

    "Die Triebfeder des hochsensiblen Verhaltens ist Vorsicht, nicht Schüchternheit."

    Meine liebe Co-Moderatorin,
    kennt deine liebe Freundin dich nur all zu gut?

    Hat sie Literatur hierzu gelesen oder hat einfach die Vorsehung zu diesem Wortschatz veranlasst?

  • #783

    Co-Moderatorin (Freitag, 29 Juli 2016 20:34)


    Teil 2

    Im Urlaub traf ich Menschen,
    einer ragte zunächst für mich interessant und auffällig in Mimik, Gestik, Verhalten heraus.

    Wir suchten und fanden uns im Gespräch,
    einten uns doch ähnliches Empfinden, fantasievolles und intensives Innenleben und stete Hinterfragung von Pauschalantworten.
    Jedoch nicht, um interessant zu erscheinen, sondern aus essentiellen Gründen.

    Wir fanden heraus, dass uns ein (zu) hoher Anspruch an uns selbst eint
    und, dass wir den Hang zum Perfektionismus nicht völlig umgehen können.(Obwohl uns genaue Kenntnisse hierzu präsent sind.)

    Desweiteren fiel uns unsere überaus starke Wahrnehmungskraft,
    die sich jedoch in sehr unterschiedlichen Bereichen auswirkte, auf.

    Schön fanden wir, dass wir uns durch das Vorhandensein gemeinsamer Fähigkeiten im Austausch stärken konnten,
    interessant, wie individuell unterschiedlich diese Fähigkeiten doch Gestalt annehmen können.



    Gesegneten Abend an alle Lesenden
    und ich bin dankbar,
    für jeden einzelnen Menschen, dessen Begegnung Gott mir schenkt,
    um mich selbst besser zu verstehen zu lernen.

    Bedenkt auch stets, liebe Lesenden,
    wie stark Worte schaden und nutzen können.

  • #784

    lesertomoderator (Freitag, 29 Juli 2016 20:38)

    nun ja, solange es nicht in die Tiefen der Psychoanalyse geht, wie deine liebe Co. gestartet ist, macht ruhig so weiter. Aber den Begriff der Sprechstunde laß ich mir vom controller nicht ausreden :-)

  • #785

    Co-Moderatorin (Freitag, 29 Juli 2016 21:34)


    Oh,
    sicher
    nein, mein liebster Leser :-)
    Psychoanalyse ist ganz und gar nicht mein Thema,

    ich liebe lösungsorientierende :-))) Ansätze in jeder Hinsicht!
    Und ....

    ich hatte nicht mit deiner erneuten (-:bisher seltenen:-) Antwort gerechnet,
    hatte angenommen, dass ich wieder selbst versuchen müsse, die richtige Antwort zu finden ....

  • #786

    controller (Freitag, 29 Juli 2016 21:44)


    Liebster Leser :-))),
    in keinster Weise möchte ich Dir irgend etwas ausreden.
    Ich respektiere gern :-) alles, was Du Dir einredest.

    Auch, was ich:-) mir ein- und ausrede, bis ich dankbar und zuweilen sehr glücklich eines Besseren belehrt werde.
    Insofern ist mein Hinweis für Jene, die besorgt sein könnten,

    dass ihre Einträge nicht rund um die Uhr gelesen und interdisziplinär beantwortet werden.

    Liebste Grüße
    an alle
    Brüder und Schwestern
    in der Welt :-)

  • #787

    Co-Moderatorin (Freitag, 29 Juli 2016 22:01)


    ... und im Übrigen, erneut als Mitteilung@leser
    möchte ich niemand Anderen analysieren,
    das liegt mir so fern,

    nein,

    ich versuche, Nächstenliebe zu praktizieren,
    da frage ich nicht nach dem warum, wie und weshalb
    sondern versuche, einfach bedingungslos zu lieben,

    ich möchte mich mit dem Thema befassen,
    mit dem ich mich relativ selten oder gern auch nie befasse:

    mit mir selbst,
    vielleicht, um Missverständnisse zu erhellen,
    vielleicht, um hilfreiche Anregungen zu erhalten :-)

    Analyse an Mitmenschen kann soviel unbewussten Schaden bewirken,
    deshalb, wenn ich :-) analysiere, versuche ich das nur mit mir selbst :-)))



  • #788

    Journalistin (Freitag, 29 Juli 2016 22:16)

    Polens Oberrabbiner Michael Schudrich sagte heute:

    " (...) wenn wir einmal durch das Tor des Todes von Birkenau hindurch geschritten sind,
    wir schreien, ja brüllen und kämpfen müssen gegen alle Formen der Ungerechtigkeit.“

    https://de.zenit.org/articles/das-schweigen-in-auschwitz

    Und genau hierin stellt sich für mich meine eigene Schwierigkeit dar:

    Wir wollen uns gern anpassen an die (gefühlsfremde) Weltlichkeit der Menschen,
    jedoch müssen wir bis zu einem gewissen Grade uns selbst auch treu bleiben,
    sonst kranken wir selbst in hohem Masse.

    Wir müssen uns immer wieder vor Augen halten:
    Ich muss tatsächlich nur Jesus Rechenschaft ablegen.
    Nicht unentwegt den Menschen, die mich deshalb nicht verstehen können.

  • #789

    Meggy (Samstag, 30 Juli 2016 01:42)

    *Ein* lieber *nächtlicher *Gruß *von* der *RKW * aus* Zinnowitz ...*
    Gott segne unseren Schlaf und schenke uns allen ein frohes Erwachen...
    Mit lieben Grüßen ... :-)

  • #790

    Constanze (Samstag, 30 Juli 2016 07:50)


    Liebe Meggy,

    danke,
    auch liebe Grüße aus Rathenow:

    "Wir können den Wind nicht ändern,
    aber wir können die Segel richtig setzen."

    Aristoteles

  • #791

    Konrad (Samstag, 30 Juli 2016 08:09)

    Ein Gedicht von Andreas Knapp
    nicht nur zur Fastenzeit

    Fasten


    dass du nicht da bist
    das ist mein Fasten

    die Abwesenheit des Bräutigams
    das Scheitern der Pläne
    das Vermissen Gottes
    Fastenzeit des Herzens

    jeder ist seiner selbst so voll
    pathologisches Übergewicht des
    Sichwichtignehmens
    Selbstgesättigtheit der Seele
    Gott aber kann sich uns nur schenken
    im Maße unsres Hungers nach ihm

    gib dem Ehrgeiz keine Nahrung mehr
    bläh das Selbstbild nicht mehr auf
    dann lockert die Allsucht den Giergriff
    Abmagerung der Ichpotenz
    und es wird Raum
    für der Liebe Freilassung

    mach dich also dünn
    damit Weite wächst
    in der dir alles zufällt
    leicht wie ein Geschenk

  • #792

    Naddi (Samstag, 30 Juli 2016 10:00)


    „Bei glücklichen Menschen
    fand ich immer als Grund tiefe Geborgenheit,
    spontane Freude an den kleinen Dingen und eine große Einfachheit.“

    Phil Bosmans.

