Missionsvikar Eduard Müller

Der Missionsvikar Eduard Müller feierte 1852 die erste Hl. Messe nach der Reformation in Friesack.

Eduard Müller

 

* 15. November 1818 in Quilitz bei Glogau

† 6. Januar 1895 in Neisse

 

war ein katholischer Theologe und Politiker aus Schlesien.

Der Priester, seit 1852 Missionsvikar in Berlin, zunächst mit einem seelsorglichen Auftrag für Fürstenwalde und Nauen, förderte die Gründung katholischer Gemeinden in und um Berlin. Er gründete mit Adolph Kolping den Gesellenverein, das spätere Kolpingwerk, für Berlin und wurde dessen erster Präses. Er wohnte jahrzehntelang in einem unbeheizten Zimmer hinter der Kirche. Das nahe gelegene Gesellenhaus in der Niederwallstraße war ein Zentrum für Arbeiter, sozial Schwache und Durchwanderer.

 

Ihm zu Ehren wurde die 1907 erbaute St.-Eduard-Kirche in Berlin-Neukölln nach seinem Namenspatron, dem hl. Eduard dem Bekenner († 1066) benannt. Nachdem Müller zunächst auf dem Alten St. Hedwigs-Friedhof beigesetzt wurde, fand er 1920 seine letzte Ruhestätte in dieser Kirche.

 

1984 wurde der Eduard-Müller-Platz in Berlin-Neukölln nach ihm benannt. Das Kolpingwerk Berlin feiert den Eduard-Müller-Gedenktag an seinem Sterbetag, dem 13. Oktober.

 

Müller war im protestantischen Preußen Abgeordneter des Preußischen Landtages und dann ab 1871 auch des Deutschen Reichstages für die Deutsche Zentrumspartei, an deren Gründung er 1870 beteiligt war. Auf Drängen des Breslauer Fürstbischofs Kopp legte er 1891 sein Mandat nieder und zog sich auch von seinen kirchlichen Aufgaben zurück. Bis zu seinem Tod lebte er im Kloster der Grauen Schwestern in Neisse.


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