Westfälischer "Pilgermarathon"

Vor St. Nikolai in Treuenbrietzen
Vor St. Nikolai in Treuenbrietzen

Gern folgten wir der Einladung Pfarrer Stegemanns zur Pilgerwanderung von Treuenbrietzen zur Reliquie des hl. Bonifatius nach Bad Belzig. Für einige von uns begann der Tag mit der Anreise zum ersten Sammelpunkt in Haage schon um 6 Uhr in der Früh. Mit zwei Kleinbussen fuhren wir nach Bad Belzig, um dort weitere Pilger einzuladen. Der Uhrzeiger stand nun schon auf 8 Uhr. Fast pünktlich um 8:30 Uhr trafen wir dann zur Hl. Messe in Treuenbrietzen ein.

Nach der Messe rief Herr Pfarrer Stegemann zum Gruppenfoto vor die Kirche. Da wir hier schon etwas dem minutiösen Zeitplan hinterher waren, wurden wir gleich in Zweierreihen postiert und mit dem Herrn voran und einem Lied auf den Lippen startete die Wallfahrt.


Das Pilgerbuch
Das Pilgerbuch

Ausgestattet mit einem eigens hierfür angefertigten Pilgerbuch mit einem Umfang von 44 Seiten machten wir uns auf den Weg. Über fünf Einzeletappen mit Längen zwischen vier und sechs Kilometern näherten wir uns dem Ziel Bad Belzig. Die Etappen waren so gelegt, dass wir uns die Dorfkirchen in Grabow, Mörz und Preußnitz anschauen konnten.

Jeder Pilger bekam in Treuenbrietzen einen frisch gesegneten Rosenkranz.


Dieser wurde auch ausgiebig auf den einzelnen Etappen genutzt. Drei Rosenkränze wurden gebetet und dazu fast alle der 24 Lieder aus dem Pilgerbuch im Laufe des Tages gesungen. Im Wechsel - linke Seite, rechte Seite - singend und betend liefen wir durch den Hohen Fläming. Wir liefen durch Wald und über Feld, überquerten gesichert durch einen der Kleinbusse so manche Straße oder liefen sie gedeckt durch den Silberbus entlang.


Unten stehend der Link auf den Flyer der St. Bonifatius Gemeinde

Ortseingangsschild Mörz um 15:05 Uhr
Ortseingangsschild Mörz um 15:05 Uhr

Die Anzahl der Pilger wechselte von Etappe zu Etappe. Einige begleiteten uns bis mittags, andere kamen später hinzu. Viele gute Gespräche und Begegnungen waren so möglich.

 

Gegen Mittag zeichnete sich bereits ab, dass wir unseren Zeitplan wohl nicht würden einhalten können. Einen Vielen aufgrund der erstaunlichen Präzision im Gedächtnis gebliebenen Rastplatz konnten wir somit auch nicht pünktlich erreichen: Die geplante Ankunft in Mörz um 14:05 Uhr verzögerte sich um etwa eine Stunde.

 

Trotz der anhaltenden Bemühungen des Pfarrers, den Zeitplan wieder aufzuholen (indem er die eine oder andere Minute bei den Pausen sparen wollte), blieb es dabei.


In Preußnitz empfing uns auch eine Stunde später noch sehr herzlich der evangelische Pfarrer Gestrich mit einer kleinen Andacht zum "Te deum" ("Großer Gott wir loben dich"), welches wir mit toller Orgelbegleitung in der kleinen Kirche gemeinsam sangen, sowie eine Handvoll Gemeindemitglieder mit Kaffee und Kuchen.


So gestärkt und gesegnet gings dann fröhlich weiter: Auf zum Endspurt!

 

Gegen 18:30 Uhr erreichten wir schließlich unser Ziel Bad Belzig mit der Kirche St. Bonifatius. Nach der Schlussandacht und der Entzündung einer großen Kerze mit dem Abbild des hl. Bonifatius (Das Gesellenstück eines Kerzenmachers auf Grundlage von Fotos) versammelten sich die müden, aber glücklichen Pilger noch im Gemeindesaal. Es gab eine sehr leckere Suppe zur Stärkung und gegen 19:30 Uhr trennten sich die Wege der Pilgergemeinschaft. Mit dem guten Vorsatz, im nächsten Jahr die Himmel-Wall-Fahrt schon in Treuenbrietzen starten zu lassen verabschiedeten wir uns voneinander.