  • #793

    angebliche Poetin (Samstag, 30 Juli 2016 11:00)


    Zeit mit Gott

    Während der Wind
    sanft verstehend
    meine dünne Haut streichelt

    unter dem
    strahlend blauen
    verständnisvollen Blick des Himmels,

    schaut die Sonne
    mit heißen Augenblicken
    auf mein verletztes Seelchen 

    wirkungsvoll Gott
    es einfach voller Liebe heilt,
    indem ER mich umgibt

    und ich IHN SEIN lasse
    was ER ist
    Liebe, Leben, Kraft, Zukunft

    ALLES.

  • #794

    surfpoetin (Samstag, 30 Juli 2016 11:13)

    Hallo liebe "Poeta" :-),

    ich mag dein Gedicht,
    ich schreibe auch manchmal welche :-)

  • #795

    Constanze (Sonntag, 31 Juli 2016 19:08)


    Wir glauben, Erfahrungen zu machen,
    aber die Erfahrungen machen uns.

    Eugéne Ionesco

  • #796

    Maria (Sonntag, 31 Juli 2016 19:19)

    Papst:
    „Der Jugendtag beginnt heute und geht zu Hause weiter“

    "Habt keine Angst.

    Sie mögen euch als Träumer beurteilen,
    weil ihr an eine neue Menschheit glaubt, die den Hass zwischen den Völkern nicht annimmt,

    die die Grenzen der Länder nicht als Barrieren ansieht
    und die eigenen Traditionen ohne Egoismen und Ressentiments hütet.

    Verliert nicht den Mut:
    Mit eurem Lächeln und mit euren offenen Armen predigt ihr Hoffnung
    und seid ein Segen für die eine Menschheitsfamilie, die ihr hier so gut vertretet!“


    (rv 31.07.2016 ord)

  • #797

    Konrad (Sonntag, 31 Juli 2016 19:31)

    Für eine liebe Freundin:

    Habe bitte keine Angst mehr,

    wenn sie dich als weltfremd verlachen,
    weil Du an das Gute im Menschen glaubst,

    wenn Du stets mehr gibst, als Du musst, weil Du es so willst
    und sie das Gegenteil behaupten,

    wenn Du unbegrenzt uneigennützig handelst,
    wenn Du stets aufs Neue versuchst, Barrieren abzubauen.

    Verliere nicht den Mut:
    Mit Deinem Lächeln und mit Deinen offenen Armen predigst Du mir Hoffnung
    und bist ein Segen für mich!

  • #798

    Bewunderin (Montag, 01 August 2016 09:24)

    Liebe Constanze,

    viele Deiner interessanten, inhaltreichen Beiträge habe ich gelesen und bin von der Art und Weise, wie Du formulierst bzw. welche Zitate Du wählst und zitierst sehr beeindruckt. In keiner Weise erscheinst Du mir anmaßend oder diktierend. Du bist ein Segen für diesen Blog und das Gästebuch! Gott schütze Dich!

  • #799

    Constanze (Montag, 01 August 2016 19:06)

    Liebe Bewunderin,

    ich danke Dir von Herzen,
    dass Du hier auf diesen Seiten liest
    und
    für Deinen Wunsch, dass Gott mich schütze.

    Danke auch für die Zeit, die Du Dir nahmst, um Rückmeldung zu geben,
    denn Rückmeldungen sind für unsere Weiterentwicklung enorm wichtig.

    Ich wünsche Dir und uns Allen Gottes Segen
    und
    schicke Dir hiermit ein inniges

    Gott vergelt´s :-) :-) :- )

  • #800

    Moderator (Montag, 01 August 2016 20:23)


    Mir gefallen nun als Thema
    die Tugenden

    und heute im Besonderen die Demut.

    Ich las heute Interessantes von und über Teresa von Avila,
    mit diesem Zitat soll mir der Einstieg gelingen:

    Veröffentlicht am 25. August 2009 von zeitzubeten.org

    > So ermutigt Teresa alle,
    sich die Gesinnung Jesu zu eigen zu machen,
    von ihm zu lernen und das geistliche Leben auf dem festen Fundament der Demut zu errichten.

    So „müsst ihr also danach streben, die Geringste von allen zu sein und die Sklavin aller,
    und müsst schauen, wie und durch was ihr den anderen Freude machen und ihnen dienen könnt
    (VII Moradas 4,9).

    Vor allem die Betrachtung der Demut Jesu Christi lässt uns erfahren,
    wie weit wir davon entfernt sind, demütig zu sein.“

    Daher dürfe das Streben nach dieser Tugend niemals aufhören,
    wolle man auch im Gebet Fortschritte machen:
    „Solange wir uns auf dieser Erde befinden, gibt es nichts, was für uns wichtiger wäre als die Demut“ (I Moradas 2,11).<

    ------

    Nun also nicht nur Gebet,
    auch Demut benötigen wir, wollen wir im Gebet voranschreiten.

    Wie sieht eigentlich Demut in unserer heutigen Zeit aus?

  • #801

    Co-Moderatorin (Montag, 01 August 2016 20:28)


    "Wer demütig ist,
    der ist duldsam,
    weil er weiß,
    wie sehr er selbst der Duldsamkeit bedarf;

    wer demütig ist, der sieht die Scheidewände fallen
    und erblickt den Menschen im Menschen."

    - Theodor Fontane -, Der Stechlin. Kap. 29

  • #802

    Sprücheklopfer (Montag, 01 August 2016 20:32)


    "Tut nichts aus Eigennutz
    oder um eitler Ehre willen,
    sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst."

    - Paulus im Brief an die Philipper 2,3 - Luher

  • #803

    Kenny (Montag, 01 August 2016 20:35)


    Erkenntnis

    Zur Demut kommt es nur durch Erkenntnis;
    nie durch
    Gehorsam.

    (© Michael Depner, Wuppertal)

  • #804

    Naddi (Montag, 01 August 2016 21:16)


    Demut heute?

    Für mich bedeutet Demut,
    Erkenntnisse wie Eingeständnis der eigenen Begrenztheit und Bedürftigkeit,
    sowie das Wissen, dass ich als Geschöpf Gottes alle Gaben von Ihm empfange,

    daraus ergibt sich unser Aller Gleichwertigkeit vor Gott,
    womit ich jeden Dienst, dem ich meinem Nächsten liebend gern erweise, mir selbst erweise :-)

  • #805

    DCXIV (Montag, 01 August 2016 21:45)


    Nächstenliebe

    Nächstenliebe ist die höchste Tugend
    und die reiche Quelle
    aus der Gottes Gnade fließt.

    Sie führt die
    Menschen zusammen und inspiriert sie zu den
    edelsten Taten.

    Conrad Hilton 1887-1979,
    bekannter Hotelier

  • #806

    CMXCIX (Montag, 01 August 2016 21:54)


    Das Geheimnis der Tugend ist die Gewohnheit.

    - Anselm Feuerbach - 1829-1880
    deutscher Maler

  • #807

    Angela (Dienstag, 02 August 2016 21:32)


    Der Engel der Erde

    Welch ein Geschöpf wäre der Mensch, wenn er wäre,
    was er sein soll? Der Engel der Erde.

    Christoph Martin Wieland
    1733-1813, deutscher Dichter

  • #808

    Johannes (Dienstag, 02 August 2016 21:35)


    Fehler und Tugend

    Von Natur aus besitzen wir keinen Fehler, der nicht zur
    Tugend, keine Tugend, die nicht zum Fehler werden
    könnte.

    - Johann Wolfgang von Goethe -
    1749-1832

  • #809

    Moderator (Dienstag, 02 August 2016 21:40)


    Liebe Meggy, :-)

    ich hoffe, mit diesem Zitat hier heute ausklingen zu können:

    Macht ohne Herrschaft

    Macht zu haben und trotzdem keine Herrschaft
    auszuüben, das ist Tugend.

    Lao-tse
    6. Jh. v.Chr., chinesischer Philosoph

  • #810

    Co-Moderatorin (Dienstag, 02 August 2016 22:16)


    Macht ohne Herrschaft,

    das erinnert mich an Jesus.
    Er hatte alle Macht als Gottes Sohn und blieb dienender Mensch in seinem Erdenleben.

    Sein Wirken beschränkte er einzig auf seine Ausstrahlung und seinen göttlichen Weg durch sein Leben.
    Wer sich von ihm angezogen fühlte, ging mit ihm, umgab sich mit ihm,

    wer ihn verschmähte, verleumdete ihn, fand Fehler, Erklärungen und Ausreden.
    Wer sucht, der findet. :-)

    Ein jeder Mensch sortiert sich seine eigene Realität.

  • #811

    Meggy (Mittwoch, 03 August 2016 06:14)


    ...mit dem Ausklang hat es wohl nicht ganz geklappt...

    ..ich wünsche uns allen einen segensreichen guten Tag mit uns erfüllenden Begegnungen und Gesprächen, aber auch Zeiten der Stille, so daß wir diesen Tag heute Abend dankbar und in Frieden wieder abgeben dürfen...

  • #812

    Meggy (Mittwoch, 03 August 2016 12:22)

    aus "Die Sprache des Herzens" - Mutter Teresa
    ... heute, 3. August ...

    Jesus ist das Licht.
    Jesus ist die Wahrheit.
    Jesus ist das Leben.
    Auch wir müssen
    das Licht der Liebe,
    die Wahrheit der Demut,
    gelebte Heiligkeit sein.

  • #813

    @Meggy (Mittwoch, 03 August 2016 17:43)


    Der Ausklang von Zitaten (weil Du doch der Zitate ein wenig überdrüssig bist/warst :-) ) ist gelungen mit meinem letzten Zitat gestern,

    was Co-Moderatorin danach schrieb,
    waren ihre ganz eigenen Worte, ihr Kommentar zu meinem ausgewählten Zitat,
    hat sie sich also allenfalls selbst zitiert :-)

    liebe Grüße
    Dein Moderator

    ... Herkunft:
    vom lateinischen Substantiv moderātor → la ‚Mäßigender, Leiter, Lenker

  • #814

    Leseratte (Mittwoch, 03 August 2016)

    Wusstet Ihr eigentlich,
    dass die Mystikerin und nüchterne Ordensreformerin

    Teresa von Avila

    auch ein ganz "normaler" Mensch war?

    Als Kind soll sie wildromantische Abenteuerromane unter der Bettdecke verschlungen haben,
    sowie selbst Einen verfasst haben,
    dann als junges Mädchen wird sie als angebeteter Mittelpunkt der Gesellschaft von Ávila beschrieben.

    Ungemein attraktiv mit makelloser Figur,
    ausdrucksvollen schwarzen Augen und prachtvollen Locken, mit diesen Attributen wird ihre Erscheinung geschildert.
    Sie soll gepflegt, charmant, intelligent gewesen sein,
    gepaart mit einer Abneigung gegen seichtes Geplauder :-)

    So gelesen in >> Die Seelenburg << Teresa von Ávila



  • #815

    Philosoph (Mittwoch, 03 August 2016 20:11)


    Genau jetzt möchte ich auch aus diesem Buch zitieren:

    " Wahrlich, wenig Demut und schwache Nächstenliebe würde derjenige haben,
    der Ärgernis daran nehmen könnte

    und an die Möglichkeit nicht glauben wollte,
    dass Gott schon hier auf Erden den Seinen hohe Gaben spendet!

    Wie könnte er sonst herzliche Freude empfinden,
    einen Bruder oder eine Schwester ausgestattet mit herrlichen Gaben zu sehen!

    Wie könnten Gottes Macht und Güte,
    die sich so herrlich in den Seelen offenbaren,
    nicht die freudigste Bewunderung in ihm erregen?"

    Und ein paar Sätze weiter schreibt Teresa von Àvila:

    "Es geschehen nur darum Wunder der Gnade an ihnen,
    damit Gottes Allmacht auch in den Menschenseelen sich kundtue
    und in ihren Geschöpfen gelobt und gepriesen werde."

    Nun möchte ich unseren Papst zitieren:-)
    "Verstanden?"

  • #816

    angebliche Juristin (Donnerstag, 04 August 2016 16:26)


    ... heute möchte ich mich besinnen ...
    auf unsere 10 Gebote

    1. Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

    2. Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.

    3. Du sollst den Feiertag heiligen.

    4. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.

    5. Du sollst nicht töten.

    6. Du sollst nicht ehebrechen.

    7. Du sollst nicht stehlen.

    8. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

    9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.

    10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib,
    Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.

  • #817

    angeblicher Rechtsfachwirt (Donnerstag, 04 August 2016 16:58)




    Die 2 Gebote der Liebe

    1. Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen, aus deiner ganzen Seele, aus deinem ganzen Gemüte und mit allen deinen Kräften!
    2. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst! (Mk. 12; 30-31 Mt. 22; 38-40)




    Die 7 Hauptsünden oder Laster

    1. Hoffart
    2. Ungehorsam
    3. Zorn
    4. Geiz
    5. Unmäßigkeit
    6. Unkeuschheit
    7. Trägheit


    Die sieben Tugenden, die den sieben Hauptsünden entgegengesetzt sind

    1. Demut
    2. Freigebigkeit
    3. Keuschheit
    4. wohlwollende Liebe
    5. Mäßigkeit
    6. Sanftmut
    7. Eifer im Guten.


    Die in der hl. Schrift besonders empfohlenen guten Werke
    1. Beten
    2. Fasten
    3. Almosen geben.

    Quelle: http://kath-zdw.ch/maria/gebote.html

  • #818

    Ungebildete (Donnerstag, 04 August 2016 17:00)


    Was ist denn Hoffart?

  • #819

    Wiktionary (Donnerstag, 04 August 2016 17:02)


    Bedeutungen:
    arrogante, dünkelhafte Haltung

    Herkunft:
    mittelhochdeutsch hōchvart „die vornehme (hohe) Art zu leben (Fahrt)“, belegt seit dem 12. Jahrhundert,
    die heutige negative Bedeutung „Hochmut“ entwickelte sich bald danach

    Sinnverwandte Wörter:
    Arroganz, Dünkel, Eitelkeit, Hochmut, Überheblichkeit

  • #820

    Kritiker (Donnerstag, 04 August 2016 17:08)


    ... zu "dünkelhaft " habe ich mir extra Synonyme bei Wiktionary rausgesucht:

    arrogant, aufgeblasen, blasiert, eingebildet, elitär, hochmütig, überheblich, wichtigtuerisch

    ... damit ich daran denke, wie ich nicht sein möchte :-)

  • #821

    nachahmende ungebildete (Donnerstag, 04 August 2016 18:14)

    und was ist nun Unkeuschheit?

  • #822

    http://kath-zdw.ch/maria/gebote.html (Donnerstag, 04 August 2016 19:37)


    Was ist Keuschheit ?
    Keuschheit ist die gottgewollte Beherrschung des Geschlechtstriebes vor und in der Ehe.
    Die Tugend der Keuschheit macht uns stark, die Gebote und Ordnungen Gottes im Bereich des Geschlechtlichen anzuerkennen und danach zu leben.

  • #823

    http://www.kathpedia.com (Donnerstag, 04 August 2016 19:54)


    Das deutsche Wort „keusch“
    leitet sich vom lateinischen „conscius” ab, was bewusst bedeutet.

    Damit weißt es auf die im Katechismus gemachte Definition hin.
    Keuschheit wird auch als heilige Reinheit bezeichnet.
    Unter Keuschheit versteht man das Erlernen der freiwillige Selbstbeherrschung oder auch Enthaltsamkeit im sexuellen Bereich,

    welche eine Erziehung zur menschlichen Freiheit ist. :-)

  • #824

    @n.ungebildete (Donnerstag, 04 August 2016 19:59)


    Verstöße gegen die Keuschheit

    Unkeuschheit ist ungeordneter Genuss oder ungeordnetes Verlangen nach geschlechtlicher Lust,
    insbesondere.:

    - Pornographie
    - Masturbation (als sexueller „Kurzschluss“)
    - Unzucht („Wilde Ehe“)
    - Homosexualität
    - Ehebruch
    - Prostitution
    - Vergewaltigung
    - Bestialität

    Quelle: http://www.kathpedia.com/

  • #825

    Co-Moderatorin (Donnerstag, 04 August 2016 20:45)


    Ehe, Keuschheit

    Aus katholischer Sicht ist das Schließen einer Ehe ein einmaliger Entschluss.

    Und wenn wir wahrhaft direkt in unser Herz hören - auch.
    Bis das der Tod euch scheidet, im Grunde unseres Herzens rührt es jeden von uns wirklich an …

    Warum?
    Weil die Ehe nicht zuletzt eine Entscheidung ist,
    die getroffen wird, um in wahrer Liebe verstehend, den anderen annehmend,
    miteinander zu wachsen und letztendlich auch,
    um unseren Kindern ein warmes, gutes Nest zu geben, in dem sie geborgen in Liebe und im Glauben aufwachsen können.

    Aus kirchenrechtlicher Sicht bedeutet jedoch das Nichtzustandekommen des Paarungsaktes in der Ehe,
    dass die Ehe nie vollzogen wurde und könnte aus diesem Grund annulliert werden.

    Rückschlüsslich bedeutet das, es wäre schön, hätten wir im Glauben gelernt,
    was zunächst wahre Liebe bedeutet.
    Nämlich nicht, was in romantischen oder unromantischen Büchern und Filmen häufig dargestellt wird,
    dass die Krönung wahrer Liebe automatisch im Beischlaf (vorschnell) endet, bzw. nach einigen Treffen bereits ausgeführt werden muss. Nein.

    Besonders gut getroffen, meiner Meinung nach, hat Friedrich Wilhelm Nietzsche, worum es in wahrer Liebe nicht geht, mit diesem Zitat:

    >> Das Verlangen nach Gegenliebe ist nicht das Verlangen der Liebe, sondern der Eitelkeit. <<

    Wenn wir einander wahrhaft lieben, werden wir uns nicht trennen.
    Wir können auch bewusst mit Sexualität umgehen, wenn wir Geschlechtstrieb das sein lassen, was er ist. Nicht mehr und auch nicht weniger.

    Lernen wir Bewusstheit in allen Dingen und setzen uns aktiv auseinander mit Begriffen wie Sexualität, wahrer Liebe, lassen uns nicht von der Welt beeinflussen,
    werden wir auch „Herr unserer Sinne.“

    Beherrschung des Geschlechtstriebes vor der Ehe – von der Welt als antiquiert und diktiert verrufen,
    real betrachtet stellt Schutz vor Lächerlichkeit, Verletzung, Verleumdung und Missverständnissen dar.

    Warum die Geschichte von hinten beginnen?

    Wir katholischen Christen glauben an wahre Nächstenliebe, das bedeutet, jeden Menschen so anzunehmen, wie er sich zunächst entwickelt hat.
    Mit viel wahrer Liebe und „brüderlicher Zurechtweisung“ ist sicher jeder Mensch bereit, sich weiter zu entwickeln.

    Jedoch durch Trennung und Abweisung/Ablehnung bewirken wir Kummer und unter Umständen schwere Traumen oder einfach Leid.
    Und mit Sicherheit werden wir auch am nächsten Partner Schwachstellen finden.
    Wie auch jeder andere Mensch unsere Schwachstellen sieht und erkennt.

    Wollen wir uns erneut trennen? Wie oft ?

  • #826

    Moderator (Donnerstag, 04 August 2016 21:23)


    Einvernehmlich mit Co-Moderatorin
    möchten wir anmerken:

    Co-Moderatorin lebt heute (überaus) glücklich :-)
    nach "weltlich geschiedener" kirchlichen Eheschließung

    in zweiter Ehe "weltlich" verheiratet
    allerdings wie Bruder und Schwester mit ihrem wahrhaft geliebten Ehemann zusammen :-)

  • #827

    Leseratte (Donnerstag, 04 August 2016 21:40)

    in Wikipedia gelesen:
    Josefsehe


    Eine Josefsehe (auch Engelehe, weiße Ehe, Jungfernehe)
    ist eine Form der Ehe,
    in der insbesondere aus religiösen Gründen auf Geschlechtsverkehr verzichtet wird.

    Der Begriff ist hergeleitet vom hl. Josef von Nazaret,
    der nach Tradition und Lehre der katholischen Kirche und den orthodoxen Kirchen eine jungfräuliche Ehe mit Maria geführt hat.

  • #828

    Paradiesvogel (Donnerstag, 04 August 2016 22:36)


    Vergebung

    „Die Vergebung ist sicherlich der Hauptweg, dem man folgen muss, um an jenen Platz im Paradies zu gelangen“, Papstworte heute,
    und er fügte in freier Rede hinzu, wie schwierig die Vergebung sei. „Denken wir alle darüber nach!“,
    wandte der Papst sich an die versammelten Gläubigen.

    Papst Franziskus vertiefte das Thema und warf die Frage auf:

    „Warum sollten wir einem Menschen vergeben, der uns Böses angetan hat?“

    und antwortete:
    „Weil zuerst einmal uns vergeben worden ist, und unendlich viel mehr.“

    In freier Ansprache erläuterte der Papst, jedem von uns werde vergeben, alle sollten über ihre Sünden nachdenken.

  • #829

    Maryam (Freitag, 05 August 2016 16:20)


    Zum Begriff des Paradiesvogel erinnere ich mich an eine Dozentin,
    die uns diesen Spruch bedenken ließ,:

    > Paradiesvögel zieren den Weg durchs Leben.<

    ... wann immer es um unterschiedliche Meinungen im Bezug auf Äußerlichkeiten gehen würde.
    Ihr Spruch hat zumindest in meinem Gedächtnis erhebliche Spuren hinterlassen :-)

  • #830

    @Paradiesvogel (Freitag, 05 August 2016 16:52)


    Ich habe richtig gute Erfahrungen mit Vergebung spüren können.

    Es hebt eindeutig mein eigenes Wohlbefinden, wenn ich es schaffe,
    angemessen authentisch in kritischen Situationen zu bleiben, vielleicht zuerst ein wenig traurig,
    jedoch voller Nächstenliebe :-)

    Mir persönlich geht es deutlich besser,
    wenn ich in der Situation, in der ich Hass, Neid, Unverständnis, Ungerechtigkeit spüre,
    direkt für mein Gegenüber bete und gegebenenfalls zum Schutz Anderer angemessen "einschreite"

  • #831

    sündia (Freitag, 05 August 2016 17:19)


    Zefanja 3,17


    "Der Herr, euer Gott, ist in eurer Mitte;
    er ist stark und hilft euch!

    Von ganzem Herzen freut er sich über euch. Weil er euch liebt, redet er nicht länger über eure Schuld.
    Ja, er jubelt, wenn er an euch denkt!"

  • #832

    Constanze (Freitag, 05 August 2016 17:23)


    >> Aber jetzt sagt der Herr, der euch geschaffen hat, ihr Nachkommen Jakobs, der euch zu seinem Volk gemacht hat:
    "Hab keine Angst, Israel, denn ich habe dich erlöst!

    Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du gehörst zu mir." <<

    Jesaja 43,1

  • #833

    Johannes (Freitag, 05 August 2016 17:28)


    >> Ich bin aber davon überzeugt, dass unsere jetzigen Leiden bedeutungslos sind im Vergleich zu der Herrlichkeit, die er uns später schenken wird <<


    Römer 8,18

  • #834

    paulusanJohannes (Freitag, 05 August 2016 19:11)

    Wieder ein gutes Beispiel dafür, wie gefährlich das Sprücheklopfen sein kann. Völlig aus dem Zusammenhang gerissen, vermittelt es den Eindruck, der Johannes als Schreiber von Nr. 834 würde von den gleichen Leiden belastet sein, die damals Paulus auf sich genommen hat bzw. die er krankheitsbedingt hatte. Schwer vorstellbar, sich so einfach auf eine Stufe mit dem großen Apostel zu stellen.

  • #835

    Johannes (Freitag, 05 August 2016 19:33)


    Mein liebster Bruder Paulus im Herrn :-)

    Dieser Satz ist ganz sicher als neutrale einzeln bedeutsame Aussage zu werten, da sie nicht, wie du es auch erklärst, im Zusammenhang zitiert wird.
    Sie könnte in dieser Form von jedem Gläubigen verwendet werden, der Hoffnung und Trost bei Jesus Christus weiß,

    Wir alle möchten uns in keinster Weise miteinander vergleichen, weil jeder von uns einzigartig in seinen Charismen lebt.
    Niemand ist größer als der Diener der Diener Gottes.

    Der Geringste unter uns wird Gott am meisten gefallen :-)

  • #836

    @Paulus (Freitag, 05 August 2016 19:52)


    Ich wünsche,
    ich erfreue Dich hiermit:-)

    Geteiltes Leid ist halbes Leid :-)

    Sprichwort?

  • #837

    Sprücheklopfer (Freitag, 05 August 2016 19:56)

    Ich hole jetzt mal so Einiges hervor :-) für unseren liebsten Paulus:-)


    > Wo viel Gefühl ist, ist auch viel Leid. <
    Leonardo da Vinci




    < Nach Leiden und Verlusten werden die Menschen bescheidener und weiser. >
    Benjamin Franklin



    - Wem der Himmel eine große Aufgabe zugedacht hat, dessen Herz und Willen zermürbt er erst durch Leid. -
    Mengzi




    Ernst Freiherr von Feuchtersleben:
    >> Ohne Leiden bildet sich kein Charakter. <<

  • #838

    Kreativer (Freitag, 05 August 2016 19:59)


    geschwisterliche Küsschen für unseren Paulus :-)


    --- Aus dem Leide schöpft die Kunst die erhabensten Eingebungen. ---


    Michelangelo Buonarroti

  • #839

    Leseratte (Freitag, 05 August 2016 20:25)


    Irgendwie passt jenes für mich an den lieben Paulus:-)

    >> Geteiltes Leid ist halbes Leid << :

    "Wahrscheinlich lächeln die Zwillingsschwestern [...] deshalb mit gebrochenen Armen so heiter in die Kamera.
    Die 79-jährigen Damen wurden bei einem Spaziergang von einem Stier angefallen und verletzt."

    Quelle: Neue Kronen-Zeitung 23.05.1996, Seite 7

  • #840

    Moderator (Freitag, 05 August 2016 23:13)


    Unsere kleine Gemeinde hier scheint sehr mitfühlend mit Paulus zu reagieren :-) Freut mich sehr :-)
    Ich habe ihn auch sooo lieb :-)

    Wir Menschen sind sicher bewahrt vor Verfehlungen, wenn wir uns für das Gute engagieren,
    auch wenn es mitunter Flexibilität, situative Entscheidungskraft und Bereitschaft zur Fortbildung/Weiterbildung erfordert.

    Wenn wir an eigene Verfehlungen zurück denken,
    weiterhin bereuen,
    die Verfehlungen benennnen, um sie vergeben zu lassen und nie wieder zu begeben,
    erleichtert uns dieser Rückblick mit Sicherheit ein Denken im Sinne der Pharisäer :-)

  • #841

    zenseur (Samstag, 06 August 2016 15:37)

    So geht das nicht "durch" meine Zensur :-)

    Lieber Moderator,
    Verfehlungen nie mehr bege"h"en bitte!

    Und bist Du Dir ganz sicher,
    dass uns dieser Rückblick ein Denken im Sinne der Pharisäer erleichtern soll?

    Wir beide müssen wirklich achtsam darauf aufpassen,
    NICHT die Sicht/Denkweise der Pharisäer anzunehmen !!!

  • #842

    Moderator@zenseur (Samstag, 06 August 2016 15:56)


    Ich danke Dir mein lieber Zenseur :-)
    für Deine Aufmerksamkeit und Richtigstellung der Fakten :-)

  • #843

    Konstantin (Montag, 08 August 2016 14:40)

    Für uns und die Welt:


    "Bei Gott

    gibt es kein Chaos, und wo immer er Menschen sieht,
    die innerlich zerrissen und auf der Suche nach ihm sind,
    kannst Du Dein letztes Hemd darauf verwetten,

    dass er alles tun wird,
    um diesen Menschen zu helfen, seinen Willen zu erkennen."

    Max Lucado

  • #844

    Meggy (Montag, 08 August 2016 15:00)




    ... danke für diesen Eintrag ...

  • #845

    Chaot (Montag, 08 August 2016 17:44)

    Ja,

    auch ich möchte Konstantin danken,
    dieser Eintrag gibt mir Zuversicht :-)))

    dass es genau so kommt,
    wie es kommen soll.

  • #846

    Johannes (Montag, 08 August 2016 18:02)

    ENZYKLIKA

    LAUDATO SI’
    VON
    PAPST FRANZISKUS
    ÜBER DIE SORGE FÜR DAS GEMEINSAME HAUS

    Auszug aus dem
    SECHSTES KAPITEL

    ÖKOLOGISCHE ERZIEHUNG UND SPIRITUALITÄT



    231. Die Liebe voller kleiner Gesten gegenseitiger Achtsamkeit
    betrifft auch das bürgerliche und das politische Leben und zeigt sich bei allen Gelegenheiten,
    die zum Aufbau einer besseren Welt beitragen.

    Die Liebe zur Gesellschaft und das Engagement für das Gemeinwohl
    sind ein hervorragender Ausdruck der Nächstenliebe, die nicht nur die Beziehungen zwischen den einzelnen Menschen angeht,
    sondern auch die „Makro-Beziehungen – in gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenhängen“.[156]

    Darum schlug die Kirche der Welt das Ideal der „Kultur der Liebe“[157] vor.
    Die Liebe im sozialen Bereich ist der Schlüssel zu einer authentischen Entwicklung:

    „Um die Gesellschaft menschlicher, der menschlichen Person würdiger zu machen,
    muss die Liebe im sozialen Leben – auf politischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene – neu bewertet und zur beständigen obersten Norm des Handelns erhoben werden.“[158]

    In diesem Rahmen bewegt uns die Liebe im gesellschaftlichen Bereich, neben der Bedeutung der kleinen täglichen Gesten an große Strategien zu denken,
    welche die Umweltzerstörung wirksam aufhalten und eine Kultur der Achtsamkeit fördern,
    die die gesamte Gesellschaft erfüllt.

    Wenn jemand den Ruf Gottes erkennt,
    gemeinsam mit den anderen in diese gesellschaftlichen Dynamiken einzugreifen, soll er sich daran erinnern,
    dass dies ein Teil seiner Spiritualität ist, dass es Ausübung der Nächstenliebe ist und dass er auf diese Weise reift und sich heiligt.


    Gegeben zu Rom, Sankt Peter, am 24. Mai, dem Hochfest von Pfingsten im Jahr 2015, dem dritten meines Pontifikats.
    Franziskus

  • #847

    Neunmalkluger (Montag, 08 August 2016 19:26)


    >>paulusanJohannes<<
    (Freitag, 05 August 2016 19:11)
    Wieder ein gutes Beispiel dafür, wie gefährlich das Sprücheklopfen sein kann.
    Völlig aus dem Zusammenhang gerissen, vermittelt es den Eindruck, der Johannes als Schreiber von Nr. 834 würde von den gleichen Leiden belastet sein,
    die damals Paulus auf sich genommen hat bzw. die er krankheitsbedingt hatte.
    Schwer vorstellbar, sich so einfach auf eine Stufe mit dem großen Apostel zu stellen.
    -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Lieber Paulus,
    unser ehrenwerter Apostel Paulus war möglicherweise nicht in dem Sinne krank.

    Von vielen Heilgen ist uns durch Niederschriften bekannt, dass es der Gegenspieler Gottes ganz besonders auf diese Menschen abgesehen hat,
    die durch einzigartige Gaben Gottes (Heilung, Verkündung, starker Aktionismus für eine Sache, Stärke, Ausdruckskraft, besondere Ausdauer u.s.w.)
    in irgend einer Form begnadet scheinen/sind.

    Das bedeutet praktisch,
    dass er, der Gegenspieler Gottes, dem Menschen, der Gott überaus zugetan ist oder allgemein Gutes vollbringt,
    viel Zeit darauf verwenden wird, diesen Menschen von seinem Glauben, von seinen guten Taten abzubringen.

    Wenn ich sonst oft/gern bete, dann aber beginne, zu denken, jetzt nicht, später,
    kann das möglicherweise ein Einfluss des Gegenspieler Gottes sein.

    Natürlich stört ihn unser Gebet. Je weniger Gebet, desto besser für Satan.

    Das Auftreten von Ängsten, Zweifeln, der Glaube an die eigene Unübertrefflichkeit bis hin zu stärksten körperlichen und seelischen Leiden, starke Glaubenskrisen
    können Einflüsse hiervon sein.

    Paulus war sich dessen sehr bewusst, deshalb beschreibt er seine Qualen diesbezüglich bildlich als Stachel,
    durchaus gefühlsmäßig so empfunden.

    Er ist dennoch bereit, gegen allen Schmerz der Welt weiter zu dienen
    und sich durchgängig der großen Gnade Gottes bewusst,
    somit muss das Böse stets dem Guten dienen.

    Für uns alle wieder der Aufruf zur Achtsamkeit,
    aufmerksam auf unsere Gefühle zu achten.

    Liebe, Glaube, Hoffnung kommen mit Sicherheit von Jesus Christus :-)

  • #848

    anonymus (Montag, 08 August 2016 19:40)

    Die Krankheit im Leben des heiligen Paulus

    Verkündigungsbrief vom 10.07.1994 - Nr. 26 - Eph. 1,3-10
    (15. Sonntag im Jahreskreis)
    Glaubensbrief - Sonderblatt Nr. 26-1994
    (Der Name des Verfassers (Katholischer Priester) wird zum Schutz seiner Persönlichkeit nicht bekanntgegeben)



    Auszug:

    Was Paulus erfuhr, gilt für jeden gläubigen, treuen Christen.

    Man kann nicht die 7 Freuden für sich beanspruchen und die 7 Schmerzen
    zum Anlass nehmen, sich gegen Gott zu erheben.

    Paulus will sich seiner Schwachheit und Ohnmacht, seiner Leiden und Schmerzen,
    seiner körperlichen Krankheit mit Freude rühmen.

    Denn sie wird gefüllt mit der Stärke des Herrn.
    Er erfährt und fühlt seine Krankheit.
    Aber Gottes Gnade, Kraft und Stärke werden in seinem Leben gleichfalls immer wieder gegenwärtiges Ereignis
    und
    Wahrheit.

    So lebt nicht mehr Paulus, sondern Christus lebt in ihm.
    Das gibt ihm die Siegesgewissheit. Er vermag alles in dem, der ihn stärkt.

    Dieser bedrängte Paulus darf sogar bekennen,
    dass er mehr als alle anderen Apostel gearbeitet hat.

    Aber nicht er, sondern die Gnade Gottes mit und durch ihn.

    Er freut sich seiner Schwachheiten, Misshandlungen, Verfolgungen und Unbilden, seiner Nöte und Bedrängnisse.

    Denn damit folgt er Christus nach, der sich dem Willen des Vaters immer vollständig unterwarf.
    Paulus unterstellt sich mit Freude und rückhaltlos dem Willen und Wort seines auferstandenen, göttlichen Messias.
    Er steht ganz und vollständig in seinem Dienst.

    Gottes Ordnung ist Maßstab seines Lebens. Er folgt dem gekreuzigten Heiland nach und gelangt dadurch zur Auferstehung von den Toten.


  • #849

    anonymus (Montag, 08 August 2016 19:42)


    Quelle zu obigem Eintrag:
    https://nachfolgejesu.com/Glaubensbriefe

  • #850

    Maria (Mittwoch, 10 August 2016 18:43)


    24/04/2016 13:56SHARE:

    Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)
    fordert eine „Weiterentwicklung“ der kirchlichen Aussagen zu Empfängnisverhütung,
    vorehelichen sowie gleichgeschlechtlichen Beziehungen.
    Papst Franziskus habe die Diskussion zu Ehe und Familie mit seinem jüngsten Schreiben „Amoris laetitia“ neu eröffnet,
    sagte der BDKJ-Bundesvorsitzende, Wolfgang Ehrenlechner, am Sonntag auf der Hauptvollversammlung des Verbandes in Rothenfels.

    Nun müsse die Diskussion vorankommen.

    Die deutschen Bischöfe sollten
    „die Lebensrealitäten, Überzeugungen und die Gewissensentscheidungen junger Menschen“ anerkennen, so der BDKJ weiter.

    So müssten persönliche Entscheidungen für oder gegen Verhütungsmittel akzeptiert werden.
    Die Beziehungen junger Menschen seien „zu achten und wertzuschätzen“.

    Die Ablehnung gleichgeschlechtlicher Beziehungen bezeichneten die Delegierten des BDKJ als „unmenschlich und ungerecht“.
    Sie sprachen sich dafür aus, dass gleichgeschlechtige Beziehungen „auch in der Kirche vorbehaltlos zu respektieren und zu akzeptieren sind“.

    (pm/kna 24.04.2016 mg)
    ---------------------------------

    Diskussionsbeitrag von Maria:

    Vor nicht allzu langer Zeit dachte auch ich,
    all die Lehren der katholischen Kirche in Bezug auf Sexualität seien veraltet, nicht zeitgemäß.
    Ich hörte eine Rede von Papst Benedikt, dem XVI. die von Themen wie Verhütung und die Beherrschung des Geschlechtstriebes vor der Ehe handelte und verstand Sinn und Inhalt nicht.

    Nun, Jahre später,
    nach intensiver Auseinandersetzung mit Themen wie diesen, bin ich zu einem anderen Verständnis gelangt.

    Wahre Liebe - zunächst ist es gut, die Bedeutung dieses Begriffes ausführlicher zu durchdenken.
    Wahre Liebe ist kein Begehren im herkömmlichen Sinne,
    wahre Liebe umfasst in erster Linie eine bedingungslose wertfreie Zuwendung ohne den Wunsch der Garantie auf Rückgabe.

    Sie erfreut sich am Wohlergehen des Menschen,
    sein Befinden liegt ihr am Herzen, sie leidet, wenn es anderen Menschen nicht gut ergeht.
    Sie will nicht besitzen, sie möchte gern geben, es ist ihr eine große Freude, zu sehen, wie Menschen froh und unbeschwert herzlich miteinander umgehen.
    Sie verzeiht gern jederzeit,
    verzaubert durch Sanftmut, Demut, Treue und Barmherzigkeit,
    trägt nie etwas nach, hilft stets mindestens mit einem Lächeln und kann empathisch Stimmung und Befindlichkeiten der Menschen erfassen.

    Wahre Liebe ist die Liebe, die Jesus Christus uns vorlebte.

    Dieses Wissen haben wir in uns scheinbar ausgeschaltet.
    Wenn wir an Liebe denken, dreht sich oft diese Liebe zu sehr um uns selbst.
    Wir wollen die/der Einzige sein, wünschen bevorzugte Beachtung, wollen stets etwas zurück haben. Wir erwarten Eigennutz.

    Als Christen werden wir bedingungslos von Gott geliebt, mit wahrer Liebe, die uns auch lehren soll, eigene Fehler zu erkennen,
    zu benennen und sie durch Kenntnis zu vermeiden.
    Eigenes Unrecht erkennen lernen, zu bereuen und ernsthaft zu vermeiden.
    Dabei helfen uns die Gebote, das Kompendium und die Heilige Schrift/Bibel. Und nicht zuletzt Kirchgang und Gebet.

    Die katholische Kirche akzeptiert nach meinem Ermessen längst persönliche Entscheidungen
    zu Verhütung, Gewissensentscheidungen junger Menschen und vorehelichen und gleichgeschlechtlichen Beziehungen.

    Wir,
    ich empfinde mich auch als Teil von Kirche,

    reichem jeden Menschen gern die Hand.
    Das ist unsere Intention, Nächstenliebe ausstrahlen und hiermit Glauben erkennbar zu zeigen.

    Nur sollte, aus meiner Sicht, ein Mensch, der die Gebote nicht einhalten zu vermag, aus eigener Einsicht keine Sakramente empfangen wollen.
    Und es muss der Kirche nach wie vor erlaubt bleiben, zur Umkehr zu bitten.
    Sie hat nach wie vor den Anspruch, uns zur Nachfolge Christi zu bitten.

    Wir Christen haben ein Vorbild und somit benötigen wir geistige Führung nach den Geboten durch unsere Priester, Bischöfe und unseren Papst.

    Eine Weiterentwicklung zur Umgehung der Gebote
    ist aus meiner Sicht kein Fortschritt zur guten Entwicklung unserer Werte/Tugenden sondern ein Rückschritt in die entgegengesetzte Richtung.

    Und – Hand aufs Herz - wollen wir unser Gewissen reinigen, in dem wir auf Änderung der Gesetze setzen?
    Tun wir uns wirklich einen Gefallen damit, wenn wir auf „amtliche Beglaubigung“ hoffen?

    Gott weiß um unser aller Handeln und Gedanken, ist es nicht besser, sich an das Wahre, Gute zu erinnern?

  • #851

    Besucher@moderator (Freitag, 12 August 2016 08:30)

    "Ein Denken im Sinne der Pharisäer"
    Genau,
    den Eindruck habe ich oft, expliziet von der kath. Kirche!

  • #852

    Besucher@comoderatorin (Freitag, 12 August 2016 09:03)

    zu 745:
    Ja, auch ich bin dankbar Christ zu sein,
    in schwierigen Situationen auf Gebete zurück greifen
    und immer wieder eine Orientierung zum "Guten" erfahren.

    "Gebete ändern nicht die Welt.
    Aber Gebete ändern die Menschen
    und Menschen ändern die Welt."

    Albert Schweitzer

  • #853

    Moderator zu 852 (Freitag, 12 August 2016 17:30)


    Eintrag 852,
    lieber Besucher,
    danke, dass Du hier "beiträgst" :-)))

    Die katholische Kirche,
    wer ist das denn konkret?

    Menschen, wie Du und ich, die Jesus nachfolgen möchten, die an Jesus Christus glauben.
    Natürlich sind wir Menschen stets in Gefahr, uns in der Sackgasse der schlechten Eigenschaften zu verfahren.

    Diese Eigenschaften stecken in jedem von uns,
    die Gemeinschaft der Menschen, die die Katholische Kirche bilden,
    ist nicht automatisch davon befreit. Auch sie geraten in Versuchung, den einfachen Weg zu nehmen, den die Mehrheit geht.

    Es sind und bleiben Menschen,
    die versuchen möchten, sich dem anzunähern, was Jesus Christus uns vorlebte.

    Nur all zu menschlich ist, dennoch zu versagen, das liegt in unserer menschlichen Natur.
    Gut ist es, sich stets zu besinnen auf eigene Vorgehensweisen im Bezug auf
    all die Inhalte der Bibel/Gebote und sich auszutauschen mit Gleichgesinnten/Geistlichen,
    nicht zuletzt in Gespräch/Beichte über eigene Denkart/-weise im Austausch zu bleiben.

    Und ja: die Menschen, die die katholische Kirche bilden, können wie jeder andere Mensch auch
    in die Denk- und Handlungsweise der Pharisäer verfallen.

    Und auch ich selbst denke mitunter so,
    falls ich beginne, mich ja schon so toll zu finden in meinen eigenen Aktivitäten im Bezug auf Kirche, mich dahingehend mit anderen vergleiche
    (natürlich mit denen, die in meinen Augen zu wenig dahingehend tun)

    und hierbei vergesse, dass ich einzig nur durch Jesus und seine Gnade wahrhaft wirken kann.
    Nur durch mich schwaches Menschlein kann ich leider wenig ausrichten,

    wir brauchen stetes Gebet, um in Kontakt zu bleiben und zur Vertiefung inhaltliche Beschäftigung mit unserem Glauben
    durch Kirchgang/Predigt/Bibel/geistliche Gespräche/Beichte.
    Unsere Aktivitäten dahingehend sollten wachsen, nicht stagnieren.

    Und, wenn Du mein lieber Besucher, diesen pharisäischen Eindruck bei uns Christen wahrnimmst,
    dann zeigt uns das, wie weit weg wir gerade von unseren Zielen entfernt sind.
    Und was bedeutet das?

    Wir müssen unsere Anstrengungen steigern :-))),
    mehr beten, mehr Bibel lesen, Jesu Leben studieren/besprechen, Geistliche fragen, Papstworte lesen, Predigten hören, christlichen Austausch pflegen,
    lasst uns kreativ sein darin, Jesus zu erkennen und seine Nachfolge anzustreben,
    ein jeder Mensch mit seinen Charismen.

  • #854

    Co-Moderatorin (Freitag, 12 August 2016 17:49)

    Lieber Besucher,

    findest Du mich in Eintrag 745 auch schon ein wenig pharisäisch? :-)

    Es ist das Erkennnen der menschlichen Begrenztheit,
    welches uns dauerhaft die Notwendigkeit von Gebet und Demut lehrt.

    Und uns wahrhaft zeigen kann,
    wie einzigartig hilfreich Gebet ist und bleibt.

    Herzliche Grüße an unsere Besucher :-)
    Gottes dreifachen Segen :-)))

  • #855

    controller (Freitag, 12 August 2016 18:53)


    Korrektur :-)

    Eintrag 853 von Moderator richtete sich an Eintrag 851 von Besucher :-)
    ----------------
    "Ein Denken im Sinne der Pharisäer"
    Und ja: die Menschen, die die katholische Kirche bilden, können wie jeder andere Mensch auch
    in die Denk- und Handlungsweise der Pharisäer verfallen.

    Eintrag 854 von Co-Moderatorin geht an Eintrag 852 von Besucher mit Bezug auf Eintrag 745 :-)

    (-:...confusion ...:-)

  • #856

    Josefa (Freitag, 12 August 2016 21:08)

    Für die liebe wahrhafte Maria, Eintrag 850
    fand ich zwei Zitate, die meiner Meinung nach Maria´s Beitrag untermauern:

    Das ist die wahre Liebe, die immer und immer sich gleich bleibt,
    ob man ihr alles gewährt, ob man ihr alles versagt.

    Johann Wolfang von Goethe

    Wahre Liebe fordert nicht,
    wahre Liebe gibt.

    Sie ist ein Entgegenkommen, ein Geben aber auch ein Annehmen. Wahre Liebe ergreift nicht Besitz, sondern gibt Freiheit.


    Marie von Ebner-Eschenbach,
    österreichische Schriftstellerin


  • #857

    Christin (Freitag, 12 August 2016 21:17)


    "Die wahre Liebe kennt keine Teilung."

    Wilhelmine von Bayreuth,
    älteste Überlebende Tochter des Königs Friedrich Wilhelm I.
    sowie durch Heirat spätere Markgräfin von Brandenburg-Bayreuth

  • #858

    Evi (Samstag, 13 August 2016 04:01)


    1 Kor 13,8 Die Liebe hört niemals auf. / Prophetisches Reden hat ein Ende, / Zungenrede verstummt, / Erkenntnis vergeht.

  • #859

    Herzdame (Samstag, 13 August 2016 12:19)


    << Die Liebe hat eine göttliche Kraft, wenn sie wahrhaft ist und das Kreuz nicht scheut. >>

    Johann Heinrich Pestalozzi

  • #860

    Kreuzbube (Samstag, 13 August 2016 12:23)


    - Liebe, die von Herzen liebt, ist am reichsten, wenn sie gibt;
    Liebe, die von Opfern spricht, ist schon rechte Liebe nicht. -

    Emanuel Geibel

  • #861

    Herzass (Samstag, 13 August 2016 12:25)


    >> Es muss Herzen geben,
    welche die Tiefe unseres Wesens kennen
    und auf uns schwören,
    selbst wenn die ganze Welt uns verlässt! <<

    (Karl Gutzkow)

  • #862

    Bene (Dienstag, 27 Dezember 2016 22:46)

    Ich möchte mein Zeugnis und mein Glück mit Ihnen alle in dieser Website, letztes Jahr mein Mann mich wegen einer anderen Frau in seinen Arbeitsplatz verlassen und er mich und meine 2kids aufzugeben, alles war so schwer für mich, weil ich ihn so sehr Liebe, so sah ich die Zeugnisse der großen Mutaba er dabei, Damen geholfen hat in Anreise Mann zurück, so dass ich kontaktierte ihn und er mir helfen, eine Rückkehr Zauber für meine Ehemann und in 2 Tagen mein Mann verlassen, die andere Frau und er kommt zurück zu mir mit so viel Liebe und Fürsorge. Ich vergesse nie diese Hilfe, die große Mutaba hat mir und meine children.if Sie hier sind, Sie brauchen Hilfe, um Sie zurück kommen können Sie ihn durch diese e-Mail greatmutaba@yahoo.com bin ich stolz auf sein Zeugnis zu kontaktieren.

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